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Autor Thema: hr-Sinfonieorch. - Planung d. Unplanbaren (kostenintensiv & systemrelevant?)  (Gelesen 578 mal)

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..."kostenintensiv" und "systemrelevant" - aber "alle Menschen [sollen] die Kultur bekommen, die sie wollen"? ::)
Sichtweisen eines weltbereisenden "Klangkörpers" einer per pauschaler Schlaf-und-Wohn-Abgabe finanzierten Zusatzpensionskasse mit angeschlossenem regionalen Landesrundfunksender ::)



FAZ, 29.12.2020
hr-Sinfonieorchester
Planung des Unplanbaren
Aus Erfahrungen klug: Michael Traub, Manager des hr-Sinfonieorchesters, muss in Corona-Zeiten viel improvisieren.
von Guido Holze

Zitat
Herr Traub, Sie sind jetzt seit sieben Jahren Orchestermanager und Musikchef beim Hessischen Rundfunk und damit zuständig für das hr-Sinfonieorchester und die hr-Bigband. Das Pandemiejahr 2020 hat Sie und die zwölf Mitarbeiter Ihres Teams aber planerisch und organisatorisch vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Halten wir einmal Rückschau. Wie fing alles an, und wie hat es sich entwickelt?

Wir hatten in diesem Jahr viel vor. Und es begann traumhaft mit einer Spanien-Tournee des hr-Sinfonieorchesters unter der Leitung unseres Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada im Januar. Die mit ihm als Höhepunkt seiner mit der Saison 2020/21 endenden Amtszeit geplante Europa-Tournee, die unter anderem nach Athen, Wien und Berlin führen sollte, musste aber im März eine Woche vor dem Start storniert werden. [...] Die Abruf-zahlen haben sich aber in den vergangenen Monaten auch gigantisch entwickelt: Allein das hr-Sinfonieorchester hat im Netz täglich insgesamt 90 000 Klicks auf allen Videos im Youtube-Channel.

Was war oder ist besonders schwierig?

[...] Wir haben es bislang nicht geschafft, so eine einwöchige Hauptstadt-Tournee auf die Beine zu stellen. Das ist organisatorisch, finanziell und logistisch sehr aufwendig. Nun mussten wir die Planung wegwerfen. [...]

Die Alte Oper, die kein eigenes Ensemble oder Orchester hat und finanziell völlig auf die Einnahmen aus den Vermietungen angewiesen ist, aber auch die Oper Frankfurt und die Staatstheater der Region trifft die Krise derzeit noch härter. Denn die Musiker des hr-Sinfonieorchesters können im Sendesaal noch Werke bis zur Aufführungsreife proben und die Ergebnisse in bester Klangqualität via Fernsehen, Radio und Internet präsentieren.

[...] Daneben sei bemerkt, dass das Streamen und das Veranstalten von Konzerten unter Corona-Bedingungen auch für den Hessischen Rundfunk kostenintensiv ist und uns vor große Herausforderungen stellt. [...]

Derzeit können auch die Schulen jede Unterstützung gebrauchen. Was bietet das hr-Sinfonieorchester jetzt an neuen Education-Projekten?

Unsere Musiker haben zum Beispiel neue Videos zur Vorstellung ihrer Instrumente erstellt. Außerdem gibt es eine Reihe, in der bestimmte Werke erläutert werden, wie etwa „Eine kleine Nachtmusik“ von Mozart. Das sind Produkte des Lockdowns, die wir beibehalten wollen. Zu finden ist all das über das eigene Education-Portal unserer Homepage. [...]

Was wären generell Ihre Wünsche für die Zukunft?

[...] Dass alle Menschen die Kultur bekommen, die sie wollen, und dass die Politik erkennt, wie wichtig die Kultur ist. Dass wir als systemrelevant angesehen werden.

Weiterlesen unter
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/hr-sinfonieorchester-planung-des-unplanbaren-17122203.html


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 30. Dezember 2020, 03:56 von Bürger«
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