Autor Thema: Beitragsservice von ARD und ZDF – Denn sie haben Bock auf mehr  (Gelesen 5239 mal)

Offline René

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Beitragsservice von ARD und ZDF
Denn sie haben Bock auf mehr

Quelle: FAZ

Zitat:
»Der „Beitragsservice“ von ARD und ZDF hat 2015 8,1 Milliarden Euro
einkassiert. Wir haben uns vor Ort in Köln-Bocklemünd umgesehen. Hier
zeigt sich, wie gigantisch der Aufwand für den Rundfunkbeitrag ist.«



Foto: © WDR/Michael Fehlauer

Zitat:
»Den Rüssel muss man gesehen haben. Ein Hochleistungsrüssel. Aus einer Aussparung schießt er nach oben und schnappt sich mittels Unterdruck das nächste Kuvert einer endlos nachdrängenden Reihe von Briefen. Man liegt nicht ganz falsch, wenn man sich ausmalt, wie dieser Rüssel sich in die Taschen von 44,66 Millionen Deutschen schlängelt und jeweils 17,50 Euro heraussaugt - Monat für Monat. Wir befinden uns schließlich im inneren Heiligtum des Beitragsservice, der nicht eben sonderlich beliebten Gebühreneinzugszentrale von ARD, ZDF und Deutschlandradio. „Wir haben Bock“, haben die vom eigenen Image Genervten groß auf Verschenk-Notizblöcke geschrieben und dann klein: „Ihnen mehr zu erklären“. Bock hin oder her: Das ist kommunikationstechnisch ein merklicher Unterschied zu den eher drohenden „Schon GEZahlt?“-Werbespots mit pupsenden Schafen auf dem heimischen Sofa („Wir finden alle schwarzen Schafe“). Man will jetzt Service sein. Der Service besteht freilich weiterhin in der Erinnerung an die Zahlpflicht.«

Kurzkommentar: Man kann ob der Verhöhnung nur mit dem Kopf schütteln.

Weiterlesen:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ein-besuch-beim-beitragsservice-von-ard-und-zdf-14289302.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2


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« Letzte Änderung: 17. Juni 2016, 00:01 von Uwe »

Offline lex

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Zitat
Die Menschen da draußen wüssten gar nicht, was sie für 17,50 Euro alles bekämen
Doch wissen sie, Verstoße gegen EU Charta und Verstoße gegen deutsche Grundgesetze.

Zitat
Eine Programmoffensive sei angebracht. Oder eine rabiate Aktion wie bei der BBC, die Kritikern eine Zeitlang das Programm abdrehte
gerne auch für immer


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Offline ChrisLPZ

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Ein wirklich lesenswerter Artikel. Danke FAZ!

Zitat
Die Menschen da draußen wüssten gar nicht, was sie für 17,50 Euro alles bekämen
Doch wissen sie, Verstoße gegen EU Charta und Verstoße gegen deutsche Grundgesetze..
Zudem:
- den teuersten, sich mit einer "Grundversorgung" legitimierenden, öffentlichen rechtlichen Rundfunk der Welt, der mit > 8 Milliarden (!) €/Jahr genährt wird.
- unglaubliche Intransparenz und unbeschreibliche Arroganz gegenüber den Zahlungspflichtigen
- Intendanten mit Jahresgehältern von 300.000€
- Moderatoren mit Millionengagen
- ein nicht mehr zu durchschauendes Geflecht von unzähligen Tochterfirmen, die zu Wettbewerbsverzerrung führen
- Einen nicht kritikfähigen Apparat, der mit vorgespielter Kontrolle die von der bezahlenden Bevölkerung geäusserte Kritik und Bedenken gegen eine Wand laufen lässt
- Ein Apparat, der eine der größten Datenbanken mit Bevölkerungsdaten vorhält und datenschutzrechtliche Bedenken mit den Füßen tritt
- Ein Apparat, der Nachrichten in Eigeninteresse filtert und vorenthält
- Ein Apparat, der mit unzähligen Skandalen behaftet ist, die zu keinen nennenswerten Konsequenzen führten
- und und und...

Zitat
Eine Programmoffensive sei angebracht. Oder eine rabiate Aktion wie bei der BBC, die Kritikern eine Zeitlang das Programm abdrehte
gerne auch für immer
Sehe ich genauso. Mal davon abgesehen, dass diese Aussage wieder einmal impliziert, dass alle Kritiker den örR nutzen würden.
Viele würden es vermutlich gar nicht bemerken, wenn der örR einmal für einen Monat die Kanäle dicht macht.
Wieviele das wären, wäre es jedenfalls Wert einmal zu ermitteln ;)

Zitat von: FAZ Artikel "Beitragsservice von ARD und ZDF Denn sie haben Bock auf mehr"
Vor den lautstarken Beitragsverweigerern fürchtet man sich jedenfalls nicht. Im vergangenen Jahr seien gerade einmal 3800 Klagen eingereicht worden, „absolut überschaubar“.
Ein Grund mehr zu klagen!


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« Letzte Änderung: 16. Juni 2016, 15:10 von ChrisLPZ »

Offline pinguin

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Zitat
Die Menschen da draußen wüssten gar nicht, was sie für 17,50 Euro alles bekämen
Doch wissen sie, Verstoße gegen EU Charta und Verstoße gegen deutsche Grundgesetze.
Sicher? Wer sich nicht mit europäischen Belangen befasst, weiß ganz sicher nicht, daß es eine rechtsverbindliche Charta der Grundrechte der Europäischen Union hat und dem Bürger darin nicht nur ein informationelles Selbstbestimmungsrecht, (nennt man das so?), zugestanden wird, sondern auch, daß der Bürger hier keine Einwirkung von Behörden zu dulden braucht.


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Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten hat den Rang eines Bundesgesetzes, (BVerfG - 2 BvR 1481/04 - Rn. 30), und bricht gemäß Art. 31 GG jede Art von Landesrecht, welches sich außerhalb der vom Bund gesetzten Norm bewegt, (BVerfG - 2 BvN 1/95 - Rn. 66).

Keine Unterstützung für jene, die sich über die Verfassung des Landes Brandenburg hinwegsetzen und/oder die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten mißachten.

Offline lex

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@pinguin: Stimmt schon, ich selbst hab vieles davon erst hier gelernt. Vorher hatte ich nicht einmal gewußt, wie ein rechtskräftiger Bescheid auszusehen hat.
Eventuell sollte man hiermit ebenfalls an die Printpresse rantreten. Je mehr Leute aufgeklärt werden, je größer wird der Widerstand.


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Offline Philosoph

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Nett, wie man so nebenbei verleumdet wird:
Zitat
Die Mehreinnahmen seien zu fast neunzig Prozent durch das System der Direktanmeldungen zustande gekommen: Millionen schwarzer Schafe sind durch den Meldedatenabgleich 2013 aufgeflogen und bei fehlender Rückmeldung automatisch angemeldet worden. Im Jahre 2015 wurden 6,8 Millionen Erst- und Erinnerungsschreiben an die bis dahin unvermuteten Kunden verschickt und 1,7 Millionen Wohnungen angemeldet.
"Schwarze Schafe" können doch nur diejenigen sein, die zwar schauen, aber nicht zahlen wollen. Ich schaue weder noch werde ich zahlen.

Wie nennt man eigentlich diejenigen, die zwar schauen, aber nicht zahlen müssen, da schon ein anderer "Wohnungsinhaber"/Beitragsschuldner zahlt?

