Autor Thema: Wieviel wäre euch eine Medienproduktionsfirma im Auftrag des Volkes wert?  (Gelesen 1853 mal)

Offline Norman

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Ein Gedankenspiel:

Person N stellt sich eine Medienproduktionsfirma als Start-up vor, welche im Auftrag des Volkes recherchieren und Beiträge erstellen soll. Der Gedanke ist folgender: Diese Firma ist unabhängig von ÖRR, Politik und Lobbyisten, weil sie direkt vom Volk bezahlt wird. Das Volk darf Themen auswählen. Innerhalb einer App wird abgestimmt. Das Ergebnis wird auf der Internetseite der Medienproduktionsfirma gezeigt. Danach macht man sich in der Firma an die Arbeit, recherchiert, schickt Drehteams los und sieht zu, dass die Wahrheit über die gewünschten Themen gezeigt wird. Weil das Volk der direkte "Auftraggeber" ist, bezahlen die Abonnenten dieser Firma diese direkt, damit sie ihre Arbeit für das Volk machen kann. Parteien, Lobbyisten, Firmen, ÖRR, usw dürfen keinen Einfluss auf diese Firma haben. Braucht die Firma auch nicht, weil sie aufgrund der Bezahlung durch die Abonnenten auch finanziell unabhängig ist und damit unabhängig und neutral arbeiten kann. Auf der Internetseite dieser Firma würde es zu jedem Beitrag einen Statusbericht geben, damit das Volk sehen kann, dass da auch wirklich gearbeitet wird.

Frage an euch:

Wieviel wäre euch eine solche Art der Berichterstattung pro Monat wert?

Stellt euch vor, ihr hättet eine App dieser Firma, mit der ihr per Log-In Zugriff auf alle Beiträge dieser Firma hättet. Dies würde nur für Leute gelten, die diese Firma monatlich per Abo mit finanzieren. Leute, die diese Firma nicht per Abo finanzieren, könnten sich nicht einloggen. Man müsste also dafür bezahlen, damit man auch von dieser Medienfirma als Beauftragte des Volkes profitieren könnte. Wäre also so etwas wie "Pay TV". Wer die Sachen nicht sehen will, muss auch nicht dafür bezahlen. Wer die Sachen sehen will und informiert werden will, bezahlt etwas.

Was wäre euch so etwas monatlich wert?
Reines Gedankenspiel.
Von 1 Euro bis Summe X pro Monat könnt ihr frei entscheiden.
Was würdet ihr für ein solches Angebot zahlen wollen?


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« Letzte Änderung: 12. Februar 2019, 15:17 von Bürger »

Offline huppi

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Tja, die Idee finde ich persönlich gar nicht schlecht allerdings stellt sich mir dann die grundlegende Frage ob es sich um eine wirklich freie Berichterstattung handelt oder nicht?!? Denn wenn man Nachrichten (egal ob privat Sender oderr ÖR) hier bei uns konsumiert wird man schnell feststellen damit es sich dabei überwiegend um einseitige Berichterstattung handelt. Sollte jemand z.B. in den USA oder Russland Nachrichten schauen (was Europa betrifft) wird er bestimmt schnell einige Ungereimtheiten feststellen :-X Woher soll man wissen was wahr ist oder ist nur wahr was durch Zwang finanziert wird ?!? ;)


Edit "Bürger":
Bitte hier wie überall im Forum keine abschweifenden und/oder allgemeinen Diskussionen, sondern bitte
eng und zielgerichtet am eigentlichen Kern-Thema/ der Fragestellung des Einstiegsbeitrags bleiben, welche/s da lautet
Wieviel wäre euch eine Medienproduktionsfirma im Auftrag des Volkes wert?
Die Moderation/ Löschung des Beitrags bleibt vorbehalten.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 12. Februar 2019, 15:19 von Bürger »

Offline Norman

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Das Prinzip wäre, dass diese Berichterstattung für Leute wäre, die es freiwillig mit einem Betrag unterstützen. So wäre man z.B. nicht auf Spenden angewiesen. Es wäre eine monatliche Finanzierung da, um für die Abonnementen Berichterstattungen zu liefern. Die Abonnementen wären quasi der Souverän. Sie würden angeben, was sie gerne wissen würden. Die Drehteams würden dann nach zuvor betriebener Recherche losziehen und möglichst genaue Antworten für die Abonnementen suchen. Da Bürger aus der Bevölkerung als zahlende Abonnementen die Auftraggeber wären und die in dieser Firma angestellten Medienleute von den Bürgern bezahlt werden würden, könnten es sich die Medienleute leisten, neutral und wahrheitsgemäß zu berichten, weil sonst niemand von außen Geld und Finger im Spiel hat. Ein Abo wäre kein Zwang. Es wäre freiwillig. Die Abonnementen würden quasi die Dienstleistung "Neutrale und sachliche Berichterstattung über gesellschaftsrelevante Themen ihrer Wahl" abonnieren.

