Autor Thema: Berliner Kammergericht hantierte leichtfertig mit sensiblen Daten  (Gelesen 311 mal)

Offline pinguin

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Auch wenn es zwar nicht direkt mit Rundfunk zu tun hat, läßt es evtl. einen Einblick zu, wie es u. U. auch bei anderen Gerichten und u. U. auch Behörden datenschutztechnisch zugeht?


Tagesspiegel, 16.10.2019
Nach Trojaner-Angriff
Berliner Kammergericht hantierte leichtfertig mit sensiblen Daten
Nach dem Trojaner-Angriff auf das Kammergericht gibt es scharfe Kritik: „Seit Jahren geltende Standards werden dort nicht praktiziert“, sagt die Opposition.
von Robert Kiesel und Fatina Keilani
Zitat
Vor drei Wochen wurde bekannt, dass das Computersystem im Berliner Kammergericht mit dem Trojaner „Emotet“ infiziert ist. Nun mehren sich Anzeichen dafür, dass dort grundlegende Standards im Umgang mit sensiblen Daten systematisch verletzt wurden.
weiterlesen unter
https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-trojaner-angriff-berliner-kammergericht-hantierte-leichtfertig-mit-sensiblen-daten/25119536.html


Tagesspiegel, 17.10.2019
Nach Trojaner-Angriff auf Kammergericht
Wie die Berliner Justiz Gesetze missachtet
Berlins Kammergericht muss nach einem Cyber-Angriff vom Netz. Wie groß und gefährlich das Chaos ist, zeigt sich nur langsam.
von Fatina Keilani und Robert Kiesel
Zitat
[...]
Wie ist die Rechtslage?
Aus dem Hause der Berliner Datenschutzbeauftragten Maja Smoltcyk heißt es, für Berliner Gerichte gelten die Bestimmungen aus der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Berliner Datenschutzgesetz. Dort ist geregelt, welche Daten von wem erhoben dürfen werden, zu welchem Zweck und in welchen Grenzen.

Alles muss technisch nachvollziehbar sein, außerdem müssen die Daten vor Verlust und unbefugter Kenntnisnahme geschützt werden.
[...]
weiterlesen unter
https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-trojaner-angriff-auf-kammergericht-wie-die-berliner-justiz-gesetze-missachtet/25123650.html


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« Letzte Änderung: 17. Oktober 2019, 16:17 von Bürger »
Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten hat den Rang eines Bundesgesetzes, (BVerfG - 2 BvR 1481/04 - Rn. 30), und bricht gemäß Art. 31 GG jede Art von Landesrecht, welches sich außerhalb der vom Bund gesetzten Norm bewegt, (BVerfG - 2 BvN 1/95 - Rn. 66).

Keine Unterstützung für jene, die sich über die Verfassung des Landes Brandenburg hinwegsetzen und/oder die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten mißachten.

Offline Zeitungsbezahler

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Re: Berliner Kammergericht hantierte leichtfertig mit sensiblen Daten
« Antwort #1 am: 17. Oktober 2019, 17:38 »
Leider hat der Trojaner das Kammergericht befallen und nicht das Verwaltungsgericht oder gar den Beitragsservice...
Bis komplett neue Rechner installiert sind und eventuell noch rettbare elektronische Daten wiederhergestellt sind, wird von Hand und mit Schreibmaschine geschrieben, das dürfte für einige Monate Verzögerungen im Betriebsablauf bedeuten.


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Offline Bürger

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Re: Berliner Kammergericht hantierte leichtfertig mit sensiblen Daten
« Antwort #2 am: 21. Oktober 2019, 02:55 »
FAZ, 20.10.2019
Emotet
Wie ein Trojaner das höchste Gericht Berlins lahmlegte
Seit drei Wochen hat das Berliner Kammergericht keinen Internetzugriff mehr. Grund ist ein Angriff mit Schadsoftware. Auf den ersten Blick scheinen die Folgen beherrschbar – doch die echte Gefahr könnte woanders lauern.
von Bastian Benrath

Zitat
[...]

Fürs Erste scheint das Gericht gerettet zu haben, dass es noch nicht wirklich digital arbeitet – bei allen Effizienzverlusten, die das mit sich bringt. 2022, in drei Jahren, sollen die Akten beim Kammergericht digital werden. Wenn die Abwehr von Cyberangriffen dann immer noch nicht besser ist, sind die Aussichten bei einer abermaligen Attacke düster.

Doch auch heute könnte die wirkliche Gefahr woanders liegen. „Ich würde mir nicht so sehr um verschlüsselte Daten Gedanken machen, sondern eher darum, dass die Hacker Daten abgeschöpft haben könnten“, sagt Fachmann Grüneberg. [...]

Aus solchen Prozessen könnten die Hacker mit den Gerichtsakten auch Klarnamen von Verfahrensbeteiligten erbeutet haben. „Wenn aus einem Prozess sensible Daten beispielsweise von Zeugen bekanntwerden, ist kaum auszudenken, was passiert, wenn diese in die Hand der falschen Menschen geraten“, sagt Grüneberg.

Weiterlesen unter
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/emotet-wie-ein-trojaner-das-hoechste-gericht-berlins-lahmlegte-16442702.html


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