An dieser Stelle darf man sich wieder die Frage stellen, wie das Bundesverwaltungsgericht und der Bay. Verfassungsgerichtshof auf die Idee kommen, jeder, der einen "Vorteil" vom ö.r.R. hätte, müßte auch dafür zahlen? Und das sei die Allgemeinheit?!
Wenn jeder zahlen müßte, dann könnten sie den Beitrag gleich über das Finanzamt einziehen lassen. Das wäre zumindest hinsichtlich des jeweiligen Einkommens deutlich fairer als der jetzige Unsinn.
Wenn jeder zahlen müßte, dann müßten im privaten Bereich von über 80 Mio. Bürgern nicht nur ca. 44,6 Mio. Bürger zahlen, also deutlich weniger als 90%, wodurch sich "alle" definitiv nicht hinpauschalisieren läßt.
Allein daran sieht man schon den Verstoß gegen Art. 3 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 1 GG:
Zitat
Art. 19 Abs. 1 GG: Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muß das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. Außerdem muß das Gesetz das Grundrecht unter Angabe des Artikels nennen.
Das heißt, auch der vom Bundesverwaltungsgericht als hinnehmbarer Verstoß gegen Art. 5 Abs. 1 GG hätte im Gesetz (RBStV) genannt werden müssen. Zumindest kann nach diesem Urteil niemand mehr behaupten, es würden keine Grundrechte verletzt (von den EU-Rechten ganz zu schweigen).

Zitat
Mit den Vertretern der Alternative für Deutschland, die für die Privatisierung von ARD und ZDF eintritt, zugleich aber für einen steuerfinanzierten „Staatsrundfunk“, werde man sich gerne in den Rundfunkräten auseinandersetzen. Da seien schon die Piraten gezähmt worden.
An dieser Stelle kann man sich fragen, wer hier eigentlich wen beeinflußt.

Sorry, das mußte jetzt einfach raus...  >:(


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« Letzte Änderung: 17. Juni 2016, 21:45 von Philosoph »
Bayern

Widerspruchsverfahren: §§ 69-73 VwGO (Bundesrecht)

BVerfG zu Sonderbeiträgen: "Weinabgabe" - B. v. 4.2.1958 (2 BvL 31, 33/56); "Berufsausbildungsabgabe" - BVerfGE 55,274, U. v. 10.12.1980; "Kohlepfennig" - BVerfGE 91, 186, B. v. 11.10.1994; "Straßenbaubeiträge" - B. v. 25.6.2014, 1 BvR 668/10.

BVerwG zu VA: B. v. 30.8.2006, 10 B 38.06; U. v. 23.8.2011, 9 C 2.11.

Offline Leo

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  • "Gewalt zerbricht an sich selbst" (Laotse)
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ein-besuch-beim-beitragsservice-von-ard-und-zdf-14289302.html

Zitat
Den Rüssel muss man gesehen haben. Ein Hochleistungsrüssel. Aus einer Aussparung schießt er nach oben und schnappt sich mittels Unterdruck das nächste Kuvert einer endlos nachdrängenden Reihe von Briefen.

[...]

Der herausgesaugte Brief wird vom Postöffnungsautomaten im nächsten Schritt maschinell aufgerissen

[...]

Etwa sechzigtausend Briefe kommen hier täglich an

Und jetzt bin ich mal gespannt, wie dieser Hochleistungsrüssel funktioniert, wenn statt 60.000 Briefe jeden Tag 60.000 Päckchen oder Pakete ankommen.

Zu solchen und ähnlichen Tipps vergleiche:

Aktuell wirksame Maßnahmen gegen die Landesrundfunkanstalten und den BS
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,18743.msg122221.html#msg122221

Solche Vorgehensweisen sind vielleicht etwas unhöflich, aber recht harmlos im Vergleich dazu, was sich der BS in seinen eigenen Schreiben leistet:

Beabsichtigte Vertuschung in den formularbasierten Schreiben des Beitragsservice
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,7419.msg54341.html?#msg54341

Was das alleine schon ausmachen würde, wenn jeder die Portokosten investiert, um seinen Widerspruch als Päckchen zu schicken...


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« Letzte Änderung: 19. Juni 2016, 22:39 von Leo »

Offline FuerstBerg

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Vielleicht einfach die Briefe glänzend schwarz (Toner vom Laserdrucker) auf matt schwarz (schwarzes Papier) bedrucken, notfalls hilft der nächstgelegene CopyShop. Dunkelrot oder Dunkelblau machen sich teilweise auch ganz gut beim Scannen.


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