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Autor Thema: ARD und ZDF: „Knappe Kassen“ verhindern Gehaltssteigerungen nicht  (Gelesen 1421 mal)

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4kfilme.de (blog), 23.02.2020
ARD und ZDF: „Knappe Kassen“ verhindern Gehaltssteigerungen nicht

Zitat
Gerne sprechen Vorsitzende und Intendanten des öffentlichen Rundfunks von Sparmaßnahmen und „knappen Kassen“. Für eigene Gehalts- und Rentenerhöhungen sind jedoch reichliche Mittel vorhanden.[…]

Weiterlesen auf:
https://www.4kfilme.de/ard-und-zdf-knappe-kassen-verhindern-gehaltssteigerungen-nicht/

siehe insbesondere auch (ausnahmsweise Vollzitat):
22. KEF-Bericht: KEF empfiehlt Anpassung des Rundfunkbeitrags auf 18,36 Euro
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,33355.msg203821.html#msg203821

Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/planet_interview.png

Planet Interview, 20.02.2020

ARD/ZDF: Gehaltssteigerung in „Zeiten von knapperen Kassen“

Jakob Buhre

Zitat
Die Zeiten sind hart für die öffentlich-rechtlichen Sender, zumindest wenn man den Worten von Tom Buhrow [+8,1%] glaubt. Der ARD-Vorsitzende sagte im Gespräch mit dem Deutschlandfunk, in Bezug auf den Rundfunkbeitrag:
Zitat
„Wir haben im Augenblick 18,35 Euro – alle öffentlich-rechtlichen Anstalten zusammengenommen. Und wenn jetzt 18,36 Euro die Empfehlung der KEF sein sollte, dann bedeutet das im Prinzip: wir müssen auch deutlich weitersparen.“
Die Kommission KEF Ermittelt ihrem Namen nach den Finanzbedarf von ARD und ZDF – für eine Beitragsperiode von vier Jahren – und gibt am heutigen 20. Februar für die Bundesländer eine Empfehlung über den zukünftigen Rundfunkbeitrag ab. Der liegt aktuell bei 17,50 Euro monatlich, aber da die öffentlich-rechtlichen Anstalten in den letzten Jahren für ihr Budget auch Rücklagen hinzugenommen haben, sehen sie den Beitrag, quasi virtuell, bei einer Höhe von 18,35 Euro. Und wenn ab 2021 aus virtuellen 18,35 nur reale 18,36 Euro werden, würde das bedeuten, dass das Budget von ARD und ZDF sinkt.
Oder wie Tom Buhrow [+8,1%] es jüngst auf der ARD-PK in 50 Sekunden drei Mal betonte:
Zitat
„Sie wissen, dass wir knappen Kassen nochmehr entgegen sehen (…) Wir gehen von knapperen Kassen aus. (…) in diesen Zeiten von knapperen Kassen, denen wir noch mehr entgegen gehen.“
[…]
Ich habe diese Gehaltssteigerungen mal in einer kleinen Tabelle** (PDF) festgehalten. Als Basis dafür diente die Website „Gehaltsstrukturen in der ARD“
[…]

Weiterlesen auf:
http://www.planet-interview.de/blog/ardzdf-gehaltssteigerung-in-zeiten-von-knapperen-kassen/51343/

** Tabelle "Entwicklung der Jahres-Grundvergütung bei ARD/ZDF 2015-2018 (Intendanten und Direktoren)" (pdf, 5 S., ca. 2,4mb)
https://www.planet-interview.de/wp-content/uploads/ard-zdf-gehaltsplus.pdf


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 24. Februar 2020, 23:07 von Bürger«
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Die Altersversorgung (=Zusatzpension zur gesetzlichen Rente) des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird von diesem immer gerne heruntergespielt. Aber vielleicht lohnt es sich einmal die Zahlen aus einem etwas anderen Blickwinkel zu betrachten. Auch ein grober Überschlag eröffnet da schon eine ganz interessante Perspektive.

In der aktuellen Beitragsperiode (2017 - 2020) fließen ca. 3,3 Milliarden Euro in die Altersversorgung (=Zusatzpension zur gesetzlichen Rente).
In der kommenden Beitragsperiode (2021 - 2024) werden es ca. 3 Milliarden Euro sein.
Bei einem Anstieg des Rundfunkbeitrages auf 18,36 Euro stehen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ca. 38,7 Milliarden Euro zur Verfügung (laut KEF).
D.h., dass ca. 7,75% in den nächsten 4 Jahren in die Altersversorgung (=Zusatzpension zur gesetzlichen Rente) fließen werden.

Jetzt veringern wir einmal die Zeiträume, einfach um eine bessere Vorstellung zu bekommen.
In einem Jahr beläuft sich der Betrag auf 750.000.000 Millionen Euro.
In einem Monat sind es immerhin noch 62.500.000 Millionen Euro.
An einem Tag (ausgehend von 30 Tagen im Mittel) sind es noch ca. 2.083.333 Millionen Euro.
Das könnte man jetzt noch weiter runterrechnen auf Stunden oder gar Minuten, aber da versagt die Vorstellung dann schon wieder. Oder wer kann sich ca. 24,11 Euro in jeder Sekunde, und das 4 Jahre lang, wirklich noch vorstellen?

