Autor Thema: "Unterhaltung als Kernelement" Verbände wollen weiter Unterhaltung bei ARD & ZDF  (Gelesen 1052 mal)

Offline Uwe

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"Unterhaltung als Kernelement"
Verbände wollen weiter Unterhaltung bei ARD & ZDF

Quelle: DWDL 13.07.2018 von Alexander Krei


Zitat
ARD und ZDF sollen auch in Zukunft Unterhaltung machen dürfen - das fordern jedenfalls die Gewerkschaft ver.di sowie die Produzentenallianz und der Bundesverband Schauspiel. Sie sorgen sich dabei auch um Arbeitsplätze in der Branche.

[…] In der Debatte um die zukünftige Ausgestaltung von ARD und ZDF haben sich ver.di, die Produzentenallianz und der Bundesverband Schauspiel zu Wort gemeldet und sich gemeinsam gegen Reformvorschläge ausgesprochen, wonach der Schwerpunktauftrag der Öffentlich-Rechtlichen auf die Bereiche Kultur, Bildung und Information reduziert werden soll. Der Unterhaltung komme eine "besondere Bedeutung" als Programmkern zu, hieß es. […]

weiterlesen auf:
https://www.dwdl.de/nachrichten/67813/verbaende_wollen_weiter_unterhaltung_bei_ard__zdf/


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« Letzte Änderung: 13. Juli 2018, 16:38 von Bürger »

Offline Tracker

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Zitat
...die Produzentenallianz und der Bundesverband Schauspiel zu Wort gemeldet und sich gemeinsam gegen Reformvorschläge ausgesprochen...

Kein Wunder, dass die protestieren. Was sollen wir auch mit dieser Horde drittklassiger Schauspieler oder Produzenten in diesem Land tun, wenn es keine SOKO-, Tatort- oder andere Endlosserien mehr zu drehen gibt.


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« Letzte Änderung: 13. Juli 2018, 16:55 von Bürger »

denyit

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Zitat
Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke, sagte, wer den Auftrag beschneide, "macht die Öffentlich-Rechtlichen zu Nischensendern und gefährdet darüber hinaus die Arbeitsplätze unzähliger Menschen, die an der öffentlich-rechtlichen Produktionslandschaft hängen".
Genau. Arbeitsplätze müssen gesichert werden. Um jeden Preis!

Letztens gab es auch ein Paper von einem linken Verband, dass man die PKV (Private KrankenVersicherung) nicht abschaffen sollte (was im Interesse linker Politik wäre), weil dann würden -zig Tausend Versicherungsmakler ihren Job verlieren.

Aus der Kohle sind sind wir schließlich auch nicht ausgestiegen, weil das hätte Arbeitsplätze gekostet.
Darum war auch ein Atomaustieg unmöglich.

Abrüstung? Undenkbar. Die ganzen Leute, deren Job in Gefahr gerät.

/Ironie

Einfach nur traurig wenn Arbeitnehmervertreter solchen Blödsinn erzählen, anstatt sich um ihren Aufgabe zu kümmern (also beim Lösen von Problem helfen; bspw. sozialverträgliche Lösungen ausarbeiten).


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« Letzte Änderung: 13. Juli 2018, 22:44 von Bürger »

Offline drboe

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Genau. Arbeitsplätze müssen gesichert werden. Um jeden Preis!

Wenn jemals die Abschaffung des Fegefeuers beschlossen wird, die Gewerkschaften werden vermutlich sofort den Verlust von Arbeitsplätzen bei den "Heizern" beklagen.  8)

M. Boettcher


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Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

Offline tokiomotel

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Gewerkschaften? Nö! Da springt schon unsere Angie in die Bresche und verkündet einen streng zu absolvierenden Abwrackplan. Am Ende sind alle genauso schlau wie vorher und es wurden zur Beruhigung der Stimmung ein paar Milliönchen verbraten...


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Schrei nach Gerechtigkeit

Offline Dauercamper

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Genau. Arbeitsplätze müssen gesichert werden. Um jeden Preis!
Wenn jemals die Abschaffung des Fegefeuers beschlossen wird, die Gewerkschaften werden vermutlich sofort den Verlust von Arbeitsplätzen bei den "Heizern" beklagen.  8)

Ja, aber nur wenn die "Heizer" keine Zeitarbeiter sind  ;)

Als ich vom Raucher zum Nichtraucher wurde, hätten alle Mitarbeiter in der Tabakindustrie tot umfallen können und ich hätte trotzdem nicht mehr angefangen zu rauchen :)


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« Letzte Änderung: 13. Juli 2018, 22:45 von Bürger »

Offline tokiomotel

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Ja, aber nur wenn die "Heizer" keine Zeitarbeiter sind  ;)

Bitte lass das Thema "Zeitarbeiter" aus dem Spiel, dazu kann sich keiner ruhigen Gewissens klar genug positionieren. Am allerwenigsten jene, welche nur lächzende Beobachter am Rande des miesen Geschehens waren und noch sind. Noch immer haftet dem Zeitarbeiter ein irrelevanter Makel an und verleitet nur allzugern zu herabwürdigenden Fallbeispielen. Ich hasse solche Besserwisserei aus dem Nichts heraus.


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« Letzte Änderung: 13. Juli 2018, 22:45 von Bürger »
Schrei nach Gerechtigkeit

Offline Leo

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Ok, soviel zum Thema Zeitarbeit / Heizer / Fegefeuer.

Aber wie kommen wir jetzt von "Fegefeuer" wieder zurück zu "Unterhaltung bei ARD und ZDF"?


Das sind auch Übergänge...


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Offline Dauercamper

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Noch immer haftet dem Zeitarbeiter ein irrelevanter Makel an und verleitet nur allzugern zu herabwürdigenden Fallbeispielen.
Ich wollte nicht die Zeitarbeiter herabwürdigen, sondern auf die Janusköpfigkeit der Gewerkschaften hinweisen.
Sorry wenn das anders wahrgenommen wurde  ::)
Im EU-Ausland gilt "Equal Pay" gleicher Lohn, für gleiche Arbeit
Ironie: Die Gewerkschaften verhindern das in DE.  >:(

Backtopic:
Die Installierung von Zuschauerräten werden vom ÖRR ja blockiert. Von daher wird am Publikum vorbei gesendet. Da man ohne Leistung trotzdem Geld bekommt, notfalls per Zwangsvollstreckung, sind solche Berichte reine Alibi-Veranstaltungen, damit sich die ÖRR-Heinis wichtig machen können  8)

Ginge es nach den Zuschauern, wäre der ÖRR nicht nur schon lange tot, sondern auch längst begraben. Verteidigt wird der ÖRR von zwei Gruppen in der Gesellschaft: den Kirchen und den Regierungen in Land und Bund
Zitat
halt du sie dumm, ich halte sie arm

Die Rundfunkräte bestimmen das Programm und wer sitzt dort ?? !

Die Zuschauer sind völlig irrelevant   >:(


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Offline linkER

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DWDL.de      19.07.2018

von Timo Niemeier
ARD: "Auch Unterhaltung ist Public Value"

Wie viele Unterhaltungs-Formate sollen ARD und ZDF künftig noch zeigen dürfen? Die Politik diskutiert derzeit einen radikalen Schnitt. Während das ZDF dazu schweigt, hält die ARD dagegen: Auch die Unterhaltung gehöre zum sogenannten Public Value.
Zitat
Grundversorgung heißt nicht Mindestversorgung
Tatsächlich gibt es dazu eine Reihe von Urteilen des Bundesverfassungsgerichts. So hat das Gericht gleich mehrfach festgestellt dass der Auftrag zur Grundversorgung nicht mit einer Art Mindestversorgung zu verwechseln ist. Und neben den Bereichen Bildung und Information gehört auch die Unterhaltung zum Grundauftrag, das hat das Verfassungsgericht schon 1986 entschieden - und vor rund vier Jahren in seinem ZDF-Urteil noch einmal bestätigt. ARD und ZDF sind also explizit nicht dazu da, um die Nischen zu füllen, die die Privaten hinterlassen, weil sie dort kein Geld verdienen können. Gleichzeitig sagt das Bundesverfassungsgericht auch, dass die Öffentlich-Rechtlichen aufgrund ihrer Beitragsfinanzierung andere Möglichkeiten als die Privaten haben: Sie müssen nicht auf die Quoten schauen und sollen durch "eigene Impulse und Perspektiven zur Angebotsvielfalt beitragen". Aus Sicht vieler Kritiker schauen ARD und ZDF aber sehr wohl auf die Quoten - und das viel zu oft. Das ist eine Crux: Wären die Quoten der Sender heute viel schlechter, würde man wohl über die Legitimation von ARD und ZDF streiten, weil diese Sender dann ja viel weniger Menschen sehen würden.
Zitat
Die Grenzen in der "Public Value"-Debatte zu ziehen fällt schwer und vermutlich braucht es nun eine breite und transparente Diskussion darüber, was genau das Alleinstellungsmerkmal von ARD und ZDF sein soll und mit welchen Inhalten das eher zu schaffen ist - und mit welchen nicht. In Österreich ist man da schon etwas weiter. Auf der Medienenquete, wo zuletzt Medienbranche, Politik und Wissenschaftler über die Bedeutung und die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Land diskutiert haben, ging es um die Definition von "Public Value". Zu einem Ergebnis ist man, wie auf so vielen Podiumsdiskussionen, nicht gekommen. Doch bei unserer südlichen Nachbarn wird das Thema schon länger breit diskutiert. Dort wirbt ProSiebenSat.1Puls4 auch ganz offensiv damit, Public-Value-Inhalte zu produzieren - und meint damit allen voran Informationssendungen.
Weiterlesen auf :
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