Autor Thema: F.A.Z.: "Was kostet das Internet?"  (Gelesen 1067 mal)

Offline Sophia.Orthoi

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F.A.Z.: "Was kostet das Internet?"
« am: 27. Oktober 2015, 10:52 »
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/eu-parlament-entscheidet-ueber-netzneutralitaet-13872916.html

Zitat
Die EU-Vorlage heißt „Verordnung für das freie Internet“, doch der Titel täuscht. Stimmen die Parlamentarier ihr zu, wird der Datenverkehr im Internet nämlich nicht mehr für alle frei und gleich sein, sondern eine Zweiklassengesellschaft entstehen, in der sich finanzkräftige Konzerne Vorrechte sichern.

[...]

Das ist einigen aufgefallen und hat die Aufsichtsgremien der ARD und die Landesmedienanstalten, die für die Aufsicht der Privatsender zuständig sind, bewogen, einen gemeinsamen Forderungskatalog aufzustellen: Der Begriff „Spezialdienst“ müsse so eng gefasst werden, dass sich „finanzstarke Anbieter“ nicht „Überholspuren im Netz kaufen“; das Prinzip „Best Effort“ müsse garantiert und überwacht werden; das „Zero-Rating“, mit dem Mobilfunkanbieter und Netzbetreiber ihren Kunden bei speziellen Diensten Datenvolumen kostenlos anbieten und so eigene Produkte, etwa Apps, in den Vordergrund rücken, dürfe nicht in den publizistischen Wettbewerb eingreifen, und schließlich sollten Bundesnetzagentur und Landesmedienanstalten den gesetzlichen Auftrag erhalten, über die Vielfalt im Netz zu wachen.

Ich bin dafür, vom Internet alle zu vertreiben, die es als Kabelfernsehen betrachten.

Oder eine Spaltung des Internets in der EU: Unterhaltungsnetz an einer Seite, Netz für Wissenschaft, Technik
und eventuell Handel und Industrie an der anderen.


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Offline MMichael

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Re: F.A.Z.: "Was kostet das Internet?"
« Antwort #1 am: 27. Oktober 2015, 15:38 »
Dazu die traurigen Meldungen:
"...Die konservativen und sozialdemokratischen Abgeordneten haben die Netzneutralität geopfert..."
Quelle:  https://netzpolitik.org/2015/eu-parlament-beschliesst-umstrittene-netzneutralitaetsregeln/
Und "...404 Error!..."
Quelle: https://netzpolitik.org/2015/liveblog-aus-der-bundestagsdebatte-zur-vorratsdatenspeicherung/

Das Internet gehört ALLEN!
Und meine Daten gehören MIR!

Aber: Nicht aufgeben!
3/10 sind geschafft!
Zitat: "Am 27. Oktober 2015, 09:20 Uhr, hat sich der 3000ste Mitstreiter registriert!"
Quelle: http://rundfunkbeitragsklage.de/info/

Weitersagen! Weitermachen! Nicht aufgeben! Unrecht abschaffen! Recht schaffen!

Freiheit Gleichheit Brüderlich-/Schwesterlichkeit Solidarität
Gruss aus Ostbrandenburg


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Offline Sophia.Orthoi

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Re: F.A.Z.: "Was kostet das Internet?"
« Antwort #2 am: 27. Oktober 2015, 16:20 »
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eu-parlament-stimmt-ueber-roaming-und-netzneutralitaet-ab-13878483.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eu-parlament-beschliesst-regeln-fuer-datenverkehr-im-internet-13878951.html

Zitat
Grundsätzlich soll sich kein Anbieter im Internet Vorteile erkaufen können. Davon sind die Anbieter spezieller Dienste allerdings ausgenommen. Voraussetzung ist, dass diese Angebote ein hohes Qualitätsniveau für die Übertragung benötigen und die anderen Angebote nicht dadurch blockiert werden.

[...]

Weil die Datenmenge stetig wächst und damit auch die Gefahr von Datenstaus, halten manche Fachleute Ausnahmen vom Grundsatz des neutralen Umgangs mit Daten für unvermeidbar. Auch Internetkommissar Günther Oettinger vertritt diese Meinung.

[...]

Tatsächlich hängt viel davon ab, was für spezielle Dienste bevorzugt werden. Die Kommission hat schon klar gemacht, dass sie darunter nicht nur für die Öffentlichkeit wichtige Angebote etwa zur Telemedizin versteht, sondern auch Angebote wie das Internetfernsehen. Interpretationsspielraum bietet auch der Passus, der Netzbetreibern erlaubt, zwischen verschiedenen Kategorien von Datenverkehr zu unterscheiden, um die Gesamtqualität und das Nutzererlebnis zu optimieren.

Da kommt es wieder. Rundfunkverbraucher werden mein bescheidenen Gebrauch vom Internet für andere
Zwecke lähmen, und dafür muss ich für die Rundfunknutzer zahlen. Rundfunk ist ja ganz besonders, hat
eine hervorragende Bedeutung, wichtig für Demokratie, muss also Vorfahrt haben.

Vertritt Internetkommissar Günther Oettinger diese Meinung? Ja, wie 99% der Politiker, hat er keine Meinung,
vertritt aber eine Meinung. Vielleicht jene, die ihm etwas ins Ohr flüstern, haben selbst eine Meinung.


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