Autor Thema: Vorstellung als Moderator  (Gelesen 2368 mal)

Offline René

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Vorstellung als Moderator
« am: 03. November 2008, 17:21 »
Hallo Gemeinde!

Einige von Euch werdet es bereits gemerkt haben. Seit einiger Zeit bin ich zum Moderator aufgestiegen. Nun möchte ich mich hier vorstellen, damit ihr eine Idee habt, wer ich bin und was mich hier antreibt. Demnächst findet ihr meine Vorstellung auch unter http://gez-boykott.de/Das-Team.html.


René Ketterer
Moderator seit Oktober 2008
Stand November 2008: 48 Jahre alt, verheiratet, Tochter fast 18 und Sohn fast 17

Um meine Motivation zu erklären, muss ich etwas ausholen. Daher im Voraus sorry für den langen Text.

Als Ingenieur im Fachbereich Ingenieurinformatik machte ich mich bereits im Jahre 1991 amtlich selbstständig. Damals bekam ich für gerade einmal DM 10,00 meinen stolzen Gewerbeschein. Alle Türen der Welt schienen für mich offen zu sein und ich schaute voller Elan nach vorne. Diese anfängliche und grenzenlose Begeisterung würde sich aber durch die Realität eines Selbstständigen schnell eintrüben.

Als eines der vielen Beispiele möchte ich einen Auftrag nennen, bei dem ich ein Computernetzwerk aufbauen sollte. Alles war da und es musste lediglich das Netzwerkkabel verlegt werden. Nun es handelte sich dabei um Koaxkabel, welches durch lediglich ein Paar Wände durch musste. Da mein Fachbereich eine Symbiose aus Informatik und Elektrotechnik ist, sah ich keinerlei Probleme, dieses Kabel zu verlegen, was ich auch tat. Alle waren zufrieden, bis ich Post von der Handwerkerkammer bekam: Ich darf kein Kabel verlegen, denn mein Betrieb hat keinen Meister. Wenn ich das nochmals mache, muss ich mit einer saftigen Geldbuße rechnen. Widerstand zwecklos, so dass ich, obwohl ich Elektrotechniker bin, kein Netzwerkkabel mehr verlegen darf. Nun, ab da an musste ich immer einen Elektriker beauftragen.

Noch sauer wegen dieser Geschichte, bekam ich Post von meiner örtlichen IHK. Sie begrüßen mich als neues Mitglied, muss für das letzte Jahr nachzahlen und zukünftig bis zur Aufgabe meines Gewerbescheines sowieso.

Na ja, sagte ich. Jetzt verdienen der Elektriker und die IHK mit. Toll! Den Allerwertesten muss ich mir aber selbst aufreizen. Der Gedanke war noch nicht verflogen, schon flatterte der Gewerbesteuerbescheid ins Haus. Prima! Dachte ich. Jetzt verdient auch die Stadt mit. Schaffen tue aber immer noch alleine ich.

Nun, über die Odysseen mit der Einkommensteuer möchte ich gar nicht erst erzählen. Jedes Jahr dasselbe Theater. Und die Grundsteuer und die Krankenversicherung möchte ich hier erst gar nicht nennen. Es bleibt eine bittere Tatsache, dass ich mir alle Körperöffnungen aufreize, um genug Geld zu verdienen; von jedem schwer verdienten Euro bleiben mir jedoch am Ende nicht mal 50 Cent übrig.

Ich habe nichts gegen eine Solidargemeinschaft, ich finde sie sogar gut. Aber bitte, nehmt mir die Luft zum Atmen nicht weg! Und so muss man sich das Gesülze der Politiker wie z. B. „Leistung muss sich lohnen…“ anhören. Wessen Leistung und für wenn lohnt sich diese? Das frage ich mich.

Und jetzt muss ich noch GEZ-Gebühren zahlen. Nochmals ein Nutznießer, ein Schmarotzer, ein Parasit dieses Systems. Nun ich bin ein braver Bürger und bezahle meine GEZ-Gebühren. So können wir uns zuhause ohne Schuldgefühle zurücklehnen und Merienhof, Musikantenstadl und Lindenstraße „genießen“. Wir sind „grundversorgt“.

Ich habe mein Büro zuhause in einem Nebenzimmer. Dafür soll ich zusätzlich GEZ-Gebühren bezahlen. Für mein PKW, als ob ich vom Wohnzimmer zum Büro fahren würde, für mein Handy und für meinen Computer. Ich versuchte mich dann zum ersten Mal zu wehren. Ich habe die Nase gestrichen voll, für andere zu arbeiten und dafür tagtäglich niedergeprügelt zu werden. Daher schickte ich den Schergen weg und für mich war der Fall GEZ für das Büro zunächst erledigt.

