Autor Thema: Österreich: Rütteln an alten medienpolitischen Fronten  (Gelesen 768 mal)

Offline ChrisLPZ

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Die Presse, 03.06.2018

Rütteln an alten medienpolitischen Fronten

Bei einer Enquete diese Woche soll die Zukunft des ORF erörtert werden. Ein wichtiger Punkt für einen zukunftsfähigen Sender bleibt wohl ausgeklammert: Wie der ORF aus dem Griff der Parteipolitik befreit werden könnte.

Von Matthias Petritsch

Zitat
Wohin steuert der ORF? Soll es künftig eine verstärkte Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk geben? Werden gewisse Beschränkungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Online-Bereich aufgehoben? Und wie soll Österreichs größte Medienorgel künftig finanziert werden? All diese Fragen werden diese Woche im Rahmen einer Medienenquete erörtert.

Kaum ein Thema hat die Bundesregierung seit ihrem Amtsantritt so begleitet wie die Frage, was sie mit dem ORF vorhat. Vor allem dessen Finanzierung über Programmentgelte, die letztendlich die Lebensader des öffentlich-rechtlichen Rundfunks darstellen, rückte dabei verstärkt in den Fokus. Mit Spannung blickt die heimische Medienlandschaft daher dieser zweitägigen Enquete entgegen. Sie soll laut Bundesregierung der Startschuss sein, um „alteingesessene medienpolitische Frontlinien aufzuheben und die Perspektiven und Herausforderungen des Medienstandorts Österreich in den Mittelpunkt zu stellen.“

Kooperation mit Privaten
[…]

Finanzierung als Gretchenfrage
In einem modernen dualen Rundfunksystem sollte ein öffentlich-rechtlicher Anbieter der Platz für unaufgeregte, neutrale Information sein und den Menschen Orientierung in der heutigen Informationsflut geben. „To inform, to educate, to entertain“, nennt es die BBC. Soll heißen: Dafür, dass der ORF jährlich rund 600 Millionen Euro an Programmentgelten erhält, muss ein Unterschied zu den Privaten – der viel zitierte Public Value – erkennbar sein. Doch wo ist dieser abseits des Informationsbereiches sichtbar? Die Antwort liegt auf der Hand.

Fast jeder Österreicher/jede Österreicherin nutzt den ORF in der einen oder anderen Form täglich: Sei es durch die Bundesland-Heute-Sendungen, die Regionalradios, die TV-Thek, die Website orf.at oder durch eine der zahlreichen Off-Air-Aktivitäten wie die Spendenaktion „Licht ins Dunkel“ oder das „Team-Österreich“.

Wie beliebt sind beim Publikum das Neujahrskonzert, die Wiener Festwochen oder die Kamerafahrten vor Skiübertragungen? Qualität, die eben ihren Preis hat. Durch einen Wegfall oder eine drastische Kürzung der Programmentgelte wären all diese Leistungen in diesem Umfang nicht mehr aufrechtzuerhalten.
[…]

Langfristige Absicherung
Wünschenswert wäre eine (verfassungs-)gesetzliche Regelung, mit der die Finanzierung des ORF langfristig abgesichert wäre
[…]

Politik will ORF weiter steuern
[…]

Weiterlesen auf:
https://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/5440211/Ruetteln-an-alten-medienpolitischen-Fronten


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Re: Österreich: Rütteln an alten medienpolitischen Fronten
« Antwort #1 am: 07. Juni 2018, 18:13 »
Medien Manager.at      07.06.2018

Regierung lädt zu zweitägiger Medienenquete
Im Wiener Museumsquartier findet Donnerstag und Freitag die Medienenquete der Bundesregierung statt. Medienminister Gernot Blümel (ÖVP) möchte dort die Weichenstellungen für kommende Reformen im Medienbereich vorbereiten.
Zitat
Letztendlich wird es aber darum gehen, Lösungen für Fragen wie die ORF-Finanzierung und -Aufsichtstruktur und Medienförderung auch in Gesetzestexte zu gießen. Der Minister hatte es im Vorfeld nicht ausgeschlossen, dass erste Entwürfe nach dem Sommer vorliegen können.
Weiterlesen auf :
http://www.medienmanager.at/apa-news/detail/artikel/regierung-laedt-zu-zweitaegiger-medienenquete/



salzburg24.at      07.06.2018

Blümel will mit Medienenquete Debatte anregen
Im Wiener Museumsquartier hat am Donnerstag in der Früh die von Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) initiierte Medienenquete begonnen. Blümel warnte in seiner Begrüßung vor übersteigerten Erwartungen: Die Enquete könne die medienpolitischen Herausforderungen nicht mit einem Fingerschnipp lösen, sie soll viel eher eine strukturierte, ehrliche medienpolitische Debatte lostreten, so der Minister.
Zitat
“Ich habe die österreichische Medienpolitik als ein einziges großes Missverständnis kennengelernt”, erklärte Blümel gleich eingangs. Bei Terminen mit Vertretern aus allen Bereichen der Medienwelt etwa sei nur darüber gestritten worden, wer wieviel staatliche Förderungen bekommen soll. Und die zentralste Frage sei jene nach dem nächsten ORF-Generaldirektor. Während diesem ganzen großen Missverständnis habe sich die Medienlandschaft vielfach geändert und entwickelt, stellte der Medienminister und frühere ÖVP-Mediensprecher fest.
Zitat
Wenn man sich vor Augen halte, dass das gesamte digitale Wachstum ausschließlich Google und Facebook nutze, dann begreife man die Dimension der Veränderung, gab Blümel zu bedenken.
Weiterlesen auf :
http://www.salzburg24.at/regierung-laedt-zu-zweitaegiger-medienenquete/apa-1442671334




