Autor Thema: Offener Brief nach FPÖ Attacke  (Gelesen 1193 mal)

Offline mistersh

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Offener Brief nach FPÖ Attacke
« am: 01. März 2018, 11:39 »

Bildquelle: http://up.picr.de/27124084fq.png

Meedia, 01.03.2018

Deutsche TV-Journalisten fordern Österreichs Kanzler mit offenem Brief zum Eingreifen auf


Zitat
TV-Journalisten von ARD und ZDF, darunter Maybrit Illner, Anne Will und Claus Kleber, haben einen offenen Brief an Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz geschrieben. Darin bemängeln sie den Umgang der Regierungspartei FPÖ mit dem ORF. Die Unterzeichner des Schreibens fordern Kurz auf, für die Meinungs- und Pressefreiheit einzutreten.  […]

Weiterlesen auf:
http://meedia.de/2018/03/01/nach-fpoe-attacken-gegen-orf-deutsche-tv-journalisten-fordern-oesterreichs-kanzler-mit-offenem-brief-zum-eingreifen-auf/

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« Letzte Änderung: 01. März 2018, 17:03 von ChrisLPZ »

cleverle2009

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #1 am: 01. März 2018, 12:01 »
Songtext frei nach Reinhard Mey

...
Und die, die da so vorlaut in der Talk-Runde strampeln,
Sind es, die auf allen Werten mit Füßen rumtrampeln:
Der ARDmogul und der Justiziar,
Die schlimmsten Böcke als Gärtner, na wunderbar!
Sie rufen nach dem Kruzifix, nach Brauchtum und mehr Moos,
Freunde was ist denn nur in Deutschland los.?

Das Original ist hier zu finden

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/sei-wachsam


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Offline Markus KA

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #2 am: 01. März 2018, 12:49 »
Der Brief als PDF-Download >>
https://diepresse.com/files/pdf/offener_brief_sebastian_kurz.pdf

Es ist verständlich, dass die Nutznießer im deutschen Gefängnisrundfunk von Einnahmen aus Zwangsbeiträgen und Zwangsvollstreckungen sich über Äußerungen gegen sie empören. Doch sollten sie nicht zuerst vor ihrer eigenen Tür kehren, bevor man sich in österreichische Angelegenheiten einmischt?


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« Letzte Änderung: 03. März 2018, 03:44 von Bürger »
KEIN ZWANGSBEITRAG - 20 MIO. MAHNMASSNAHMEN, 3 MIO. MAHNUNGEN, 1.3 MIO. VOLLSTRECKUNGSERSUCHEN - KEINE ZAHLUNG - ICH MACH MIT! - MIT 18 HAT MAN NOCH TRÄUME, MIT 18 BIST DU JETZT SCHULDNER BEIM BELANGLOSEN RADIOSENDER UND DAS LEBENSLÄNGLICH! 

Offline zwanglos

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #3 am: 01. März 2018, 15:10 »
Interessante Stellungnahme in der heutigen "Presse" (österreichische Tageszeitung):

Zitat
Attacken der FPÖ auf ORF: "In Deutschland hätte so etwas personelle Konsequenzen"

Hans-Peter Siebenhaar, Österreich-Korrespondent beim deutschen "Handelsblatt" und Medienexperte, versteht den Frust des Publikums mit öffentlich-rechtlichen Sendern. Der Politikzugriff auf Medien sei in Deutschland "viel lautloser als in Österreich".

... In vielen Ländern Europas kommt der öffentlich-rechtliche Rundfunk zunehmend in Bedrängnis. Wieso gerade jetzt?

Hans-Peter Siebenhaar: Weil immer weniger Bürger bereit sind, den Parteien den öffentlich-rechtlichen Rundfunk komplett zu überlassen. Die Bürger finanzieren ihn, sie haben aber kein Mitspracherecht. Die Politik betrachtet ihn in den meisten europäischen Ländern als ihr Eigentum. Sie beherrscht die Sender, der Bürger muss zahlen. ...

https://diepresse.com/home/kultur/medien/5380457/Attacken-der-FPOe-auf-ORF_In-Deutschland-haette-so-etwas


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Offline René

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #4 am: 01. März 2018, 15:16 »
So, "einfache" Angestellte, vom Volk bezahlt, meinen einen Bundeskanzler zu belehren? Habe ich was falsches verstanden? Wer ist dieser Kleber? Wer sind Will und Illner?


