Autor Thema: "Live-Ereignisse gehören zu unserem Auftrag"  (Gelesen 738 mal)

Offline ChrisLPZ

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"Live-Ereignisse gehören zu unserem Auftrag"
« am: 01. Mai 2018, 21:17 »

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Deutschlandfunk, 01.05.2018

Sport im öffentlich-rechtlichen Fernsehen
"Live-Ereignisse gehören zu unserem Auftrag"

Ein wichtiger Player für Sportübertragungen in Deutschland ist immer noch das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Debatten um den Rundfunkbeitrag fordern ARD und ZDF aber heraus. Auch intern sind sie mit Kostendruck und Sparzwang konfrontiert. "Der Sport hat einen großen Wert für das Programm", sagt ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann im Dlf-Interview.

Thomas Fuhrmann im Gespräch mit Matthias Friebe

Zitat
Die Sportrechte müssten jedoch zu einem vernünftigen Preis eingekauft werden. Da gehe man "dann schon mal - wie bei der Champions League - leer aus". Über das dadurch freigewordene Geld könne er aber nicht verfügen, so Fuhrmann. Das würde in den allgemeinen Haushalt einfließen. "Das ist jetzt nicht bei mir im Etat, wo ich sagen kann, da machen wir jetzt andere schöne Dinge.“ […]

"Dieses Totenglöckchen, dass gerne für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geläutet wird, ist ein bisschen verfrüht", so Fuhrmann im Dlf.

Weiterlesen auf:
http://www.deutschlandfunk.de/sport-im-oeffentlich-rechtlichen-fernsehen-live-ereignisse.1346.de.html?dram:article_id=416943


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Offline Nevrion

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Re: "Live-Ereignisse gehören zu unserem Auftrag"
« Antwort #1 am: 02. Mai 2018, 11:17 »
Vielleicht sind die Totenglocken verfrüht, aber der Anschein, dass man versucht ein totes Pferd zu reiten, bleibt doch nachhaltig bestehen, oder?

Abseits davon finde ich es persönlich etwas perfide Seiten von Öffentlich Rechtlichen Anbietern zu verlinken, weil dadurch deren Existenz durch Nutzung derer Angebote eine gewisse Rechtfertigung erfährt.


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Offline unGEZahlt

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Re: "Live-Ereignisse gehören zu unserem Auftrag"
« Antwort #2 am: 02. Mai 2018, 12:08 »
Abseits davon finde ich es persönlich etwas perfide Seiten von Öffentlich Rechtlichen Anbietern zu verlinken, weil dadurch deren Existenz durch Nutzung derer Angebote eine gewisse Rechtfertigung erfährt.

Nein,
deren "Rechtfertigung" entsteht nicht durch tatsächliche Nutzung!
Sondern sie erklären sie doch bereits schon aus der bloßen "Möglichkeit der Nutzung der Angebote" heraus.

D. h., bereits bei einer Anzahl 0 Zuschauer/Zuhörer im Monat haben sie damit schon "ihre Rechtfertigung".

Hier werden übrigens auch nur die perfidesten ARDZDFDR-"Angebote" zur Schau gestellt.
(Also ausschließlich nur deren erschreckendste, allerdreisteste "Angebote" -
unter ihrem sonstigen dreisten Zwangsangebot.)

Es ist also eher eine Antiwerbung.
Antiwerbung gegen deren "Rechtfertigung durch die bloße Möglichkeit der Nutzung der Angebote".

Meinetwegen kann es aber auch Abwehr gegen Perfidität genannt werden.

Markus



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« Letzte Änderung: 02. Mai 2018, 12:16 von unGEZahlt »
Lebenslänglich für NICHTS? -> Nein Danke, ö.-r. R.!
Ist der Rundfunkbeitrag nun die Strafe für das Bedürfnis, ein Dach über den Kopf haben zu wollen?
Zwangsbeitragszahlung = Korruptionsunterstützung. Das zahle ich NICHT, schon allein aus Gewissensgründen.

Ulrich Wilhelm (sinngemäß auf der BVerfG-Toilette) : "Wenn sie ARDZDFundDR nicht bezahlen können, sollen sie doch ihre Handys verkaufen!“

( Quelle: https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28135.msg177046.html#msg177046 )

