Autor Thema: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern  (Gelesen 2046 mal)

Offline ChrisLPZ

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Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« am: 05. August 2018, 12:26 »

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Tagesspiegel, 05.08.2018

Vorsitzender Ulrich Wilhelm
Ja, die ARD muss sich ändern

Der Auftrag, Angebote für die ganze Gesellschaft zu machen, bleibt aktuell. Denn es ist schädlich, wenn jeder in seiner eigenen Welt lebt. Doch wir müssen auch selbstkritisch und sparsam sein.

Ein Gastbeitrag von Ulrich Wilhelm

Zitat
In vielen Ländern Europas wird derzeit kontrovers über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutiert – vielfach mit hohem Lärmpegel und Angriffen vor allem radikaler Parteien.

Doch es gibt auch viele Stimmen, die sich differenziert und konstruktiv in die gesellschaftliche Diskussion einbringen. Darüber bin ich als ARD-Vorsitzender sehr froh. Denn auch hierzulande können wir uns einer leidenschaftlichen, aber zugleich sachorientierten Debatte über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit guten Argumenten stellen.

Als ARD geht es uns um den Erhalt gesellschaftlicher Relevanz, nicht um Besitzstandswahrung oder wie in den 1990er Jahren um ein Ausweiten des Programmangebots. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sieht heute anders aus als noch vor zehn Jahren und kann es sich auch in Zukunft nicht leisten, in seinen Reform- und Sparbemühungen nachzulassen. Und wir werden im digitalen Wandel besonders innovativ sein und unsere Strukturen und Angebote immer wieder anpassen müssen.
Öffentliche Güter lassen sich nicht nach rein ökonomischen Kriterien bemessen. Wer die Debatte nur auf die Höhe des Rundfunkbeitrags reduziert oder die Frage, ob es „nicht billiger geht“, der lässt die Kernfrage nach dem gesellschaftlichen Wert des Rundfunks außer Acht. […]

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/medien/vorsitzender-ulrich-wilhelm-ja-die-ard-muss-sich-aendern/22880830.html


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Offline Bürger

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #1 am: 05. August 2018, 13:15 »
Zitat
Als ARD geht es uns um den Erhalt gesellschaftlicher Relevanz, nicht um Besitzstandswahrung oder wie in den 1990er Jahren um ein Ausweiten des Programmangebots.
Quelle: im Einstiegsbeitrag verlinkter "Gast-"=PR-/Werbe-Artikel

Also, dass es "nicht um Besitzstandswahrung" gehe, ist natürlich zunächst erst einmal nur eine reine, unbelegte Behauptung des jetzigen "staatsunabhängigen" BR-Intendanten und ARD-Vorsitzenden und unmittelbar davor
"Chefs des Bundespresseamts und Regierungssprechers der Bundesregierung für das Kabinett Merkel I und Merkel II".
Quelle: Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Wilhelm


Interessant aber dann auch der zweite Teil:
Zitat
Als ARD geht es uns um den Erhalt gesellschaftlicher Relevanz, nicht [...] wie in den 1990er Jahren um ein Ausweiten des Programmangebots.
Das dürfte dann wohl als offizielles Statement gelten, dass es der ARD
"in den 1990er Jahren um ein Ausweiten des Programmangebots" ging...
...dessen exorbitante Bürde nun heute für genau die Besitzstandswahrung seitens ARD-ZDF-GEZ sorgt, welche Wilhelm - vollkommen unbelegt - abzustreiten versucht.

Sich-und-allen-anderen-die-Taschen-vollügender, scheinheiliger, Freud'scher Dummfang-Versprecher - oder so ähnlich...


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« Letzte Änderung: 05. August 2018, 14:18 von DumbTV »

Offline observer

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #2 am: 05. August 2018, 18:26 »
Zitat von: U. Wilhelm
Die ARD allein erreicht jede Woche 94 Prozent der Menschen, und sie ist vom Gesetzgeber zur Unabhängigkeit und Objektivität verpflichtet.
"Unabhängigkeit" und "Objektivität", welche schon lange nicht mehr gegeben sind. Es gibt genügend Beispiele, Herr Wilhelm. Vielleicht Abends mal die Tagesschau einschalten und die schwarze CDU/CSU Brille vorher abnehmen. Ihr Programm ist meilenweit von gutem Journalismus entfernt.