Einige Zeit später kam ein Begrüßungsschreiben von der GEZ mit der Post, in dem ich für mein PKW-Radio zahlen muss. Ich wurde zwangsangemeldet. Ich bat mehrmals darum, mir irgendein Dokument vorzulegen, welches ich unterschrieben hätte. Bisher bekam ich jedoch nichts zu Gesicht, obwohl sie weiterhin behaupten, ich hätte eine Anmeldung unterschrieben. Den Rest könnt ihr unter http://www.temuco.de nachlesen.

Das ist meine Motivation gewesen, hier aktiv zu werden. Als Moderator möchte ich dazu beitragen, dass alle Hilfesuchende schnell die notwendige Hilfe und Information erhalten. Ich möchte auch Aktionen gegen die ÖR und die GEZ unterstützen, auch wenn ich weiß, dass dies der berühmte Kampf David gegen Goliath ist. Nichts machen und lamentieren ist keine Lösung und so kämpfe ich gegen Windmühlen und hoffe, dass mich immer mehr Leute dabei unterstützen.

Herzliche Grüße

René


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Offline Spock

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Re: Vorstellung als Moderator
« Antwort #1 am: 06. November 2008, 12:17 »
Als eines der vielen Beispiele möchte ich einen Auftrag nennen, bei dem ich ein Computernetzwerk aufbauen sollte. Alles war da und es musste lediglich das Netzwerkkabel verlegt werden. Nun es handelte sich dabei um Koaxkabel, welches durch lediglich ein Paar Wände durch musste. Da mein Fachbereich eine Symbiose aus Informatik und Elektrotechnik ist, sah ich keinerlei Probleme, dieses Kabel zu verlegen, was ich auch tat. Alle waren zufrieden, bis ich Post von der Handwerkerkammer bekam: Ich darf kein Kabel verlegen, denn mein Betrieb hat keinen Meister. Wenn ich das nochmals mache, muss ich mit einer saftigen Geldbuße rechnen. Widerstand zwecklos, so dass ich, obwohl ich Elektrotechniker bin, kein Netzwerkkabel mehr verlegen darf. Nun, ab da an musste ich immer einen Elektriker beauftragen.


Die HWK/IHK verhalten sich ungefähr so wie die GEZ und es werden gewisse Informationen einfach nicht weitergegeben. Stattdessen baut man auf Desinformation und Drohszenarien.

Hier mal ein paar Infos die man von diesem Zunftgesindel aus Eigeninteresse nicht bekommt:


Unerheblicher Nebenbetrieb:
Auf die Möglichkeit des unerheblichen handwerklichen Nebenbetriebs ohne Eintragung in die Handwerksrolle wird von öffentlichen Stellen und Handwerksorganisationen immer wieder nicht hingewiesen. Handwerklichen Leistungen dürfen im unerheblichen handwerklichen Nebenbetrieb nach § 3 HwO ohne Eintragung in die Handwerksrolle ausgeführt werden. Diese Regelung wurde durch die Bundesverfassungsgerichtsentscheidung 1 BvR 608/99 vom 31.03.2000 ausdrücklich bestätigt und es wurde eine grundrechtsfreundliche Auslegung verlangt.

Einfache handwerkliche Tätigkeiten:
Auf die Möglichkeit der Ausübung einfacher handwerklicher Tätigkeiten ohne Eintragung in die Handwerksrolle, wird von öffentlichen Stellen und Handwerksorganisationen meistens nicht hingewiesen. Einfach handwerkliche Tätigkeiten können ohne Eintragung in die Handwerksrolle ausgeführt werden. Einfache Tätigkeiten, sind nach ständiger höchstrichterlichen Rechtsprechung solche, die "in kurzer Anlernzeit beherrschbar" sind (jedenfalls bis zu drei Monaten). Siehe z. B. BVerwGE - 1 C 27/89 - vom 25.02.1992 (Gewerbearchiv 10/92 S. 386). Solche Tätigkeiten haben in den Letzten Jahrzehnten stark zugenommen.

Nebensächliche handwerkliche Tätigkeiten:
Auf die Möglichkeit der Ausübung schwieriger, aber für das Handwerk nebensächlicher handwerklicher Tätigkeiten ohne Eintragung in die Handwerksrolle wird von öffentlichen Stellen und Handwerksorganisationen meistens nicht hingewiesen. Schwierige Tätigkeiten können ohne Eintragung in die Handwerksrolle ausgeführt werden, wenn sie im Rahmen des Gesamtbildes des betreffenden Handwerks eine nebensächliche Bedeutung haben und für sie deswegen nicht die Eintragung in die Handwerksrolle verlangt werden kann. Siehe BVerwG, Urteil vom 11.12.1990, Gewerbearchiv 1991, 231 und 27.10.1992, Gewerbearchiv 1993, 250.


