Autor Thema: Als Claus Kleber merkte, dass ihm niemand mehr glaubt. Gar nichts.  (Gelesen 600 mal)

Offline Uwe

  • Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6.052
  • Angst und Geld habe ich nie gekannt :-)
    • gez-boykott.de

Bildquelle: http://up.picr.de/29459159fo.jpg

danisch.de (blog), 03.11.2017

Blamabel:
Als Claus Kleber merkte, dass ihm niemand mehr glaubt. Gar nichts.

Zitat
Und andere öffentlich-rechtliche Wirkungslosigkeiten.

(Fortsetzung von Kleber und die Tatsachen) http://www.danisch.de/blog/2017/10/31/kleber-und-die-tatsachen/

Das Fischblatt Die ZEIT bejammert, dass man den Medien nichts mehr glaubt, meint aber, dass daran nicht das etwa das öffentlich-rechtliche Fernsehen selbst schuld ist, sondern die rechtsradikalen Zuschauer.

Sag mir, was du von den Öffentlich-Rechtlichen hältst, und ich sage dir, wer du bist: Die Medienkritik ist zum ideologischen Grabenkampf geworden.

Es darf nicht etwa sein, dass man den Medien nicht mehr glaubt, weil sie unglaubwürdig sind. Das sind alles nur ideologische Kämpfe. Jeder edle Mensch schluckt widerstandslos, was ihm die Medien als Suppe vorsetzen. Autor dieses Krampfes ist übrigens Bernhard Pörksen, 47, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Als ob man Geisteswissenschaftlern heute noch etwas glauben könnte. Vor allem, wenn sie Vorwürfe erheben, die auf „alle rechts” hinauslaufen.

Anlass ist, dass Claus Kleber auf die Schnauze gefallen ist. Im übertragenen Sinne.

Der nämlich habe ein Experiment durchgeführt und sich in einen vollbesetzten Heidelberger Hörsaal gestellt und erzählt, dass man sich politisch mit der Regierung abspreche, was man bringen darf und muss, und was nicht. Eigentlich wollten sie damit eine Reaktion provozieren, die Leute im Stil von Versteckte Kamera reinlegen.

Nur: Es gab keine Reaktion. Die Studenten haben es einfach so geglaubt, weil sie es normal fanden.

Man kann sich jetzt überlegen, über wen das mehr sagt, über Kleber oder über Heidelberger Studenten.
[..]

Weiterlesen auf:
http://www.danisch.de/blog/2017/11/02/als-claus-kleber-merkte-dass-ihm-niemand-mehr-glaubt-gar-nichts/


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln


Offline maikl_nait

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 558
  • ...ceterum censeo, paludem esse siccandam
    • Sieb'n Millionen
Re: Als Claus Kleber merkte, dass ihm niemand mehr glaubt. Gar nichts.
« Antwort #1 am: 03. November 2017, 11:53 »
Hallo!

Ich erinnere mich an eine ör-Journalistin (Zimmermann?), die da bereits aus dem Nähkästchen geplaudert hatte, und an Tom Buschardt:
Zitat
[...] in der Politik- und Wirtschaftsredaktion eines ARD-Senders [...] haben wir überlegt, argumentiert, gerungen und gestritten über die Themen der nächsten Wochen. Das waren Themen, die uns als Redaktion wichtig waren und die wir gesellschaftlich für relevant erachteten [...]
Wir brauchen ARD und ZDF - aber nicht so!
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,24978.0.html
wo ich schrieb: "... und da haben viele Millionen gedacht, die Realität gäbe die Themen vor und es würde berichtet"

Danisch:
Zitat
Der [Kleber] nämlich habe ein Experiment durchgeführt und sich in einen vollbesetzten Heidelberger Hörsaal gestellt und erzählt, dass man sich politisch mit der Regierung abspreche, was man bringen darf und muss, und was nicht. Eigentlich wollten sie damit eine Reaktion provozieren, die Leute im Stil von Versteckte Kamera reinlegen.

Nur: Es gab keine Reaktion. Die Studenten haben es einfach so geglaubt, weil sie es normal fanden.

Sie haben es eher als "der Kleber plaudert aus dem Nähkästchen" aufgenommen. Als die "reine Wahrheit". Weil es ihren Erfahrungs- und Erwartungswerten entsprach. Unabhängig davon, ob das "Bild" dieser Erfahrungs- und Erwartungswerte real ist (dazu kann und darf sich jeder seine Meinung bilden), Kleber hat dem Bild entsprochen.

Warum sich keiner aufgeregt hat? Zum einen fehlte die Dissonanz zum vorhandenen "Bild", und damit auch der Schock-Moment des Neuen, Unerwarteten. Zum anderen, wieso sollte sich jemand aus einer Gruppe von überwiegend Nicht-Nutzern des örR aufregen -- da kommt jemand, und bestätigt das "Bild", daß man ohnehin von einem Medium hatte, dessen Marktanteil in der Gruppe progressiv rückläufig ist.

Daß die Studenten dieses "Bild" vom örR haben, überrascht nicht. Auch daß der örR dem "Bild" entspricht -- das kann jetzt nicht wirklich überraschen. Das Kleber angeblich "überrascht" ist, überrascht schon etwas -- denn glaubwürdig ist diese "Überraschung" Klebers nicht. Der Mann ist Propagandist und kennt die Mechanismen. Die Kampagnen des örR zur Diffamierung jeder Kritik arbeiten genau nach diesen Mechanismen.

Es werden Themen gemacht statt Fakten berichtet.

Danisch:
Zitat
Zitat
Über das Programm und die Marktmacht der Öffentlich-Rechtlichen muss debattiert und gestritten werden genauso wie über Fehler und Fehlleistungen einzelner Zeitungen oder Netzportale.

Allein schon die Fragestellung zeigt wieder die Denkmuster: objektiv "Programm", "Marktmacht" bei örR und "Fehler", "Fehlleistungen" von Zeitungen -- also geht es doch nur um Deutungshoheit, und um eine Schmierkampagne gegen vom örR unabhängige Zeitungen und Portale.

§1 Wenn der örR gewinnt -- ist es "Markt".
§2 Wenn der örR nicht gewinnt, setzt wer "Macht" ein, und dann ist es wieder §1.

MfG
Michael


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln

« Letzte Änderung: 03. November 2017, 15:43 von Bürger »
- "Überflüssige Gesetze tun den notwendigen an ihrer Wirkung Abbruch." - Charles de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu
- qui custodiet custodes manipulatores opinionis?

Tags: