Autor Thema: Das UKW-Problem  (Gelesen 659 mal)

Offline ChrisLPZ

  • Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6.136
  • ZahlungsVERWEIGERUNG! GrundrechtsVERTEIDIGUNG!
Das UKW-Problem
« am: 01. Juni 2018, 07:19 »

Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/evangelisch.de.jpg

evangelisch.de, 31.05.2018

Das UKW-Problem

Das Radio droht Ende Juni schon wieder abgeschaltet zu werden. Die Spielchen um das unscheinbare Massenmedium zeigen zumindest eines gut: was in der deutschen Medienpolitik schief läuft.

Von Christian Bartels

Zitat
In Medien geht es oft aufgeregt zu, auch dann, wenn sie über Medien berichten. Einerseits mit Recht: Die Digitalisierung kippte schon viele Nutzungsgewohnheiten (und damit Geschäftsmodelle) und wird es weiter tun. Andererseits ist es auch Strategie. Wenn ohnehin viel Aufregung herrscht, bekommen die, die sich wenig aufregen, umso weniger Aufmerksamkeit.

Im April brandete sogar beim unscheinbarsten Massenmedium Aufregung auf, beim Nebenbeimedium Nr. 1, das durchschnittliche Deutsche einigen Media-Analysen zufolge länger als vier Stunden pro Tag nutzen: dem Radio. Da drohte "in Deutschland der große UKW-Blackout" ("Welt"). Zwar wurde die Abschaltung der Signale "nach schwerem Ringen" "in letzter Minute abgewendet", wie die Landesmedienanstalten in einem für ihre Verhältnisse aufrüttelnden Aufruf schrieben. Allerdings nur "übergangsweise ... bis maximal 30. Juni", wie das Unternehmen Media Broadcast klarstellte. Anzeichen für eine Einigung gibt es öffentlich bisher nicht. Vielmehr hatte einer der Inhaber in der "taz" angekündigt, seine Antennen lieber "abbauen und anderweitig verwerten" zu wollen, als von seinen Preisvorstellungen für deren Nutzung (darum wird nämlich gestritten) abzurücken. […]

[…] Solche eher langfristigen Vorteile relativiert jedoch zweierlei: Erstens müssen Hörer wie Sender neue Geräte anschaffen. Die öffentlich-rechtlichen Radiosender bekommen für DAB+ "bis 2025 schätzungsweise rund 600 Millionen Euro" aus dem Rundfunkbeitrag, beklagen die Privatsender ("epd medien"). Zweitens funkt die Digitalisierungs-Dynamik dazwischen: Längst hören vor allem junge Leute Musik und auch Podcasts individuell über Smartphones. Da werden Inhalte nicht über eine Antenne an potenziell unendlich viele Zuhörer gesendet, sondern, meist von Mobilfunkmasten, nur an den gestreamt, der sie gerade abruft. […]

Weiterlesen auf:
https://www.evangelisch.de/blogs/medienkolumne/150282/31-05-2018


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln

« Letzte Änderung: 01. Juni 2018, 22:22 von ChrisLPZ »

Tags: