Autor Thema: ARD und ZDF: In der Verjüngungsfalle  (Gelesen 1326 mal)

Offline Uwe

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ARD und ZDF: In der Verjüngungsfalle
« am: 22. März 2014, 19:15 »
ARD und ZDF: In der Verjüngungsfalle



Eine Kolumne von Silke Burmester

ARD und ZDF haben sich eine Frischzellenkur verordnet, die Öffentlich-Rechtlichen suchen die Nähe zur jungen Zielgruppe. Man fragt sich: Warum nur?

Warum betreiben Anbieter von Dienstleistungen und Produkten Marktforschung? Warum schauen sich Experten Berechnungen zur demografischen Entwicklung, zu Ernährungsgewohnheiten oder zur Wolkenentwicklung an?

mehr auf:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/silke-burmester-ard-und-zdf-entdecken-junge-zielgruppe-a-960164.html


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Re: ARD und ZDF: In der Verjüngungsfalle
« Antwort #1 am: 22. März 2014, 20:40 »
Ist das ein Satirebeitrag, dessen Witz ich nicht verstehe oder muss ich mir um den geistigen Gesundheitszustand der Autorin Sorgen machen?  :-\


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Offline mickschecker

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Re: ARD und ZDF: In der Verjüngungsfalle
« Antwort #2 am: 22. März 2014, 21:19 »
In gewisser Sichtweise schon Satire , aber gemischt mit bitterem Ernst der Realität. Sorgen um den geistigen Gesundheitszustand sollte man sich eher bei den dafür verantwortlichen bei ARD und ZDF machen. Der neue Jugendwahn in Gestalt eines geplanten neuen gemeinsamen Jugendsenders wurde wohlweislich von etwas intelligenteren Leuten wieder abgeblasen. Die Jugend von heute ist eine ganz andere , als wie die vor 40 Jahren zu Zeiten des Medien-und Meinungsmonopols vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Heute lässt sich kein Heranwachsender mehr vom dummen Geschwätz der Unverzichtbarkeit von ARD und ZDF einlullen. Da hilft auch kein Heranführen durch ein entsprechend verjüngtes Programmangebot. Der Zug ist für ARD und ZDF schon lange abgefahren , da war man auf privater Ebene schneller und hat sich die wichtigen Marktanteile gesichert.
Die Verjüngungsfalle ist daher eher als eine Zahlungsfalle zu verstehen. Der Anteil der älteren überzeugten Zahlungswilligen verringert sich unaufhaltsam auf natürliche Weise. Die nachfolgend Älteren werden zunehmend kritischer im Verhältnis zur bereitwilligen Zahlung des Rundfunkbeitrages. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch immer mehr Hinterfragung des zwanghaften Zahlungsmodells nimmt ständig zu.


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Offline seppl

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Re: ARD und ZDF: In der Verjüngungsfalle
« Antwort #3 am: 22. März 2014, 21:52 »
Aus dem Text "In der Verjüngungsfalle":
Zitat
Immer mehr Menschen in Deutschland werden alt. Für die Anbieter von Oldiefernsehen wie ARD und ZDF eine komfortable Situation. Sie könnten dasitzen und abwarten, wie ihnen die Zielgruppe entgegenwächst. Wie sie von Tag zu Tag größer wird und immer mehr Menschen ihre Sendungen einschalten. Aber nein, entgegen des Trends wollen die jetzt junge Zuschauer gewinnen und Menschen ansprechen, die noch nicht einmal wissen, dass es ARD und ZDF gibt.

Irgendwie geht sie von der merkwürdigen Vorstellung aus, dass die "nachrückenden" Alten dann auch wieder vor der Flimmerkiste sitzen und ARD und ZDF schauen. Auch dort wird sich in kürzester Zeit das Medienverhalten ändern.

Was sie aber wohl meint ist, dass ARD und ZDF mit traumwandlerischer Fähigkeit genau dahin steuern, wo sie NICHT gebraucht werden - bei den Jugendlichen.

Es macht mir auch richtig schaudrige Gänsehaut, wenn ich daran denke, wie die gleichen Gestalten, die "Wetten dass" verteidigen und Uralt-Formate wie "Dalli Dalli" wiederaufleben lassen, sich an die jungen Leute ranschmeissen. Joko und Klaas "Pupsfernsehen" ist für die öffentlich rechtlichen Jugendfernsehen. Fürchterlich. Wenn ich Jugendlicher wäre, würde ich weglaufen.

Es fehlt im Artikel die Erkenntnis, dass so eine Programmpolitik es absolut nicht verdient, zwangsalimentiert - und zwar fürstlich zwangsalimentiert!- zu werden.



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« Letzte Änderung: 22. März 2014, 21:57 von seppl »
„Eine ewige Erfahrung lehrt jedoch, daß jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu mißbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stößt.
Wer hätte das gedacht: Sogar die Tugend hat Grenzen nötig. Damit die Macht nicht mißbraucht werden kann, ist es nötig, durch die Anordnung der Dinge zu bewirken, daß die Macht die Macht bremse.“ (Montesquieu)

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