Autor Thema: SWR-Umbau voraus: Gniffke stellt sein Zukunftsszenario vor  (Gelesen 352 mal)

Offline Uwe

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Mitarbeiter werden am Dienstag informiert
SWR-Umbau voraus:
Gniffke stellt sein Zukunftsszenario vor


Quelle: DWDL 03.02.2020 von Thomas Lückerath

Zitat
Doppelstrukturen abschaffen, mehr Geld ins Netz und damit jünger werden. Was SWR-Intendant Kai Gniffke vorhat, ist intern ein größerer Kraftakt als es von außen betrachtet scheint. Am Dienstagvormittag soll die Belegschaft informiert werden.

[…] Schon Ende 2019 stellte die SWR-Geschäftsführung intern fest: "Unser Fundament bröckelt". Und zwar besonders beim jüngeren Publikum unter 50 Jahren. Wörtlich heißt es in einem im Intranet veröffentlichten Analyse: "75 Prozent unserer Zuschauer*innen sind im Schnitt heute schon älter als 60 Jahre, 50 Prozent sogar älter als 70 Jahre. Junge Zuschauerinnen und Zuschauer - Fehlanzeige." Entsprechend viel Geld, nach eigenen Angaben 75 Prozent des Programmetats, steckt der SWR derzeit in Programme für die ältesten Zielgruppen. "Doch auch unter 50-Jährige zahlen den Rundfunkbeitrag und haben Anspruch auf attraktive Angebote", heißt es weiter. […]

weiterlesen auf:
https://www.dwdl.de/nachrichten/76036/swrumbau_voraus_gniffke_stellt_sein_zukunftsszenario_vor/


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« Letzte Änderung: 03. Februar 2020, 17:00 von Bürger »
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Offline pjotre

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Re: SWR-Umbau voraus: Gniffke stellt sein Zukunftsszenario vor
« Antwort #1 am: 03. Februar 2020, 22:17 »
1. Statistische Umrechnung:
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rund ein Drittel der Erwachsenen - ab Alter 60 - sind 75 Prozent der Zuschauer.
Die anderen zwei Drittel - ab Alter 20 - stellen demnach nur 25 Prozent der Zuschauer dar.


2. Demnach ist unterhalb Alter 60 die Quote der Nichtzuschauer jedenfalls oberhalb 50 %.
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- einfache Daumen-Umrechnung -
Man vergleiche mit der Annahme BVerwG, BVerfG 2016...2018 von "97 Prozent Zuschauer", wenn auch um ein paar Ecken herum dem Gericht hinein kolportiert. Wie sehr haben die Rechtsanwälte der Bürger diese Absurdität mit den ja seit Jahren verfügbaren statistischen Fakten wiederlegt, Volkswirte-Gutachten präsentiert usw.?
Ist das der Grund, wieso am 18. Juli 2018 die Schlacht "Nichtzuschauer" verloren wurde?


3. Noch schlimmer, die "unter 50 %" gibt es praktisch nur in der Altersklasse 30 bis 60.
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Fragt mal Studenten, wer unter euren Studi-Kumpeln schaut noch fern bei ARD, ZDF? "Du zum Beispiel?"
Antwort: "Ich bin doch nicht blöd. Niemand, oder allenfalls 5 %, die noch diese Glotze glotzen."

Also hätten die Rechtsanwälte der Bürger mal die Senioren-Juraprofessoren fragen sollen:
"Ist unter Ihren Studenten mehr als 5 % Zuschauerquote?
Wollen Sie also ernsthaft 95 % Ihrer Studenten als semi-debil ansehen?
Zu debil, um die geniale "Möglichkeit der Nutzung" wahrzunehmen?
Wie können Sie wagen, 97 % Zuschauer zu Grunde zu legen? Leben sie auf einem anderen Planeten?"
Natürlich etwas respektvoller zu formulieren.