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« Letzte Änderung: 03. März 2018, 03:45 von Bürger »

cleverle2009

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #5 am: 01. März 2018, 15:43 »
So, "einfache" Angestellte, vom Volk bezahlt, meinen einen Bundeskanzler zu belehren? Habe ich was falsches verstanden? Wer ist dieser Kleber? Wer sind Will und Illner?

natürlich hast Du da was Falsches verstanden René. Es gibt da zu Viele zurückgebliebene.
In deren Gene wurden die Gene von Hofschranzen mittels moderner Technik - crispr dna cutter http://www.transgen.de/forschung/2564.crispr-genome-editing-pflanzen.html eingeschrieben.


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« Letzte Änderung: 03. März 2018, 03:45 von Bürger »

Offline volkuhl

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #6 am: 01. März 2018, 16:00 »
Wer ist dieser Kleber? Wer sind Will und Illner?

Muss die Frage nicht eher nach dem wo gestellt werden? Also in einer fiktiven Hirarchie stehen sie auf jeden Fall über einem Bundeskanzler - das sieht man ja schon an Gehalt und Pension...
Belehrungen erfolgen doch auch immer von oben nach unten, oder?
 :police:


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« Letzte Änderung: 03. März 2018, 03:45 von Bürger »
Bremische Verfassung:
Artikel 19 [Widerstandrecht und -pflicht]
Wenn die in der Verfassung festgelegten Menschenrechte durch die öffentliche Gewalt verfassungswidrig angetastet werden, ist Widerstand jedermanns Recht und Pflicht.


Rundfunkbeitragsgegner = Grundrechtsverteidiger!

Einfach.
Für alle.
Einfach nicht zahlen.

Offline drone

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #7 am: 01. März 2018, 16:35 »
Zitat
TV-Journalisten von ARD und ZDF, darunter Maybrit Illner, Anne Will und Claus Kleber, haben einen offenen Brief an Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz geschrieben. [...]

Erste Übungen der ÖRR-Sternchen zum Warmwerden für die hier laufende und noch kommende "Auseinandersetzung" - in Form eines "Stellvertreterkriegsbeitrags" incl. des obglitorischen Bevormundungsversuchs?...

(Naja, früh übt sich eben, ...)


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Offline ChrisLPZ

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #8 am: 01. März 2018, 17:06 »

Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/4/44/Tagesspiegel-Logo.svg/320px-Tagesspiegel-Logo.svg.png

Tagesspiegel, 01.03.2018

Offener Brief an Bundeskanzler Kurz

"Hunderte Journalisten als Produzenten von Fake News verleumdet": Deutsche Prominente und Medienschaffende wenden sich in einem Offenen Brief an Österreichs Bundeskanzler Kurz.

Zitat
Ein brisanter Offener Brief aus Deutschland, direkt nach Wien, an Sebastian Kurz. Absender: Claus Richter, für den Vorstand der Hanns Joachim Friedrichs Preises. „Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, mit großer Sorge beobachten wir die Angriffe von Politikern Ihres Koalitionspartners FPO auf unabhängige Journalisten und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ORF in Ihrem Land“, heißt es da. […]

Unterschrieben ist der Offene Brief unter anderem von Nikolaus Brender, Maybrit Illner, Jürgen Flimm, Claus Kleber, Petra Gerster, Stephan Lamby, Anne Will, Frank Plasberg, Denis Scheck und Ulrich Wickert. Er schließt mit der Hoffnung, dass der Bundeskanzler Österreichs, der sich in Deutschland mit offenen Worten in Interviews und Fernsehdiskussionen (unter anderem bei Sandra Maischberger) einen Namen gemacht habe, seine Zurückhaltung in diesem für die Meinungs- und Pressefreiheit eines europäischen Landes so wichtigen Fall ablegen möge. […]

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/medien/streit-zwischen-orf-und-fpoe-offener-brief-an-bundeskanzler-kurz/21020582.html


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Offline ope23

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #9 am: 01. März 2018, 19:23 »
Äh, irgendwas ist da ganz schräg und zwar an mehreren Stellen.

Wer ist Empfänger? Wer ist Adressat? Um was geht es? Und wer erfährt es?

