Autor Thema: Katrin Bauerfeind und Serdar Somuncu im Interview „Es gibt Zensur im Fernsehen“  (Gelesen 1403 mal)

Offline Uwe

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Katrin Bauerfeind und Serdar Somuncu im Interview „Es gibt Zensur im Fernsehen“

Quelle: Kölner Stadtanzeiger 15.04.2016

Somuncu:
Am schlimmsten ist es bei den Öffentlich-Rechtlichen, wo auch noch ein institutioneller Druck existiert. Beim WDR etwa wird wie im Politbüro zensiert. Da werden eigene Befindlichkeiten zum Maßstab dessen gemacht, was später zu sehen ist. Das ist ein Unding. Da muss man als Künstler sagen: „Ihr profitiert von uns. Ihr nehmt unsere Kunst und steckt sie euch in die Tasche. Und verdient an uns sogar Geld. Dann respektiert uns auch.“ Und das tun viele Leute nicht. Man mutet den Künstlern zu viel zu. Und die Künstler sind leider oft zu ängstlich. Totalitäre Systeme funktionieren immer nur über Angst.

weiterlesen auf:

http://www.ksta.de/kultur/katrin-bauerfeind-und-serdar-somuncu-im-interview--es-gibt-zensur-im-fernsehen--23895824


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Offline Uwe

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Kommentar von Nicole Houwer Joens

Eine kleine ÖRR-Politik-Zensur-Analyse!
Endlich!

Und so wie es beim WDR zugeht, so wird es natürlich auch beim ZDF gehandhabt. Die Annahme, dass die Provokation von Jan Böhmermann nicht beabsichtigt war ist meiner Meinung nach naiv.
Eine weitere Spaltung der Republik durch die "Böhmermann-Affaire" hat durchaus politische Vorteile. Das ZDF weiß also ganz genau, was es es tut. Sollte ich hier erneut den Bertelsmann-Konzern erwähnen? Oder darauf hinweisen, dass es schon länger her ist, seit die CDU geschlossen hinter unserer Kanzlerin stand? Meine Meinung nach wird hier mit voller Absicht vom ZDF gezündelt.

Mir tut es sehr leid für unsere Kanzlerin, dass bestimmte Medien-Kräfte, vor allem auch innerhalb der CDU, versuchen einen Keil nach dem anderen anzusetzen. Nun also der Böhmermann-Keil. Das ZDF zeigt seine Farben. ist das überhaupt noch CDU - oder geht es dort bereits in Richtung AFD? Nicht gut.
Meine Hoffnung bleibt die Deutsche Welle, denn auch innerhalb der ARD-Anstalten sind Spaltungen und Tendenzen zu beobachten, die vor einen Jahrzehnt undenkbar waren.


Quelle:
https://www.facebook.com/nicole.houwer?fref=nf

Vollzitat mit freundlicher Genehmigung von Nicole Houwer Joens


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« Letzte Änderung: 25. April 2016, 13:29 von Uwe »

Offline Roggi

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Warum sollte die Kanzlerin einem leid tun? Sie hat die Medien für ihre Zwecke missbraucht. Die Medien, in diesem Fall örR mit Böhmermann, haben für die Kanzlerin Satire produziert, die jedoch größtenteils als schlimme Beleidigung empfunden wird. Eigentlich wurde schlimme Beleidigung gegen Erdogan gesendet, die nun als Satire zurechtgebogen wird, im Namen aller Deutschen, weil wir ja alle Rundfunkteilnehmer sind und wir alle diesen Rundfunk freundlichst wohlwollend finanzieren. Erdogan hat Strafanzeige gegen Böhmermann gestellt, nach dem Paragrafen, der jedermann wegen Beleidigung zur Verfügung steht. Die Kanzlerin hat unnötigerweise daraus eine Strafanzeige wegen (umgangssprachlich) Majestätsbeleidigung gemacht. Diesen Paragrafen will sie abschaffen, wie sie kurz danach ankündigte. Wenn sie es rechtzeitig schafft, wird die Klage fallengelassen, weil in diesem Fall mit Entfall dieses Paragrafen auch der Klagegrund entfällt, sogar rückwirkend. Das wird ihr nicht erst eingefallen sein, nachdem sie ihr Machtwort zur Zulassung der Klage wegen Majestätsbeleidigung gesprochen hat. Das wird sie eiskalt geplant haben, zusammen mit den Verantwortlichen des örR, um ihre Ziele durchzusetzen im Umgang mit der Türkei. Ein Böhmermann dürfte zu unbedeutend sein, um diese Riesensauerei alleine auf Sendung zu bekommen. