Autor Thema: FAZ > Beteiligungsstrukturen des ZDF - Man könnte es für Kabarett halten  (Gelesen 2413 mal)

Offline Uwe

  • Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6.010
  • Angst und Geld habe ich nie gekannt :-)
    • gez-boykott.de


Beteiligungsstrukturen des ZDF
Man könnte es für Kabarett halten



Quelle:FAZ

Wer gehört zu wem, und was bedeutet das? Der Medienökonom Harald Rau versucht, das Geflecht zwischen Fernsehsendern und Produktionsfirmen zu durchschauen: Auch bei den Öffentlich-Rechtlichen ist das ein Ding der Unmöglichkeit.

Seit vor drei Wochen Ermittler des Bundeskartellamts mehrere große Produktionsfirmen durchsuchten, darunter die Bavaria Studios in München und das Studio in Berlin-Adlershof, ist die Branche in Aufruhr. Denn es besteht der „Verdacht kartellrechtswidriger Preis- und Angebotsabsprachen bei der Vergabe durch Fernsehsender und Produktionsfirmen“, wie es Kartellamtssprecher Kay Weidner gegenüber dieser Zeitung formulierte.

weiterlesen auf:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/oeffentlich-rechtliche-mit-fragwuerdigen-strukturen-13727340.html?GEPC=s3


Weitere Infos siehe u.a. auch unter

F.A.Z.: "Alle Befürchtungen bestätigt" (07/2015)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,15241.0.html
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,15241.msg101465.html#msg101465
einschl. Grafik unter
http://rundfunkbeitrag.blogspot.de/2013_09_01_archive.html

Buch: "Geordnete Verhältnisse?! Verflechtungsstrukturen deutscher TV-Sender"
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28354.0.html


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln

« Letzte Änderung: 03. Oktober 2018, 21:37 von Bürger »

Offline six2seven

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 459
Hallo,
…was die Spatzen seit Jahren von den Dächern pfeifen,
wird hier als investigativer Journalismus verkauft.
Wer mit solch lächerlichen " Neuigkeiten " versucht,
Image aufzupolieren, ist nicht besser als das Zielobjekt.


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln


Offline Roggi

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3.123
Auch wenn jeder weiß, dass sich örR in rechtlichen Grauzonen bewegt, gerade so wie Mafia und Fifa, so ist es doch wichtig, dass eine vielgelesene Tageszeitung darüber berichtet, denn es ist erst möglich, sich über etwas Gedanken zu machen, wenn dazu Wörter vorhanden sind. Eine Ahnung über die Vorgänge bei örR hinterlässt zumeist ein mulmiges Gefühl, aber sobald das Übel beim Namen genannt wird, kann auch darüber gesprochen werden. Es muss zudem berücksichtigt werden, dass auch die FAZ irgendwo in der Grafik auftaucht, wenn man feinere Linien zieht.


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln

« Letzte Änderung: 03. Oktober 2018, 21:38 von Bürger »

Offline Kurt

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.707
ZDF, Pressemitteilung/ Stellungnahme 31.07.2015/ 03.08.2015
ZDF und ZDF Enterprises weisen Vorwurf zurück
Das ZDF und die Geschäftsführung von ZDF Enterprises weisen Vorwurf der Intransparenz zurück.
http://www.zdf.de/zdf-und-zdf-enterprises-weisen-vorwurf-zurueck-39538694.html
Edit "Bürger" 03.10.2018:
Die Meldung ist unter dem angegebenen Link nicht mehr zu finden - auch eine web-Suche mit Schlüssel-Sätzen brachte keinerlei Ergebnis.


Zitat
In einem Bericht der FAZ über eine Studie von Professor Harald Rau und einem Interview mit ihm werden zahlreiche falsche Behauptungen aufgestellt, die ZDF und ZDF Enterprises zurückweisen.

Die Behauptung, Tochterfirmen würden mit Gebührengeldern quersubventioniert ist falsch. Eine Quersubventionierung ist staatsvertraglich verboten. Die Marktkonformität der Tochterfirmen wird entsprechend den staatsvertraglichen Vorgaben von unabhängigen Wirtschaftsprüfern und dem Landesrechnungshof Rheinland-Pfalz kontrolliert. Der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen durch das ZDF sowie die Beteiligung an ihnen bedürfen der vorherigen Zustimmung des Verwaltungsrates. Die Beteiligungen des ZDF und deren wirtschaftliche Aktivitäten werden zudem vom Verwaltungsrat des ZDF kontinuierlich überwacht.

Sämtliche kommerziellen Aktivitäten - etwa die Verwertung von Rechten, die Akquise von Werbung und Sponsoring, etc. - sind gemäß gesetzlicher und europarechtlicher Vorgaben ausgelagert. Sie werden unter Marktbedingungen durch rechtlich selbständige Beteiligungsunternehmen erbracht. Unternehmen, bei denen öffentlich-rechtliche Einrichtungen einen Anteil von über 50 Prozent haben, können – anders als etwa die Produktionstöchter der Privatsender – direkt von Rechnungshöfen geprüft werden.

Die Formulierung, die öffentlich-rechtlichen Sender würden ihre Beteiligungen an unzähligen Tochterfirmen „mehr oder weniger auffällig verstecken“, ist nicht nachvollziehbar. Für das ZDF können die in der FAZ-Grafik aufgelisteten Beteiligungen mit wenigen Klicks von jedermann im Netz gefunden werden.

Darüber hinaus veröffentlicht das ZDF einen jährlichen "Konzernlagebericht", der viele weiterführende Informationen über die Geschäftstätigkeit der Tochterunternehmen enthält.

Die „Forderung“ von Professor Rau , „eine Firma wie ZDF Enterprises (müsse) aus dem Dunstkreis der Anstalt ZDF ausgegliedert (werden). Räumlich, inhaltlich und wirtschaftlich“ ist bereits seit Gründung der Firma erfüllt. ZDF Enterprises ist den staatsvertraglichen Vorgaben entsprechend räumlich, inhaltlich, wirtschaftlich und organisatorisch ausgegliedert.

Die Vorstellung von Prof. Rau, es sollte eine „Börse für Produktionsaufträge – oder zumindest Auktionen“ geben, basiert auf einer völligen Unkenntnis der Struktur von Programmherstellung. Sendungen des ZDF sind keine Güter, die man an einer Börse handelt oder bei einer Auktion ersteigert. Das ZDF ist eine öffentlich-rechtliche Rundfunkfunkanstalt, die in einem gesetzlich vorgegebenen gesellschaftlichen (nicht wirtschaftlichen) Auftrag Programme selbst produziert, beauftragt oder einkauft. Der Einkauf fertiger Programme wie etwa Kinofilme oder internationale Kaufserien macht nur einen kleinen Anteil an der Beschaffung aus. Sendungen, die bei Produktionsfirmen beauftragt werden, werden in enger Abstimmung mit den ZDF-Redaktionen hergestellt; die inhaltliche Verantwortung und das Letztentscheidungsrecht liegen beim ZDF. Die Auswahl konkreter Projekte und die Beauftragung erfolgt im Rahmen der gesetzlich und verfassungsrechtlich gesicherten Programmautonomie nach redaktionellen Kriterien.

Das ZDF steht für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Produzenten. Der Sender ist in diesem Bereich, mit über 500 Millionen Euro pro Jahr einer der größten Einzelauftraggeber der Auftragsproduzenten. Mehr als zwei Drittel dieser Aufträge werden dabei mit Firmen verwirklicht, die nicht mit dem ZDF verbunden sind. Maßgeblich für die Auftragsvergabe sind Qualität und Erfolg. Tochterunternehmen werden dabei weder bevorzugt noch benachteiligt. Auch dies wird von Gremien, Rechnungsprüfern und Rechnungshöfen überwacht und ist nach dem Brüsseler Beihilfekompromiss unabdingbar. Insgesamt werden im Auftragsproduktionsbereich zirka 500 Firmen beschäftigt.

Die Gewinne aus den kommerziellen Aktivitäten werden von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) bei der Feststellung des Finanzbedarfs und der Höhe des Beitrags zur Entlastung der Beitragszahlerinnen und –zahler angerechnet.


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln

« Letzte Änderung: 03. Oktober 2018, 21:45 von Bürger »
"Deutschland, unendlich viele (ok: 16) Bundesländer. Wir schreiben das Jahr 2018. Dies sind die Abenteuer abertausender ÖRR-Nichtnutzer, die sich seit nunmehr 5 Jahren nach Beitragseinführung immer noch gezwungen sehen Gesetzestexte, Urteile usw. zu durchforsten, zu klagen, um die Verfassungswidrigkeit u. die Beitragsungerechtigkeit zu beweisen. Viele Lichtjahre von jeglichem gesunden Menschenverstand entfernt müssen sie sich Urteilen unterwerfen an die nie zuvor je ein Mensch geglaubt hätte."

Tags: