Autor Thema: Begründung Zwangsabgaben und besonders TV-Programm  (Gelesen 331 mal)

Offline advexx

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 2
Begründung Zwangsabgaben und besonders TV-Programm
« am: 08. Januar 2019, 15:13 »
Hallo Zusammen,

Ich  hoffe mein Beitrag ist an dieser stelle richtig, ansonsten Entschuldigung dafür.

Seit Jahren rege ich mich schon, wie vermutlich die meisten hier, über die GEZ auf.
Ich kann nicht nachvollziehen warum und mit welcher Begründung es diese Zwangsabgaben gibt.

Man liest überall etwas von unabhängigen Medien, dass reicht mir aber nicht als Begründung.

Meine Meinung:
Ich finde die Zwangsgebühr nicht grundsätzlich schlecht. Halte es schon für wichtig, dass es so etwas wie unabhängige Medien gibt. Diese Medien sollten aber nur Bildungs-TV senden (Doku, Nachrichten, Polittalk und von aus auch noch Kochshows o.ä.) 
Mein Problem an der Sache ist, dass viel im Programm zur Unterhaltung-TV (Filme und Serien) und das es zudem das teuerste am ganzen Programm ist.

Habe mir gerade mal das Tagesprogramm von ARD und ZDF angeschaut und es sind je ca. 10h (42%) nur Serien und Filme. In der Primetime von 20 - 0 Uhr sogar 75%.

Man braucht doch keine unabhängige Medien um irgendwelche Filme zu sehen, sondern wenn um sich eine unabhängige Meinung über WICHTIGE Themen in der Welt zu machen.

Also wie begründet man das ganze? Wie kann man dazu gezwungen werden Till Schweiger und Co mitzufinanzieren?

Hoffe mir kann einer das im normalen Deutsch erklären, quasi für dummies ;)

Danke vorab

freundlichen Gruss,
advexx


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln


Offline NichtzahlerKa

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 489
Re: Begründung Zwangsabgaben und besonders TV-Programm
« Antwort #1 am: 08. Januar 2019, 16:00 »
Erstmal willkommen im Forum der Erleuchteten.  :laugh:
Du kannst die Suchfunktion im Forum nutzen, um Artikel über den Aspekt  "Unterhaltung" zu finden. Insbesondere sammeln wir auch fleißig das Lobbygeschwafel der Rundfunkprofiteure.
Beispielsweise hier:
Produzentenallianz: "Unterhaltung muss Kernelement bleiben"
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29096.msg182622.html#msg182622

Um die Frage zu beantworten. Es steht so im Gesetz. Im Staatsvertrag über Rundfunk im vereinten Deutschland [...]
§11 Auftrag
Zitat
[...]
Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.
Dass von den 4-5 Punkten, die im Gesetz genannt sind, die Unterhaltung 95% der Kosten verursacht, wird mit der NarrenRundfunk-Freiheit begründet. Die dürfen also senden was sie wollen und nicht was der Staat ihnen aufträgt.
Erste Maßnahme:
Zahlung einstellen.
Zweite Maßnahme: Sich hier informieren und ggf. nach dem weiteren Vorgehen fragen. ;)

Ehrlich gesagt gibt es aber keinen "Grund" wieso Unterhaltung zwangsfinanziert sein muss oder darf. Unterhaltung zeichnet sich im Gegensatz zum Journalismus und Werbung dadurch aus, dass der Empfänger bei entsprechender Qualität freiwillig bereit ist die Herstellungskosten zu tragen.


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln


Offline advexx

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 2
Re: Begründung Zwangsabgaben und besonders TV-Programm
« Antwort #2 am: 08. Januar 2019, 16:58 »
Danke für deine Antwort.

Hat mir sehr geholfen. Die Zahlungen habe ich schon vor Jahren eingestellt. Leider kam nach einiger Zeit eine Brief direkt von der Stadt mit einer Forderung von 600€, die habe ich dann auch beglichen. Seitdem (2-3 Jahre) Zahle ich nicht mehr und habe auch bis auf den ersten Brief nie wieder etwas bekommen.

"Leider" habe ich seit Anfang des lezten Jahres einen neuen Mitbewohner, der wiederum jetzt von der GEZ belästigt wird. Nach dem Motto: Reagiert der Eine nicht dann ganz bestimmt der Andere bzw. das schwächste Glied in der Kette suchen.
Er öffnet allerdings nichteinmal die Briefe ;).

Was für möglichkeiten hat man denn überhaupt? Gefühlt keine!
Bisher habe ich mein Zahlen als "teuren, nicht-zu-gewinnenden aber nötigen Protest" angesehen. Aber das du von Möglichkeiten sprichst lässt mich hoffen.

Du sprichst von 95% der Kosten für Unterhaltung.

Woher hast du die Zahl? Versuche es zu googlen allerdings finde ich nur Bruchstücke und keine Verwertbare Zahl.


Lieben Gruss,
advexx


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln


Offline NichtzahlerKa

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 489
Re: Begründung Zwangsabgaben und besonders TV-Programm
« Antwort #3 am: 08. Januar 2019, 18:28 »
Für Informationen zum Widerstand wäre es das Beste mal zu einem lokalen Stammtisch zu gehen, da es auch von den lokalen Gerichten und Rundfunkanstalten abhängen kann. Briefe nicht öffnen ist keine gute Idee, weil die dann rechtskräftig werden. Da gibt es bessere Methoden mit unerwünschter Werbung umzugehen...
Den Stammtisch deines Vertrauens findest Du oben im Kalender.

Die Zahlen sind natürlich sehr strittig. Der Rundfunk wird Schlager für Kultur oder sowas halten. Ich sehe das etwas enger. Arte, Pheonix, 3sat und Tageschau24 kosten zusammen vielleicht mal einen Euro pro Monat. Dann wäre man bei 5%.
Ansonsten kann man sich die Berichte der KEF durchlesen.
z.B. diesen hier:
https://kef-online.de/fileadmin/KEF/Dateien/Berichte/20._Bericht.pdf
Wenn man von oben durchscrollt, kommen irgendwann so Bilderchen mit Kreisen, die die Kosten darstellen. Natürlich sind das die Kategorien der Sender (ich halte Talkshows eher für Unterhaltung), aber man sieht ja etwa was was kostet. Sport, Spielfilm, Unterhaltung, Fernsehspiel, Familie ist alles Unterhaltung, Musik und Politik ist mal mindestens zu 70% der Kosten Unterhaltung. Da bleibt dann nicht mehr viel...


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln


Tags: