Autor Thema: Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»  (Gelesen 915 mal)

Offline ausgedÖRRt

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Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»
« am: 31. August 2020, 18:59 »
msn.com, 31.08.2020 (dpa)
Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»

Zitat
Die ARD will viele hochkarätige Serien und Filme in Zukunft zuerst streamen und dann erst zu einer festen Uhrzeit ausstrahlen.

«Wir denken nicht länger zuerst in linearen Sendeplätzen, sondern konsequent zuerst in Inhalten und Projekten - ein Paradigmenwechsel für die ARD», sagte der ARD-Koordinator Fiktion, Jörg Schönenborn, am Montag laut Mitteilung. Die Senderkette plant für Herbst und Winter eine Serienoffensive. In den vergangenen Monaten sind in Deutschland immer mehr Streamingdienste an den Start gegangen. Die Konkurrenz für klassische TV-Sender durch Anbieter wie Netflix, Amazon Prime Video, Apple TV+ und Disney+ wächst stetig.

[...]

Weiterlesen unter:
https://www.msn.com/de-de/unterhaltung/tv/online-first-ard-verk%C3%BCndet-paradigmenwechsel/ar-BB18y3mD?ocid=msedgdhp


Warum eigentlich "Konkurrenz"? Die brauchen doch nix zu befürchten!


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« Letzte Änderung: 01. September 2020, 00:33 von Bürger »

Offline marga

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Re: Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»
« Antwort #1 am: 31. August 2020, 19:54 »
msn.com, 31.08.2020 (dpa)
Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»
Zitat
Die ARD will viele hochkarätige Serien und Filme in Zukunft zuerst streamen und dann erst zu einer festen Uhrzeit ausstrahlen.
[...]
https://www.msn.com/de-de/unterhaltung/tv/online-first-ard-verk%C3%BCndet-paradigmenwechsel/ar-BB18y3mD?ocid=msedgdhp

Ah, jetzt ja ...

Im Jahre 2014 sprach der ehem. angestellte Rechtsberater des SWR folgend von diesem:
SWR-Justitiar spricht über die Reform der Rundfunkfinanzierung und ihre Folgen
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,12009.msg81726.html#msg81726
Zusammenfassung des Vortrages von Herrn Dr. Hermann Eicher
im Audimax der UNI-Saarbrücken vom 27.11.2014 18:15h mit anschließender Diskussion
Im Saal sind ca. 60 Personen anwesend, von denen die Mehrheit Studenten sind.
[...]
Dr. Hermann Eicher meint persönlich, dass in 3-5 Jahren das momentane System komplett kippen würde, da das Bereithalten von “linearen Fernsehkanälen“ sterben wird. Ein Angebot des öffentl. rechtl. Rundfunk im Netz (Internet) wird kommen. [...]


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« Letzte Änderung: 01. September 2020, 00:35 von Bürger »
Jetzt das Kinderlied: Drah`di net um, oh, oh, oh schau, schau, der ÖR geht um, oh, oh, oh er wird di anschau`n und du weißt warum, die Lebenslust bringt di um, alles klar Herr Justiziar? OVG Saarlouis Beschluß vom 10.11.2016 1 D 230/16, Urteil AZ: 6 K 2043/15 https://recht.saarland.de/bssl/document/MWRE170006268 , Urteil AZ: 6 K 2061/15 VG des Saarlandes (https://filehorst.de/d/cnqsyhgb)

Offline videola

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Re: Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»
« Antwort #2 am: 01. September 2020, 14:36 »
Interessant, Jörg Schönenborn ist nun Fiktion-Koordinator.
Hat er zuvor nicht den phoenix-Talk am Sonntagmittag moderiert?


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Offline Nichtgucker

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Re: Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»
« Antwort #3 am: 01. September 2020, 16:53 »
Was hat der Betrieb einer Online-Videothek eigentlich mit Rundfunk zu tun?  ::)


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« Letzte Änderung: 02. September 2020, 15:02 von DumbTV »

Offline Zaubernuss

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Re: Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»
« Antwort #4 am: 01. September 2020, 19:15 »
Zu Beginn 2021 soll der Medienstaatsvertrag in Kraft treten.
Antwort von einer Staatskanzlei, was es mit dem Medienstaatsvertrag auf sich hat - Auszug:
Zitat
Somit wird in Zukunft der Medienstaatsvertrag nicht nur für Radio- und Fernsehsender und bestimmte Online- Angebote, sondern zusätzlich auch für Streaming - Anbieter, Social-Media-, Video-Sharing- und Distributionsplattformen, Sprachassistenten und App-Stores gelten.
:angel: :angel: :angel: :angel: :angel: :angel: :angel: :angel:


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« Letzte Änderung: 01. September 2020, 19:30 von Bürger »
Empfehlung des Buches

"Stimmungsbarometer: Rundfunkzwangsabgabe"
Gerda M. Kolf

erschienen vorm Urteil am 18.7.2018 des Bundesverfassungsgerichts Karlsruhe

.... es kommt nicht auf den Willen des Bürgers an den Rundfunk zu empfangen, die alleinige Möglichkeit den Rundfunk empfangen zu können, rechtfertigt den lebenslangen Zwangsbeitrag wenn in einer Wohnung das GRUNDBEDÜRFNIS wohnen GELEBT wird!

