Autor Thema: CBC/Radio-Canada: „Wir leisten eine Menge für weniger Geld“  (Gelesen 537 mal)

Offline ChrisLPZ

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Tagesspiegel, 01.03.2020

„Wir leisten eine Menge für weniger Geld“

CEO und Präsidentin Catherine Tait im Interview über öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Kanada, Netflix und schwindendes Vertrauen.

Von Joachim Huber 

Zitat
Frau Tait, Sie haben als CEO für Canadian Broadcasting Corporation/Radio-Canada einen Kooperationsvertrag mit dem ZDF unterzeichnet. Was soll diese Zusammenarbeit bringen?
Wir verbinden damit drei Ziele. Erstens ist es ein gutes Geschäft. Partnerschaften und Koproduktionen mit dem ZDF, der BBC oder der australischen ABC helfen uns, die Qualität unserer Inhalte zu maximieren und den Bekanntheitsgrad kanadischer Autoren, Schauspieler und Regisseure zu erhöhen. Zweitens stehen alle öffentlich-rechtlichen Sender vor den gleichen Herausforderungen – das Konzept des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss aktiv verteidigt werden. Umso besser, wenn wir da mit einer Stimme sprechen.  […]

Das ZDF wird wie der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland über einen Beitrag von 17,50 Euro im Monat, den alle Haushalte bezahlen müssen. Beneidenswert, oder?
Wir leisten eine Menge für weniger Geld. Jeder Kanadier zahlt im Jahr rund 23 Euro für Hörfunk, Fernsehen, Online von CBC/Radio-Canada. Unser Jahresbudget beläuft sich auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Das ist nicht üppig. Unter 18 OECD-Staaten liegt Kanada, was die öffentliche Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks angeht, auf Platz 16, Deutschland auf Platz vier. Dabei arbeiten wir für sechs Zeitzonen, in zwei offiziellen Sprachen – englisch und französisch – sowie in acht indigenen Sprachen. […]

Der Etat für CBC/Radio-Canada kommt vornehmlich aus der Staatskasse. Schränkt das die Unabhängigkeit ein?
Nein, der „Broadcasting Act“ garantiert unsere Unabhängigkeit per Gesetz, speziell werden Journalismus, Programmierung und kreative Aktivitäten respektiert und geschützt. […]

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/kanadas-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-cbc-radio-canada-wir-leisten-eine-menge-fuer-weniger-geld/25598706.html

Zu den Kosten und Effizienz im internationalen vergleich siehe auch:
Public Broadcaster Comparison 2016 - CBC/Radio-Canada
Studie: http://www.cbc.radio-canada.ca/_files/cbcrc/documents/latest-studies/nordicity-public-broadcaster-comparison-2016.pdf



Erwähnung der Studie im Forum ( ~1,9 mb):
McKinsey-Studie kritisiert Öffentlich-Rechtliche - Hermann Eicher erbost
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,24485.msg155463.html#msg155463

Dein Rundfunkbeitrag - Bezahlte Propaganda durch den Bürger
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,23382.msg149075.html#msg149075

Danke an User Pinguin für den Hinweis.


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« Letzte Änderung: 02. März 2020, 18:15 von Bürger »

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  • So hatten sie es sich auch diesmal wieder gedacht.
Dieses kleine Textschnipselchen...

Zitat
Der Etat für CBC/Radio-Canada kommt vornehmlich aus der Staatskasse. Schränkt das die Unabhängigkeit ein?
Nein, der „Broadcasting Act“ garantiert unsere Unabhängigkeit per Gesetz, speziell werden Journalismus, Programmierung und kreative Aktivitäten respektiert und geschützt. […]
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/kanadas-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-cbc-radio-canada-wir-leisten-eine-menge-fuer-weniger-geld/25598706.html

...kann doch wohl gar nicht deutlich genug hervorgehoben werden, meint Ihr nicht auch?

Denn wie war das doch gleich mit dem hierzulande immer inbrünstig beschworenen Satz, nur die staatsferne® Organisation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks schütze vor staatlicher Bestimmung? Es werden doch auch von den Staatsferne®-Apologeten sonst immer Gesetze in den Himmel gelobt, warum kommen die denn in diesem Zusammenhang nicht auf die Idee, die journalistische Unabhängigkeit gesetzlich zu verankern? Funktioniert doch in allen anderen Gesellschaftsbereichen (als nur ein Beispiel: Freiheit von Bildung und Wissenschaft) auch? Und vom Rechtswesen dieses Landes wird doch auch immer behauptet, es sei unabhängig? Schon seltsam, dass Steuerfinanzierung nur beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht funktionieren soll.

