Autor Thema: Krimi-Flut im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und ihre Folgen  (Gelesen 297 mal)

Offline ChrisLPZ

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Nachdenkseiten, 12.08.2019

Krimi-Flut im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und ihre Folgen

von Anette Sorg

Zitat
[…]
Laut Rundfunkstaatsvertrag (§ 11 e Absatz 2) haben die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten alle zwei Jahre einen Bericht über ihre Arbeit und Perspektiven herauszugeben.
Im Netz habe ich einen solchen Bericht relativ zügig finden können (von der ARD von 2015/2016). Das magere Format (46 Seiten für einen Bericht über einen Zeitraum von zwei Jahren und einer Vorschau auf die nächsten beiden Jahre!) lässt vermuten, dass man solche lästigen Diskussionen dort nicht führt. Zum Thema Krimis in der ARD sind lediglich folgende zwei Absätze zu lesen:
Zitat
Bericht 2015/2016
„Tatort“, die beliebteste Krimireihe im deutschen Fernsehen, feierte 2016 ihre tausendste Folge. Zum Jubiläum gab es nicht nur eine TV-Dokumentation, die auf die Erfolgsgeschichte zurückblickt, sondern auch ein umfangreiches Web-Special mit Mitmachaktionen für die Fans und Social TV. Am 27. Juni 1971 ging erstmals das Ermittlerteam des „Polizeiruf 110“ auf Verbrecherjagd, damals noch im DDR-Fernsehen DFF. 2016 feierte die Krimireihe, die als ostdeutsches Pendant zum „Tatort“ gestartet war, ihr 45-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum widmete ihr DasErste.de ein Special mit Quiz und Bildergalerie, Interviews und Berichten zum Fall „Endstation“ (MDR/Magdeburg) und Backstage-Videos.
Und
Zitat
Leitlinien 2017/2018
Unterhaltung: „Babylon Berlin“ heißt das gemeinsame Serienprojekt von ARD und Sky. Derzeit werden zwei Staffeln à acht Folgen mit je 45 Minuten produziert. „Babylon Berlin“ zeigt opulent auf Basis der erfolgreichen Bestsellerreihe von Volker Kutscher um Kommissar Gereon Rath, der im Berlin der 1920er-Jahre ermittelt, das gesamte Panoptikum der Stadt zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst, Emanzipation und Extremismus. Regie führt Tom Tykwer. „Babylon Berlin“ ist das aufwändigste deutsche TV-Serienprojekt…

Wenn in diesen Gremien die Diskussionen um mögliche Auswirkungen offensichtlich nicht geführt werden, müssen sie anderswo geführt werden. Wir sind gespannt, Ihre Meinung zu diesem Themenkomplex, zu den aufgeworfenen Fragen und Vermutungen zu erfahren.

Übrigens: Wenn man sich vergegenwärtigt, wie dürftig die Beschäftigung der ARD mit den gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Programminhalte ausfällt, muss man zwingend fragen, ob dieses Medium damit nicht das Recht verwirkt, sich über andere Medien zu erheben und sie zu beurteilen, wie sie das u.a. mit dem „Faktenfinder“ tut.

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« Letzte Änderung: 17. August 2019, 17:52 von DumbTV »

Offline ChrisLPZ

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Re: Krimi-Flut im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und ihre Folgen
« Antwort #1 am: 17. August 2019, 08:22 »

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Nachdenkseiten, 16.08.2019

Leserbriefe zu „Krimi-Flut im öffentlich-rechtlichen Fernsehen“


Zitat
Zitat von: r.w.
ja, die krimiflut im öffentlich rechtlichen (private sender schaue ich erst gar nicht) ist für mich unerträglich neben den vielen belanglosen sendungen, die alle zur ablenkung und verdummung der bevölkerung beitragen..als verehrer von prof. mausfeld denke ich, daß das alles gewollt ist.
warum starten wir nicht eine initiatve zum boykott der öffentlich rechtlichen fernsehanstalten inklusive des zurückhaltens der fernsehgebühren?

mfg
[…]

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https://www.nachdenkseiten.de/?p=54199


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Offline seppl

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Re: Krimi-Flut im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und ihre Folgen
« Antwort #2 am: 17. August 2019, 09:17 »
Mit Krimis wird uns die Fähigkeit aberzogen, Taten umfassend zu bewerten. Sobald der offensichtliche "Bösewicht" gefunden wurde, ist der Krimi zuende.

Die Bearbeitung des Falles und umfassende menschliche und rechtliche Bewertung kann aber erst danach beginnen. Erst in diesem Szenario kann die Tat so beleuchtet werden, dass der "Bösewicht" eventuell auch gar keiner war... Das ist dann aber den meisten zu langweilig und kann Jahre dauern.

Krimis basieren auf dem kindlichen "Räuber und Gendarm" Paradigma. Verkleistern die Urteilsfähigkeit für Straftaten.


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„Eine ewige Erfahrung lehrt jedoch, daß jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu mißbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stößt.
Wer hätte das gedacht: Sogar die Tugend hat Grenzen nötig. Damit die Macht nicht mißbraucht werden kann, ist es nötig, durch die Anordnung der Dinge zu bewirken, daß die Macht die Macht bremse.“ (Montesquieu)

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