Autor Thema: Der Rückhalt schwindet  (Gelesen 1032 mal)

Offline ChrisLPZ

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Der Rückhalt schwindet
« am: 01. Februar 2018, 21:03 »

Bildquelle: http://up.picr.de/31699542hx.jpg

Bayrische Staatszeitung, 01.02.2018

Der Rückhalt schwindet

ARD und ZDF wollen mehr Geld – was aber fehlt, ist eine echte Zukunftsdebatte über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Von Angelika Kahl

Zitat
Es war alles andere als ein geglückter Start: Noch bevor Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks, zum 1. Januar 2018 den Vorsitz der ARD übernahm, provozierte er mit der Forderung, den Rundfunkbeitrag zu erhöhen. Drei Milliarden Euro mehr seien ab 2021 nötig, um gravierende Einschnitte im Programm zu vermeiden. Bei Technik und Verwaltung zu sparen sei schon weitgehend ausgereizt, „denn das tun wir seit Jahren“, sagte Wilhelm.

Die Provokation liegt dabei gar nicht so sehr in der Forderung nach mehr Geld. Auch wenn sich so mancher Gebührenzahler zu Recht fragen dürfte, warum der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit gut acht Milliarden Euro im Jahr nicht auskommt. Tatsächlich ist der Beitrag aber bereits seit 2009 stabil, wurde 2015 auf 17,50 Euro abgesenkt** – trotz der allgemeinen Teuerung der vergangenen Jahre. […]

Die Hauptprovokation besteht darin, dass Wilhelm die Gebührendebatte anstößt, ohne eine offene Diskussion über die Reformbereitschaft der Sender zu führen. Und über eine Neudefinition des öffentlich-rechtlichen Auftrags in einer Medienwelt, die sich signifikant von der der 1950er-Jahre unterscheidet. Stattdessen kommt der Offenbarungseid: Sparpotenzial sei keines mehr vorhanden. Einzig verbleibende Lösung also: mehr Geld. […]

Braucht es 21 TV-Sender und 66 Hörfunkprogramme?
Dazu wird es erst mal nicht kommen, das weiß auch ARD-Chef Wilhelm. Denn der Rückhalt in der Politik ist nach wie vor groß. „Wir brauchen einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Garant für Regionalität und Qualität in einer sich durch die Digitalisierung stark wandelnden Medienlandschaft“, heißt es auf BSZ-Anfrage aus der bayerischen Staatskanzlei. […]

„Die Frage eines zeitgemäßen Auftrags und die Überprüfung der hohen Zahl der Spartenprogramme dürfen nicht ausgeklammert werden“, fordert CSU-Vizegeneralsekretär Markus Blume. […]

Weiterlesen auf:
http://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/politik/detailansicht-politik/artikel/der-rueckhalt-schwindet.html

** Anmerkung
Setze eine Halbwahrheit in die Welt, wiederhole sie bis zum Erbrechen (so zu hören bei Wille, Wilhelm, Marmor, Boudgoust, Dreyer, ...) und die Journalist(inn)en käuen es nur all zu oft unreflektiert wieder.
Wesentliche vorenthaltene Informationen:
- Seit Januar 2013: Von 0 auf 17,98€ für zuvor abgemeldete Nichtnutzer
- Seit Januar 2013: zuvor komplett befreite behinderte Mitmenschen bezahlen nun einen reduzierten Rundfunkbeitrag
- Seit Januar 2013: ehemalige "Nur-Radiohörer" bezahlen von einem Tag auf den anderen das Dreifache (2012 5,76€ -> 17,98€)
- Seit Januar 2013 (bis 2016) annähernd 2 Milliarden Euro an Mehreinnahmen (die nun peu à peu vom "Sperrkonto" genommen und verpulvert werden)
- Beitragssenkung 2015: Von der KEF wurde wegen der erwähnten Mehreinnahmen eine Senkung von 17,98€ auf 17,25€ gefordert, die Rundfunklobbypolitik machte dann eine Senkung auf 17,50€ daraus und bildeten evtl. rechtswidrig weitere Rücklagen.


Daten und Diagramme zur Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,20637.msg133470.html#msg133470

Zitat von: Angelika Kahl
Die Provokation liegt dabei gar nicht so sehr in der Forderung nach mehr Geld
Da kann man folglich durchaus anderer Meinung sein


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« Letzte Änderung: 02. Februar 2018, 21:49 von Bürger »

Offline Kurt

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Re: Der Rückhalt schwindet
« Antwort #1 am: 01. Februar 2018, 22:05 »
@Chris:  hast Du die **Anmerkung an Angelika Kahl adressiert oder nur hier eingetragen?

Gruß
Kurt

PS:

Zitat
Online:
Angelika Kahl
angelika.kahl(at)bsz.de
Tel. (0 89) 29 01 42-10
Quelle: Impressum Bayerische Staatszeitung > http://www.bayerische-staatszeitung.de/impressum.html


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"Deutschland, unendlich viele (ok: 16) Bundesländer. Wir schreiben das Jahr 2018. Dies sind die Abenteuer abertausender ÖRR-Nichtnutzer, die sich seit nunmehr 5 Jahren nach Beitragseinführung immer noch gezwungen sehen Gesetzestexte, Urteile usw. zu durchforsten, zu klagen, um die Verfassungswidrigkeit u. die Beitragsungerechtigkeit zu beweisen. Viele Lichtjahre von jeglichem gesunden Menschenverstand entfernt müssen sie sich Urteilen unterwerfen an die nie zuvor je ein Mensch geglaubt hätte."

