Autor Thema: Eine Behörde erklärt die Klimadebatte für beendet  (Gelesen 1097 mal)

Offline Uwe

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Eine Behörde erklärt die Klimadebatte für beendet

Das Umweltbundesamt beansprucht die Deutungshoheit beim Klimawandel für sich und stellt Journalisten in der Debatte an den Pranger. Ein solches Vorgehen erinnert an Reichskulturkammer und DDR-Regime.
Von Henryk M. Broder

Es gab im Dritten Reich eine Reichsfilmkammer, die das deutsche Filmwesen kontrollierte. Nur Mitglieder der Reichsfilmkammer durften in Filmproduktionen beschäftigt werden. Alle anderen hatten Berufsverbot.

mehr auf:
http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article116332834/Eine-Behoerde-erklaert-die-Klimadebatte-fuer-beendet.html


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Offline Bedrängter

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Re: Eine Behörde erklärt die Klimadebatte für beendet
« Antwort #1 am: 20. Mai 2013, 13:19 »
Das wäre ein schönes Diskussionsfeld, wenn es nicht der "Sache" schaden würde.

Wenn man die "Hochnebel"-Verkündungen des Wetterberichts zur Kenntnis nehmen muß, dann stellt sich schon die Frage, warum das Umweltbundesamt nicht einmal den Inhalt der "Hochnebel" prüfen will. Da verhält sich das Umweltbundesamt so ähnlich wie die U.S.-amerikanische EPA.

Es gibt keinen gesetzlichen Auftrag, so etwas zu prüfen - also gibt es auch keinen Grund, an der Natürlichkeit von "Hochnebeln" zu zweifeln. Folglich gibt es auch keinen Grund, den gesetzlichen Auftrag entsprechend anzupassen.

Wenn nun eine Behörde völlig unwissenschaftlich die "Klimadebatte" für beendet erklärt, fragt man sich schon, welch ein Verständnis von Wissenschaft das Umweltbundesamt hat.

Die Wissenschaft ist auf der Suche nach "Wahrheit". Das bedeutet, daß Erkenntnisse in diesen Wahrheitsprozess einfließen, was zu neuen Erkenntnissen führt, aber auch zu neuen Fragestellungen, da ja der Wahrheitsprozess unabgeschlossen ist. Durch diesen Mechanismus kommt es in allen möglichen Bereich zu neuen Erkenntnissen, die wiederum interdependent aufeinander im Streben nach "Wahrheit" Einfluß nehmen.

Wenn jetzt das Umweltbundesamt die "Klimadebatte" für beendet erklären möchte, bedeutet dies nichts anderes, als daß sie eine Diktatur im Erkenntnisprozess beim Streben nach Wahrheit für den Bereich "Klima" errichtet. Dabei verhält es sich konform mit dem IPCC ( http://de.wikipedia.org/wiki/Intergovernmental_Panel_on_Climate_Change ), der ja nicht endender Kritik ausgesetzt ist.

Der IPCC wiederum ist eine völlig undemokratische Organisation, die sich ähnlich wie der EU-Rat lediglich auf Regierungsebene organisiert. Climategate sei nur als Stichwort erwähnt. Auch die willkürliche Auswahl und Reduzierung von Meßstationen weltweit zeigen ein unwissenschaftliches Vorgehen, das von Regierungspolitik getrieben wird. Regierungspolitik wiederum ist wirtschaftlichen Interessen geschuldet.

Wenn also eine Behörde die "Klimadebatte" für beendet erklären will, ist dies vor allem ein Alarmsignal für den demokratischen Rechtsstaat, der sich von Debatten nährt.

Ein Leserbrief an die Wochenzeitschrift DIE ZEIT vom 16. Mai 2013, S. 81 zeigt, daß dies kein isolierter Eindruck ist:

"Höchste Alarmstufe
Heinrich Wefing:
'Richter oder Politiker' ZEIT Nr. 19

In einer Zeit, in der sich Politiker seit Jahren hauptsächlich selbst inszenieren, sehe ich es als Stütz unserer Demokratie an, dass das Bundesverfassungsgericht und insbesondere sein Präsident es als Aufgabe ansehen, sachbezogene Urteile zu auch politischen Themen zu fällen.

Das Verfassungsgericht muss den politischen Institutionen kritisch auf die Finger schauen und darf nicht deren Freund sein. Wie aufmerksam schauen wir auf andere Länder, in denen vielleicht als letzte Institution das Verfassungsgericht antidemokratischen Umtrieben Einhalt gebietet - bis es dann selber umgebaut wird, um denen neuen Mächten nicht mehr in die Quere zu kommen. Von Italien unter Berlusconi bis zum heutigen Ungarn: Es gilt die höchste Alarmstufe, wenn das Verfassungsgericht seine Unabhängigkeit verliert!
Eberhard Goette, Hollen"

Wenn man bedenkt, wieviele Gesetze wieder an den Bundestag und Bundesrat vom Bundesverfassungsgericht zurückverwiesen werden, kann man sich fragen, welchen Irrsinn die Politik insgesamt antreibt. Da liegt schon der Verdacht nahe, daß die sichtbaren Politiker nur die sichtbare Schnittstelle für im Hintergrund fließende postdemokratische politische Strömungen sind.

Wenn also Peter Altmaier als Verantwortlicher für das Umweltbundesamt diesen unwissenschaftlichen Umtrieben im Umweltbundesamt kein Einhalt gebietet, sollte man sich fragen, ob es sich lediglich um "grüne" Ambitionen bei der angestrebten Beendigung der Klimadebatte handelt, oder ob hier einfach nur wieder Lobbyisten mit wirtschaftlichen Ambitionen die Federführung haben. Schließlich gibt es ja beispielsweise von der Deutschen Bank ein Papier über das Anstreben einer CO²-Steuer.

In anderen Worten: Ist das stattfindende Geo-Engineering ursächlich für die Methanfreisetzung in Nordsee, Arktis und Tundra? Und was hat das dann mit dem CO² zu tun? Antwort: Es ist eine Geschäftsidee.


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« Letzte Änderung: 20. Mai 2013, 13:34 von Bedrängter »

Offline zepa

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Re: Eine Behörde erklärt die Klimadebatte für beendet
« Antwort #2 am: 20. Mai 2013, 14:49 »
So vage die Wetter- und Klimavoraussagen auch sind, dass selbst Experten und Laien bei Ihren Prognosen zu einer so komplizierten Thematik nur die Glaskugel befragen koennen, so nehmen wir doch mal das von Experten erschaffene ''Doomsday-Argument'' zur Hand. Danach sind es (lt. Wikipedia) noch reichlich 9.000 Jahre bis zum Ende der Menschheit. Bis dahin kann sie weiter debattieren und tolle Supercomputer fuer Klimaberechnungen bauen. Ob warm oder kalt, trocken oder feucht, es ueberlebt uns auf jeden Fall.

Nur der durch TV beeinflusste Klimazustand des Kollektivgeistes, um den kuemmert sich kaum einer.


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