Es schreiben regionale Intendanten, die nicht gewählt sind, und irgendwelche Medienleute einen offenen(!) Brief an einen ausländischen Staatschef, um sich über einen subalternen Politiker zu beklagen, der Kritisches/Ablehnendes zum öffentlich-rechtlichen Runkfunk geschrieben hat?

Steht der österreichische Rundfunk in der Fürsorge des österreichischen Bundeskanzlers?

Haben regionale Intendanten irgendeine demokratisch legitimierte Würde, dass sie einen Staatschef bei seiner Arbeit stören dürfen und dazu noch mit einem weltweit einsehbaren Schreiben, der sich mit einem Sachverhalt befasst, den der Kanzler gar nicht beeinflussen kann?

Ich glaube, da könnte Mutti aber schon was sagen. Und zwar nicht zu ihrem Kollegen Basti, sondern zu Tom und seine Kumpane.

Zu anderen Zeiten oder bei einem anderen Staatschef (nein, das muss noch nicht mal Nordkorea sein) hätte ein solches offenes Schreiben zu einem diplomatischen Eklat geführt.

Wenn ich das schon lese: "Mit großer Sorge". Hier geht es aber nicht um Orban oder Putin.

Ich hoffe sehr, dass die Intendanten krachend scheitern und nur eine freundliche Ablehnung bekommen.

Das kann dann allerdings sehr peinlich werden und zu allgemeinem Gespött führen.  >:D


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« Letzte Änderung: 01. März 2018, 22:46 von DumbTV »

Offline drboe

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #10 am: 01. März 2018, 19:39 »
Hier läuft etwas gründlich schief!

So, "einfache" Angestellte, vom Volk bezahlt, meinen einen Bundeskanzler zu belehren? Habe ich was falsches verstanden? Wer ist dieser Kleber? Wer sind Will und Ilner?

Soweit ich es weiß, ist es nirgendwo verboten, andere Bürger zu kritisieren/belehren egal welche Position sie haben und auch wenn man von Bürgern bezahlt wird. Ich bin sehr sicher, dass hier wie in anderen Staaten recht viel falsch gemacht wird. Da kannst du gerne fragen "Wer ist dieser Böttcher?"

Woher nimmst du denn das Recht anderen abzusprechen zu wollen ihre Meinung kundzutun, zumal wenn es um ihre Interessen und die ihrer Kollegen geht? Ist Kritik an der rechtsgerichteten Regierung Österreichs etwa Majestätsbeleidigung? Dürfen die, die diesen Brief geschrieben haben, weil sie von einem System profitieren, das die Mehrzahl der Nutzer hier aus guten Gründen ablehnt, nur noch das tun, was User des GEZ-Boykott-Forums für tolerabel halten? Wollen wir ernsthaft den Mitarbeitern staatlicher Institutionen, Polizisten, Lehrern, Richtern, Universitätslehrern, Verwaltungsangestellten, Sozialarbeitern usw. das Recht auf freie Meinungsäußerung absprechen, weil sie vom Volk bezahlt werden?

Für mich gilt immer noch, dass ich jedem zubillige seine Meinung zu sagen, auch wenn ich sie nicht teile. Die Politik der österreichischen Regierung ist mir widerlich. Die dürfen sie, gedeckt durch die Mehrheit der österreichischen Wähler, natürlich machen. Aber niemand, auch nicht deutsche Journalisten des ÖRR, muss die Äußerungen und Aktivitäten der östereichischen Regierung kritiklos zur Kenntnis nehmen.

M. Boettcher


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« Letzte Änderung: 04. März 2018, 02:11 von Bürger »
Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

Offline René

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #11 am: 01. März 2018, 19:49 »
Falsch. Wir reden hier von Leuten, die jeden Abend in vielen Wohnzimmern dieser Republik zu sehen sind und eine ungeheure mediale Macht ausüben. Das hat eine ganz andere Dimension, als wenn ich einen offenen Brief schreiben würde. Die Durchdringung dieser "Persönlichkeiten" wird für die egoistischen Eigenzwecke des öffentlich-rechtlichen Rundfunks schamlos instrumentalisiert. Und wir bezahlen das!


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Tereza

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #12 am: 01. März 2018, 20:52 »
Sehr lesenswerter Artikel zum Offenen Brief der "kollektiven Oberlehrerschaft aus dem deutschen Staatsfunk" an Österreichs Bundeskanzler auch auf TE:
Zitat
Berlin hat Befehle für Wien
Deutsche Journalisten schicken Österreichs Bundeskanzler eine Weisung

Von Fritz Goergen, Do, 1. März 2018

Dass sie keinen Journalismus machen, sondern Politik, dokumentiert eine anmaßende politische Erklärung deutscher Journalisten, die formal im Gewand des Offenen Briefes daherkommt ...

„Wir hoffen sehr, dass es in Wien einen Platz gibt, an dem pressefeindlichen und demokratieschädlichen Attacken durch österreichische Regierungsvertreter deutlich Einhalt geboten wird. Vielleicht ist dieser Ort ja das Bundeskanzleramt am Ballhausplatz.“

Den vollständigen Artikel nebst erhellenden Kommentaren gibt es hier:
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/deutsche-journalisten-schicken-oesterreichs-bundeskanzler-eine-weisung/


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« Letzte Änderung: 04. März 2018, 02:08 von Bürger »

Offline ope23

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #13 am: 03. März 2018, 14:34 »
Hier läuft etwas gründlich schief!
(...)

Ja, Du sortierst analysierst den Sachverhalt schon von vornherein verkehrt ein. Es geht überhaupt nicht um Meinungsfreiheit, weder von Bürgern noch von regionalen Intendanten, und sowieso nicht, ob man die gegenwärtige österreichische Regierung mag oder nicht.

Ich glaube, dass das, worum es m.E. wirklich geht, im zitierten Text von Fritz Goergen (Befehle für Wien) gut herausgestellt wird.


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Offline drboe

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Re: Offener Brief nach FPÖ Attacke
« Antwort #14 am: 03. März 2018, 16:14 »
@ope23: Sehe ich völlig anders, ebenso das Verdikt von Rene. Wenn Promis sich für Frieden, Arme, Kranke, Tierschutz, bessere Pflege, kostenlose Schulmilch etc. einsetzten, kräht niemand, auch keiner in diesem Forum, dass sie ihre mediale Präsenz, also mittelbar ihren Beruf ausnutzen würden. Wenn Erdogan Journalisten einsperren lässt, sind alle von ihrer eigenen Betroffenheit zu Tränen gerührt. Proteste gegen die türkische Regierung, egal von wem, sind dann in Ordnung. Wenn aber Journalisten des ÖRR der österreichischen, rechtsgerichteten Regierung Kurz die Angriffe der FPÖ unter die Nase reiben, dann ist das plötzlich Ausnutzung medialer Macht. Etwas mehr Konsistenz und ein Blick ohne Scheuklappen wäre da m. E. angemessen.

Nur weil ein widerlicher Rechtspopulist in Österreich "böser ÖR-Rundfunk" krakeelt, ist der weder mein "natürlicher Verbündeter" noch spricht er das aus, was ich auch denke. Im Gegenteil! Strache und seinen Spießgesellen ist jede Ansicht und Meinungsäußerung im Weg, die sich nicht mit seiner deckt. Der Mann ist gegen Meinungsfreiheit, daher gibt es keinen Grund zu applaudieren. Da Kurz die FPÖ in die Regierung gehievt hat, um selbst Kanzler werden zu können, ist es durchaus folgerichtig, ihn für Angriffe auf die Meinungsfreiheit verantwortlich zu machen.
Natürlich muss man das nicht machen, weder mündlich noch schriftlich. Ich habe, unanhängig von meinen Ansichten zur rechtspopulistischen Regierung in Österreich, sicher keine Veranlassung eine "Brieffreundschaft" mit Herrn Kurz zu pflegen. Aber wenn das jemand bzw. eine Gruppe macht, so habe ich nicht gleich Schaum vor dem Mund, nur weil es sich bei den Betreffenden um Mitarbeiter des ÖR-Rundfunks handelt.
M. E. gibt es hier eine Tendenz im Streit um sogn. Rundfunkbeiträge falsche Freunde und jede Menge Gegner zu identifizieren. Und selbst wo ein reale Interessenskonflikte bestehen, steht hinter dem "Gegner" immer noch ein Mensch. Dem weniger Rechte zuzubilligen als man für sich selbst in Anspruch nimmt, ist, bei aller Härte, mit meinen Vorstellungen von sachlichen Auseinandersetzungen nicht kompatibel. Um nichts anderes ging es mir mit meiner obigen Bemerkung.

M. Boettcher


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