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Autor Thema: Journalismus in der Krise: Und nun die Scheinnachrichten  (Gelesen 2185 mal)

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    • Online-Boykott – Das Portal gegen die jetzige Art des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und dessen Finanzierung
Journalismus in der Krise: Und nun die Scheinnachrichten



Zitat
Drohnen, Merkel, Krise: Die deutschen TV-Nachrichten tun so, als würden sie uns Zuschauer informieren. Tatsächlich stampfen sie uns in die Passivität, sie machen uns dümmer und letztlich uninformierter. Wie es besser ginge, zeigt die BBC.

Gesamten Bericht lesen: Der Spiegel

Ich konnte es mir nicht verkneifen und schrieb unten stehenden Kommentar in der Hoffnung, das er veröffentlicht wird:

Zitat
Endlich ein mutiger Bericht über dieses Thema, aber immer noch zu wenig, um das Zeitungssterben aufzuhalten.

Wie kann es sein, dass Zeitschriften-und Zeitungsverlage zusehen, wie das unaufhörliche Zeitungssterben beginnt, ohne dass sie in der Lage sind, einzugreifen? Die Verlage verschließen ihre Augen vor dem Offensichtlichen: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seiner immer größer werdenden und immer fließenden Geldquelle wird in den nächsten Jahren das komplette Verlagswesen zerstören. Das weiß jeder, auch die Verlage und dennoch glauben diese, von dieser Entwicklung verschont zu bleiben. Aber da irren sie sich. Ich möchte hier nur ein kleines Beispiel aufführen: Es gibt tatsächlich sehr viele Familien, die bewusst auf Rundfunk verzichten. Sie abonnieren zum Beispiel eine Tageszeitung für ungefähr 30 € im Monat. Damit sind sie sehr gut informiert, insbesondere über das lokale Geschehen. Nun müssen diese Familien ab 2013 18 € im Monat zwangsweise für eine Leistung entrichten, die sie gar nicht in Anspruch nehmen und nehmen wollen. Damit steigt der Preis für die Informationsbeschaffung abrupt auf ca. 50 € im Monat, was für viele Familien unerschwinglich ist. In anderen Worten führt der neue Rundfunkbeitrag zu einer Überschreitung des zur Verfügung stehenden Budgets für die Beschaffung von Information. Da diese jungen Familien den Rundfunkbeitrag nicht kündigen können, müssen sie gezwungenermaßen ihr Zeitungsabo kündigen. Abgesehen vom Zeitungssterben, werden diese Familien zu Zwangskonsumenten des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks – Schöne neue Welt!

Vielleicht sollten die Verlage überlegen, ob sie weiterhin den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit seidenen Handschuhen anfassen. Ich würde sagen, die Kuscheltour ist endgültig vorbei.


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V
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Gut gemacht René!


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B
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Kernkritik:

"Aber kapiert irgendjemand irgendetwas über Mario Draghi und die Zinssenkung der EZB, wenn er die 'Tagesschau' schaut?


Kapiert irgendjemand irgendetwas über die Gewerkschaften, die Arbeit und den 1. Mai, wenn er die 'Tagesschau' schaut?

Kapiert irgendjemand irgendetwas über Syrien, Drohnen, Erdogan, die Rente mit 67, Rösler, Steinbrück, Merkel, wenn er die 'Tagesschau' schaut?"
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georg-diez-ueber-nachrichten-und-die-krise-des-journalismus-a-899091.html#spCommentsBoxPager

Ich erinnere mich, wie ich vor Jahren einen ganzseitigen Artikel der Neuen Zürcher Zeitung über den "Darfur"-Konflikt im Sudan gelesen habe. Es war anstrengend, weil die Informationen so weit von der Alltagsmelange entfernt waren, aber es lohnte sich. Danach verstand ich, warum Hunderttausende von "Darfurern" abgeschlachtet wurden. In der Tagesschau und auch den Tagesthemen habe ich so etwas nie erfahren. Kein Wunder: Als exportorientiertes Land ist es besser, nicht alles der Bevölkerung zu berichten. Sie könnte ja anfangen, zu hinterfragen, welche Hintergründe der Exporterfolg hat.


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