Autor Thema: Verkauf von Sendetürmen : Neuer UKW-Streit droht  (Gelesen 1307 mal)

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Verkauf von Sendetürmen : Neuer UKW-Streit droht
« am: 22. Juni 2018, 16:47 »
teltarif.de      21.06.2018

Von Michael Fuhr

Verkauf von Sendetürmen:
Neuer UKW-Streit droht

Nur wenige Tage nach der Einigung im UKW-Geschäft droht neues Ungemach: Angeblich bietet die Deutsche Funkturm, eine Tochter der Telekom, ihre Sendetürme am Markt an. Die Folgen könnten noch verheerender als beim Antennenstreit sein.
Zitat
Angeblich bietet die DFMG Deutsche Funkturm GmbH, eine Tochter der Deutschen Telekom, ihre Sendetürme am Markt an. Das geht aus einem Schreiben von Felix Kovac, Vorsitzender des Privatradioverbands APR, an Staatssekretär Dr. Ulrich Nußbaum aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hervor, das teltarif.de vorliegt. Die Deutsche Telekom hat den Verkauf ihrer Infrastruktur bisher nicht bestätigt.
Zitat
Die Folgen wären diesmal noch weitreichender als beim UKW-Antennenstreit: Denn neben dem UKW-Hörfunk werden die Türme der DFMG häufig auch für andere Funkdienste genutzt: Digital-terrestrisches Fernsehen (DVB-T2), digital-terrestrisches Radio (DAB+), Mobilfunk (alle drei Netzbetreiber haben sich an DFMG-Standorten eingemietet), aber auch Bündelfunk und sogar Polizeifunk. Allen Betreibern drohen höhere Mietpreise.
Zitat
Wie bei den Antennen handelt es sich auch bei den Sendetürmen - den Immobilien und den Aufbauten - zum ganz überwiegenden Teil um Investitionen aus der Zeit der Bundespost.
Weiterlesen auf :
https://www.teltarif.de/ukw-streit-deutsche-funkturm-sendetuerme-sendemasten/news/73044.html



Siehe auch :
Bundesnetzagentur gegen UKW-Antennen
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=27690.0

Bayern: Landesmedienanstalt kauft UKW-Anlagen
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=27769.0

Länder prüfen Verpflichtung für Weiterbetrieb von UKW-Radio
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=27642.0

Das UKW-Problem
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=27654.0


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« Letzte Änderung: 22. Juni 2018, 23:29 von Bürger »

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Re: Verkauf von Sendetürmen : Neuer UKW-Streit droht
« Antwort #1 am: 23. Juni 2018, 11:15 »
dehnmedia.de      22.06.2018

Antennen:
Droht neuer Ärger durch Funkturm-Verkauf?

Nach dem jetzt hoffentlich ausgestandenen Streit um die UKW-Sendeantennen droht ein neuer Aufreger: Die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm (DFMG) stellt ihre Sendetürme zum Verkauf.
Zitat
In einem Schreiben an den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Ulrich Nußbaum erinnert Kovac daran, dass der überwiegende Teil der Sendetürme durch die ehemalige Bundespost - also letztlich aus dem Staatshaushalt - finanziert wurden.
Zitat
Telekom hatte bereits vor einem Jahr Verkaufsabsichten für 49 Prozent der Anteile an der DFMG verlauten lassen. Die bis zu 27.000 Standorte für Sendetechnik und Antennen vieler Telekommunikations-Dienste sollen bis zu fünf Mrd. Euro wert sein.
Weiterlesen auf :
http://www.dehnmedia.de/?page=update&subpage=arch1806#180622a


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Re: Verkauf von Sendetürmen : Neuer UKW-Streit droht
« Antwort #2 am: 25. Juni 2018, 20:11 »
MOZ.de      21.06.2018

Medienjournalist Jörg Wagner:
„UKW ist ein Auslaufmodell“

André Bochow / 20.06.2018, 18:09 Uhr - Aktualisiert 21.06.2018, 12:38 Potsdam (MOZ)
Zitat
Klingt kompliziert.
Es ist sogar noch verzwickter. Die Investoren haben nicht nur die Antennen gekauft, sondern auch die Genehmigung, die Antennen an einem Turm betreiben zu können.