Wenn es einen Unterschied gäbe - unterstellt, dieser „Broadcasting Act“ funktioniere nicht - dann läge der einzig darin, dass die Kanadier dann nach Strich & Faden neidisch sein müßten auf den deutschen ÖRR. Denn aktuell können bspw. so ein Atlantikbrücken-Buhrow, seine Intendanten- und Intendösen-Kolleginnen, die Gniffkes (und wie sie alle heißen) & deren Schreiberlinge, qua der organisatorischen bzw. institutionellen Unsichtbarkeit ihrer Vernetzung mit den Regierenden & Mächtigen so *herrlich unsichtbar* und "staatsfern" das Geschäft des Staats- bzw. Regierungsfunks besorgen, wie es herrlicher gar nicht sein kann.

Preisfrage also: Was verhindert denn wohl eher die staatliche Einflußnahme auf oder Fremdbestimmung des Journalismus? Ein Gesetz zu eben dem Zweck, oder die Tatsache, dass die intensiven Verbindungen und Vernetzungen zwischen ÖRR-Funktionären und etablierter Politik (die ohnehin zunehmend aus demselben Stall der sg. Eliten kommen) nur nicht unmittelbar öffentlich sichtbar sind?


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« Letzte Änderung: 02. März 2020, 18:19 von Bürger »
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Offline Winston Smith

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Zitat
Jeder Kanadier zahlt im Jahr rund 23 Euro für Hörfunk, Fernsehen, Online von CBC/Radio-Canada.
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/kanadas-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-cbc-radio-canada-wir-leisten-eine-menge-fuer-weniger-geld/25598706.html
Das ist eine sehr irreführende Aussage!

Die Kanadier zahlen keine Rundfunkgebühren!
Der öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird hauptsächlich vom Staat finanziert, ähnlich wie in den USA.

Die deutsche Rundfunkgebühr in seiner aktuellen Form ist so absurd, dass sie für jeden Nordamerikaner einfach unvorstellbar wäre.
Ich glaube, dass die Frau Catherine Tait die Frage einfach nicht verstanden hat, ob das deutsche System beneidenswert wäre.




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« Letzte Änderung: 02. März 2020, 18:21 von Bürger »

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  • So hatten sie es sich auch diesmal wieder gedacht.
Auch wenn die Aussage aufgr. falschen Verständnisses der Frage...

Zitat
Jeder Kanadier zahlt im Jahr rund 23 Euro für Hörfunk, Fernsehen, Online von CBC/Radio-Canada.
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/kanadas-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-cbc-radio-canada-wir-leisten-eine-menge-fuer-weniger-geld/25598706.html
Das ist eine sehr irreführende Aussage!
Die Kanadier zahlen keine Rundfunkgebühren!
Der öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird hauptsächlich vom Staat finanziert, ähnlich wie in den USA.
[...]

...sachlich nicht zutreffend sein mag - eine hochinteressante Hausnummer wäre der Betrag von € 23.- jährlich pro »Beitragsschuldner« für den Heiligen Deutschen Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk schon.

Zwar gäbe es dann für diesen Buhrow und seine Freunde keine 400.000 Peitschen pro Jahr mehr - aber im gesetzlichen Programmauftrag steht ja auch nichts davon drin, dass das das Primärziel und der Lebenszweck des ÖRR wären :->>>.

Eine sachliche, an Tatsachen orientierte, neutrale Berichterstattung wäre aber garantiert möglich - zumal dann auch nicht mehr so viel Geld ausgegeben werden müsste für all die Hilfsmittelchen, um u. a. wie bisher - egal ob die Ukraine, Syrien oder welche Weltgegend auch immer betreffend - die Berichterstattung im Sinne von Staat und Eliten, von Neoimperialismus (also »Responsibility-To-Protect«, wie es bei Fischer so schön hieß) und anderen Bestrebungen dieser Art zu frisieren.


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« Letzte Änderung: 02. März 2020, 18:22 von Bürger »
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"Räsoniert, soviel ihr wollt und worüber ihr wollt, aber gehorcht!" - Dieser Wunsch Friedr. II. ist wohl der Masse immer noch (oder wieder) Musik in ihren Ohren...

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