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Autor Thema: Begabungsreserve des öffentlich-rechtlichen Rundfunks liegt im Hörfunk  (Gelesen 2662 mal)

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    • Protest + Widerstand gegen ARD, ZDF, GEZ, KEF, ÖRR, Rundfunkgebühren, Rundfunkbeitrag, Rundfunkstaatsvertrag:
Produzentenallianz, 14.02.2019
Alexander Kluge: Die Begabungsreserve des öffentlich-rechtlichen Rundfunks liegt im Hörfunk – Vor allem muss man das Selbstbewusstsein der Produktionssphäre aufrechterhalten

Zitat
„Auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind die wichtigsten Begabungen aus dem Hörfunk gekommen: Günther Jauch, Thomas Gottschalk . . . Die Radiomoderatoren haben eine große Nähe zu dem, was in den Menschen immer gegenwärtig ist. Das ist Mündlichkeit und das Hören. Das Ohr unterscheidet besser, wem ich vertrauen kann, als das Auge, das sich durch Werbung schneller täuschen lässt. Die Begabungsreserve liegt im Hörfunk.“
[...]

weiterlesen unter
https://www.produzentenallianz.de/beitraege/presseschau/alexander-kluge-die-begabungsreserve-des-oeffentlich-rechtlichen-rundfunks-liegt-im-hoerfunk-vor-allem-muss-man-das-selbstbewusstsein-der-produktionssphaere-aufrechterhalten/


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m
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  • Murks? Nein danke!
Für Alexander Kluge ist das Samstagsprogramm des deutschen örR eine "Affenschande". Offenbar sind sie nicht vermarktungsfähig.

Zitat
„Die versammelten Samstagsprogramme des deutschen Fernsehens sind international nicht konkurrenzfähig. Man kann sie in keinem anderen Land vorführen, das ist für gebührenfinanziertes Fernsehen eine Affenschande.“
Quelle: im Einstiegsbeitrag verlinkter Artikel

Trotzdem hält er an der althergebrachten Sichtweise in nahezu kindlicher Träumerei fest. Für ihn ist Fernsehen und auch Rundfunk nicht obsolet.

Zitat
„Weil es im Netz keine zentrale Stelle gibt, geht man zu dem gemeinsamen Ort, das ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Das ist ein hohes Gut, man hat ein Vertrauensverhältnis zu den Leitmedien.“
Quelle: im Einstiegsbeitrag verlinkter Artikel

Dass er den Hörfunk als Quelle für den Nachwuchs sieht, läßt mich schmunzeln, denn ich glaube, dass der Rundfunk in keiner Beziehung mehr zur jungen Generation steht.

Eine Möglichkeit, Nachwuchs für staatlich organisierte Medienveranstaltungen zu gewinnen, besteht wohl darin, die mit der Rundfunkfreiheit verbundenen staatlichen Zwänge auf eine generelle Medienfreiheit zu übertragen. Dann fänden sich garantiert auch Nachwuchskräfte, die in üppig finanzierten Strukturen Must-Be-Found-Beiträge produzieren.


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 26. Februar 2019, 20:21 von Bürger«

c
  • Beiträge: 873
Na wenn die "Begabungsreserve" im Hörfunk liegt, dann fangen wir doch einfach damit an, dass sie sich darauf konzentrieren.

TV wird privatisiert und Hörfunk darf der ÖRR werbefinanziert weiter machen.

Die Welt könnte so einfach sein..


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    • Mein Kampf gegen die Zwangskassen-Stasi
"Begabungsreserve" hört sich nach "Wunderwaffe" an. Oder nach "Volkssturm". Oder schlicht nach Tanz-Deinen-Namen-Und-Sing-Rama-Dama-Ding-Dong-Hare-Krischna-Versagern. Wenn diese Reserve etwas könnte, wäre sie längst aktiv geworden...

Und wenn das die Lösung sein soll, dann will ich mein Problem zurück!


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Ein Redakteur des ÖRR hat unbestritten die Fähigkeit, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Diese Fähigkeit nutzt er dazu, seinen ÖRR ausschließlich die Spreu senden zu lassen.

Wer glaubt, dass der ÖRR verfassungskonform gelebt wird, glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

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    • Mein Kampf gegen die Zwangskassen-Stasi
Hörfunk hat - unabhängig davon, ob einer zuhört - folgenden Vorteil: Man muss / kann sich das Elend nicht mehr anschauen.