Offline jedi_ritter

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Re: Der Rückhalt schwindet
« Antwort #2 am: 01. Februar 2018, 23:01 »
Man benötigt überhaupt keine Debatte mehr über das parasitäre System à la DDR namens ARD ZDF D-Radio. So wie die abscheuliche Berliner Mauer zur Freude aller Bürger zerfiel, genauso muss es mit diesem Rundfunk-Lobby Monstrum geschehen. In einem vernünftig regierten, gesetzkonformen sowie ausgeglichenen Land wäre diese Belästigung samt Erpressung schon längst Geschichte.


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« Letzte Änderung: 02. Februar 2018, 21:50 von Bürger »
Möge die Macht des Grundgesetzes Zwangsbeitrags-Imperien stürzen.

Offline Nevrion

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Re: Der Rückhalt schwindet
« Antwort #3 am: 02. Februar 2018, 07:57 »
Zitat
Tatsächlich ist der Beitrag aber bereits seit 2009 stabil, wurde 2015 auf 17,50 Euro abgesenkt

"Wer immer wieder dasselbe sagt, hat recht." - Max Uthoff

In diesem Fall darf man jedoch getrost von einer Falschmeldung ausgehen, denn für alle die 2009 entweder gar keinen Beitrag oder nur den Beitrag für Radio oder Fernseher bezahlt haben, zahlen seit 2012 ja nun für beides, selbst wenn sie gar nichts oder nur eines davon haben. Irgendwie wird Beitragsstabilität hier wirrer weise immer nur aus Sicht des Beitragsservice errechnet.


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Offline Spark

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Re: Der Rückhalt schwindet
« Antwort #4 am: 02. Februar 2018, 11:01 »
Zitat Eingangsartikel:
Zitat
Tatsächlich ist der Beitrag aber bereits seit 2009 stabil, wurde 2015 auf 17,50 Euro abgesenkt – trotz der allgemeinen Teuerung der vergangenen Jahre.

Hierbei handelt es sich um ein immer wiederholtes sogenanntes Scheinargument.
Das würde aber im Umkehrschluss bedeuten, dass sich die Einnahmen seit 2009 nicht verändert hätten. Im Gegenteil, mit der Senkung auf 17,50€ in 2015 und der allgemeinen Teuerung der letzten Jahre müßten die Rundfunkanstalten heute geringere Einnahmen bzw. weniger Geld haben, als es 2009 der Fall war.
Also kann die obige Graphik irgendwie nicht korrekt sein, oder aber es wird hier einfach immer wieder mit Halbwahrheiten gearbeitet.

Kritische Journalisten sollten vielleicht nicht einfach alles blind übernehmen, was ihnen so vorgesetzt wird, auch wenn das oft am einfachsten und bequemsten ist.
Übrigens wurden die Erklärungen für die Mehreinnahmen auch größtenteils blind übernommen. Wenn man da an die vielen Artikel über die pösen, pösen "Schwarzen Seher" denkt.


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"Wenn so eine Welle des Aufruhrs durch das Land geht, wenn "es in der Luft liegt", wenn viele mitmachen, dann kann in einer letzten, gewaltigen Anstrengung dieses System abgeschüttelt werden."
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Offline 118AO

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Re: Der Rückhalt schwindet
« Antwort #5 am: 02. Februar 2018, 11:08 »
Wie viel Geld wohl fehlen würde, wenn man den Zuschlag zu den diversen Sportgroßveranstaltungen bekommen hätte?!


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Offline Markus KA

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  • Das Ende des Rundfunkzwangsbeitrags naht!
Re: Der Rückhalt schwindet
« Antwort #6 am: 02. Februar 2018, 11:12 »
Die "Staatszeitung"???....ist das jetzt die Papierversion zum "Staatsfunk"?

Zitat
Bei Technik und Verwaltung zu sparen sei schon weitgehend ausgereizt, „denn das tun wir seit Jahren“, sagte Wilhelm.
Stellt sich die Frage, nach dem "was tun wir seit Jahren"? leider wird hier die komplette Aussage nicht vollständig zitiert.

Sollte es sich um das Thema Sparen handelt, worüber eine Aufstellung der genauen Zahlen nachzuweisen wäre,  könnte sich der Druck auf den BR steigern.

Zitat
„Die Einsparvorschläge von ARD und ZDF sind ein wichtiger erster Schritt“, sagt eine Sprecherin der Staatskanzlei. Sie betont aber auch: „Weitere Maßnahmen zur Strukturoptimierung müssen folgen.“

Zitat
Noch harscher fällt die Kritik der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) aus. Ihre Aufgabe ist es, den von den Sendern angemeldeten Finanzbedarf zu prüfen. Im Frühjahr erscheint der nächste Bericht. Der Vorwurf laut Medienberichten darin: keine neuen Ideen für Einsparungen, keine Strategie.

Und dann folgt noch der eigentliche Offenbarungseid zum Thema "Staatsfunk" und "Staatsferne":
Zitat
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KEIN ZWANGSBEITRAG - 20 MIO. MAHNMASSNAHMEN, 3 MIO. MAHNUNGEN, 1.3 MIO. VOLLSTRECKUNGSERSUCHEN - KEINE ZAHLUNG - ICH MACH MIT! - MIT 18 HAT MAN NOCH TRÄUME, MIT 18 BIST DU JETZT SCHULDNER BEIM BELANGLOSEN RADIOSENDER UND DAS LEBENSLÄNGLICH! 

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