Die rot-weißen Türme, die wir in der Landschaft sehen, oder die Spitzen der Fernsehtürme, das sind gar nicht die Antennen?
Nein, das sind die Antennenträger. Die Antennen werden an den Antennenträgern, also letztlich am Sendeturm angebracht. Divicon und Uplink müssen an den Sendeturmbesitzer, die Deutsche Funkturm, und an die Antenneneigentümer zahlen und bekommen wiederum ihr Geld im Wesentlichen von den Rundfunkanstalten. Nur um die Kette einmal darzustellen: Die Rundfunksender speisen ihr Programm in die Sendeanlagen, die wiederum das Signal verstärken und an die Antennen weitergeben, von wo aus es per UKW ausgestrahlt wird und beim Rundfunkhörer landet.
Zitat
Ist aus Ihrer Sicht die Privatisierung des Sendebetriebes das eigentliche politische Versagen?
Ja, so sehe ich das. Nehmen wir einmal den absurden Fall, dass Nordkorea das komplette UKW-Netz gekauft hätte, dann hätte es Kim Jong Un in der Hand gehabt, sofort den UKW-Betrieb einzustellen. Darüber hat sich offenbar kaum jemand Gedanken gemacht. Erst als zur Osterzeit erstmals die UKW-Abschaltung drohte, wurde vielen klar, dass das besondere Gut Rundfunk in Gefahr ist.
Weiterlesen auf :
https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1664344/


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« Letzte Änderung: 25. Juni 2018, 23:13 von Bürger »

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Re: Verkauf von Sendetürmen : Neuer UKW-Streit droht
« Antwort #3 am: 26. Juni 2018, 17:34 »
dehnmedia.de      26.06.2018

Antennen:
Gesetzlicher Infrastruktur-Schutz gefordert

„Das Eigentum an der Infrastruktur ist mit einer öffentlich-rechtlichen Verpflichtung belegt, die nicht durch den Verkauf oder die Übertragung von Nutzungsrechten entfällt, sondern auf den neuen Erwerber oder Nutzer übergeht.“ Dies stellt der Verband APR fest, in dem zahlreiche Radioveranstalter zusammenarbeiten.
Zitat
Mit dem Blick auf die jüngsten Drohungen, UKW-Sendeanlagen abzuschalten, fordert APR eine Novelle des Telekommunikationsgesetzes. „Die für die Rundfunkverbreitung und andere Telekommunikationsdienstleistungen erforderliche Infrastruktur ist im Rahmen des TKG abzusichern.“ Das betreffe die gesamte Terrestrik mit DVB-T2, DAB+ und weiteren TK-Dienste.
http://www.dehnmedia.de/?page=update&subpage=arch1806#180626b




APR.de      25.06.2018

Stellungnahme
Positionspapier zur Anpassung des Telekommunikationsgesetzes

Wesentliche Infrastrukturen im TKG sichern
Zitat
Die für die Rundfunkverbreitung und andere Telekommunikationsdienstleistungen erforderliche Infrastruktur ist im Rahmen des TKG abzusichern. Dies betrifft nicht nur die UKW-Verbreitung, sondern alle terrestrischen Formen der Rundfunkübertragung wie DVB-T2 oder DAB+ und darüber hinaus beliebige andere TK-Dienstleistungen.
Zitat
1. Der Anwendungsbereich des TKG wird ausdrücklich auf Betreiber von zu Telekommunikationsnetzen zugehörigen Einrichtungen ausgedehnt.
Zitat
2. In § 32 TKG ist zu ergänzen, dass Aufwendungen, die auf einem Wechsel in der Person des Betreibers beruhen, nicht beim Maßstab der Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung (KeL) der Entgeltregulierung berücksichtigt werden.
Zitat
3. Die Stilllegung von Infrastrukturen bedarf der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur.
Weiterlesen auf :
https://www.privatfunk.de/thm/TextThemen180625.html


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Re: Verkauf von Sendetürmen : Neuer UKW-Streit droht
« Antwort #4 am: 27. Juni 2018, 17:16 »

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radiowoche.de      25.06.2018

von Tom Sprenger
APR unterbreitet Vorschläge für TKG-Änderung

Nach Auffassung der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) fehlt es im Fall der Rundfunkinfrastruktur an gesetzlichen Absicherungen, wie sie bei anderen Infrastrukturen etwa im Energie- oder Eisenbahnsektor vorhanden sind. “Es geht nicht nur um UKW, sondern um jegliche Infrastruktur wie beispielsweise das terrestrische Antennenfernsehen oder das digitale terrestrische Radio”, so der APR-Vorsitzende Felix Kovac nach der Klausursitzung des APR-Vorstandes am vergangenen Freitag.
Zitat
Die Marktregulierung (Zugang und Entgelte) soll also auf die Infrastruktur (Masten, Türme) erweitert werden. “Die Flucht aus der Regulierung im aktuellen Fall der UKW-Infrastruktur hatte das Ziel, höhere Buchwerte in die Kalkulation einzubeziehen, als sie im Rahmen der Regulierung nach dem Maßstab der Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung (KeL) anerkannt waren: Die Bundesnetzagentur hatte nach umfangreicher Abwägung die Restbuchwerte sowie einen Aufschlag für Ersatzinvestitionen bei den UKW-Entgelten eingerechnet. Der Verkauf der zugrunde liegenden Infrastruktur hatte das Ziel, den über den Buchwerten liegenden Verkaufspreis im Rahmen von Mietpreisen, die nun außerhalb des regulatorischen Zugriffs liegen sollten, doch in die Preisgestaltung für die UKW-Leistung einzubeziehen. Daher ist eine Regelung notwendig, die solches ausschließt. Die allgemeine Formulierung, die am Wechsel des Betreibers anknüpft, will neben dem Eigentumsübergang auch andere denkbare Umgehungsmöglichkeiten ausschließen”, führt die APR in ihrer Stellungnahme mit Blick auf den zurückliegenden UKW-Antennenstreit weiter aus. Das Eigentum an der Infrastruktur solle mit einer öffentlich-rechtlichen Verpflichtung verknüpft werden, die nicht durch den Verkauf oder die Übertragung von Nutzungsrechten entfalle, sondern auf den neuen Erwerber oder Nutzer übergehe. Auch die Stilllegung notwendiger Infrastrukturen soll nach APR-Vorstellungen von einer Genehmigung abhängig gemacht werden.
Weiterlesen auf :
http://www.radiowoche.de/apr-unterbreitet-vorschlaege-fuer-tkg-aenderung/


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Re: Verkauf von Sendetürmen : Neuer UKW-Streit droht
« Antwort #5 am: 03. Juli 2018, 17:47 »

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radioszene.de      03.07.2018

26. Lokalrundfunktage in Nürnberg eröffnet:
“Renaissance der Heimat”

Eine Renaissance der Heimat im Zeitalter der Digitalisierung hat Ministerpräsident Dr. Markus Söder heute bei der Eröffnung der 26. Lokalrundfunktage in Nürnberg prognostiziert.
Zitat
Das belegen laut Schneider auch die Ergebnisse der diesjährigen Funkanalyse Bayern – vor allem beim Radio. Hier sei in Sachen Tagesreichweite das drittbeste Ergebnis der vergangenen 30 Jahre erzielt worden. Im Interesse der Hörfunkanbieter, für die UKW auch in den kommenden Jahren noch die entscheidende wirtschaftliche Basis bildet, habe die Landeszentrale Anfang Juni über ihre Tochter Bayerische Medien Technik (bmt) alle UKW-Sender und -Antennen für den privaten Rundfunk in Bayern von der Media Broadcast erworben.
Weiterlesen auf :
https://www.radioszene.de/123553/lokalrundfunktage-nuernberg-2018.html


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Re: Verkauf von Sendetürmen : Neuer UKW-Streit droht
« Antwort #6 am: 17. Juli 2018, 17:32 »

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radioszene.de      16.07.2018

UPLINK-Pressemeldung
Einigung im UKW-Antennenstreit ermöglicht schnelle Umstellung von UKW-Sendern

Nach der Einigung im UKW-Antennenstreit zwischen den Erwerbern der UKW-Antennen und den Sendernetzbetreibern geht nun der Austausch der eigentlichen UKW-Sender voran. Dienstleister UPLINK Network GmbH aus Düsseldorf, der etwa 50% der vormals durch den Ex-Monopolisten und Bundespostnachfolger Media Broadcast GmbH betriebenen Sender verantwortet, meldet nun schnell voranschreitende Umstellungen an Funktürmen in ganz Deutschland.
Zitat
UPLINK hat sich im Rahmen einer seit 2014 laufenden Marktliberalisierung der Bundesnetzagentur zum größten deutschen UKW-Betreiber entwickelt. Durch den Verkauf der regulierten UKW-Antennen des Ex-Monopolisten Media Broadcast GmbH aus Köln an im Wesentlichen fünf große Investoren hatte es erhebliche Unruhe im Markt gegeben, da die neuen Eigentümer massive Kostensteigerungen durchsetzen wollten. Unter Moderation der Bundesnetzagentur, die bereits eine erneute Regulierung in Gang gesetzt hatte, einigten sich nun aber alle Marktakteure auf auskömmliche Verträge und Konditionen.
Weiterlesen auf :
https://www.radioszene.de/124038/ukw-antennenstreit-umstellung-ukw-sender.html


UPLINK - Pressemeldung
https://www.uplink-network.de/einigung-im-ukw-antennenstreit-ermoeglicht-schnelle-umstellung-von-ukw-sendern/


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Tags: ukw