Zitat von: U. Wilhelm
Bei den aktuellen Überlegungen im Länderkreis, den Auftrag für Sport und Unterhaltung einzuschränken, wäre diese Grenze meines Erachtens klar überschritten.
Natürlich, weil die Relevanz vom ÖRR sonst weiter schwindet. Einfache Rechnung: Ohne Sport und Unterhaltung fallen die Quoten für anschließende Sendungen. Der Kollege Bellut beim ZDF wird dieses Jahr ohne Champions League deutlich zu spüren bekommen, wenn das Heute-Journal nicht von Fußball begünstigt gute Quoten einfährt.

Weshalb der Tagesspiegel bei der "Charme-Offensive" von ARD und Herr Wilhelm mitmacht, verstehe ich nicht. Vermutlich wird es dafür gutes Geld geben oder eine andere Gefälligkeit wurde ausgemacht. Herr Wilhelm und alle Beteiligten könnten jedenfalls das Akzeptanzproblem leicht lösen:
Fiinanzierung aus freien Spenden. Keiner würde zur Zahlung gezwungen und die Akzeptanz wäre bei 100%. Möglicherweise kommen dann allerdings keine 8 Mrd. € durch die Demokratiesteuer mehr rein. ;)


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« Letzte Änderung: 05. August 2018, 18:49 von Bürger »
Ich konsumiere nicht, ergo bezahle ich auch nicht. --> seit 2008 rundfunklos glücklich und noch nie bezahlt.

Offline pinguin

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #3 am: 05. August 2018, 19:32 »
Zitat von: U. Wilhelm
Die ARD allein erreicht jede Woche 94 Prozent der Menschen [...]
Sicherlich Fake-News; er meint eher 94 Prozent der Rundfunknutzer?

Wo ist eigentlich die Nicht-ARD-eigene Studie, die dergleichen belegt?


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« Letzte Änderung: 06. August 2018, 13:16 von DumbTV »
Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten hat den Rang eines Bundesgesetzes, (BVerfG - 2 BvR 1481/04 - Rn. 30), und bricht gemäß Art. 31 GG jede Art von Landesrecht, welches sich außerhalb der vom Bund gesetzten Norm bewegt, (BVerfG - 2 BvN 1/95 - Rn. 66).

Keine Unterstützung für jene, die sich über die Verfassung des Landes Brandenburg hinwegsetzen und/oder die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten mißachten.

Offline marx

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #4 am: 05. August 2018, 20:30 »
Bemerkenswert, dass U. Wilhelm seinen gesetzlichen Auftrag rezitieren kann. Will er die ARD verändern?

Das BVerfG formuliert im Urteil vom 18.7.18:

Zitat von: RN80
„Der einzelne Nutzer muss die Verarbeitung und die massenmediale Bewertung übernehmen, die herkömmlich durch den Filter professioneller Selektionen und durch verantwortliches journalistisches Handeln erfolgt. Angesichts dieser Entwicklung wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden.“

Der Änderungsbedarf, der auf U. Wilhelm zu kommt, ist sehr hoch.

Die Produkte der ARD erfüllen nicht die vom Gericht formulierten Auflagen oder fallen sämtlich in Kategorien, in denen ein Überangebot herrscht.

Ich glaube nicht, dass U. Wilhelm den Willen hat, den Forderungen des Gerichtes zu folgen. Das zeigt die seinen Kritikern gegenüber ausgeübte langjährige Ignoranz, ja Arroganz.

Vom Bürger kann nicht verlangt werden, die defekten Produkte der ARD stets und ständig zu bewerten. Im Regelfall fällt ein verdorbenes Produkt aus dem Angebot der Möglichkeiten heraus. Solch ein zerstörtes Vertrauen läßt sich auch nicht wieder herstellen, da die Prämissen des aktuellen Systems nicht dafür Sorge tragen, dass die gesetzlichen Anforderungen und die vom Gericht formulierten Aufgaben auch erfüllt werden.

Dies dürfte aber nur die Nutzer interessieren.

Zitat von: Prof. Dr. Hubertus Gersdorf (Uni Leipzig), FAZ vom 2.8.18
Da der Einzelne zur Nutzung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht verpflichtet ist, kann er auch nicht mit einer Gegenleistungsabgabe (Rundfunkbeitrag) belastet werden, wenn er die korrespondierende Leistung (Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks) nicht in Anspruch nehmen möchte.

