Autor Thema: ZDFneo-Chefin: „Wir denken jede Idee auch non-linear“  (Gelesen 759 mal)

Offline ChrisLPZ

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medienpolitik.net, 05.02.2018

„Wir denken jede Idee auch non-linear“

Mit starkem Wachstum sowohl beim Gesamtpublikum als auch bei den 14- bis 49-Jährigen zählt ZDFneo im Jahr 2017 zu den Gewinnern im deutschen Fernsehmarkt. Durchschnittlich 6,35 Millionen Menschen nutzen täglich das ZDFneo-Programmangebot. Im vergangenen Jahr erzielte der Sender einen Marktanteil von 1,8 Prozent in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen und 2,9 Prozent bei den Zuschauern ab drei Jahren. […]

Interview mit Dr. Simone Emmelius, Senderchefin ZDFneo

Zitat
medienpolitik.net: Frau Emmelius, ZDFneo hat 2017 den Sprung in die Top 10 der meistgesehenen TV-Sender in Deutschland geschafft, mit einem Plus von 0,8 Prozent gegenüber 2016. Worauf führen Sie dieses Wachstum vor allem zurück?

Dr. Simone Emmelius: Der Erfolg hat auch bei ZDFneo mehrere Mütter. Sicherlich hat ZDFneo gerade 2017 in ganz vielen Bereichen geglänzt, unter anderem mit drei eigenen Dramaserien, zwei ersten Koproduktionen und hochwertiger Lizenzware. Die neo-eigenen Formate setzen dabei auf einem Sockel von sehr erfolgreichen ZDF-Sendungen auf, die unsere Programmplaner aus der Vielfalt des Angebots passgenau für die ZDFneo-Zuschauer kuratieren. […]

medienpolitik.net: Welche Rolle spielt inzwischen die Mediathek für ZDFneo?

Dr. Simone Emmelius: Unser Ziel ist es, junge Nutzergruppen nachhaltig zu binden, die nicht mehr primär über das lineare Programmangebot von Fernsehsendern zu erreichen sind. Die Möglichkeit der non-linearen Abrufbarkeit von Medienangeboten in Mediatheken gehört zum täglichen Medienrepertoire dieser jungen Zielgruppe, und hier haben wir mit der ZDF-Mediathek eine ideale Ausgangssituation, weil sie nicht nur hervorragend bestückt, sondern auch sehr intuitiv nutzbar ist.
Wir machen keine Entwicklung „nur noch“ für die Fernsehausstrahlung, sondern setzen ebenso auf den Erfolg der Mediathek und der sozialen Netzwerke. […]

Weiterlesen auf:
http://www.medienpolitik.net/2018/02/rundfunk-wir-denken-jede-idee-auch-non-linear/


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Re: ZDFneo-Chefin: „Wir denken jede Idee auch non-linear“
« Antwort #1 am: 06. Februar 2018, 19:07 »
Zitat
Der Erfolg auch bei ZDFneo mehrere Mütter

Genau genommen sind es nur 2 "Mütter" : Horst Lichter und Krimis, aus etwas anderem besteht praktisch das gesamte Programm der Woche nicht. Angefangen haben sie mal als "junger Sender", davon ist nichts mehr übrig geblieben. Ansonsten lassen sie sich fast jeden Tag für ihre tollen Quoten (die eigentlich als ÖR-kanal keine Rolle spielen sollten, weil sie das Geld eh in den Allerwertesten gepustet kriegen) feiern, weil den normalen Bürger scheinbar außer Krimis nichts mehr interessiert...


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Offline seppl

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Re: ZDFneo-Chefin: „Wir denken jede Idee auch non-linear“
« Antwort #2 am: 06. Februar 2018, 21:08 »
Aus dem Text lese ich nur, dass der Sinn der ganzen Veranstaltung ZDF Neo ist, Zuschauer "zu erreichen". Da ich das nicht schaue, weiss ich nicht, ob die Dramaserien, Koproduktionen und hochwertige Lizenzware irgendwie dem Zuschauer einen besonderen Vorteil bieten, wie es eigentlich für die öffentlich rechtlichen gedacht war. Bei "hochwertiger Lizenzware" bin ich nicht mal sicher, ob es sich überhaupt um Medienerzeugnisse handelt. Es könnte dabei auch um Porzellanmainzelmännchen gehen, die hier angepriesen werden.
Frau Emmelius hat den Sinn, dass der öffentlich rechtliche Rundfunk Sendungen produzieren sollen, die von gesellschaftlicher Relevanz sind und von anderen nicht produziert werden wollen/ können völlig aus den Augen verloren. Es spricht die reine Managerin eines Unternehmens. Dieses Unternehmen hat Akzeptanzprobleme. Anstelle diese Probleme aufzugreifen und daran zu arbeiten, tut sie das, was in anderen Industriezweigen auch üblich ist: Mit einem aus statistischem Material herausgedrehtem absolut auf toll getrimmtes Abbild der Unternehmenssituation zu präsentieren. Ehrlich, ich muss nur lesen

Zitat
Im vergangenen Jahr erzielte der Sender einen Marktanteil von 1,8 Prozent in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen und 2,9 Prozent bei den Zuschauern ab drei Jahren.

dann weiss ich, dass da was nicht stimmt. Irgendwie ist es lächerlich, einen Erfolg mit Dreijährigen zu begründen. Diesen Personenkreis im Zusammenhang mit Bewegtbildmedien überhaupt zu erwähnen. Schon diese Formulierung lässt darauf schliessen, dass es gar nicht anders mehr möglich ist, eine völlige Pleite schönzureden. Und dass Frau Emmelius ohne drüber nachzudenken dafür sogar Dreijährige als ernstzunehmendes Statistikmaterial wahrnimmt.

Worte wie "starkes Wachstum" und "höchste Zugewinne" meinen: es guckt keiner, aber es werden mehr. Über den Erfolg, die Quote - und nicht zu vergessen: auch die Qualität - sagt dieses überhaupt nichts aus.

Das wichtigste im Text ist es gewesen, möglichst viele positiv belegte Worte einzubauen, wenn es nichts zu erzählen gibt. Ganz die gelernte Unternehmensmanagerin.


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« Letzte Änderung: 06. Februar 2018, 21:22 von seppl »
„Eine ewige Erfahrung lehrt jedoch, daß jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu mißbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stößt. Wer hätte das gedacht: Sogar die Tugend hat Grenzen nötig. Damit die Macht nicht mißbraucht werden kann, ist es nötig, durch die Anordnung der Dinge zu bewirken, daß die Macht die Macht bremse.“ (Montesquieu)

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