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o
  • Beiträge: 1.312
Die Begabungsreserve im ör Hörfunk kommt daher, dass Studenten und Praktikanten (der Journalistik) dort noch ein gutes Volontariat bekommen, mit dem sie sich auch anderswo bewerben können. Wer aber beim Fernsehen anfängt, hat schon verloren und wird von keiner Zeitung mehr genommen.


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  • Beiträge: 237
  • Murks? Nein danke!
Wo ist unsere Begabungsreserve? Welche Karrierepfade schlagen unsere Frischlinge ein?

Ich habe das Gefühl, dass wir das Wort "Journalismus" aus vielen aktuellen Ausbildungsangeboten streichen sollten. "Journalismus, Medien, Marketing und PR" in einen Topf zu werfen, halte ich für frevelhaft. Wenn ich mich zum PR-Agenten ausbilde oder als solcher tätig werde, verdiene ich die Bezeichnung "Journalist" nicht.

Das Gelöbnis des Journalisten wurde vom BVerfG so verfaßt -  "Gelöbnis d. J." steht da nicht wort-wörtlich, das denken wir als an den Rand Geschriebenes hinzu, extrahieren das Wesentliche und setzen zusammen:

Zitat von: Gelöbnis des Journalisten gemäß BVerfG v. 18.7.2018 Rn. 80
Ich gelobe,

durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen

die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen.

Marketing und Public Relations - das ist hinterlistig-klug geführte Lüge, Verzerrung der Wirklichkeit, ins rechte Licht setzen. Ein Journalist, der sich dafür hergibt, ist in Ausübung einer PR-Tat kein Journalist. Das trifft für ARD-Aktuell-Mitarbeiter, die einer Sprachregelung unterworfen sind, ebenso zu, wie für potentielle, aktuelle oder ehemalige Bundespressesprecher. Wessen PR machen die?

Aber es muss doch echte Journalisten geben? Solche, die geloben würden.

Ich habe gestern gelernt, dass es in Leipzig eine ähnliche Ausbildungsstätte wie in München gibt. Anstatt jedoch von der kath. Kirche finanziert, öffnet die 2008 gegründete Medienstiftung der Sparkasse Leipzig die Schatulle. Vorsitzender des Stifungsrates ist der Oberbürgermeister, Bettina Schausten (ZDF) ist Stiftungsratsmitglied und der Fernsehdirektor des mdr ist im Vorstand. Die Leipzig School of Media ist eine gemeinnützige GmbH.
leipzigschoolofmedia.de

Angeboten werden berufsbegleitende Studiengänge: im Bereich Unternehmensmedien (Master of Arts), im Bereich Digitale Medien (Master of Science), im Bereich Marketing (Master of Science) und New Media Journalism (Master of Arts). Und was kommt dabei heraus? Wie unterscheiden sich die Absolventen von ihren kath. Kollegen? Wer ist einbettungsfähiger? Wer deckt Skandale in der Kirche auf? Oder in der Partei des Bürgermeisters? Wer bricht das Schweigegelübde des Hintergrundgesprächszirkels?

Bilden wir überhaupt Journalisten aus? Oder nicht einfach nur PR-Agenten? Würden wir ihnen das Gelöbnis abnehmen? Und wer, wenn nicht wir, hat ein Anrecht darauf, Journalisten direkt selbst zu unterstützen?

Haben wir ein Anrecht darauf, dass der örR frei ist von Wirklichkeitsverzerrern? Ist die verzerrte Darstellung der Wirklichkeit der den Rundfunkbeitrag rechtfertigende Vorteil? Wen könnte man dazu befragen? Und wer würde das beurteilen?

Was befreit uns von dem Zwang, die Framing-, Nudging- und PR-Wahnsinnigen aushalten zu müssen? Wer wirft die Krimi-, Schund- und Groschenroman-Autoren aus der Zwangsalimentierung? Wie werden wir die eingebetteten Berichterstatter los? Die privaten Firmengeflechte? Die obszönen Pensionsforderungen? Wann verabschieden wir uns von der relotiösen Idee, mit Fiktion die Wirklichkeit abzubilden? Wann kracht das krasse Kartenhaus zusammen?


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 28. Februar 2019, 14:21 von Bürger«

 
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