Autor Thema: Warum berichten die meisten Zeitungen so zögerlich zum Rundfunkbeitrags-Unrecht?  (Gelesen 2092 mal)

Offline Bürger

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Die im Forum schon mehrfach und auch gerade wieder in einem anderen Thread gestellte Frage

"Warum berichten die meisten Zeitungen so wenig/ zögerlich/ unkritisch zum Rundfunkbeitrags-Unrecht?"

sei hier zur Recherche und Diskussion gestellt.


Abhängigkeiten können nämlich u.a. im
- Verlagswesen und in diversen
- Werbepartnerschaften
begründet sein


Begonnen sei mit einem Beispiel aus Sachsen:


"Sächsische Zeitung"
www.sz-online.de





VERLAG


Quelle: http://www.sz-online.de/Layout/Custom/Boilerplate/img/content/footer_ddv-media-group_one-line.png

Wikipedia schreibt unter
https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4chsische_Zeitung
Zitat
Verlag
Das Dresdner Druck- & Verlagshaus GmbH & Co KG (DD+V-Mediengruppe), in dem die Sächsische Zeitung erscheint, ist
- zu 60 Prozent im Besitz der Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr
- 40 Prozent der Anteile gehören der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft, einem Medienbeteiligungsunternehmen der SPD. [...]


Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Druck-_und_Verlagsgesellschaft
Zitat
Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (DDVG; Eigenschreibweise: ddvg) mit Sitz in Berlin und Zweigniederlassung in Hamburg ist eine Medienbeteiligungsgesellschaft der SPD. Sie ist die Beteiligungsgesellschaft des SPD-Unternehmensbesitzes und zu 100 % im Eigentum der SPD. Die DDVG kommt als Verlagsgruppe mit den ihr zuzurechnenden Tageszeitungen auf eine anteilige Gesamtauflage von rund 435.000 Exemplaren und einen Marktanteil am bundesdeutschen Tageszeitungsmarkt in Höhe von 1,9 %. Sie nimmt damit Rang 11 der führenden Verlagsgruppen im deutschen Zeitungsmarkt nach Gesamtauflagen ein.


Das ist aber nicht "genug"...





WERBEPARTNERSCHAFTEN

unter www.sz-online.de findet sich ganz unten ein "dezenter Hinweis" auf den "Partner"
mdr







Dass oben angedeuteter Bertelsmann-Konzern auch noch fleißig am Datengeschäft im Zusammenhang mit dem sog. "Rundfunkbeitrag" beteiligt ist und daran "verdient"...

Handelsblatt, 25.04.2013
Datengeschäfte
Wie Bertelsmann an der Rundfunkgebühr verdient
Eigentlich gilt RTL-Mutterkonzern Bertelsmann als harter Konkurrent der öffentlich-rechtlichen Sender. Doch seit der Einführung der Rundfunkgebühren verdienen auch die Gütersloher mit - am Datengeschäft.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/datengeschaefte-wie-bertelsmann-an-der-rundfunkgebuehr-verdient/8125564.html


macht den Reigen nun komplett...

...und meinen Spuckbeutel voll


Quelle: http://www.20min.ch/diashow/38114/10-ae566253288191ce5d879e51dae1d8c3.jpg



Noch Fragen...?


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« Letzte Änderung: 09. September 2018, 00:28 von Bürger »

Offline ChrisLPZ

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Erschreckend das Ganze. Je tiefer man schürft, desto mehr kommt einem das Grauen.
Danke an Bürger für diesen interessanten Beitrag!

Hier noch ein paar weitere das Thema betreffende Links:

Seite der KEK (Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich):

Beteiligungsverhältnisse: http://www.kek-online.de/medienkonzentration/beteiligungsverhaeltnisse.html
Mediendatenbank: http://www.kek-online.de/no_cache/information/mediendatenbank.html

Lesenswerter Versuch einer "Aufdröselung" der vorhandenen Medienkartelle:

Teil 1: https://netzfrauen.org/2013/12/10/teil-1-wer-macht-die-oeffentliche-meinung-ein-paar-wenige-medienkonzerne/
Teil 2: https://netzfrauen.org/2014/10/08/teil-2-wer-beherrscht-die-medien-zeit-stern-spiegel-focus-wer-gehoert-zu-wem/


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« Letzte Änderung: 30. Januar 2016, 09:50 von ChrisLPZ »

Offline rhadamanthys

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Fernsehen und Radio, aber in Zukunft auch die Zeitungen sollen mittels des Rundfunkbeitrags finanziert werden.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/pressefinanzierung-durch-rundfunkgebuehr-so-wird-die-zeitung-oeffentlich-rechtlich-12158423.html

Ein Einstieg dafür könnte der Recherche-Verbund von öffentlichen Medien und Süddeutsche sein.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/kritik-an-ndr-wdr-und-sz-drei-in-einem-boot-13482745.html

Auch wenn behauptet wird, dieser Rechercheverbund sei nichts besonderes, so kann doch angenommen werden, dass dadurch eine »Vereinheitlichung« der Berichterstattung erreicht werden soll: Auf allen Medienplattformen und über alle Formate wird dann dieselbe (Staats) Propaganda ausgestrahlt.

--
Wer hat nicht schon mal die Internetseite gutefrage.net aufgerufen? - Ein Medien-Imperium wird auch von der Verlagsgruppe »Georg von Holtzbrinck« kontrolliert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Verlagsgruppe_Georg_von_Holtzbrinck

Interessant sind dabei die »Dieter von Holtzbrinck Medien«.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_von_Holtzbrinck_Medien

Den Stuttgartern gehört der Berliner »Tagesspiegel«, sowie Handelsblatt und Wirtschaftswoche und die Wochenzeitung »Die Zeit«.

Mit Gruß



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rhadamanthys

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