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Wo sind die Erfolgsmeldungen?

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Seremon:
Ehrlich gesagt erinnern mich die GEZ-Kläger an Sisyphos, der von Hermes zu einer sinnlosen und dabei schweren Tätigkeit ohne absehbares Ende verdammt worden war.
Kritik am Vorgehen der GEZ-Gegner bleibt mir einfach nicht erspart. Denn weder werden wir neue Anhänger gewinnen, weil der Klageweg im Gegensatz zum Fernsehen wie eine Belastung ausschaut, noch wird die Mühsal irgendwie belohnt. Denn die Erfolgsmeldungen bleiben aus.
Vielmehr ist die größte Wahrscheinlichkeit, daß am Ende eine gescheiterte Klage stehen wird. Na gut, man kann im Herzen GEZ-Gegner bleiben, aber das schaut eben nicht aus wie ein Sieg.

Ausserdem beschränkt der Klageweg den Diskussionsspielraum derart, daß es nur der GEZ nützt.

Sich so einseitig festzulegen bei derart starkem Widerstand, das gesamte Forum ist auf den Klageweg ausgelegt, das ist fatal. Was auch drauf hinweist, daß es für die Betreiber kein Zurück gibt ohne Gesichtsverlust.

Boykott heißt "Lieferstopp". Und nicht, Klage einreichen. Darüber ließe sich offen diskutieren. Wie man zu klagen gedenkt, das nutzt der GEZ. Denn die liest mit. Davon sollte man ausgehen.

ViSa:
Wie sollte diese dies Erfolgsmeldung denn aussehen ?

In einem Rechtsstaat ist es nun mal so das wenn einem was nicht passt man halt vor einem Gericht klagen muss und dieses dann entscheidet ob die Klage berechtigt / Rechtskonform oder wie auch immer man das sonst nennen mag, ist.

Leider, leider, leider muss ich sagen das über 90% der Deutschen einfach zu Faul & zu Feige sind was dieses Thema angeht. Bitte nicht falsch verstehen das soll kein Angriff oder Beleidigung sein aber ich muss es einfach so hart sagen.

Wie ist "der typische Deutsche" denn in der Regel drauf ?
Er schimpft und meckert beispielweise über die hohen Benzinpreise rum und fährt anschließend die Karre volltanken. Es ist diese elende Inkonsequenz die mich hier beinahe Krank macht. In Frankreich z.B. würde das GEZ-Gebäude schon vermutlich in Flammen stehen ...

Ich persönlich habe auch sehr viele Zweifel ob die Klagerei was bringen wird, denke mal eher nicht, aber wenigstens habe ich es dann versucht, denn eine kleine Chance besteht ja doch.

Ich bin unter anderem beispielsweise auch im HiFi-Forum unterwegs und war stark (negativ) überrascht wie viele user dort "pro GEZ/ÖR" sind, da ist mir fast die Kinnlade runtergefallen.

Die wirklich ernsthafte Frage die man sich hier stellen muss ist:
Spiegeln wir hier im Forum tatsächlich die Meinung des gesamten deutschen Durchschnitts in Sachen ÖR wieder ?
Ich weiß es nicht ...

Und der ganz große "Pluspunkt" der ÖR sind die Übertragungen der Fußballspiele. Da werden viele nicht drauf verzichten wollen und bezahlen schon allein deswegen vermutlich gerne, da bin ich mir sicher.

Ich persönlich wäre schon zufrieden wenn es eine Rückkehr zur Gerätebezogenen Gebühr mit Abmeldemöglichkeit gäbe.
Einen vollständigen Wegfall oder ein cut in der Größe von 70% oder mehr wird es definitiv nicht geben, dessen bin ich mir sicher.

Gruß,
ViSa

Roggi:
Ich wehre mich gegen diese Ungerechtigkeit, Aussichtslos ist das nicht, Sisyphosarbeit auch nicht, aber mühselig ist es wirklich. Es reicht nicht zu sagen das was nicht stimmt, die Argumente für eine Klage aufzubereiten ist das Problem. Aber durch die Vernetzung hier im Forum werden die Argumente durch Paragraphen gefestigt und untermauert, die Machenschaften des örR werden gut durchleuchtet, immer mehr Beweise kommen ans Licht. Man muss die ganzen Gesetze ja erstmal finden und verstehen, bevor man sich darauf berufen kann, um eine Klage zu formulieren. Der örR hat nur Nebelbomben, um dagegenzuhalten, aber keine wirklichen Argumente.
Ich vergleiche das in diesem Zusammenhang gerne mit anderen, z.B. italienischen Organisationen, die am Rande der Legalität agieren: jeder weiss, dass was nicht stimmt, aber man kann es nicht beweisen. Gegen den örR sind die Beweise allerdings erdrückend:
Sie handeln nach Gesetzen, die sie falsch auslegen.
Sie handeln gegen Gesetze, die den Bürger schützen sollen.
Sie beachten einige Gesetze nicht.
Sie ignorieren Urteile, die gegen sie gesprochen wurden.

Jeder kann selbst entscheiden , ob es die Mühe wert ist, sich diesen Argumenten anzuschliessen und sich ebenfalls zur Wehr zu setzen. Fehlende Erfolgsmeldungen sind Ergebnis der Verzögerungstaktik seitens örR, nicht Ergebnis der schlechten Argumente unsererseits. Wenn örR für sich gute Chancen sehen würde, wäre schon ein unumstössliches Urteil gefällt worden. Diese Erfolgsmeldung für örR gibt es nicht, das ist eindeutig als Erfolg unseres Widerstands zu sehen. Wer durch Google dieses Forum findet, merkt schnell, dass hier alle benötigten Informationen zu finden sind und entscheidet sich seinem persönlichem Empfinden entsprechend für oder gegen den Zwangsbeitrag. In den meisten Fällen kann auch geholfen werden, wenn jemand Probleme oder Fragen hat, die Mühe für eine Klage hält sich also für neue Forumsmitglieder in Grenzen. Die Klage ist die einzige Möglichkeit sich zur Wehr zu setzen, Demonstrationen z.B. würden den Bekanntheitsgrad der Ungerechtigkeit erhöhen, aber nichts ändern. Wer für örR den Beitrag nicht leisten will, muss nunmal den Rechtsweg in Form von Widerspruch und Klage einhalten.

unGEZahlt:

--- Zitat von: Seremon am 31. Januar 2014, 15:18 ---Denn weder werden wir neue Anhänger gewinnen, weil der Klageweg im Gegensatz zum Fernsehen wie eine Belastung ausschaut, noch wird die Mühsal irgendwie belohnt. Denn die Erfolgsmeldungen bleiben aus.

--- Ende Zitat ---

Da, stimme ich zu, Seremon.
Ohne Erfolge bleiben natürlich die Erfolgsfans aus.

Persönlich geht es mir nicht um die postulierte Demokratie und auch nicht um die ganzen ach so tollen Menschen in diesem Land.
Ich kämpfe nur für mich und noch für die Unterstützer in diesem Forum.
Wenn wir aus der Sache herauskommen können, kann, Entschuldigung, meinetwegen der ganze ignorante Pöbel für immer den Zwangsbeitrag bezahlen.
Wenn sie es denn wollen...



Es gibt sicher noch Einiges, dass ausgetestet werden muss.

Stellvertretend z. Bsp. eine Beschwerde vor dem möglicherweise unabhängigen (?) Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

Auch bspw. Helmuts Klage mit den religiösen Gründen ist doch interessant
( http://helmutenz.wordpress.com/2013/08/27/klage-vor-dem-verwaltungsgericht-karlsruhe/ )
(Um der Zwangsbeitragspflicht zu entgehen, werde ich auch gerne offiziell  ;) religiös.

Seremon, lass uns doch wenigstens versuchen, Erfolgsmeldungen gegen den Rundfunkbetrug zu schaffen.
Selbst, wenn es nur persönliche Erfolge sind!

Markus

Helmut Enz:

--- Zitat von: unGEZahlt am 31. Januar 2014, 17:49 ---
Auch bspw. Helmuts Klage mit den religiösen Gründen ist doch interessant
( http://helmutenz.wordpress.com/2013/08/27/klage-vor-dem-verwaltungsgericht-karlsruhe/ )


--- Ende Zitat ---

So einen Antrag kann praktisch jeder aus weltanschaulichen oder Gewissens-gründen stellen.

Ein Bekannter, der noch garnicht angemeldet ist und bisher erst 2 Briefe erhalten hat, teilte mir mit,
dass er jetzt in die Offensive gehen wolle und auch OHNE angemeldet zu sein schon einen Antrag auf Befreiung aus religiösen oder Gewissensgründen stellen wolle.
Warum nicht!

Welche Erfolge kann ich melden?

1. Ich habe gelernt, sogar im fortgeschrittenen Alter von 65 Jahren, wie ich mich für eigene Interessen
und die Freiheit des Gewissens einsetzen kann.
2. Ich habe gelernt, wie ich einen übersichtlichen Blog zu diesem Thema führen kann.
http://helmutenz.wordpress.com/
3. Ich habe gelernt, wie ich mich konstruktiv mit Gleichgesinnten in ganz Deutschland austauschen
und über das Internet vernetzen kann.
4. Ich habe das Prinzip der virtuellen Zusammenarbeit, das heute überall in der Verwaltung genutzt wird
auf den privaten Bereich übertragen.
5. Ich habe das gute Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben, indem ich selbst aktiv geworden bin und nicht nur passiv aufgenommen habe.
6. Ich habe gelernt, auf meine Intuition zu vertrauen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
7. Ich habe gelernt, als ein Beispiel voranzugehen und anderen Mut zu machen.
8. Ich habe etwas über das Rechtswesen in Deutschland und über das Verwaltungsrecht gelernt.
9. Ich habe gelernt, wie man mit Versicherungen umgeht.
10. Ich habe gelernt, dass eine Gerichtsverhandlung spannender sein kann als Reality TV.
11. Ich habe etwas über konstruktive Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt gelernt.
12. Ich habe interessante Telefongespräche mit engagierten Leuten geführt.
13. Ich habe engagierte Mitstreiter persönlich kennengelernt und dadurch meinen sozialen Horizont erweitert.
14. Ich habe gelernt: Niemand geht so weit, wie wer nicht weiss, wie weit  er geht.
15. Dadurch habe ich Lebenszuversicht und Vertrauen ins Leben gewonnen.



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