Autor Thema: Zum generellen Umgang mit öffentlichen Stellen wie der GEZ und den LRAen  (Gelesen 3358 mal)

Offline schoen-GEZahlt

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Ich habe heute mal einen Tag hier "geopfert" und ein wenig gestöbert und mir fällt bei praktisch jedem Beitrag immer wieder dasselbe Verhaltens-Muster
der Betroffenen auf.

Das folgende Beispiel mag reichlich off-topic sein, aber es ist dennoch 1:1 auch auf die GEZ anwendbar. Ich habe vor vielen Jahren meine Abmeldung
bei der GEZ auf diese Weise durchgedrückt inklusive einer 1A-Abmeldebestätigung innerhalb von vier, in Worten: VIER Werktagen und mache das
auch heute noch so:


Generelle Verhaltensweise gegenüber öffentlich-rechtlichen Stellen, Behörden und sonstigen Stellen jedweder Art (auch privat-rechtlichen)

Es ist mir schon seit jeher extrem lästig, mich mit kleinen Wasserträgern abzumühen. Warum sollte ich auch mit Schmidtchen reden und Schmidt hockt nebenan!?
Die GEZ will was von mir, da ist es das mindeste, dass ich das mit demjenigen kläre, der in letzter Konsequenz immer alle Befugnisse hat - der Häuptling - und zwar
auf Augenhöhe! (Nicht falsch verstehen, auch der Boss kann keine kulanten Entscheidungen treffen, aber darum geht es auch nicht)


"Wie man sich wehrt, so wird man geehrt"

Als Zivildienstleistender stellte ich einmal einen Antrag auf eine Dienstbrille auf dem normalen Dienstweg. Sechs Monate und etliche Anfragen später
war immer noch nichts entschieden. Dann - einen (wenig höflichen) Brief später, an den Präsidenten des Bundesamtes für den Zivildienst - PERSÖNLICH,
und per Einschreiben mit Rückschein - bekam ich nach gerade mal einer Woche die Antwort. Warum? Weil der Boss es jetzt notgedrungen zur
Chefsache machen musste, wenngleich letztlich doch ein Sachbearbeiter genannt wurde. Der Bescheid wurde zwar abgelehnt, aber, viel wichtiger, ich
hatte endlich eine definitive Aussage und wusste woran ich war. Praktisch jede weitere Anfrage - bis hin zur Erteilung eines Dienstzeugnisses bzw. der
Entlassungspapiere, richtete ich in gleicher Weise an den Präsidenten und bekam die Vorzugsbehandlung, von der ich überzeugt bin, dass ich sie auch
verdiene.

Seither mache ich das immer so. Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich auch, mich brav an den Dienstweg halten zu müssen. Denkste! Wohin das führt war
mir ja nun bekannt. Ich hab mich nie wieder daran gehalten: Sei es alle Jahre wieder mit GEZ-Anfragen nach inzwischen womöglich hinzugekommenen
Geräten, unsinnigem Mist seitens der Agentur für Arbeit, dem Landratsamt, Versorgungsamt, Krankenkasse, ja, selbst hinsichtlich Beschwerden bei
irgendwelchen Firmen. Stets behellige ich den großen Boss damit um sicherzustellen, dass der die Basisarbeit, über die er sich jahrzehntelang selbst hoch-
gedient hat, auch garantiert nicht verlernt.  :P

Andererseits: Wann immer ich versucht habe, etwas direkt mit einem Sachbearbeiter zu klären, womöglich auch noch freundlich und gütlich, ging dies
derart nach hinten los, dass nach Wochen und Monaten immer noch nichts erreicht war oder ich mich schließlich in der Zugeständnis-/Kompromiss-Falle
wiederfand, in der ich eigentlich nicht landen wollte.

Insbesondere bei Institutionen wie der GEZ ist ein freundlicher Ton mit "Bitte" und "Danke" nicht angebracht, auch wenn man sonst damit sehr weit kommt.
Denn die sind bekanntlich gegen so ziemlich alles immun, was nicht ihren Zwecken dient - und auch gegen Freundlichkeit und insbesondere Fairness.

Sich direkt an den Obersten zu wenden, persönlich, per Einschreiben mit Rückschein hat ausserdem noch diese Folge:
Diese Person wird jetzt mit einer Aufgabe belästigt, die eigentlich nicht ihre ist. Und ich mache ihr unmissverständlich deutlich, dass ich SOFORT, OHNE AUFSCHUB
und mangels Kompetenz der ihr unterstellten Mirarbeiter AUSSCHLIESSLICH MIT IHR SELBST überhaupt noch bereit bin, die Sache zu klären. Auch mache ich generell
keinen Hehl daraus, was diese Person erwartet, wenn ich nicht von ihr die entsprechende Leistung, die ich erwarte, bekomme (zum Beispiel rechtliche Schritte und
ggf. Einklagen der mir dadurch entstehenden Unkosten).

Das ist natürlich nicht nett, aber ich will halt auch nicht nett sein, sondern ich will vorankommen. Die Gegenseite ist schließlich auch nicht nett zu mir.
Der Häuptling muss sich jetzt also, ob er will oder nicht, mit mir und meinem Anliegen befassen; das hält ihn zunächst davon ab, seiner regulären Tätigkeit
nachzugehen. Denn selbst wenn er das jetzt doch wieder delegiert, muss er die zeitnahe Umsetzung durch seinen Stab jetzt trotzdem selbst kontrollieren.
(Das ist das extrem Unangenehme an Chef-Sachen.)

Auf die Spitze getrieben bedeutet das: Würde jede/r hier, die/der ein wie auch immer geartetes Problem mit dem Verein hat, direkt die Chefetage damit belasten,
dann würde "denen da oben" ziemlich schnell bewusst werden was Sache ist. Solange die Arbeit der Wasserträger aber nicht am Chef hängen bleibt, wird sich nie
 was ändern können, denn logischerweise werden selbst bei Nachfragen "von oben" die entsprechenden Abteilungs- und Referatsleiter IMMER behaupten, dass
alles in Ordnung ist. Und der Chef wird das glauben.

Und jetzt treiben wir die Spitze noch etwas auf die Spitze:
Da die GEZ eh nur der verlängerte Arm der jeweiligen Landesrundfunkanstalt ist, beschäftigen wir nicht nur den Geschäftsführer der GEZ mit diesem Vorgang,
sondern stets auch (in Kopie) den jeweiligen Intendanten (und zusätzlich auch dessen Stellvertreter und Stellvertreter-Stellvertreter). Das hat Methode. Denn
jetzt müssen sich allein bei der LRA schon drei (!) Bosse damit beschäftigen. Und auch der GEZ-GF wird sicherlich noch einen Vize haben, den man auch vorzüglich
beschäftigen kann. Und wann immer dann schließlich Post aus dem Laden kommt und irgendein Sachbearbeiter genannt ist, melden wir uns wieder bei wem? -
richtig - dem großen Häuptling (und allen anderen bei der LRA). Denn jetzt muss der sich erst wieder mit dem SB kurzschließen. Das kostet ihn enorme
Zeit, bindet seine Kräfte und ist nervig ohne Ende, weil er sich permanent wieder selbst um den ungeliebten Fall kümmern muss, den er längst erledigt glaubte.

Und so setzt sich das fort.

Merke: Würde die GEZ-Sippe nicht tun was sie tut, wäre sie arbeitslos. Und Arbeitslose haben nach Meinung gewisser Stellen nichts zu tun.
Und deshalb müssen sie stets beschäftigt werden. Das nennt man dann Arbeits-Beschaffungs-Massnahmen, oder neu-bürokratisch: Ein-Euro-Jobs,
pardon - "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwands-Entschädigung". Und selbstverständlich sollte man das auch mit der GEZ so machen, denn so
verhindert man langfristig, dass die Junx und Mädels einem böse Streiche spielen können.




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« Letzte Änderung: 17. März 2011, 21:07 von schoen-GEZahlt »

Offline bullpro

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An wen persöhnlich von der GEZ wäre das am besten?

Gibt doch da soviele Heinis oder einfach an den Buchholz?

http://www.gez.de/die_gez/organisation/index_ger.html


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