Ausserdem möchte ich darauf hinweisen, dass der Regelungszeck für den Meisterzwang seit 2004 in der Abwehr von Gefahren für Gesundheit und Leben von Dritten besteht. Wo im Bereich der Netzwerkkabel (also Schwachstrom) hier die Gefahr ausgeht ist sehr fragwürdig. Da würde ich doch mal konkret unter Berücksichtigung der obigen Ausführungen nachfragen! Im Schwachstrombereich Strippen ziehen und Löcher in Wände bohren dürfte doch "in kurzer Anlernzeit beherrschbar" sein. ;D ;D

In den (Schwach)köpfen der HWK/IHK geistert eben immer noch der Zunftgedanke, dass der Meisterzwang "einen Beitrag zur Sicherung des Leistungsstands und der Leistungsfähigkeit des Handwerks und des Nachwuchses für die gesamte gewerbliche Wirtschaft leisten" soll, was aber seit 2004 mit der Novellierung abgeschafft wurde. Abgesehen davon habe ich schon Meister gesehen, die manchem Gesellen nicht im entferntesten das Wasser reichen konnten.

Aus meiner Sicht stehen die die Chancen nicht schlecht, dass Du mit etwas Kampfgeist, Durchhaltevermögen und sachlich aufmunitioniert deine Netzwerkkabel in Zukunft wieder selbst verlegen kannst. Wie üblich in Deutschland ist Recht kein Automatismus, sondern man muss es sich (leider) selbst verschaffen.

Als Alternative suche dir einen Meister, der in der Handwerksrolle steht und sich für ein geringes Entgeld in deinem Laden auf dem Papier führen lässt. Dann kannst Du die Kabel wieder selber verlegen. Das ist allemal billiger, als wenn Du jedesmal eine Elektrofirma beauftragen musst. Kenne einige Betriebe die das so machen.


Gruss
Spock


PS: Gehört dein Laden jetzt eigentlich zur HWK oder IHK, sprich bist Du ein Industriebetrieb oder ein Handwerksbetrieb.
      Da gibts nämlich auchn nochmal Unterschiede!


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« Letzte Änderung: 06. November 2008, 12:33 von Spock »
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Offline René

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Re: Vorstellung als Moderator
« Antwort #2 am: 06. November 2008, 13:38 »
Die HWK/IHK verhalten sich ungefähr so wie die GEZ und es werden gewisse Informationen einfach nicht weitergegeben. Stattdessen baut man auf Desinformation und Drohszenarien.

Hier mal ein paar Infos die man von diesem Zunftgesindel aus Eigeninteresse nicht bekommt:

Zunächst vielen Dank für dein Anteilnahme und die vielen Tipps!

[...]

Ausserdem möchte ich  darauf hinweisen, dass der Regelungszeck für den Meisterzwang seit 2004 in der Abwehr von Gefahren für Gesundheit und Leben von Dritten besteht. Wo im Bereich der Netzwerkkabel (also Schwachstrom) hier die Gefahr ausgeht ist sehr fragwürdig. Da würde ich doch mal konkret unter Berücksichtigung der obigen Ausführungen nachfragen! Im Schwachstrombereich Strippen ziehen und Löcher in Wände bohren dürfte doch "in kurzer Anlernzeit beherrschbar" sein. ;D ;D

Das hat sich alles zwischen 1991 und 1993 abgespielt. Dann habe ich mich sowieso anders zum Teil gezwungenermaßen ausgerichtet. Heute bin ich froh darüber, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass dies völliger Schwachsinn war. Ein Ingenieur der Elektrotechnik darf ohne Meister keine Strippen ziehen. Na dann...

[...]

Aus meiner Sicht stehen die die Chancen nicht schlecht, dass Du mit etwas Kampfgeist, Durchhaltevermögen und sachlich aufmunitioniert deine Netzwerkkabel in Zukunft wieder selbst verlegen kannst. Wie üblich in Deutschland ist Recht kein Automatismus, sondern man muss es sich (leider) selbst verschaffen.

Wenn ich wieder anfangen müsste, würde ich den Kampf aufnehmen. Aber heute ziehe ich keine Strippen mehr. Maximal konzipiere ich Netzwerke auf dem Reißbrett und andere machen es. Es bleibt trotzdem eine Schweinerei und solche unsinnige Gesetze und Verordnungen können Anfänger sogar den Kragen kosten.

[...]


PS: Gehört dein Laden jetzt eigentlich zur HWK oder IHK, sprich bist Du ein Industriebetrieb oder ein Handwerksbetrieb.
      Da gibts nämlich auchn nochmal Unterschiede!

IHK. Ja, ich habe damals auch das Angebot von der HWK bekommen, dem Verein beizutreten. Habe jedoch dankend abgelehnt. Und so bin ich bis heute mit der IHK zwangsverheiratet. Aber gegen den Verein gibt es andere Kämpfer. Man kann nicht gegen jeden kämpfen und gleichzeitig Geld verdienen und so kämpfe ich heute „nur“ gegen die ÖR/GEZ.

Nochmals vielen Dank und einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

René


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