ÖsterreichNachrichten.eu     07.06.2018

ProSiebenSat.1 PULS 4 überträgt
Medienenquete 2018 LIVE auf ATV2 und im Stream unter atv2.at

Die private österreichische Sendergruppe überträgt die Medienenquete 2018 live auf ATV2 und im Livestream unter atv2.at
Weiterlesen auf :
https://osterreich-nachrichten.eu/nachrichten/prosiebensat1-puls-4-ubertragt-medienenquete-2018-live-auf-atv2-und-im-stream-unter-atv2at



Siehe auch :
Vorbild Österreich - Medienenquete 7.& 8. Juni 2018
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=27422.0


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Re: Österreich: Rütteln an alten medienpolitischen Fronten
« Antwort #2 am: 09. Juni 2018, 18:40 »

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Horizont.at      08.06.2018

Medien
Branche zufrieden mit der Medienenquete

Zeitungsverband, Privatsender und ORF sind zufrieden mit der Medienenquete. Alle drei zeigten sich gegenüber der APA erfreut über die Diskussionen dort.
Zitat
Corinna Drumm, Geschäftsführerin des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP), zieht ebenfalls "ein sehr positives Fazit zur Medienenquete". Sie nehme "zahlreiche wertvolle Inputs" mit, und "der Gestaltungswille des Ministers war ohne jeden Zweifel spürbar". Als wesentliche Themen bezeichnete sie die Notwendigkeit von "Kooperationen und Allianzen der traditionellen Medienplayer", mehr Transparenz und Verantwortung für Online-Medienplattformen sowie mehr Förderung von "österreichischem und Public Value-Content", vor allem für Private. Auch eine Überarbeitung des ORF-Auftrags sei notwendig. "Nun liegt der Ball bei der Politik, die richtigen Schlüsse zu ziehen und möglichst rasch zu handeln", schloss Drumm.
Weiterlesen auf :
https://www.horizont.at/home/news/detail/branche-zufrieden-mit-der-medienenquete.html


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Re: Österreich: Rütteln an alten medienpolitischen Fronten
« Antwort #3 am: 10. Juni 2018, 09:46 »

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Horizont.at      07.06.2018

Medienenquete:
"Wollen nicht das ORF-Archiv plündern"

Wettbewerb und eine mögliche gemeinsame Vermarktungsplattform standen zum Finale des ersten Tages im Zentrum einer hitzigen Diskussion.
Zitat
Theodor Thanner, Chef der Wettbewerbsbehörde, zeigte sich offen dafür, das digitale Kartellrecht "neu zu denken" hinsichtlich der Marktabgrenzung: "Die digitale Welt macht nicht am Walserberg halt, die Interessen gehen weiter." Thanner ließ dann auch wissen, dass er mit seiner Meinung, die Märkte vor dem digitalen Hintergrund neu denken zu wollen, in der Kartellrechtsszene relativ allein ist. "Es kann keine Einheitszeitung oder Einheits-TV in Österreich geben. Das wollen wir alle nicht", appellierte er, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Kooperationen seien gut, wenn man sie richtig macht, so der Chef der Wettbewerbsbehörde.
Weiterlesen auf :
https://www.horizont.at/home/news/detail/medienenquete-wollen-nicht-das-orf-archiv-pluendern.html


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Re: Österreich: Rütteln an alten medienpolitischen Fronten
« Antwort #4 am: 10. Juni 2018, 09:52 »

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Horizont.at      08.06.2018

Medienenquete:
Blümel resümiert ohne Ankündigungen

Der Medienminister versprach beim Debriefing zum Abschluss der Medienenquete zügiges Weiterarbeiten, vermied aber konkrete Aussagen.
Zitat
Konkret danach gefragt, ob sich an der FPÖ-Linie für eine Abschaffung der ORF-Gebühren etwas geändert hatte, führte FPÖ-Mediensprecher Hans-Jörg Jenewein allerdings genau diese "ergebnisoffene" Debatte ins Treffen. "Die FPÖ hat den Standpunkt, die GIS-Gebühren abzuschaffen. Ich würde diesen Standpunkt auch heute hier vertreten. Doch die politische Debatte soll dort stattfinden, wo sie hingehört - im Parlament."
Weiterlesen auf :
https://www.horizont.at/home/news/detail/medienenquete-bluemel-resuemiert-ohne-ankuendigungen.html


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