Der wichtigste Punkt wäre der, dass die Leute in dieser Firma selbst politisch und religiös neutral wären, keiner Partei angehören und bei Erklärvideos, Dokus und Berichten die Themen so allumfassend und sachlich im Blick hätten wie es geht.

Fühlt euch frei und nennt einfach ein paar Zahlen, was euch so etwas pro Monat wert wäre. Von 1 Euro bis x Euro ist alles möglich.


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« Letzte Änderung: 12. Februar 2019, 16:28 von Norman »

Offline Bürger

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Mein salomonischer "Beitrag" auf die Frage
Wieviel wäre euch eine Medienproduktionsfirma im Auftrag des Volkes wert?:

Vielleicht wäre sie mir sogar 17,50€/mtl. wert...
...vielleicht aber auch nicht ;)

PS: Das Finanzierungskonzept hat auch Ähnlichkeiten mit einer Art mitgliederbasierten Genossenschaft.
Aber auch dies sollte hier im Thread bitte nicht weiter thematisiert werden.


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Offline Nichtgucker

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Ich glaube nicht, dass es eine neutrale Berichterstattung geben kann. Die diesbezüglich aufgestellten Kriterien des Bundesverfassungsgerichtes für den angeblichen Vorteil des ÖRR sind Therorien, die in der Praxis nicht umsetzbar sind. Bereits die Auswahl von Fotos, Interviewpartnern, Fragestellungen, Adjektiven, Adverben, Sendeplätzen und Sendezeiten setzen Gewichtungen aus Sicht des jeweiligen Entscheiders. Einfaches Beispiel: Für den einen ist das Glas halb voll, für den anderen ist es halb leer.

In diesem Punkt stimme ich Anja Reschke, Leiterin Innenpolitik des NDR, zu:

Anja Reschke (NDR): Die fixe Idee der neutralen Berichterstattung halte ich für absurd
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29333.msg


Wichtig ist es daher, dass sich der Bürger aus mehreren Quellen informiert und am Besten die Urquelle heranszieht (z.B. , Parteiprogramme und Originalreden anstatt politische Reportagen, Kommentare und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate)


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« Letzte Änderung: 12. Februar 2019, 17:19 von Nichtgucker »

Offline pinguin

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Zum Titel direkt:
Zitat
Wieviel wäre euch eine Medienproduktionsfirma im Auftrag des Volkes wert?
Auf Basis einer Zwangsfinanzierung und ohne konsequente Einhaltung der EMRK hinsichtlich der Nichteinmischung des Staates und seiner Organe in das individuelle Medienverhalten der Bürger nicht 1 Cent.


Edit "Bürger":
Bitte den Einstiegsbeitrag beachten - dort geht es um freiwillige Abonnenten!
Daher hier bitte keine Diskussion der Höhe einer Zwangsfinanzierung etc.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 12. Februar 2019, 17:27 von Bürger »
Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten hat den Rang eines Bundesgesetzes, (BVerfG - 2 BvR 1481/04 - Rn. 30), und bricht gemäß Art. 31 GG jede Art von Landesrecht, welches sich außerhalb der vom Bund gesetzten Norm bewegt, (BVerfG - 2 BvN 1/95 - Rn. 66).

Keine Unterstützung für jene, die sich über die Verfassung des Landes Brandenburg hinwegsetzen und/oder die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten mißachten.

Offline Norman

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Wichtig ist es daher, dass sich der Bürger aus mehreren Quellen informiert und am Besten die Urquelle heranszieht (z.B. , Parteiprogramme und Originalreden anstatt politische Reportagen, Kommentare und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate)

Kommentare seitens der Mitarbeiter würde es nicht geben. Die Mitarbeiter/-innen müssten auch ihre persönlichen Ansichten aus den Beiträgen heraushalten.

