Autor Thema: Merkel-Podcast: Piratensender im Kanzleramt? / red. NDR-Präsenz auf Facebook  (Gelesen 854 mal)

Offline ChrisLPZ

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Berliner Morgenpost, 29.06.2018

Podcast von Kanzlerin Merkel – Piratensender im Kanzleramt?

Die Landesmedienanstalten prüfen, ob der Podcast von Merkel unter die Rubrik Rundfunk fällt. Experten sind sich in der Frage uneins.

Von Kai-Hinrich Renner

Zitat
[…] Buzzfeed hatte nicht nur herausgefunden, dass der Podcast im Auftrag der Kanzlerin von 2006 bis 2017 zum stolzen Preis von 750 Euro pro Sendeminute von einer Firma produziert wurde, die dem Unternehmensberater Roland Berger und dem Schwiegersohn des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber gehören soll.

Das Portal hatte auch die Frage aufgeworfen, ob es sich bei dem Angebot um Rundfunk handelt. Zwei Experten, die es dazu befragte, waren uneins. Die ehemalige ZDF-Justiziarin Caroline Volkmann hält „Live aus dem Kanzleramt“ für Rundfunk, der Staats-, Verwaltungs- und Medienrechtler Hubertus Gersdorf sieht das nicht so. […]

Kanzlerin könnte den Rechtsweg bestreiten
Entscheidend ist, ob sich das Angebot an einem Sendeplan orientiert und redaktionell gestaltet ist. Die Landesmedienanstalten tendierten zuletzt dazu, den Rundfunkbegriff weit auszulegen. […]

NDR will neue Politik des Hauses vorstellen
„Das NDR Fernsehen und die NDR Radioprogramme haben die Hinweise auf ihre Präsenzen bei Facebook deutlich reduziert oder eingestellt“, sagt eine Sendersprecherin auf Anfrage. „Eine Ausnahme machen wir für Formate, die auf Facebook eine besonders große Fangemeinde haben - wie ,extra3’.“

Anders als der ORF ist der NDR jedoch offenbar nicht bereit, Angebote auf Facebook einzustellen. […]

Weiterlesen auf:
https://www.morgenpost.de/kolumne/medienmacher/article214716021/Podcast-von-Kanzlerin-Merkel-Piratensender-im-Kanzleramt.html


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Offline linkER

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Horizont      02.07.2018

HORIZONT Vor 9
Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

Guten Morgen aus Frankfurt. Was heißt eigentlich Sommermärchen auf Russisch? Wahnsinn, was der WM-Gastgeber da gestern gegen Spanien abgeliefert hat! Starten Sie ebenfalls erfolgreich und vor allem gut informiert in die neue Woche mit unseren Top-News am Morgen.
Zitat
2. Werbekunden wenden sich von "Sportschau" ab
Die Werbebranche setzt offenbar nicht mehr so stark auf die "Sportschau" wie in der Vergangenheit. Laut "Welt" zeigen Zahlen des Beratungsunternehmens Ebiquity, dass die Werbeeinnahmen der ARD-Sportsendung auf einen Tiefpunkt abgestürzt sind. 43,65 Millionen Euro haben Unternehmen in der abgelaufenen Spielzeit für klassische TV-Werbung in der "Sportschau" ausgegeben - 5 Millionen weniger als 2017.
Zitat
4. Medienaufsicht prüft Merkel-Podcast
Der Staat darf in Deutschland keinen Rundfunk veranstalten. Die Landesmedienanstalten prüfen deshalb nun, ob der Podcast "Die Kanzlerin direkt" und das Video-Angebot "Live aus dem Kanzleramt" als Rundfunk eingestuft werden müssen. Die Medienaufsicht prüfe zudem weitere Angebote staatlicher Öffentlichkeitsarbeit wie auch Parlaments- und Parteienfernsehen.
Weiterlesen auf :
https://horizont.net/marketing/horizont-vor-neun/horizont-vor-9-x-dinge-die-sie-heute-morgen-wissen-sollten-168120


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Offline ope23

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Zitat
4. Medienaufsicht prüft Merkel-Podcast
Der Staat darf in Deutschland keinen Rundfunk veranstalten. (...) Die Medienaufsicht prüfe zudem weitere Angebote staatlicher Öffentlichkeitsarbeit wie auch Parlaments- und Parteienfernsehen.

Äh, Moment, also, diese öffentlich-rechtliche Medienaufsicht will staatliche Veröffentlichungen "prüfen", also ggf. als "Rundfunk" (wie soll eine staatliche Veröffentlichung denn sonst erfolgen? das mal so nebenbei...) "deklarieren" mit einem Zwang zur "Lizenz"ierung  belegen? Wer lizenziert jetzt wen?  :o :o :o
Ist die Mediendiktatur (=Diktatur durch Medien) schon jetzt da? (Eigenzitat: https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,27987.msg175960.html#msg175960)


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Offline drboe

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@ope23: bei der Öffentlichkeitsarbeit geht es sicher um die eigene und regelmäßige Verbreitung von O-Ton und Bewegtbildern.

Wenn Youtuber daraufhin untersucht werden, ob deren Videos als "Rundfunk" einzustufen sind, entsprechende Ansichten vertreten die Medienanstalten bekanntlich, dann dürften entsprechende Maßstäbe auch auf vergleichbare Angebote von Parteien, Regierungsmitgliedern, Fraktionen und einzelnen Politikern anzuwenden sein.

Wie sich eine "Mediendiktatur" über die Gleichbehandlung von Youtubern und der derzeitigen Regierungschefin äußern soll, verschließt sich mir.

M. Boettcher


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Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

Offline ope23

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Wie sich eine "Mediendiktatur" über die Gleichbehandlung von Youtubern und der derzeitigen Regierungschefin äußern soll, verschließt sich mir.
Gronkh ist kein Verfassungsorgan.


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« Letzte Änderung: 02. Juli 2018, 19:37 von Bürger »

Offline pinguin

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Der Staat darf in Deutschland keinen Rundfunk veranstalten. (...)
Falsch, da Rundfunk Landesrecht ist, und das Land ein Teil des Staates ist, darf der Staat sehr wohl Rundfunk veranstalten.

Zitat
Die Medienaufsicht prüfe zudem weitere Angebote staatlicher Öffentlichkeitsarbeit wie auch Parlaments- und Parteienfernsehen.
Welche Medienaufsicht? Für das Land Berlin, wo sich auch der Sitz der Bundesregierung befindet, ist die Medienanstalt Berlin-Brandenburg zuständig, und sonst niemand.


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Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten hat den Rang eines Bundesgesetzes, (BVerfG - 2 BvR 1481/04 - Rn. 30), und bricht gemäß Art. 31 GG jede Art von Landesrecht, welches sich außerhalb der vom Bund gesetzten Norm bewegt, (BVerfG - 2 BvN 1/95 - Rn. 66).

Keine Unterstützung für jene, die sich über die Verfassung des Landes Brandenburg hinwegsetzen und/oder die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten mißachten.

Offline drboe

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Gronkh ist kein Verfassungsorgan.

Und das erklärt genau wie und wodurch die mögliche Präsenz einer Mediendiktatur, nach deinen Worten eine der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten?

M. Boettcher


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« Letzte Änderung: 02. Juli 2018, 23:31 von Bürger »
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