Autor Thema: Bild: "Fördergeld für „Tatort“ gestoppt - Um welche Summen es geht"  (Gelesen 1271 mal)

Offline Uwe

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Fördergeld für „Tatort“ gestoppt
Um welche Summen es geht -
Wie Filmförderungen funktionieren





BILD am SONNTAG erfuhr: Der Tatort-Produktion ist die Filmförderung des Landes Niedersachsen gestrichen worden.
? Bisher wurden zwölf von 21 gesendeten Lindholm-Fällen von der Film- und Mediengesellschaft Nordmedia unterstützt. Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro bewilligt, also rund 220?000 Euro pro Film.

Für die einzelnen Fälle sind die Beträge aber recht unterschiedlich. So wurden für die Doppelfolge „Wegwerfmädchen“ und „Das goldene Band“ zusammen 350?000 Euro bereitgestellt, für „Das Gespenst“ allein 250?000 Euro, für „Lastrumer Mischung“ aber wiederum nur 120?000 Euro.
? Die gestrichene Förderung ist angesichts der Produktionskosten für einen Tatort von etwa 1,4 Millionen Euro für den verantwortlichen Sender NDR schmerzlich.
In diesem Zusammenhang stellt sich eine ganz andere Frage:
Warum werden Tatorte überhaupt mit Fördermitteln aus Steuergeldern unterstützt?
Schließlich nahmen die öffentlich-rechtlichen Sender 2013 allein durch die Zwangsabgabe „Rundfunkbeitrag“ fast 7,7 Milliarden Euro ein. Reicht das etwa immer noch nicht?

Wie BamS aus Produktionskreisen erfuhr, lag dies aber nur daran, dass es vorab einen Hinweis von Nordmedia gegeben haben soll, dass es ohnehin keine Unterstützung mehr geben wird.
„Das Konzept und der zu Verfügung stehende Etat für die Niedersachsen-Tatorte machen einen Verzicht auf eine Förderung möglich“, heißt es offiziell vom NDR.
Intern soll die Streichung der Landesmittel aber für Aufregung gesorgt haben. Zumal auch für den Fall „Kaltstart“ von Tatort-Kommissar Wotan Wilke Möhring (47) von Nordmedia 85 000 Euro bewilligt worden waren.
? Produktionsfirmen können in Deutschland bei den neun großen Filmförderungen von Bund (zwei) und Ländern (sieben) Anträge auf finanzielle Unterstützung stellen, wenn sie einen Teil der Produktionskosten selbst finanzieren.
So will die Politik die Filmwirtschaft (und deren Arbeitsplätze) in den Regionen fördern, da die Gelder auch im jeweiligen Bundesland investiert werden müssen.

„Meines Wissens nach wurden aber nur in Bundesländern im Norden auch Tatorte von der jeweiligen Filmförderung unterstützt“, so ein Insider zu BILD am SONNTAG.

Denn die Fördergelder sind genau genommen nur ein Darlehen, das zurückgezahlt werden muss, wenn die Produktionskosten durch den Verkauf der Filmrechte, DVDs oder Kino-Tickets wieder eingespielt sind. Dies alles ist bei Tatorten kaum der Fall, eine Rückzahlung an Nordmedia blieb in Niedersachsen nahezu aus.
Bei Kino-Filmen passiert so etwas nur dann, wenn der Film komplett floppt.
? Die Filmförderungen finanzieren sich durch Abgaben der Kinobetreiber, Videowirtschaft, der Fernsehsender sowie Programmvermarkter – und aus Steuergeldern von Bund und Ländern.
Dass hieraus bereits mit Zwangsgebühren finanzierte öffentlich-rechtliche Sendungen gesponsert werden, ist kaum vermittelbar. In Niedersachsen schaltete sich deshalb 2010 sogar der Landesrechnungshof ein und kritisierte die Vergabepraxis von Nordmedia an TV-Produktionen wie den NDR-Tatort.

Zudem stellten die Grünen eine Anfrage bei der Staatskanzlei in Hannover. Dabei kam heraus, dass von Nordmedia überwiegend Projekte Geld bekommen, die später bei den Öffentlich-Rechtlichen laufen – und Produktionen von privaten Sendern das Nachsehen haben.

Quelle:

http://www.bild.de/bild-plus/unterhaltung/tv/tatort/filmfoerderung-fuer-furtwaengler-tatort-gestoppt-37180060.bild.html


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« Letzte Änderung: 11. August 2014, 15:48 von Uwe »

Offline Uwe

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STANDPUNKT
Tatort Filmförderung



Foto: Michael Hübner

10.08.2014 - 00:27 Uhr
Von MICHAEL BACKHAUS
Das Unerhörte an der Nachricht, dass die Filmförderung für Tatort-Sendungen gestrichen wird, besteht darin, dass es sie überhaupt gab.
Die erfolgreichste Sendereihe im deutschen Gebührenfernsehen erhält staatliche Stütze. Ein Witz, aber kein guter!
Eigentlich sollte die Filmförderung den deutschen Film vor Hollywood retten.
Doch manchem Ministerpräsidenten geht es eher um Produktionsstandorte und um Tourismuswerbung.
Nur um gute Filme geht es nicht.
Ihre Meinung zum Kommentar: Schicken Sie eine E-Mail an leserforum@bams.de

Quelle:
http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/tatort-filmfoerderung-37179746.bild.html


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Offline Wolfman

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