Greift der Gesetzgeber zum Zwecke der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur Vorzugslast, darf er nur diejenigen zur Zahlung verpflichten, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk empfangen wollen. Realisieren lässt sich die Differenzierung zwischen Empfangs- und Nicht-Empfangsbereiten durch Verschlüsselung der Sendesignale, ohne dass dadurch ein unverhältnismäßiger Verwaltungsaufwand entstünde.
Quelle: Artikel unter
Leben ohne Rundfunkgebühren: Muss das sein? Von Hubertus Gersdorf (Abo)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28344.0.html


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« Letzte Änderung: 05. August 2018, 21:05 von Bürger »

Offline Thejo

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #5 am: 08. August 2018, 18:14 »
Sicherlich Fake-News; er meint eher 94 Prozent der Rundfunknutzer?
Wo ist eigentlich die Nicht-ARD-eigene Studie, die dergleichen belegt?
Ich frage mich auch, für wie lange diese maßstablosen 94% pro Tag "erreicht" werden? Für 10 Sekunden? 10 Minuten? 1 Stunde? Würde mich nicht wundern, wenn die ihren "Empfang" auf einen statistischen Mobilgerätebesitz extrapoliert haben. (frei nach Pippi Langstrumpf...)


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« Letzte Änderung: 08. August 2018, 18:45 von Bürger »

Offline drboe

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #6 am: 08. August 2018, 20:10 »
Zitat von: dem großen Vorsitzenden Wilhelm
Information und Willensbildung müssen vor Manipulation geschützt sein. Dafür bringt der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Voraussetzungen mit.

Wilhelm formuliert ein Ziel und ein Versprechen, welches er weder erfüllen will noch kann. Denn wir leben in einer Gesellschaft, deren Protagonisten zwar vorgeben, dass diese offen und demokratisch ist, die in Wahrheit jedoch zu großen Teilen auf Propaganda und Manipulation basiert. In dieser Gesellschaft, laut der Kanzlerin eine "marktkonforme Demokratie" - also irgendetwas, nur keine Demokratie im Wortsinn - sind Leute wie Wilhelm allenfalls nützliche Idioten, ein Werkzeug, welches ideologisch korrekt funktioniert; gedacht und in seine Position eingesetzt diese Ideologie tagtäglich in die Köpfe der Masse zu hämmern, die Sinne und den Verstand der Rezipienten mit Bullshit zu verkleistern, so dafür sorgend, dass ja kein Gedanke Raum greifen kann, der die herrschende Ideologie in Frage stellt bzw. gar die Macht ihrer Profiteure gefährdet.

M. Boettcher


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Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

Offline NichtzahlerKa

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #7 am: 08. August 2018, 20:51 »
Zitat
Leute wie Wilhelm allenfalls nützliche Idioten
nenene, der ist Merkels Pressesprecher (nein keine Satire, wirklich wahr). Also mit Sicherheit kein nützlicher Idiot, sondern ein nützlicher Staatsfunker.
Edit: Aber im Grunde richtig, nur Wilhelm ist ein schlechtes Beispiel.


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Offline lex

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #8 am: 08. August 2018, 22:17 »
Zitat von: U. Wilhelm
Die ARD allein erreicht jede Woche 94 Prozent der Menschen [...]
Sicherlich Fake-News; er meint eher 94 Prozent der Rundfunknutzer?

Wo ist eigentlich die Nicht-ARD-eigene Studie, die dergleichen belegt?
Die erreichen schon jede Woche 94% der Menschen... belästigen sie mit Fake Bescheiden, lassen unschuldige Mitbürger inhaftieren... die haben ja auch viel Geld, damit sie das machen können. Und wen sie nicht erreichen, da erfragen sie das Einwohnermeldeamt und lassen sich weitere Adressen geben, damit sie munter fleißig aus- und erpressen können.

Aber Ernst beiseite.. ich arbeite ja in der Markt-Forschung und mir ist nicht eine Studie bekannt, wo die ARD und Co mehr als 10% Zuschauer hat (gemessen an der Bevölkerung, nicht unter TV Konsumenten).


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« Letzte Änderung: 09. August 2018, 00:43 von Bürger »

