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Autor Thema: NRW: Staatskanzlei will Medien mit 33 Mio Euro fördern / Grimme-Institut  (Gelesen 1667 mal)

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medienkorrespondenz.de, 30.10.2019

NRW: Staatskanzlei will Medien im Jahr 2020 mit 33 Mio Euro fördern


Zitat
In Nordrhein-Westfalen will die CDU/FDP-Landesregierung im kommenden Jahr die Medienwirtschaft in dem Bundesland aus dem Budget der Staatskanzlei mit rund 33 Mio Euro fördern. Das geht aus dem Entwurf für den NRW-Medienetat 2020 hervor, den die Regierung im September als Teil des Gesamthaushaltsplans in den Landtag in Düsseldorf eingebracht hat. Seitdem laufen im Landtag die Haushaltsberatungen, für die hinsichtlich des Medienbereichs federführend der Kultur- und Medienausschuss des Parlaments zuständig ist. Vorgesehen ist, dass der Landtag im Dezember den Landeshaushalt 2020 verabschiedet, der Ausgaben von insgesamt 80 Mrd Euro vorsieht.

Aufbau eines Games-Kompetenzzentrums
[…]

Grimme noch stärker vom Land abhängig
[…] Auch beim Grimme-Institut will die Landesregierung die finanzielle Unterstützung aus Rundfunkbeitragsgeldern Ende 2019 nicht fortführen. Ebenfalls seit Januar 2017 werden Grimme pro Jahr rund 900.000 Euro aus Beitragseinnahmen zugewiesen. Als Ausgleich soll das in Marl ansässige Institut ab 2020 ebenfalls mehr Geld aus dem Medienetat des Landes erhalten, und zwar zusätzlich 925.000 Euro. Dann stiege der Gesamtförderbetrag des Landes bei Grimme auf 2,35 Mio Euro. Im nächsten Jahr plant das Institut mit einem Etat von 3 Mio Euro, davon wären knapp 80 Prozent vom Land NRW finanziert. Das Land wird künftig der De-facto-Finanzier des Instituts, von dem die Einrichtung dann noch abhängiger wird. Im Jahr 2015 hatte sich bei Grimme die direkte Landesförderung noch auf 1,1 Mio Euro belaufen. Laut dem Haushaltsplan von Grimme soll 2020 die Anzahl der Stellen von bisher 25 auf 23 Stellen verringert werden.

Neue Trägerstruktur für Filmfestival Cologne
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.medienkorrespondenz.de/politik/artikel/nrw-staatskanzlei-will-medien-im-jahr-2020-mit-33nbspmionbspeuro-foerdern.html

Grimme Institut
Zitat
Das Grimme-Institut – Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur mbH (bis 2010 Adolf-Grimme-Institut, abgekürzt AGI) ist eine gemeinnützige Forschungs- und Dienstleistungseinrichtung, die sich mit Medien und Kommunikation beschäftigt. Das Institut hat seinen Sitz in Marl und vergibt jährlich den Grimme-Preis für hochwertige Fernsehsendungen. Es ist nach dem deutschen Politiker und ersten Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR), Adolf Grimme, benannt. Gesellschafter sind der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV), die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, der WDR, das ZDF, die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, die Stadt Marl und das Land Nordrhein-Westfalen.[1] Direktorin des Instituts ist die Juristin Frauke Gerlach.
https://de.wikipedia.org/wiki/Grimme-Institut

Siehe auch Treffer zum Grimme-Institut mittels Forum-Suchfunktion


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 31. Oktober 2019, 10:20 von ChrisLPZ«
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siehe auch:

FAZ vom 08.04.2014
GRIMME-INSTITUT FÜRCHTET UM UNABHÄNGIGKEIT - Sie wollen ans Allerheiligste
Zitat
NRW hat kein Geld mehr für das Grimme-Institut. Die mit Rundfunkgebühren gespeiste Landesmedienanstalt soll aushelfen und will dafür Einfluss nehmen. Damit droht Grimme dasselbe Schicksal wie dem Fernsehpreis.
[…]