Offline Spark

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Re: Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»
« Antwort #5 am: 01. September 2020, 21:22 »
Merkwürdig, ich habe noch nie gelesen, dass für Herbst und Winter beispielsweise einmal eine Dokumentationsoffensive gestartet würde. Aber es werden ständig irgendwelche Unterhaltungsoffensiven gestartet. Unterhaltung scheint ja mittlerweile der einzige gesetzliche Kernauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu sein, der noch übrig ist.
Übrigens, wer bestimmt eigentlich, ob eine Serie oder ein Film "hochkarätig" ist oder nicht?
Also ich für meinen Teil bestimme immer noch selbst, ob mir eine Serie oder ein Film als "hochkarätig" erscheint oder nicht.
Aber das nur am Rande.

Natürlich können sie sich immer mehr von ihrer eigentliche Aufgabe, nämlich Rundfunk, entfernen. Kein Problem. Aber ihren sogenannten "Rundfunkbeitrag" können sie sich dann auch abschminken. Das "Argument", dass es sich dabei ja nur um einen relativ geringen Betrag handelt, für den man ja ein so tolles und vielfältiges Angebot nutzen könnte, welches man sonst niergendwo so günstig finden würde, zieht dann nicht mehr.
Der "Rundfunkbeitrag" alleine eröffnet nämlich noch nicht den Zugang zu diesem weltbesten - vielleicht sogar dem Besten in der gesamten Galaxie - Angebot.
Sich ein entsprechendes "Empfangsgerät" zu besorgen reicht dann nicht mehr aus.
Es kommen dann noch laufende Kosten hinzu, um überhaupt Zugang zu diesen Angeboten zu erhalten. Und diese Kosten, zusammen mit dem "Rundfunkbeitrag", können locker 50 Euro und mehr im Monat betragen. Also nix mehr "läppische" 17,50 oder 18,36 Euros.

Naja, und die Printpresse kann dann auch schon einmal einpacken und sich ein neues Betätigungsfeld suchen. Für gedruckte Erzeugnisse dürfte dann nämlich nicht mehr viel Geld übrig bleiben.


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(II. Flugblatt der Weißen Rose)

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(Dr. H. v. Mangoldt - am 11. Januar 1949)

Offline drboe

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Re: Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»
« Antwort #6 am: 02. September 2020, 13:20 »
Übrigens, wer bestimmt eigentlich, ob eine Serie oder ein Film "hochkarätig" ist oder nicht?

1 Karat entspricht 0,0002 kg, also etwas sehr Leichtgewichtigem. Da ist es eigentlich konsequent mit "hochkarätig" vorzugsweise sogn. Unterhaltungssendungen zu bewerben, sind sie doch oft leicht, seicht und belanglos.

M. Boettcher


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Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

Offline lex

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Re: Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»
« Antwort #7 am: 02. September 2020, 13:49 »
Mit Fokus auf Online bekommen dort auch internationale Anbieter mächtig Druck, wenn da auf einmal ein Anbieter sich noch weiter ausbreitet, der Dank des Staates über eine schier endlose Geldeinnahmequelle verfügt. Muss der Medienstaatsvertrag dann nicht auch (zumindest auf Europäischer Ebene) abgesegnet sein?

Und was hat das für Folgen, wenn sie sich mit Netflix, Facebook, Google und Co anlegen wollen? Nickt die KEF dann auch 50, 100 oder gar mehr Mrd im Jahr ab?
Droht dann anschließend auch ein Boykott durch die USA, wie wir es momentan in China mit Huawei erleben?

Die Entwicklung des Staatsvertrages ist hochgefährlich. Wenn Politik und Justiz hier weiterhin die Augen und Ohren zuhalten, droht das ein riesiges Desaster zu werden.


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« Letzte Änderung: 02. September 2020, 20:18 von Bürger »

Offline MichaelEngel

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Re: Online first: ARD verkündet «Paradigmenwechsel»
« Antwort #8 am: 03. September 2020, 10:36 »
Warum eigentlich "Konkurrenz"? Die brauchen doch nix zu befürchten!

VEB Das Erste.

Alles nach Plan.

Die Entwicklung des Staatsvertrages ist hochgefährlich. Wenn Politik und Justiz hier weiterhin die Augen und Ohren zuhalten, droht das ein riesiges Desaster zu werden.

lex, ich bin völlig Deiner Meinung. Das ist wie die subventionierte Ersteigerung von Sportrechten. Aber flächendeckend.


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« Letzte Änderung: 03. September 2020, 10:44 von MichaelEngel »

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