4. Gniffke liefert selbst schon eine Super-Klagebegründung:
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Er erklärt, dass die Rundfunkabgabe für die Altersgruppen ohne Nutzen nicht rechtens ist. Danke! Das brauchen wir ab jetzt als optimales Schriftsatz-Argument, um über die Eintrittspforte "Härtefallantrag" beitragsfrei zu werden: Laut Gniffke ist der Beitrag nicht rechtens.

Der SWR-Intendant ist im ARD-Verbund der Zuständige für die Grundsatzfragen der rechtlichen Ordnung der Rundfunkabgabe. Danke sehr diesem ganz neuen Fürsprecher der Rundfunkabgabe-Verweigerer, uns das Kernargument von neuen Befreiungsanträgen zu soufflieren. 


5. Also geht ARD, ZDF,... ins Internet?
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Fehler... denn die Finanzierungsgarantie laut Bundesverfassungsgericht von anno Opa gilt nur für "lineares Fernsehen +  Radio", ebenso die Erklärung zum Landes- statt Bundesrecht.

Den Rundfunk-Begriff in Medien aka Internet umbenennen und es praktizieren, das heißt, diese Finanzierungsgarantie fällt flach, ebenso die Reservierung als Landesrecht.
Das wissen unsere Lieblingsfeinde durchaus - aber sie sorgen bisher erfolgreich dafür, dass es die Politiker und Abnick-Parlamente nicht wissen.


6. Kürzlich wurde in einem Streiter-Kreis vorgeschlagen, eine Meinungsumfrage über ARD, ZDF,... zu koordinieren.
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Brauchen wir nicht. Der Gegner liefert den Job, meinte @opjotre. Hier also einmal mehr der Beweis.
Dies Zitat von Gniffke kann kein Gniffke widerlegen: Es ist die Wahrheit. @pjotre hat in diesem Beitrag nur den daraus resultierenden statistischen Umkehrschluss angeklebt.


7. Also, die Startlöcher für die Befreiung der Nichtzuschauer sind vorbereitet.
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Das Kernproblem aber, das ist eine umfangreiche NGO-Aufgabe und NGO-Verteidigung der Bürgerrechte geht nicht ohne Budget. Mehr hierzu gehört nicht ins Forum. Nur mal, um in diesem Beitrag die Eckpunkte der nächsten Streitfront einmal mehr herauszuarbeiten, nachdem sich die Streitfront der Geringverdiener ja dem erfolgreichen Abschluss entgegen entwickelt.


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« Letzte Änderung: 03. Februar 2020, 22:55 von Bürger »
"Glücklich das Land, das Rechtsstaatsverteidiger hat. Traurig das Land, das sie nötig hat."   (Pedro Rosso)
Deine Worte weht der Wind ins Nirvana des ewigen Vergessens. Willst du die Welt wandeln, so musst du handeln. Um Böses abzuschaffen, Paragrafen sind deine Waffen.

Offline ticuta

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Re: SWR-Umbau voraus: Gniffke stellt sein Zukunftsszenario vor
« Antwort #2 am: 07. Februar 2020, 22:03 »
Badische Neueste Nachrichten , 07.02.2020

SWR-Intendant Gniffke präsentiert Umbaupläne
Beim Südwestrundfunk wird umgebaut. Doppelarbeit in Stuttgart, Mainz und Baden-Baden soll der Vergangenheit angehören. Stattdessen will der Sender mehr Kraft darauf verwenden, junge Menschen digital zu erreichen. Die ersten Schritte dazu werden jetzt vorgestellt.

Zitat
Mit neuen digitalen Angeboten will er jüngere Zielgruppen erreichen. In einem Innovationslabor in Baden-Baden sollen neue Formate entwickelt und getestet werden.

...
soll Doppelarbeit in der Zwei-Länder-Anstalt abgebaut werden.

Weiterlesen auf:
https://bnn.de/nachrichten/suedwestecho/swr-intendant-gniffke-praesentiert-umbauplaene


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