850.000 Euro sind eine Menge Geld
Das könnte geschehen, wenn ein unter Geheimhaltung ausgehandelter Vertrag in Kraft tritt, der die Zusammenarbeit des Grimme-Instituts mit der Landesanstalt für Medien (LfM) regelt. Es geht um viel Geld und um – Einfluss. Der Vertrag, dem die Aufsichtsgremien der beiden Institutionen noch zustimmen müssen, hält fest, dass die LfM künftig das Recht hat, „geeignete Personen für die Nominierungskommissionen bzw. die Jurys des Grimme-Preises bzw. des Grimme Online Award vorzuschlagen“. Sie bekommt zudem zwei Sitze im Beirat des Grimme-Instituts.

Dass die Landesmedienanstalt sich einen solchen Zugriff auf Grimme sichern will, ist kein Wunder. Die LfM wird nämlich zu einem Hauptfinanzier des Instituts. Sie stellt 400.000 Euro pro Jahr für den Grimme-Preis und den Grimme Online Award zur Verfügung und weitere 450.000 Euro für Projekte „zur Förderung der Medienkompetenz, zur Information und Qualifikation in den Handlungsfeldern Medienbildung und Medienkompetenz“. 850.000 Euro pro Jahr, die man fest einplanen kann, das ist für das notorisch klamme Grimme-Institut ein Batzen.

Landesregierung will Geld sparen
[…]
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/grimme-institut-fuerchtet-um-unabhaengigkeit-sie-wollen-ans-allerheiligste-12885995.html


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  • Das Ende des Rundfunkzwangsbeitrags naht!
Zitat
Auch beim Grimme-Institut will die Landesregierung die finanzielle Unterstützung aus Rundfunkbeitragsgeldern Ende 2019 nicht fortführen. Ebenfalls seit Januar 2017 werden Grimme pro Jahr rund 900.000 Euro aus Beitragseinnahmen zugewiesen.

Es ist nicht bekannt, dass eine Landesregierung die Möglichkeit zur finanzielle Unterstützung einer Institution aus Rundfunkbeitragsgeldern haben soll. Soll doch die Einflußnahme der Regierung auf die Finanzierung des ÖRR im Rahmen der (angeblichen) "Staatsferne" ausgeschlossen werden.

Die Aufteilung der Rundfunkbeiträge ist im Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag geregelt.
http://www.voris.niedersachsen.de/jportal/?quelle=jlink&query=RdFunkFinStVtr+ND+%C2%A7+9&psml=bsvorisprod.psml&max=true

Zu prüfen wäre, ob hier ein Formulierungsfehler und eine mögliche indirekte zusätzliche Finanzierung des ÖRR durch Steuergelder vorliegt.


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KEIN ZWANGSBEITRAG - 20 MIO. MAHNMASSNAHMEN, 3 MIO. MAHNUNGEN, 1.3 MIO. VOLLSTRECKUNGSERSUCHEN - KEINE ZAHLUNG - ICH MACH MIT! - MIT 18 HAT MAN NOCH TRÄUME, MIT 18 BIST DU JETZT SCHULDNER BEIM BELANGLOSEN RADIOSENDER UND DAS LEBENSLÄNGLICH! 

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Slightly OT:

Auf YT [1] findet sich immer noch die nunmehr schon leicht angestaubte, aber m.E. immer noch sehenswerte Dokumentation "Es werde Stadt! 50 Jahre Grimme-Preis in Marl" von Martin Farkas und Dominik Graf aus dem Jahr 2014. Sie vermag auch ein Bild von dem zu vermitteln, was "Fernsehen" eimal war und heute nicht mehr ist - was i.Ü. so auch für den Grimme-Preis selbst gilt.

[1] Es werde Stadt! 50 Jahre Grimme-Preis in Marl von Martin Farkas und Dominik Graf (2014)
Auf YT:
https://www.youtube.com/watch?v=0SwRn2CBbu4

oder alternativ, ohne größere Datensammelwut, dafür langsamerer DL:
https://www.invidio.us/watch?v=0SwRn2CBbu4


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