Autor Thema: Interview mit früherer RBB-Intendantin Dagmar Reim: Ein großes Maß an Freiheit  (Gelesen 622 mal)

Offline ChrisLPZ

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medienkorrespondenz.de, 17.01.2017

Interview mit der früheren RBB-Intendantin Dagmar Reim
Ein großes Maß an Freiheit

von Dieter Anschlag

Zitat
Dagmar Reim, geb. am 4. November 1951, war von Mai 2003 bis Juni 2016 Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), der bei ihrer Amtsübernahme aus der Fusion von Sender Freies Berlin (SFB) und Ostdeutschem Rundfunk Brandenburg (ORB) entstanden war. Reim war die erste Frau an der Spitze eines ARD-Senders, zweimal wurde sie vom RBB-Rundfunkrat wiedergewählt. Ihre dritte Amtszeit hätte eigentlich noch bis April 2018 gedauert; doch Reim entschied sich aus privaten Gründen dafür, Mitte dieses Jahres als Intendantin aufzuhören [..]

[..]
MK: War diese Grundvoraussetzung des neuen Senders RBB tendenziell eher ein Problem oder eher eine Chance?

Berlinerinnen und Berliner neigen zur Selbstgeißelung

Reim: [..] Gleichwohl hatte die Fusion große Schmerzen verursacht, vor allem auch deshalb, weil wir finanziell katastrophal dastanden. Der RBB war als einer der kleinsten ARD-Sender stets sehr klamm und es wird heute gerne übersehen, wie schwierig die finanzielle Konsolidierung war. Das hat extreme Sparprogramme gefordert, die den Kolleginnen und Kollegen sehr viel abverlangt haben. Wir haben jahrelang niemanden einstellen können. Diese Leute fehlen dem RBB heute.

MK: Auch heute kann man sie nicht ohne weiteres einstellen, oder?

Reim: Aber es ist jetzt finanziell sehr viel besser, was bekanntermaßen vor allem mit der Umstellung auf den allgemeinen Rundfunkbeitrag zu tun hat. Das hat dem RBB viel Geld eingebracht.
[..]
MK: Wie sehen Sie die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Zeit des Digitalen, der Vervielfachung der Programme, des zunehmenden non-linearen Medienkonsums?

Reim: Ich glaube, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine besonders große Chance hat. Wir erleben eine Multiplikation der Angebote und eine unfassbare Beschleunigung des Umschlags von Information. Je mehr wir davon haben, desto wichtiger ist es, verlässliche Wegmarken, Orientierungspunkte aufzubauen. Wer könnte das, wenn nicht der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der ohne Einfluss, ohne wirtschaftliche Interessen ist? Er muss eben – aber das gilt ja immer – auf der Höhe seiner Zeit sein.
[..]


Weiterlesen auf:
http://www.medienkorrespondenz.de/leitartikel/artikel/ein-grosses-mass-annbspfreiheit.html

Kommentar
Sollte die Umstellung auf den Rundfunkbeitrag damals nicht einkommensneutral erfolgen?
Die "zufälligen" Mehreinnahmen von über 1,6 Milliarden Euro wurden ja dann angeblich auf ein Sperrkonto gelegt und nur zu einem kleinen Teil durch eine Rundfunkbeitragssenkung 2015 indirekt dem Bürger zurückerstattet. Der übrige Betrag fliesst nun sei ein paar Monaten an die Rundfunkanstalten.
Woher kommt die Aussage Frau Reims, dass der RBB von der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag noch zu ihren Intendantenzeiten zu einem Geldsegen für den RBB geführt habe?


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Offline pjotre

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Man besichtige das Foto  und lese den Bericht - schmerzlich vermissen wir Narzissmus, Eitelkeit, Botox, Haare-Optimierung usw.usw.. Wer das beim Lesen anderes empfindet, der schäme sich!

Diese Journalistin verdiente sodann also etwa so viel wie die Bundeskanzlerin -

 und beklagt sich, dass so viele Mitarbeiter zu entlassen waren.
Mit der Absenkung Ihres Gehalts auf Journalisten-Niveau hätte sie ja 10 davon den Arbeitsplatz erhalten können. Heuchelei?

Und der eigentliche Chef war wohl Dr. Binder,
dem die Zusammenführung der 2 Sender Berlin und Brandenburg zugeschrieben wird - und nicht Frau Reim? Da hatten wir also beim kleinsten Sender gleich 2 Multi-Millionäre, die sich vom Wegpfänden der letzten Euros der Ärmsten ihre Milliönchen verdienten?

Und wofür erhielt sie in diesen Monaten des Bundesverdienstkreuz? Vielleicht, weil sie den RBB derart in der Quote herunterwirtschaften ließ, dass man ihn ersatzlos abschalten könnte, und kaum jemand würde es merken? Der RBB wurde unter ihr zum Schlusslicht der ARD-Sender.

Bundesverdientskreuz voll verdient - Beweis geführt, dass das Staatsfernsehen überflüssig ist und niemand merkt was beim Abschalten.
Dank an Frau Reim, das war ein guter Anfang.

Stimmt es, dass intern gemunkelt wird, ihr Versagen sei der Grund für den Austausch mit der Journalistin Schlesinger? Also nichts da mit freiwilligem Rückzug aus den üblichen "privaten Gründen"?

Nachdem von hier ein 50-seitiger Forderungen-Katalog für Neuordnung des Staatsfernsehens ARD etc.
Ende September 2016 dem RBB zugestellt wurde, hat Dr. jur. Binder bei Fristablauf (1 Monat) sein Amt niedergelegt. Ein guter Anfang und aufrichtiges Kompliment an Dr. Binder. Jedenfalls stellt man sich positivierend vor, er müsste wohl erkannt haben, dass es so nicht weitergehen darf und dass er für Fortsetzung der Rechtsverstöße nicht Verantwortung tragen will. Da sind aber noch rund 10 werdende Multi-Millionäre zu viel in Deutschlands Senderspitzen.

So lange bei rund 1 Millionen alleinerziehenden Müttern die letzten Euros des Monatsendes weggepfändet werden, um auch die Multi-Millionen von Journalistinnen zu alimentieren, darf unser Zorn kein Zugeständnis kennen. Natürlich nennen wir das höflicherweise nicht staatlich verordnete kapitalistische Ausbeutung der Masse der 4 Millionen Ärmsten im Land inklusive alleinerziehende Mütter (rund ein Vietel davon). Da vergreift man sich am Kindeswohl? Wir nennen es ganz einfach "unerträglich".


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