Autor Thema: Es gibt keine Alternative zu Amazon – ARD-Pressekonferenz  (Gelesen 587 mal)

Offline René

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ARD-Pressekonferenz
Es gibt keine Alternative zu Amazon.

Quelle: Jakob Buhre, planet-interview



Quelle: Jakob Buhre, planet-interview

Auf der ARD-Pressekonferenz vom 18.09. sprachen u.a. der BR-Intendant und ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm, der BR-Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel, Programmdirektor Volker Herres und der GVK-Vorsitzende Lorenz Wolf über das Framing-Manual, Streiks, vermeintlich linke Zuschauer und vermeintlichen Stellenabbau beim BR.

Zitat
    (...)
    • Der Bayerische Rundfunk (BR) erwähnt immer wieder seinen Stellenabbau, jedoch hat der Sender laut seinen Jahresberichten heute mehr Planstellen als noch 2011.
    • Ulrich Wilhelm bringt zum Ausdruck, dass er den Verkauf von ARD-Inhalten via Amazon-Stream für alternativlos hält. Das Angebot von Amazon bezeichnet er als „längst zum eigentlichen öffentlichen Raum gewordene Infrastruktur“.
    • Zu den Kosten des Framing-Manuals von 120.000 Euro sagt Ulrich Wilhelm: „Ein Angebot, dass per se vom Gesetzgeber dazu auf die Welt gebracht wurde, eine riesige Mehrheit der Bevölkerung Dinge von Wert zu bieten, hat natürlich das klassische Dilemma, dass sie niemals allen einzelnen im vollen Umfang gerecht werden können, sondern wichtig ist bei uns, dass jeder sozusagen Dinge von Relevanz findet, die auch im Alltag gerne genutzt werden.“
    • Der GVK-Vorsitzende Lorenz Wolf würde das Framing-Manual als Widerspruch zur freien Meinungsbildung sehen, sofern es „eine Anweisung wäre, wie zu handeln ist“. Davon sei das Manual aber „weit entfernt“
    • Sowohl Ulrich Wilhelm als auch Lorenz Wolf geben an, Menschen zu kennen, die sich von der ARD noch mehr Krimis wünschen.
    (...)
Zitat
(...) Das heißt, schon die ganze Zeit über haben wir gegen die Inflation angearbeitet, in dem wir in allen Häusern Stellen abgebaut haben, in dem wir in allen Häusern Sachkosten reduziert haben. Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir sagen: Wir können jetzt die Tarifsteigerungen nicht mehr ausnehmen und einfach mitziehen. Wir haben uns schweren Herzens dann entschlossen, zu sagen: Wir wollen einen fairen Inflationsausgleich für unsere Mitarbeiter zahlen, (...)

Zitat
(...)  Die Alternative wäre, noch höher zu gehen, dann müssten wir sozusagen den Mehraufwand einsparen durch Einsparungen im Programm oder durch weiteren Stellenabbau, aber wir bauen schon Stellen ab.“

Das könnte jetzt so klingen, als hätte der BR in den letzten Jahren regelmäßig Stellen abgebaut. Die BR-Jahresberichte jedoch liefern dazu andere Zahlen: Im Vergleich zu 2015 hat der BR heute 87 Planstellen mehr, im Vergleich zu 2011 sind es 52 mehr (Quellen: BR-Geschäftsberichte 2018 und 2014).

Zahl der Planstellen im BR:
2011: 3071
2012: 3071
2013: 3064
2014: 3054
2015: 3036
2016: 3150
2017: 3140
2018: 3123

Und wo wir schon mal bei den Jahresberichten und Gehaltserhöhungen sind, hier die jährlichen aufsummierten Bezüge der sechs BR-Direktoren, zu denen auch Frenzel gehört (anders als z.B. der WDR schlüsselt der BR diese Position für die Öffentlichkeit nicht auf). Vielleicht ist das ja für die Tarifverhandlungen interessant:

2015: 1.252.650 €
2016: 1.295.259 € (+3,4%)
2017: 1.386.741 € (+7,06%)
2018: 1.427.352 € (+2,93%) (...)

Weiterlesen:
http://www.planet-interview.de/interviews/ard-pressekonferenz/51022/


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Offline ope23

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Re: Es gibt keine Alternative zu Amazon – ARD-Pressekonferenz
« Antwort #1 am: 21. September 2019, 17:28 »
Lesehilfe (aus der verlinkten Quelle, stark nach unten scrollen):

Zitat
Lorenz Wolf, Vorsitzender der Gremienvorsitzendekonferenz der ARD

 ::)

Und dann noch ein Zitat aus nämlicher Quelle:
Zitat
Ulrich Wilhelm bringt zum Ausdruck, dass er den Verkauf von ARD-Inhalten via Amazon-Stream für alternativlos hält. Das Angebot von Amazon bezeichnet er als „längst zum eigentlichen öffentlichen Raum gewordene Infrastruktur“.

Dass die Infrastruktur eines Versandhändlers zum "eigentlichen öffentlichen Raum" geworden sei, ist schon ein starkes Stück. Anscheinend gibt es Schwierigkeiten, private und öffentliche Einrichtungen zu trennen.

Der deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunk als alleiniger Verkünder von Wahrheiten, die Firma Amazon als Bundeslieferant für Bücher, Zahnstocher und Hundefutter?
 :o


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« Letzte Änderung: 23. September 2019, 02:14 von Bürger »

Offline Housebrot

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Re: Es gibt keine Alternative zu Amazon – ARD-Pressekonferenz
« Antwort #2 am: 21. September 2019, 19:31 »
Und dann noch ein Zitat aus nämlicher Quelle:
Zitat
Ulrich Wilhelm bringt zum Ausdruck....
Das Angebot von Amazon bezeichnet er als „längst zum eigentlichen öffentlichen Raum gewordene Infrastruktur“.

Soso...
Das Angebot eines Contentproviders bezeichnet dieser Mann also als Infrastruktur...

Ich muss meinen Arbeitsplatz, meinen Arbeitgeber und meine Internetverbindung neu überdenken, denn bisher dachte ich immer... das die Infrastruktur durch meinen Internetanbieter, sprich Leitungsprovider, zur Verfügung gestellt wird...


Nunja, mag der ÖR das anders sehen...

Aber da das Bundesverfassungsgericht ja schon größenwahnsinnig verkündet hat, dass es auf meinen Willen nicht (mehr) ankommt, kann ich natürlich einem Nutznießer dieses skandalösen Urteils nicht in Abrede stellen, dass er von einem Angebot, mit anschließendem Willen zur Abhnahme, ein wenig Ahnung hat.....

<facepalm>
Adonis


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« Letzte Änderung: 23. September 2019, 02:14 von Bürger »

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