Offline NichtzahlerKa

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #9 am: 08. August 2018, 23:02 »
Zitat
Die ARD allein erreicht jede Woche 94 Prozent der Menschen.
Das ist natürlich völlig unseriös, absichtlich irreführend und definitiv nicht wahr.
Allein schon die Menschen im Urlaub, auf Geschäftsreise im Ausland oder auf der Intensivstation im Krankenhaus (etc. pp) sind, machen mehr als 6% aus. Wer es nicht glaubt kann es nachrechnen. 3 Wochen Urlaub sind etwa 6% des Jahres.
Man weiß ja wie solche Umfragen ablaufen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/manipulation-in-der-marktforschung-wie-umfragen-gefaelscht-werden-a-1190711.html
Dass man bei einer Zahl wie 94% nicht sofort stutzig wird, zeigt den Reifegrad des kritischen Denkens beim ÖR prächtig auf.
Zudem sind hier gewollte technische Mängel eingebaut:
94% der Menschen ist nicht dasselbe wie 94% der Menschen über 14 Jahre (Säuglinge nutzen den ÖR ja wohl nicht)
Desweiteren sind 94% der Leute die
1. tagsüber per Telefon erreichbar sind
2. mit den Heinis von solchen Umfragen sprechen wollen
3. von denen nach geheimen Kriterien zum Anrufen ausgesucht werden
kein Stück repräsentativ. Allein die Frage ist Schwachsinn. Kein Mensch weiß was der ARD-Verbund ist. Wer kann denn da die 80 Sender aufzählen? Wie stellt man bei einer solchen Frage überhaupt sicher, dass der Befragte weiß wovon man spricht?
Und wieso macht man die Umfrage im Winter? Deshalb?:
https://meedia.de/2018/08/01/die-tv-quoten-im-sommerloch-schlappe-zahlen-fuer-ard-und-zdf/
Kurzum: Alles absoluter Bullshit und wissenschaftlich nicht haltbar, selbst wenn die Umfrage entgegen aller Wahrscheinlichkeit nicht in großen Teilen erfunden wurde. Typisch für unsere "Außerordentliche Realitätsverzerrung Deutschland".

Edit: Und mit Beitragsgeldern finanziert...


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« Letzte Änderung: 09. August 2018, 00:44 von Bürger »

Offline Thejo

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #10 am: 08. August 2018, 23:16 »
Jupp, ich wusste, ich hab diese "wöchentlichen 94%" schon mal irgendwo gehört...

GfK-Studie: ARD-Medienverbund erreicht täglich über 80 Prozent der Bevölkerung
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,27139.0.html

Zitat
ARD-Akzeptanzstudie 2018:
https://www.ard.de/download/4787106/ARD_Akzeptanzstudie_2018.pdf

Wie viele Menschen erreicht der ARD-Medienverbund?
Gesamt-Reichweite ARD-Medienverbund* (Fernsehen, Hörfunk, Online) * Inkl. kooperierte Angebote gemeinsam mit dem ZDF bzw. weiteren öffentlich-rechtlichen Partnern: 3sat, arte, KiKA, Phoenix, FUNK

Basis: 1.502 Personen ab 14 Jahren in Deutschland
Quelle: ARD-Akzeptanzstudie 2018 (GfK MCR, telefonische Repräsentativbefragung, Jan./Feb. 2018)

Die Zahlen darin muten wirklich bizarr an. "sehr/ziemlich zufrieden mit der Demokratie (55%)" werden im Balken zu 76,3%? Und haben als Rest "weniger/nicht zufrieden mit der Demokratie (45%)" als Balken zu 67,7%??!  ???


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« Letzte Änderung: 09. August 2018, 00:42 von Bürger »

Offline NichtzahlerKa

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #11 am: 09. August 2018, 08:07 »
Jupp, ich wusste, ich hab diese "wöchentlichen 94%" schon mal irgendwo gehört...
https://www.ard.de/download/4787106/ARD_Akzeptanzstudie_2018.pdf
Danke für den Link. In den Metadaten der pdf steht, der Autor der Datei sei "Familie Schnelle". Das sagt doch eigentlich alles  ::)


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Offline Kunibert

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #12 am: 09. August 2018, 08:21 »
Rn 80 im aktuellen Urteil:
Zitat
Dies alles führt zu schwieriger werdender Trennbarkeit zwischen Fakten und Meinung, Inhalt und Werbung sowie zu neuen Unsicherheiten hinsichtlich Glaubwürdigkeit von Quellen und Wertungen. Der einzelne Nutzer muss die Verarbeitung und die massenmediale Bewertung übernehmen, die herkömmlich durch den Filter professioneller Selektionen und durch verantwortliches journalistisches Handeln erfolgt.

Wo die Richter Recht haben, haben sie Recht. Insbesondere bei ehemaligen Regierungssprechern.


Dazu ein lesenswerter Beitrag in der
NZZ, 06.08.2018
von Slavoj Žižek
Fake-News, wohin das Auge reicht, und die Wahrheit ist am Ende?
Mitnichten. Wir haben es mit vielen kleinen Wahrheiten zu tun, und das ist ein Fortschritt.