Als Grundlage für Berichte würden alle zur Verfügung stehenden oder zur Verfügung gestellten Originaldokumente, -reden, -informationen verwendet werden. Wenn etwas unbekannt wäre, würden die Mitarbeiter vor der Kamera klar sagen, dass über die betreffenden Sachen keine Informationen vorliegen.


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Offline Norman

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Auf Basis einer Zwangsfinanzierung und ohne konsequente Einhaltung der EMRK hinsichtlich der Nichteinmischung des Staates und seiner Organe in das individuelle Medienverhalten der Bürger nicht 1 Cent.

Die einzigen, die Einfluss in Form der Themenauswahl nehmen würden, wären die Abonnementen, also Leute aus dem Querschnitt der Gesellschaft. Sie wären die einzigen Geldgeber. Keine Werbung, keine Annahme von Geldern von Parteien, parteinahen Organisationen oder sonst wen. Keine Fördergelder vom Staat.


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« Letzte Änderung: 12. Februar 2019, 18:50 von Norman »

Offline ope23

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Sorry, dass ich hier reingrätsche... aber eigentlich gibt es schon das Crowdfunding. Wird (gerade) auch von Filmprojekten praktiziert. Oder eine Genossenschaft/ein Verein betreibt einen Sender und macht hierfür die wahrhaftigen Berichte.

Diese Medienproduktionsfirma macht also halt ein Volkscrowdfunding.

Unbearbeitet ist die Frage, wie denn die brisanten Filmchen wieder unters Volk gebracht werden sollen. Per TV, per Streaming, per Lichtspielhäusern wie in der "Wochenschau"-Zeit,...

Hm.


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Offline pinguin

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Die einzigen, die Einfluss in Form der Themenauswahl nehmen würden, wären die Abonnementen, also Leute aus dem Querschnitt der Gesellschaft. Sie wären die einzigen Geldgeber. Keine Werbung, keine Annahme von Geldern von Parteien, parteinahen Organisationen oder sonst wen. Keine Fördergelder vom Staat.
Ok, hatte den Eingangsbeitrag nicht aufmerksam gelesen.

Es käme darauf an, wie das organisatorisch strukturiert ist und in welcher Rechtsform daherkommt; sinnvoll wäre hier wohl das Genossenschaftsmodell, weil ja alle mitreden dürfen, sollen, wollen?

Über Preise kann man dann reden, wenn eine grobe Übersicht darüber besteht, was man haben will und man sich realistisch damit beschäftigt hat, zu welchen Konditionen dieses am Markt erhältlich ist, ohne jene unterzubuttern, die es erschaffen.


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Offline fahrer

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Offline Norman

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Diese Medienproduktionsfirma macht also halt ein Volkscrowdfunding.

Nein, kein Crowdfunding (also keine einmalige Finanzierung), sondern ein Abo-Modell, bei dem jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin den gleichen monatlichen Betrag zahlt. Alle würden gleich behandelt werden. Er sollte auch noch nicht mal hoch angesetzt sein, damit auch Leute mit wenig Geld (z.B. bei Hartz IV) demokratisch mit bestimmen könnten, welche Themen bearbeitet werden, so dass sie auch an diesem Prozess teilhaben könnten und aufgrund ihres wenigen Geldes nicht ausgeschlossen werden wären.

Nur ganz grob geschildert, dass man per Abo Zugang zu den Medieninhalten erhalten würde. In welcher technischen Form sei jetzt mal egal. Der Gedanke ist der, dass der monatliche Abo-Preis nicht wirklich hoch wäre, so dass die Masse der Leute das Ganze im Laufe der Zeit dauerhaft finanzierbar machen würde.

Das Modell hat Person N nun ausführlich genug dargestellt. Bitte daher keine Fragen oder Bedenken mehr zur technischen Umsetzung. Stellt euch einfach vor, dass diese erledigt wäre und es losgehen könnte.

Daher die Frage noch einmal...

Wieviel Euro pro Monat wäre ein Betrag, wo ihr sagen würdet:
"Okay, das habe ich für ein solches Angebot auch noch übrig. Da weiß ich wenigstens, dass ich sauber recherchierte Infos (mit Nachweisen, z.B. zum Download) kriege, ohne dass die Politik oder sonstwer ihre Finger mit im Spiel hat!" ?

Bitte ab jetzt nur noch Zahlen nennen. Danke!   :)


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« Letzte Änderung: 16. Februar 2019, 02:25 von Bürger »

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