Autor Thema: ARD-Intendanten fordern mehr Geld  (Gelesen 893 mal)

Offline Uwe

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ARD-Intendanten fordern mehr Geld
« am: 17. April 2019, 18:30 »

Quelle Logo:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/ad/N-tv-emblem-2009.jpg
ARD-Intendanten fordern mehr Geld

Quelle: NTV 17.04.2019


Zitat
Die ARD-Intendanten verlangen eine angemessene Berücksichtigung des tatsächlichen Finanzbedarfs der Sender. "Wir haben seit 2009 bei den verwendbaren Mitteln, also bei den Beitragsgeldern, die wir echt verwenden dürfen, nicht die Teuerung ausgeglichen bekommen, nicht den Verbraucherpreisindex und erst recht nicht die rundfunkspezifische Teuerung", sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm in Hamburg zum Abschluss einer ARD-Intendantensitzung.

[…] Schon jetzt hätten aufgrund der Einsparungen der vergangenen Jahre mehr Wiederholungen gesendet werden müssen. Es seien weniger Kameras in den Studios aufgestellt worden, Produktionen hätten mit weniger Drehtagen auskommen müssen und die Altersvorsorge für jüngere Kollegen sei eingeschränkt worden.

weiterlesen auf:
https://www.n-tv.de/der_tag/ARD-Intendanten-fordern-mehr-Geld-article20974695.html


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Offline ChrisLPZ

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Re: ARD-Intendanten fordern mehr Geld
« Antwort #1 am: 17. April 2019, 21:46 »

Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/heise.png

Heise, 17.04.2019

Rundfunkbeitrag: ARD-Intendanten für Teuerungsausgleich

Mehr Wiederholungen, weniger Kameras in den Studios, weniger Drehtage, eingeschränkte Altersvorsorge: Den ARD-Sendern fehlt nach eigenen Angaben Geld.

dpa

Zitat
Die ARD-Intendanten verlangen eine angemessene Berücksichtigung des tatsächlichen Finanzbedarfs der Sender. "Wir haben seit 2009 bei den verwendbaren Mitteln, also bei den Beitragsgeldern, die wir echt verwenden dürfen, nicht die Teuerung ausgeglichen bekommen, nicht den Verbraucherpreisindex und erst recht nicht die rundfunkspezifische Teuerung", sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm am Mittwoch in Hamburg zum Abschluss einer ARD-Intendantensitzung. "Ein Teuerungsausgleich ist notwendig, wenn die Qualität der Angebote nicht massiv leiden soll." Die Höhe des Rundfunkbeitrags ist bis 2020 auf monatlich 17,50 Euro pro Haushalt festgelegt. […]

Weiterlesen auf:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Rundfunkbeitrag-ARD-Intendanten-fuer-Teuerungsausgleich-4401667.html


Anmerkung:
Eine passende Antwort auf Wilhelms "Tränendrüsen-Leier" findet man u.a. hier:
Teuer für Konsumenten: Rundfunk-Gebühren steigen viel stärker als Verbraucherpreise vom 29.08.2018
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28578.0

Danke an User fox für den Hinweis.


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Offline skipper

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Re: ARD-Intendanten fordern mehr Geld
« Antwort #2 am: 18. April 2019, 09:57 »
 Und ich fordere die sofortige Einstellung der Rundfunkzwangsgebühren...


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Offline Nevrion

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Re: ARD-Intendanten fordern mehr Geld
« Antwort #3 am: 18. April 2019, 11:59 »
Welche Forderung ist eigentlich höherwertiger? Die der Nichtnutzer oder die der Intendanten? Dieses herum Gejammer dass der Laden vor die Hunde geht, wenn nicht bald mehr Geld kommt, kann ich nicht mehr hören. Immerhin haben sie bei der damaligen Rundfunkgebühr ja auch die Finanzierung hinbekommen und da haben noch weniger Leute eingezahlt, da es da noch geräteabhängig war.


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« Letzte Änderung: 18. April 2019, 12:58 von Bürger »

Offline ana

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Re: ARD-Intendanten fordern mehr Geld
« Antwort #4 am: 18. April 2019, 12:10 »
Der Artikel findet sich auch in den DWN (DeutscheWirtschaftsNachrichten) von heute.

Schade dass das immer so unkommentiert stehen bleibt. Da unterstützen die Nicht-örr-Medien die Forderungen der Intendanten ganz prima. Je öfter die Leute das lesen, umso mehr glauben sie diesen ganzen Sülz. Wo bleiben die Gegendarstellungen?

Grüße,
Ana


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Offline DumbTV

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Re: ARD-Intendanten fordern mehr Geld
« Antwort #5 am: 18. April 2019, 21:46 »
Ich zitiere an dieser Stelle einen Kommentar aus dem Forum von Heise zu deren Artikel. Lesenwert, da der Kommentar wichtige und interessante Fakten enthält.

