Autor Thema: Gehörlose Julia Probst kritisiert nicht nur schlechte Untertitel  (Gelesen 1105 mal)

Offline ChrisLPZ

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Augsburger Allgemeine, 30.09.2019

Gehörlose Julia Probst kritisiert nicht nur schlechte Untertitel

Von Ida König

Zitat
Julia Probst aus dem Kreis Neu-Ulm wurde als Lippenleserin bekannt. Heute setzt sie sich für die Anliegen von Gehörlosen ein - und übt massive Kritik.
[…]

Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, für den Behinderte seit 2013 auch Rundfunkgebühren bezahlen müssen, ist zwar durch die Beitragszahlung die Untertitelquote erheblich gestiegen, was ich auch sehr begrüße. Aber die Qualität der Untertitel lässt leider häufig zu wünschen übrig. Viele Inhalte werden nur verkürzt oder vereinfacht wiedergegeben. Fragt man nach, werden oft technische Gründe vorgeschoben. Bei US-Sendern oder bei der BBC beispielsweise funktioniert es aber deutlich besser als bei uns. In Deutschland werden Untertitel in einem Block eingeblendet, in den USA erscheinen sie fortlaufend. Da sieht es so aus, als würden sie mit einer Tastatur ins Bild geschrieben. Diese Qualität würde ich mir in Deutschland auch wünschen.
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Gehoerlose-Julia-Probst-kritisiert-nicht-nur-schlechte-Untertitel-id55549556.html


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Offline ope23

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Re: Gehörlose Julia Probst kritisiert nicht nur schlechte Untertitel
« Antwort #1 am: 30. September 2019, 23:54 »
Von einem ernstzunehmenden "Rundfunk für alle" erwarte ich als Minimum, dass die wichtigsten Nachrichtensendungen, zum Beispiel und zuvörderst die Tagesschau um 20 Uhr, mit geringer Zeitverzögerung untertitelt angeboten werden, etwa im zeitversetzten Modus oder im Stream. Aber auch nicht erst zwei Stunden , sondern maximal eine halbe Stunde. Das kann man für eine Sendung, die nur 7 Minuten lang Inhalte liefert, auch leisten, ohne wie ein Simultandolmetscher den gesprochenen Text in Echtzeit einhacken zu müssen.

Es kann nicht sein, dass die 20-Uhr-Tagesschau erst am nächsten Tag (immerhin dann schon morgens  ::) ) im WWW mit Untertiteln angeboten wird.

Aber die Behindertenverbände haben sich wg des Rundfunkbeitrags ohnehin ganz schön über den Tisch ziehen lassen. Und sangen dann noch ein Loblied auf den alles selig machenden deutschen Rundfunk. (Gab mal einen kleinen Thread dazu, irgendwann 2015 oder 2016)

Erinnert sich wer noch an die eingeblendeten Gebärdensprachdolmetschern in den Dritten? Gab's gefühlt in den 1980ern deutlich mehr als jetzt (nämlich: gar nix).


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Offline Housebrot

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Re: Gehörlose Julia Probst kritisiert nicht nur schlechte Untertitel
« Antwort #2 am: 01. Oktober 2019, 08:27 »
Erinnert sich wer noch an die eingeblendeten Gebärdensprachdolmetschern in den Dritten? Gab's gefühlt in den 1980ern deutlich mehr als jetzt (nämlich: gar nix).

Die 20 Uhr Nchrichten werden noch irgendwo mit den tanzenden Händen angeboten. Und zwar Zeitgleich...

Aber das war es auch schon....

Grüße
Adonis


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Offline NichtzahlerKa

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Re: Gehörlose Julia Probst kritisiert nicht nur schlechte Untertitel
« Antwort #3 am: 01. Oktober 2019, 20:31 »
Ich finde den Vergleich wichtig. Unser ÖRR ist grottenschlecht in allem. Drehbücher, Schauspieler, Kameras, Shows alles bloß Trash im Vergleich mit anderen Ländern (UK, Frankreich, Skandinavien, Kanada, Australien Schweiz u.v.m.). Das setzt sich eben bis in die Gebärdensprache fort. Irgendwas "Gemurkstes" wird geliefert aber weit unter dem Niveau, das man bezahlen soll (höchste Kosten weltweit). So klare Beispiele sind wichtig um das Problem "greifbar" zu machen.


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« Letzte Änderung: 01. Oktober 2019, 21:00 von Bürger »

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