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Autor Thema: „Reformen müssen jetzt beginnen. Die Uhr für den ÖRR tickt“  (Gelesen 302 mal)

D
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welt.de, 13.09.2022

Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk
„Reformen müssen jetzt beginnen. Die Uhr für den ÖRR tickt“

Nach immer neuen Enthüllungen rund um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk fordern Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien umfangreiche Reformen. Besonders die Chefetagen müssten endlich liefern.
Zitat
Nach einem Bericht* der WELT AM SONNTAG über mehrere ARD-Intendanten, die sich ihre Spesen selbst genehmigten, fordern die Medienpolitiker der Bundestagsfraktionen weitreichende Konsequenzen. [...]

Es bestätige sich, dass enge persönliche Machtbeziehungen zwischen Spitzenkräften in Intendanz und Verwaltungsrat maßgeblich Teil des Problems gewesen seien oder sind.

[...]

Ein Problem sieht der FDP-Bundestagsabgeordnete auch in der „ehrenamtlichen Vergabe der Plätze“ in Rundfunk und Verwaltungsräten sowie die „Entsendung durch zivilgesellschaftliche Gruppen“, durch die die „Kompetenzfrage“ in den Hintergrund rücke. Es brauche eine „Gesundschrumpfung der Sendeanstalten auf das Wesentliche“ und die Kernaufgaben: „Brauchen wir wirklich 20 Fernsehsender, 71 regionale Hörfunksender zuzüglich drei deutschlandweite Programme; 900 Podcasts der ARD und 119 unterschiedliche Apps?“ Sein Fazit: „Die Reformen müssen jetzt beginnen, denn die Uhr für den ÖRR tickt.“

[...]

Auch Tabea Rößner, Medienexpertin der Grünen, hält Neuregelungen für „dringend notwendig“. [...] Denn: „Wir haben in der Vergangenheit erlebt, dass weder die Länder noch die Sender selbst die notwendigen Reformen auf den Weg bringen können.“

„Alles muss auf den Tisch“
[...]

Union sieht ARD in einer „tiefen Krise“
[...]
https://www.welt.de/politik/deutschland/article241019493/Oeffentlich-Rechtlicher-Rundfunk-Reformen-muessen-jetzt-beginnen-Die-Uhr-fuer-den-OERR-tickt.html

* Wenn Intendanten sich selbst ihre Spesen genehmigen (09/2022)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=36423.0

Aus den Kommentaren:
Zitat
"fordern die Medienpolitiker der Bundestagsfraktionen weitreichende Konsequenzen."
Schön, dass Bundespolitiker Konsequenzen fordern!

Nur warum stimmen nicht Landespolitiker in diesen Chor mit ein? Die Landespolitiker sind allesamt abgetaucht.

Denn Medienpolitik ist Ländersache und eine Reform des öffentlich rechtlichen Rundfunks müssen die Länderchefs und die Landesparlamente liefern, da der Bund bei den dafür erforderlichen Rundfunkstaatsverträgen und Satzungen der Fernsehanstalten kein Mitspracherecht hat.

Insoweit ist es schön, dass Bundespolitiker im Bundestag hier eine klare Vorstellung haben, aber mehr ist es auch nicht. Regelmäßig reagieren Landespolitiker allergisch, wenn Bundespolitiker sich in ihre Kernkompetenz einmischen und machen in der Sache "dicht". Aber vielleicht ist das das eigentliche Ziel dieser Bundestagsgebatte. Sorry für dieses Misstrauen.
https://www.welt.de/241019493#/comment/244688634


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Tabea Rößner... >:(

Siehe u.a. und die Forumssuche mit dem Begriffen "Tabea Rößner" nutzen...
Tabea Rößner? Das ist diejenige Politikerin, die versucht hat, Rundfunkkritik als Verfolgung anzusehen, und hierfür die ganz schlimme Keule auspackte:

Tabea Rößner : örR Wichtiger denn je (12/2018)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=29435.0

Mich wundert, dass sie mit dieser Infamie immer noch MdB geblieben ist. Die FDP, die jetzt den Rundfunkbeitrag reduzieren möchte, hat sie jetzt aber nicht als Verfolgerpartei diffamieren wollen?

Oder sieht Frau Rößner mit ihren Aussagen jetzt ihre Felle davonschwimmen, am neofeudalen System noch teilhaben zu können, ehe es hoffentlich erst nach ihrem Eintritt in den Ruhestand untergeht, wenn überhaupt? Hier:

Drehtür zurück zum ZDF? Vom Journalismus in die Politik und wieder zurück? (04/2019)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=30677.0

In Sachen grundlegender Rundfunkreform ist Frau MdB Tabea Rößner in meinen Augen schwerst befangen und nicht vertrauenswürdig. Sie möchte bestimmt auch nur an den Futtertrog, zurück, irgendwie.

???


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Wer findet den Fehler?

Aus dem Artikel:
Zitat von: welt.de, 13.09.2022
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Zitat von: welt.de, 13.09.2022
Es bestätige sich, dass enge persönliche Machtbeziehungen zwischen Spitzenkräften in Intendanz und Verwaltungsrat maßgeblich Teil des Problems gewesen seien oder sind.

Wie schon ein sehr altes Sprichwort sagt:
Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen.


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  • Keine Akzeptanz mit Zwang!Nie wieder Haft für ÖRR!
Also manchmal haben solche Reden ja einen wirklichen Unterhaltungswert und die Komik kommt dabei oft nicht zu kurz, so wie hier:

Zitat von: welt.de, 13.09.2022, „Reformen müssen jetzt beginnen. Die Uhr für den ÖRR tickt“
[...]
Helge Lindh, kultur- und medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, sagte dieser Zeitung: „Harte Transparenz, Demokratisierung und Entmachtung der Führung sind das Gebot der Zeit“.
[...]
https://www.welt.de/politik/deutschland/article241019493/Oeffentlich-Rechtlicher-Rundfunk-Reformen-muessen-jetzt-beginnen-Die-Uhr-fuer-den-OERR-tickt.html

Einst wurde der öffentlich-rechtliche Rundfunk genau für diesen Zweck nach Vorbild der damaligen BBC geschaffen, der Demokratisierung des deutschen Volkes nach dem zweiten Weltkrieg und der Herrschaft der Nationalsozialisten.
Mittlerweile ist er aber zum genauen Gegenteil verkommen. Wenn man aber darauf hinweist, kann man selbstverständlich nur ein Populist, Polemiker, und wie die ganzen Diffamierungen sonst noch so heißen, sein.
Das ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu einem totalitären System gewandelt hat, dem ausnahmslos alles untergeordnet wird. Sei es nun das Recht, oder sogar die Grundrechte aller Bürger dieses Landes.

Das hat schon beinahe etwas von religiösem Fanatismus. Aber was noch schlimmer dabei ist, ist die Tatsache, dass die Menschen anscheinend nicht die große Gefahr dahinter erkennen können, da sie offensichtlich nicht fähig sind, aus der Geschichte zu lernen. Dabei haben es die Nationalsozialisten doch vorgemacht.
Sie haben sämtliche Medien der damaligen Zeit unter ihre Kontrolle gebracht.

Und was geschieht heute? Jetzt geht es sogar noch einen Schritt weiter. Man bündelt eine ungeheure mediale Macht in nur einem einzigen Anbieter und verengt damit die für eine Demokratie essentielle Vielfalt auf gefährliche Weise, ohne es überhaupt zu merken.
Mittlerweile drängt sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk in immer mehr Gebiete und versucht dort die absolute Dominanz zu erlangen. Und das mit Unterstützung von Politikern, die es eigentlich besser wissen müssten oder sollten.

Und wie schon gesagt, heute geht es noch einen Schritt weiter als damals. Die Bürger dieses Landes werden mittels Gesetz dazu gezwungen, diese gefährliche Verengung der Vielfalt auch noch zwangsweise zu finanzieren. Widersetzt man sich, drohen ernsthafte Konsequenzen, sogar bis hin zu einer Erzwingungshaft. Man mache sich das kurz einmal bewußt klar: Menschen in diesem Land sind bereits wegen Rundfunk im Gefängnis gelandet.
Also mir ist nicht bekannt, dass die Menschen damals zur Entrichtung einer Rundfunkgebühr gezwungen worden wären, wenn sie über kein Empfangsgerät verfügten.
Und ganz sicher wurde niemand zur Entrichtung einer Rundfunkgebühr alleine schon aufgrund der Tatsache gezwungen, dass er eine Wohnung hat.

Und heute hat man nicht nur die Gebühr abgeschafft, man deklariert schon fast alles vom Fernseher, über Radio, bis hin zu Staubsaugern als Empfangsgeräte, nur um eine nutzungsunabhängige Abgabe damit zu rechtfertigen.

Nicht sogenannte "Fake News" oder "Desinformation" bedrohen unsere Demokratie, sondern es ist diese konzentrierte Ballung von medialer Macht. Sollte dieses mächtige "Instrument", um es einmal mit Herrn Oliver Keymis Worten zu sagen, jemals in die falschen Hände geraten, dann ist es sogar für das Aufwachen bereits zu spät.


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"Wenn so eine Welle des Aufruhrs durch das Land geht, wenn "es in der Luft liegt", wenn viele mitmachen, dann kann in einer letzten, gewaltigen Anstrengung dieses System abgeschüttelt werden."
(II. Flugblatt der Weißen Rose)

"Fear. It's the oldest tool of power. If you're distracted by fear of those around you, it keeps you from seeing the actions of those above."
(Mulder)

"Die Meinungsbildung muß aber absolut frei sein; sie findet keine Grenze."
(Dr. H. v. Mangoldt - am 11. Januar 1949)

 
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