Zitat von: citizen4
örR-Finanzen = Intransparenz/Halbwahrheiten/Framing/Propaganda in eigener Sache

Zitat
Die ARD-Intendanten verlangen eine angemessene Berücksichtigung des tatsächlichen Finanzbedarfs der Sender. "Wir haben seit 2009 bei den verwendbaren Mitteln, also bei den Beitragsgeldern, die wir echt verwenden dürfen, nicht die Teuerung ausgeglichen bekommen, nicht den Verbraucherpreisindex und erst recht nicht die rundfunkspezifische Teuerung", sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm

Einmal davon abgesehen, dass die KEF bereits unterschiedliche Preissteigerungs-Indizes für ihre Berechnungen verwendet, ist dennoch interessant, wie die Steigerung der Gesamteinnahmen des örR immer wieder ungenannt bleibt.

2011 - 7,53 Milliarden EUR
2012 - 7,49 Milliarden EUR


?--- Umstellungen auf den Rundfunkzwangsbeitrag
2013 - 7,68 Milliarden EUR
2014 - 8,32 Milliarden EUR
2015 - 8,13 Milliarden EUR


--- Senkung des Rundfunkbeitrags ab April 2015?, da offensichtlich wurde, dass die Umstellung auf den Rundfunkbeitrag in der Beitragsperiode 2013-2016 annähernd 2 Milliarden Euro (!) an Mehrerträgen ergeben wird. Die KEF forderte gar eine Absenkung auf 17,20 € > Die Ministerpräsidenten waren jedoch dagegen.
2016 - 7,98 Milliarden EUR
siehe Grafik bei statista.de:
https://de.statista.com/infografik/2284/einnahmen-der-oeffentlich-rechtlichen-sender-durch-den-rundfunkbeitrag/

Hinzu kommen weitere Einnahmen (Werbung, Produktplatzierung, Immobilien, Aktienerträge,...) von ca. 1,4 Milliarden Euro jährlich.

Zitat
Für den Zeitraum von 2017-2020 werden von der KEF Mehreinnahmen von über 500 Millionen geschätzt

siehe Berichte der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten)
https://kef-online.de/de/berichte/

Focus Money schreibt:
Zitat
Die allgemeinen Verbraucherpreise haben seit 1995 um knapp 36 Prozent zugelegt, wie das Vergleichsportal Warenvergleich.de herausgefunden hat. Im Gegensatz dazu kletterte der Rundfunkbeitrag - früher GEZ-Beitrag – um gut 70 Prozent. Damit liegt dessen Steigerung doppelt so hoch: „Die Rundfunkgebühren haben 1,96 mal stärker zugenommen als die Inflationsrate“,heißt es in der Untersuchung.

https://www.focus.de/finanzen/boerse/studie-ermittelt-rundfunk-gebuehren-steigen-viel-staerker-als-verbraucherpreise_id_9492102.html

Auf der anderen Seite verpulvern einige Rundfunkanstalten gerade Millionen in teure Neubauten Medienzentren:

SWR (vorerst 50 Mio. €):
http://www.produzentenallianz.de/presseschau/einzelansicht/article/swr-medienzentrum-neubau-fuer-50-statt-35-mio-euro.html
oder auch
https://www.dwdl.de/nachrichten/48099/swr_laesst_sich_neubauten_deutlich_mehr_kosten/

NDR (vorerst 58 Mio.€):
https://www.eimsbuetteler-nachrichten.de/asbestverseuchtes-ndr-hochhaus-wird-abgerissen/

Ach, und Schlitzohr Kaiser Wilhelms Bayerischer Rundfunk:

Zitat
In dem bisher unveröffentlichten Bericht, der der "Bild"-Zeitung nach eigenen Aussagen vorliegt, rügt die KEF unter anderem den Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm: Dieser habe für den Neubau eines Medienkomplexes einen Kredit von 200 Millionen Euro aufgenommen – obwohl er nur 160 Millionen Euro benötigt hätte.
In der Sprache der Prüfkommission heißt das laut "Bild": "Der BR hat sich einen kreditfinanzierten Liquiditätsspielraum ohne erneute Anmeldung und Prüfung durch die Kommission verschafft." Aus diesem Grund kürze die Gebühren-Kommission dem Bayerischen Rundfunk den Finanzbedarf um 40 Millionen Euro.

http://www.chip.de/news/Schwere-Vorwuerfe-gegen-die-ARD-Sind-Gebuehrenzahler-wissentlich-betrogen-worden_134258076.html

Heftige Kritik kommt von den Landesrechnungshöfen, wenn sie denn schon einmal kontrollieren dürfen, was eher sehr selten vorkommt.
Beispiel: Berliner Rechnungshof zum rbb:

Zitat
Allerdings verdienen die Angestellten in einigen Sendern wesentlich mehr als in den Ländern. Und: der Abstand wächst. So stellt der Rechnungshof Berlin in seinem Jahresbericht 2018 fest, dass zum Januar 2018 die niedrigsten Anfangsvergütungen bei 1.707,44 Euro (Land Berlin) und 2.106 Euro (RBB) lagen. Die höchstmöglichen Vergütungen lagen bei 6.274,21 Euro (Land Berlin) und 10.329 Euro (RBB).

    Bei den höchsten Vergütungsgruppen differierte die mögliche Endvergütung um mehr als 4.000 Euro. Im Oktober 2016 betrug diese Differenz mehr als 3.300 Euro. Sie ist also um über 700 Euro gestiegen – in zwei Jahren. In der niedrigsten Vergütungsgruppe ist die Differenz um über 100 Euro von fast 200 Euro auf über 300 Euro gestiegen.

https://www.berlin.de/rechnungshof/aktuelles/veroeffentlichungen/artikel.357519.php

Nett auch dies hier:
"Kostenbewusste" Hauptversammlung - RBB lädt die ARD ins „Waldorf Astoria“
https://www.tagesspiegel.de/medien/kostenbewusste-hauptversammlung-rbb-laedt-die-ard-ins-waldorf-astoria/23029688.html
Die Antwort Kaiser Wilhelms auf die Nachfrage eines kritischen Journalisten kann man hier nachlesen:
http://www.planet-interview.de/interviews/gewaehrleistung-von-vielfalt/50490/

Nicht zu vergessen der Verlust von 200 Millionen Euro durch das vom Bayerischen Rundfunk geführte/kontrollierte Institut für Rundfunktechnik (IRT)
https://www.film-tv-video.de/business/2018/05/28/irt-finanzskandal-unter-den-teppich-damit/
oder auch: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/patentrechtsstreit-beim-irt-mangel-an-beweisen-16078730.html

Die Liste könnte man beliebig weiterführen....

Was Wilhelm hier betreibt, ist nichts anderes als übelste Propaganda in eigener Sache:
Aus Chomskys Strategien zur Manipulation:

Zitat
5 – Sprich zur Masse, wie zu kleinen Kindern
Die Mehrheit der Inhalte gerichtet an die öffentliche Meinung missbraucht die Art der Verkündung, durch Argumente oder sogar durch einen gönnerhaften Ton, den man normalerweise in einer Unterhaltung mit Kindern oder geistig behinderten Menschen verwendet. Je mehr man seinem Gesprächspartner das Bild vor Augen vernebeln will, umso lieber greift man auf diese Technik zurück. Warum? Wenn du zu einer Person sprichst, als ob sie 12 Jahre alt wäre, dann, aus dem Grund der Suggestion, wird mit höchster Wahrscheinlichkeit jene Person kritiklos reagieren oder antworten, als ob sie tatsächlich 12 Jahre alt wäre.
6 – Konzentriere dich auf Emotionen und nicht auf Reflexion
Der Missbrauch des emotionalen Aspektes ist die klassische Technik, das Ziel habend, eine rationale Analyse und den gesunden Menschenverstand eines Individuums zu umgehen. Darüber hinaus öffnet eine emotionale Rede Tür und Tor, Ideolgie, Bedürfnisse, Ängste und Unruhen, Impulse und bestimmte Verhaltensweisen im Unterbewusstsein zu initiieren./quote]

https://dieter-broers.de/10-strategien-die-gesellschaft-zu-manipulieren/

Literaturtipp zum Thema öffentlich rechtlicher Rundfunk und ihrem verantwortungslosen Umgang mit Gebühren-/Beitragsgeldern (wenn auch schon etwas älter - ich glaube von 2012 - immer noch aktuell):
Hans-Peter Siebenhaar - Die Nimmersatten

Quelle: https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Rundfunkbeitrag-ARD-Intendanten-fuer-Teuerungsausgleich/oerR-Finanzen-Intransparenz-Halbwahrheiten-Framing-Propaganda-in-eigener-Sache/posting-34347310/show/

Verschiedene der erwähnten (Presse-) Artikel sind auch hier im Forum in den Pressemeldungen zu finden und diskutiert.


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Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es sich ändert.
Aber ich weiß, dass es sich ändern muss, wenn es besser werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg

Gegner des "Rundfunkbeitrags" zieht vor den EGMR!
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=29234

Offline fox

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Re: ARD-Intendanten fordern mehr Geld
« Antwort #6 am: 18. April 2019, 21:54 »
Dazu fällt mir nur noch ein:

Das Geld wird von den ÖRR aktuell zum Fenster hinausgeworfen (oder auch verbrannt) damit die Forderung
nach noch mehr gerechtfertigt ist.
Nächstes Jahr werden sie jammern, weil sie so viel Miese machen, und daher ist eine Erhöhung unbedingt notwendig.  >:(


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