Autor Thema: Über 5 Milliarden Euro für Bundesliga-TV-Rechte – Aus für ARD und ZDF?  (Gelesen 1164 mal)

Offline Uwe

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Tichys Einblick, 12.06.2020 Alexander Kuszka

Fussball-Bundesliga
Über 5 Milliarden Euro für Bundesliga-TV-Rechte – Aus für ARD und ZDF?


Zitat
Bei der bizarren Auktion der Übertragungsrechte der Bundesliga- und Zweitligaspiele geht es um sieben Rechtepakete, die den 36 Clubs von 2021 bis 2025 mehr als fünf Milliarden Euro bescheren sollen. Amazon bietet mit und könnte die Preise hochtreiben.

[...] ARD und ZDF könnten die Verlierer, Amazon der Gewinner sein

Auch bei ARD und ZDF droht die zweite Reihe. Die aufgerufenen Summen für die Zweitverwertungsrechte für die Dinos “Sportschau” und “Sportstudio” werden teurer werden. Die beiden öffentlich-rechtlichen Anstalten können die Millionenbeträge nur stemmen, wenn die Rundfunkgebühren dementsprechend erhöht werden. Doch der Unmut in der deutschen Bevölkerung ist jetzt schon groß ob der Gebührenerhöhung. Wenn davon dann noch Millionen ins Bundesliga-Geschäft fließen, ist der Ärger vorprogrammiert. Schon jetzt laufen den beiden öffentlich-rechtlichen Flaggschiffen die Zuschauer davon.

Weiterlesen auf:
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/ueber-5-milliarden-euro-fuer-bundesliga-tv-rechte-aus-fuer-ard-und-zdf/

Auch veröffentlicht auf Twitter und Facebook.


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« Letzte Änderung: 13. Juni 2020, 10:52 von Uwe »
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Offline PersonX

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Schon jetzt laufen den beiden öffentlich-rechtlichen Flaggschiffen die Zuschauer davon.

Das ist noch freundlich ausgedrückt, denn vielleicht passender ist, dass ehemalige Zuschauer schlicht nicht mehr laufen und der Nachwuchszuschauer einfach noch nicht zur Welt gekommen ist, also fehlt.


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Beim Benutzen von Geräten mit zu kleinem Bild werden öfters Zeichen nicht richtig eingegeben auch nicht immer sauber kontrolliert, wer also solche Zeichenfehler findet z.B. "ein" statt "eine", darf diese behalten, wenn der Inhalt des Textes nicht völlig entstellt wird.

Offline Spark

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Die Frage, die eigentlich gestellt werden müsste, und die auch schon Dr. Frank Hennecke in seiner Streitschrift zum Ausdruck brachte, lautet:
Kann es Aufgabe eines jeden Haushalts in diesem Land sein, zwangsweise das Hobby von anderen mitzufinanzieren?

Zitat
Es kann nicht Aufgabe jedes auch noch so kleinen Haushaltes und Pflicht sogar eines am Rundfunk nicht teilnehmenden Bürgers sein, die maßlos übersetzten Sport-, insbesondere Fußballsendungen, die massiven Interessen der Sportverbände und die jede vernünftige Dimension sprengenden Einkommen der Fußballspieler und Dotierungen der Show-Master zu finanzieren. Es ist nicht ohne Grund, daß der Rundfunk die Höhe dieser Aufwendungen geheim hält.
Ebensowenig ist es gerechtfertigt, daß praktisch alle Bürger für die Dotierung der Amtsträger, Bediensteten und Mitarbeiter des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks einschließlich ihrer Versorgungsansprüche einstehen müssen, deren Höhe jeder sonstigen Besoldung im öffentlichen Dienst hohnspricht.

Quelle: -Der Zwangsrundfunk oder Warum die neue Rundfunkabgabe rechts- und verfassungswidrig ist- von Dr. Frank Hennecke 3. Auflage, Seite 61

Wer sich das anschauen möchte, soll sich ein Sportpaket bei Premiere buchen. Da kann er dann alle Spiele ohne Werbeunterbrechung sehen.
Ich für meinen Teil konnte mit diesem Alki-Sport noch nie etwas anfangen und würde es auch nicht zwangsweise für andere bezahlen. Meine Hobbies finanziert mir auch kein anderer.


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"Wenn so eine Welle des Aufruhrs durch das Land geht, wenn "es in der Luft liegt", wenn viele mitmachen, dann kann in einer letzten, gewaltigen Anstrengung dieses System abgeschüttelt werden."
(II. Flugblatt der Weißen Rose)

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(Mulder)

"Die Meinungsbildung muß aber absolut frei sein; sie findet keine Grenze."
(Dr. H. v. Mangoldt - am 11. Januar 1949)

Offline pjotre

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Einwurf zu berührten Fragen:

Die Nichtzuschauerquote ARD, ZDF,... ist nach SWR-Auskunf 2019 geschätzt worden: (Umrechnung) 
--------------------------------------------------------
Vorab: Bürger ab Alter 15:  Rund je 50 % unter / über Alter 50. 

In der Hälfte ab 50, vor allem ab 60: Überwiegend Zuschauer und zwar mit hoher Sport-Präferenz.

Aber:
Rund 85 % Nichtzuschauer sind in der Hälfte bis Alter 50.
Rund 95 % Nichtzuschauer bei Alter bis 30.
Jahrgänge mit mittlerer bis niedriger Sport-Präferenz.


Demnach: Das Modell, soweit mit Finanzierungsgarantie für "Fernsehen etc., Schwerpunkt Sport", ist in Agonie.
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Das könnten wir Bürger durch geeignete Maßnahmen beschleunigen. Um es schnell zu erreichen, sind allerdings Maßnahmen nötig, die kaum in ein Forum passen und zudem etwas Finanzierung erfordern.