Manipulation und Verzerrung gehören zum Nachrichtengeschäft. Das war früher nicht anders als heute. Eines jedoch hat sich tatsächlich geändert: Die grosse liberal-demokratische Meistererzählung, die Establishment und Basis einte, gelangt an ihr Ende. Was einige bedauern, sehen andere als Chance.
https://www.nzz.ch/feuilleton/fake-news-wohin-das-auge-reicht-und-die-wahrheit-ist-am-ende-mitnichten-wir-haben-es-mit-vielen-kleinen-wahrheiten-zu-tun-und-das-ist-ein-fortschritt-ld.1408345


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« Letzte Änderung: 09. August 2018, 14:00 von Bürger »

Offline marga

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  • „Wie der Herr, so`s Gescherr“
Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #13 am: 09. August 2018, 10:12 »
Rn 80 im aktuellen Urteil:
Dies alles führt zu schwieriger werdender Trennbarkeit zwischen Fakten und Meinung, Inhalt und Werbung sowie zu neuen Unsicherheiten hinsichtlich Glaubwürdigkeit von Quellen und Wertungen. Der einzelne Nutzer muss die Verarbeitung und die massenmediale Bewertung übernehmen, die herkömmlich durch den Filter professioneller Selektionen und durch verantwortliches journalistisches Handeln erfolgt.
Hervorhebungen durch user @marga

Genau, der einzelne Nutzer (Zwangsrundfunkbeitragszahler) muss das „massenmediale Bewerten mit seinem landesgesetzlich verordneten Zwangsbeitrag übernehmen“.

ARD, ZDF und DR können sich auf die Richter des höchsten deutschen Gerichts immer verlassen (Besetzung von Schlüsselfunktionen).

Siehe auch:

Zitat
Professionelle Unterstützung zur Besetzung von Schlüsselfunktionen
 
Gerade in Rekrutierungs- und Selektionsprozessen auf einem anspruchsvollen Niveau, in Situationen, in denen Entscheidungsgremien zum Einsatz kommen, sowie in einem Umfeld mit grosser Öffentlichkeitswirkung stellt unser strukturiertes Rekrutierungs- und Selektionsverfahren sicher, dass die Funktion bestmöglich besetzt wird.
Hervorhebungen durch user @marga
Quelle: mpw, mensch psychologie wirtschaft
https://www.mpw.ch/de/Rekrutierung-Selektion/


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« Letzte Änderung: 09. August 2018, 14:00 von Bürger »
Jetzt das Kinderlied: Drah`di net um, oh, oh, oh schau, schau, der ÖR geht um, oh, oh, oh er wird di anschau`n und du weißt warum, die Lebenslust bringt di um, alles klar Herr Justiziar? In Memory einer fiktiven Person: Urteil AZ: 6 K 2043/15 (http://www.rechtsprechung.saarland.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=sl&nr=5671&Blank=1) , Urteil AZ: 6 K 2061/15 VG des Saarlandes (https://filehorst.de/d/cnqsyhgb) , https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,21488.msg137858.html#msg137858

Tereza

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Re: Ulrich Wilhelm: Ja, die ARD muss sich ändern
« Antwort #14 am: 09. August 2018, 14:52 »
Behauptung 1:
Zitat
wächst die Verunsicherung: Was ist wahr? Was ist erfunden? Welche Deutung stimmt? Desinformation, Hass und Hetze im Netz sowie algorithmengetriebene Filterblasen gefährden den demokratischen Zusammenhalt.
Behauptung 2:
Zitat
Information und Willensbildung müssen vor Manipulation geschützt sein. Dafür bringt der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Voraussetzungen mit
Behauptung 3:
Zitat
vielfältig, regional verankert, unabhängig und staatsfern
Das wird Herrn Wilhelms Wahrnehmung und "Selbstkritik" sicher befreuern:
Zitat
09.08.2018 13:59 Uhr
Flunker-TV" an ARD-Hauptstadtstudio geschmiert
https://www.tagesspiegel.de/medien/flunker-tv-an-ard-hauptstadtstudio-geschmiert-die-afd-freut-sich-ueber-farbspray-attacke/22897216.html

Fast der gesamte Artikel dreht sich natürlich um den Erzfreind AfD - obwohl die für die Schmiererei (nach aktuellem Stand) gar nicht verantwortlich ist. Aber egal, die CDU springt dem einzigen Wahrheits- und Demokratiegarantie-TV im vorauseilenden Gehorsam ganz schnell bei:
Zitat
... kommentierte der sächsische CDU-Politiker Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, auf Twitter: "Wen wundert‘s. Nazis sind Feinde von Demokratie und Rechtsstaat. Immer gewesen."

P. S. Zur Flunker-Anschuldigung hat sich die ARD bisher noch nicht geäußert. Der RBB erstattete Anzeige. Ob wegen der Farbe/n oder des Inhalts ist mir nicht bekannt.


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