Also werden in den nächsten 4 Jahren monatlich rund 62.500.000 Millionen Euro in die Altersversorgung (=Zusatzpension zur gesetzlichen Rente) fließen.
Oder anders ausgedrückt: In den nächsten 4 Jahren werden monatlich alleine rund 3.404.139 Millionen Haushalte nur damit beschäftigt sein, die Altersversorgung (=Zusatzpension zur gesetzlichen Rente) des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu finanzieren.


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@Spark: Vorsicht bei der Umrechnung von Zahlen bzw. der Darstellung mit wechselnden Einheiten!

750.000.000 Millionen = 750.000.000.000.000  = 750.000 Milliarden

Tipp: man sollte Zahlen entweder mit allen Stellen ausschreiben, oder verkürzt mit entsprechenden Einheiten. Also z. B.

1000 = 1 Tausend = 0,001 Millionen
10.000 = 10 Tausend = 0,01 Millionen
100.000 = 100 Tausend = 0,1 Millionen

1.000.000 = 1 Million = 0,001 Milliarden
10.000.000 = 10 Millionen = 0,01 Milliarden
100.000.000 = 100 Millionen = 0,1 Milliarden

1.000.000.000 = 1 Milliarde = 0,001 Billionen = 1.000 Millionen
10.000.000.000 = 10 Milliarden = 0,01 Billionen
100.000.000.000 = 100 Milliarden = 0,1 Billionen

1.000.000.000.000 = 1 Billion = 1.000 Milliarden

M. Boettcher   


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 24. Februar 2020, 13:32 von drboe«
Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US Senator, Republikaner, auf Facebook)

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@ Spark: Streiche einfach das Wort Millionen oder nimm die Nullen weg.

(Natürlich nur die Nullen aus den Zahlen. Die Nullen beim ÖR lassen sich leider nicht so einfach entfernen  (#))


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Hm, kann sein, dass die Darstellung etwas merkwürdig aussieht, aber ich habe die Zahlen bewußt ausgeschrieben. Einfach um es auch optisch besser zu verdeutlichen.
750 Millionen beispielsweise sieht eher harmlos aus, aber voll ausgeschrieben wird man ihrer tatsächlichen Größe schon eher gewahr.
Aber es stimmt schon, die Verdoppelung der Größe durch Zahl und Benennung ist natürlich nicht ganz korrekt. Vielleicht hätte ich die zusätzliche Benennung besser in Klammern gesetzt. ;)


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Auschreiben kannst ja machen, aber dass sind dann 750.000.000 Euro und nicht 750.000.000 Millionen Euro. Das wären ausgeschrieben dann noch 6 Nullen mehr.


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Das ist mir ehrlich gesagt zu abstrakt.

Ich nenne mal eine konkrete Zahl: Die Frauen, die 2017 in Rente gingen, bekamen durchschnittlich 735 Euro monatlich überwiesen.

Die Mitarbeiter von ARD und ZDF bekamen, Stand 2012, eine durchschnitliche Zusatzrente von ca. 1200 bzw. 1350 Euro.

Wie hoch die Rente ist, ist mir nicht bekannt, sie dürfte aber höher als die Zusatzrente sein.

Diese Zahlen habe ich aus öffentlich zugänglichen Quellen, ob sie stimmen, weiß ich nicht.

Da es aber keine Proteste gab, könnten sie annähernd stimmen.

Grüße

Dan de Lion


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Also ich bin mir durchaus bewußt, dass die Darstellungsweise der Werte etwas verunglückt ist, aber ich glaube es ist trotzdem noch zu erkennen, wie es gemeint war.

Aber es ging mir eigentlich um etwas ganz anderes dabei. Der Vergleich mit anderen Renten ist dabei eher nebensächlich.
Das Thema Pensionen wird von den Öffentlich-Rechtlichen gerne gemieden. Kommt es doch einmal zur Sprache, dann wird versucht, es so gut wie möglich runterzuspielen. Aber dieser Posten sind keine Peanuts, sondern ein beachtlicher Brocken, wie der grobe Überschlag demonstrieren sollte.

Was aber wirklich stinkt, ist die Art und Weise, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk schon seit Jahren versucht, seinen Mehrbedarf zu begründen. Man könnte meinen, dass die gesamten Einnahmen fürs Programm verwendet werden, und dass diese ohne eine angemessene Erhöhung einfach nicht mehr dafür ausreichen. Aber genau das ist eben nicht der Fall. Das Geld würde schon reichen, denn es ist genug da. Es wird einfach ein falsches Bild in der Öffentlichkeit erzeugt. Die Öffentlich-Rechtlichen sollten aber wenigstens soviel Schneid besitzen und die Menschen wissen lassen, warum sie wirklich einen solchen Mehrbedarf haben, ganz besonders nach der Umstellung auf die unausweichliche Haushaltsabgabe.


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