Der geplante Medienstaatsvertrag 2021 will die ARD, ZDF-- Finanzmassen retten
-----------------------------------------------
durch Umwandlung in Internet-Unternehmen,
verbunden mit Internet-Zensur und Website-Lizenzgebühren, womit die Medienkonkurrenz weitgehend zerschlagen werden kann im Internet.

Damit haben ARD, ZDF,... gar keinen großen Bedarf mehr bezüglich der Sportrechte - insoweit betrifft es den Einstiegsbeitrag.

Die Aufgabe dieses Forums müsste nun eigentlich umlenken in Bekämpfung des Medienstaatsvertrags.
Das ist OFF TOPIC bezüglich des Einstiegesbeitrags, sollte hier also allenfalls kurz erörtert werden.

Es war nur aufzuzeigen, wie alles miteinander verknüpft ist und dass die Jura-Musik längst wo anders spielt. Im Hinblick auf die Nichtzuschauerquote ist der Rundfunkbeitrag bereits praktisch tot, fragt sich nur, wie die Agonie ablaufen könnte.


Wer den Rundfunkbeitrag töten will, muss ab jetzt umdenken -
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muss ab jetzt gegen den Medienstaatsvertrag kämpfen. Denn wenn der kommt, ist der Rundfunkbeitrag "ewig" - Internet-"Nutzer" ist ja jeder hier. Dieser neuartige "fiktive Nutzen"  ist die verdeckte Strategie auf oberster Ebene.


Sportrechte usw. ist also bereits Schnee von gestern.
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Hinter den Kulissen sind längst die Weichen gestellt, die Sport-Milliarden umzuschichten in Internet-Milliarden. Obgleich sie es noch gar nicht dürfen, investieren "ARD, ZDF etc." seit Anfang 2020 intensiv in "Internet".

Die Aufforderungen der total staatsabhängigen KEF - "unabhängig" ist Aprilscherz, sitzt in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz - , die Sportfinanzierung zurück zu bauen, ist also keineswegs "positiv für uns als Sparpolitik". Exakt in den Büros dort ringsum entstand der Medienstaatsvertrag, wonach stattdessen die Umwandlung in Internet-Unternehmen zu finanzieren ist. 


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"Glücklich das Land, das Rechtsstaatsverteidiger hat. Traurig das Land, das sie nötig hat."   (Pedro Rosso)
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Offline Bürger

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digitalfernsehen, 23.06.2020
Bundesliga
Amazon ab 2021 ganz raus – ARD holt sich auch Online-Radio-Rechte
Eher im Hintergrund der öffentlichen Aufmerksamkeit hat sich die ARD bei der Vergabe der Bundesligarechte neben den UKW-Radio-Übertragungen auch die Online-Radio-Rechte gesichert. Amazon geht dadurch für den Zeitraum von 2021 bis 2025 gänzlich leer aus.
von André Beyer

Weiterlesen unter
https://www.digitalfernsehen.de/news/empfang/radio/bundesliga-amazon-ab-2021-ganz-raus-ard-holt-sich-auch-online-radio-rechte-557580/


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Offline coronasi

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Amazon wird gemerkt haben, dass sich die Bundesliga in Deutschland nicht lohnt. Sonst könnten die wohl mehr zahlen als alle anderen.
ARDs Online-Rechte: Uninteressant. Schade, dass Sportschau und Sportstudio nicht fallen.



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Offline NichtzahlerKa

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Blöde Frage: Mit welcher Berechtigung bieten die öffis überhaupt bei Übertragungsrechten mit? Da kann doch noch nicht einmal theoretisch ein Mehrwert entstehen, sondern nur ein Verlust. Ein Verlust an Beitragsgerechtigkeit, Marktfunktionalität und Qualität. Und das sogar unabhängig davon, wer am Ende was erhält. Kann man das irgendwie rechtlich unterbinden lassen? Kann man die abmahnen? https://de.wikipedia.org/wiki/Abmahnung


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« Letzte Änderung: 25. Juni 2020, 00:01 von Bürger »

Offline MichaelEngel

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Mit welcher Berechtigung? §4 des Rundfunkstaatsvertrages schwätzt über Übertragung von "Großereignissen" und nennt Fußball ausdrücklich. Wir alle mussen uns für Fußball interessieren oder wenigstens für ihn teuer zahlen.


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« Letzte Änderung: 25. Juni 2020, 10:22 von DumbTV »

Offline NichtzahlerKa

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Die meinen bestimmt Frauen- und Jugendfußball. Also Randsportarten ohne finanzielle Lobby die es wert sind ebenfalls gezeigt zu werden.
Ne mal ernst: Da geht es darum, dass man alleiniges pay-TV einfach per Gesetz verbietet für die Fußball-WM. Das ist aus meiner Sicht auch in Ordnung. Das hat aber gar nichts mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu tun.


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Offline MichaelEngel

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Nein, NichtzahlerKa, unter den jetzigen Umständen ist nicht in Ordnung. Es gibt genug Wettbewerb, so dass das vermeintliche Grundbedürfnis, auf Fußball zu glotzen, nicht teurer, sondern billiger wird, wenn es dem PayTV Markt überlassen wird. Und was zur Zeit geschieht, kann man nicht mal Subventionierung nennen, sondern Verteuerung: die Anstalten bieten in der Versteigerung mit Geldern aus der unausschöpflichen Quelle des Zwangsbeitrags nach Bedarf, bis sie die Übertragungsrechte bekommen.


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