Offline drboe

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Re: "Live-Ereignisse gehören zu unserem Auftrag"
« Antwort #3 am: 02. Mai 2018, 13:02 »
Es gibt so viel mehr Ereignisse, die es wert wären live übertragen zu werden als Fussball. Staus auf den Autobahnen zu den Ferienzeiten zum Beispiel. Oder der morgentliche Stau in Richtung Innenstadt, gern auch als Serie oder mit Konferenzschaltung zu den Ein- bzw. Ausfallstrassen der Stadt. Wer dabei wegen des Stillstandes einschläft: wie wäre es mit illegalen Autorennen quer durch die Innenstadt, aufgepeppt durch schwere Unfälle und Verfolgungsrennen der Polizei? Bilder von den Toten ggf. inklusive. Wem das noch nicht spannend genug ist: die Stadt bietet auch Autofahrer, die erst mit ihrem Gerät Radfahrer jagen, sie in die Zange nehmen und sich dann mit zur Hilfe eilenden Passanten prügeln bis die Polizei kommt. So erst jetzt in Hamburg passiert. "Johnny unterwegs - mit 1,5 Promille durch die Stadt" könnte ich mir gut als Sitcom vorstellen.

Drei Stunden auf dem Notarztwagen mitfahren oder am Wochenende in der Ambulanz die Einlieferung von schwer alkoholisierten "Schnapsleichen" übertragen, unterbrochen durch junge Männer, denen am Samstagabend einfällt, dass sie Schnupfen und Halsschmerzen haben, - teils in Begleitung ihrer Mutter! - wäre mindestens eine wöchentliche Sendung wert. Dabei kann man noch live prüfen, ob die Krankenschwestern in deutschen Krankenhäusern wirklich den feschen Oberarzt so anschmachten wie im typischen Pilcher-Rührstück oder der x-ten Krankenhausserie.

Auch Tests und Erfahrungsberichte wären sicher spannend: wie lange hält der Reporter dem 10 bar Wasserwerfer stand? Wie wirkt ein Elektro-Schocker, sind Pflastersteine wirklich so leicht zu lösen und wo muss man die Schlacht mit der Polizei austragen, dass der Nachschub dieses Wurfmaterials gesichert ist? Die Serie "Unterwegs mit dem Autozündler" dürfte ebenso ein Renner werden wie der Ratgeber: "Geldautomaten sprengen - mit Profis unterwegs".

Überhaupt bietet der Großstadtdschungel deutlich mehr als im "Großstadtrevier" gezeigt. Man muss nur den Blickwinkel ändern, mehr die dunkle Seite zu Wort kommen lassen. Die kleine Gruppe von Serieneinbrechern, die durch die Villengebiete strolchen, die Rumänen, die gezielt ganze Geldschränke klauen, den U-Bahn-Schubser oder der Messerstecher, dem die Finger schon zucken, wenn einer vom Wetter zu erzählen anfängt, die Autodiebe, die Loddels, die mit ihren Fahrzeugen und Rolex-Uhren protzen, die frustrierten Quartalssäufer, die über alles Bescheid wissen und immer als letzter die Kneipe verlassen, die Typen, die meinen sich vor der Hochzeit noch einmal richtig die Kante geben zu müssen und die Amüsierviertel heimsuchen. Hinterher wundern sie sich, dass sie zwar einen gebrochenen Arm aber wenig Erinnerung an "ihre Nacht" haben. Auch im Puff in dem kleinen Heideort sind sicher noch ein paar "geile" Geschichten gut für eine Live-Übertragung. Wo sind die Sender, die das wirklich wahre Leben entdecken?  8)

M. Boettcher


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Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

Offline volkuhl

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Re: "Live-Ereignisse gehören zu unserem Auftrag"
« Antwort #4 am: 02. Mai 2018, 13:36 »
Es gibt so viel mehr Ereignisse, die es wert wären live übertragen zu werden als Fussball.
...

z.B. Verfahren vor dem BVerwG oder dem BVerfG zum Thema "Rundfunkbeitrag".


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Bremische Verfassung:
Artikel 19 [Widerstandrecht und -pflicht]
Wenn die in der Verfassung festgelegten Menschenrechte durch die öffentliche Gewalt verfassungswidrig angetastet werden, ist Widerstand jedermanns Recht und Pflicht.


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Offline Nevrion

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Re: "Live-Ereignisse gehören zu unserem Auftrag"
« Antwort #5 am: 02. Mai 2018, 15:01 »
Zitat von: unGEZahlt
Nein,
deren "Rechtfertigung" entsteht nicht durch tatsächliche Nutzung!
Sondern sie erklären sie doch bereits schon aus der bloßen "Möglichkeit der Nutzung der Angebote" heraus.

Das ist nicht ganz richtig. Die ursprüngliche Rechtfertigung des ÖR ist der Bedarf dafür. Die stammt zwar schon aus der Zeit der Gründung der BRD, ist im Hintergrund aber immer noch eine wichtige Säule. Die Rechtfertigung zur bloßen Möglichkeit der Angebote bezieht sich lediglich auf die Abrechnung, nicht aber auf die Grundsatzfrage.


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