Autor Thema: Spiegel > Bericht über mühseliges Leben der Innung der Gerichtsvollzieher  (Gelesen 2388 mal)

Offline Bürger

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...heute von User "Faust" übermittelt -
zur allgemeinen Kenntnisnahme und evtl. weiteren Recherche ;)

Zitat von: faust date=1414955383
Im aktuellen "Spiegel" (-> in den ich heute in der Bahnhofsbuchhandlung schaute) gibt es einen kurzen Bericht über das mühselige Leben der Innung der Gerichtsvollzieher (Personalabbau, Überlastung, mehr Bürokratie -> Frust, endlose Arbeitszeiten).
Vielleicht ist das eine Meldung zum "Durchatmen" für alle, die auf diese Herrschaften "warten"...
Leider lese ich nicht digital, deshalb kein Link - aber vielleicht hat den jemand und vielleicht isses der Mühe wert ... ?!
Fakt ist: Es ist ein wenig Sand im Getriebe...


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Offline leonardodavinci

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Muss dieser Artikel hier sein:

https://magazin.spiegel.de/digital/?utm_source=spon&utm_campaign=centerpage#SP/2014/45/130092978

Eine Person X, die ihn gelesen hat, hat ihrem Bekannten berichtet, dass er mehr als mäßig geschrieben sei. Er enthalte viel Wortfüllmasse und nur wenig handfeste Informationen. Die wichtigsten seien, dass in den vergangenen drei Jahren 200 Stellen eingespart worden seien und sich der Arbeitsaufwand durch die Reform der Zwangsvollstreckung im Jahr 2013 erheblich erhöht habe, da nun von mehr Stellen Informationen eingeholt werden müssten.

Das für manchen sicher Erschreckende, für alle ÖRR-Bedrohten aber Erfreuliche findet sich in einem Statement des Deutschen Gerichtsvollzieher Bunds, der unter http://www.dbb-nrw.de/dbb/presse/aktuelle-meldungen/detailansicht/article/dgvb-nrw-zwangsvollstreckung-steht-kurz-vor-dem-kollaps vom drohenden Kollaps der Zwangsvollstreckung spricht.


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"Ein Anspruch, dass alle Aspekte eines Sachverhalts zu nennen sind, lässt sich aus dem Programmgrundsatz nicht ableiten und stände auch nicht in Einklang mit der grundgesetzlich geschützten Rundfunkfreiheit."
WDR-Intendant Tom Buhrow, Antwort auf Programmbeschwerde der Publikumskonferenz e.V.

Offline tokiomotel

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Wenn ich Zeit habe und nichts besseres zu tun , bedaure ich diese Herrschaften mal.  >:D
Hätten sie doch bloß was vernünftiges gelernt .  |-


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Schrei nach Gerechtigkeit

Offline Roggi

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Das wichtigste aus dem Spiegelartikel in der Ausgabe Nr. 45 vom 03.11.2014:
-Es fehlen 200 Stellen bei den Gerichtsvollziehern, so viele wie es in Sachsen gibt.
-Durch spontane Besuche geht er den Leuten auf den Keks, damit sie zahlen. Aber Aussendienst wird weniger gemacht.
-Durch die Reform der Zwangsvollstreckung von 2013 muss mehr Schreibtischarbeit gemacht werden, Auskünfte bei anderen Ämtern müssen eingeholt werden, 30% mehr Arbeit sei es nun.
-Schätzungsweise 1300 Fälle muss er bearbeiten im Jahr.
-sehr oft 12 Stunden Arbeitstag
-Der Kollaps bei den Zwangsvollstreckungen ist in einigen Bundesländern zu befürchten, die Bearbeitungsdauer hat deutlich zugenommen.
-Der Krankenstand ist gestiegen, Kollegen sind überlastet, die Stimmung in Bremen ist angespannt bis gereizt und depressiv.

-In ihrem Buch „Warum Nationen scheitern“ haben die beiden Wissenschaftler Daron Acemoglu
und James Robinson in ihrer Forschungsarbeit beschrieben, dass eine funktionierende Justiz und das subjektiv empfundene Vertrauen der Bürger in den Rechtsstaat für einen funktionierenden Staat wichtig sind.

Der Hinweis auf das Buch und die Forschungsarbeit ist bemerkenswert, denn hier in Deutschland wird zugunsten des Staatsfernsehens das Vertrauen in den Rechtsstaat verspielt. Es ist also zu befürchten, dass unser Staat bald nicht mehr funktioniert.


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Offline Konspirativ

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Grundsätzlich stellt sich auch noch die Frage:

Ist die Privatisierung des Gerichtsvollziehers im Zwangsvollstreckungsverfahren mit den tragenden Verfassungsgrundsätzen des Grundgesetzes vereinbar?

Zum Frust kommt bestimmt noch hinzu, dass Gerichtsvollzieher bis zum 31.07.2012 beamtet waren und ab 01.08.2012 nur noch freiberuflich (Beleihungssystem) tätig werden. ;)

Ist eben schon ein Unterschied wie man vergütet wird.  >:D


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Offline Demokratietribut

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Interessante Perspektive, das mit dem Kollaps der Zwangsvollstreckung.
Letztlich ist das, glaube ich, sowieso die eigentliche (nämlich praktisch-organisatorische) Achillesferse für den Tributservice.
Und das noch nichtmal in erster Linie - leider - wegen hartnäckigen bewussten Widerstands gegen den Rundfunktribut. Sondern wegen der zahlreichen (hunderttausende bis mehrere Millionen) Haushalte in D, die einfach nicht zahlen KÖNNEN, weil sie nämlich pleite sind. Wenn man dann noch bedenkt, dass es ja mit einer einmaligen Vollstreckung nicht getan ist, sondern das Spielchen für jeden dieser Haushalte alle drei Monate wieder von vorn losgeht, scheint das wirklich fast unmöglich zu sein, den regelmäßigen Tributeinzug per Vollstreckungen zu gewährleisten. Somit scheint mir ein Kollaps der Vollstreckungen tatsächlich gar nicht so unwahrscheinlich zu sein. Und das heißt natürlich für uns: Zahlungsverweigerung so lange es geht, jeder neue Monat ist ein Monat näher am Kollaps.


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Offline tokiomotel

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Vielleicht könnte man die Innung der Gerichtsvollzieher mit der entsprechenden Aufklärung sogar vermehrt auf unsere Seite ziehen. Einige kapitulieren ja jetzt schon , wenn man nicht kleinlaut die Knete abliefert.
Sind denn alle GVs so ausreichend auf dem Stand der Dinge , das sie genau wissen was da mit dem ÖRR an rechtswidriger Abzocke abgeht und sie nur als trollige Handlanger fungieren sollen.
Ich könnte mir ein Rundschreiben an alle GVs als durchaus sinnvoll und nachhelfend vorstellen.
GV wird man doch m.E. weil man ein ausgeprägtes Rechtsempfinden hat und dem Unrecht entgegentreten will . Wahrscheinlich sind noch viele GVs auf das alte eingebläute GEZ-Gefasel getrimmt und meinen , da immer noch den Helden für den ÖRR spielen zu müssen.


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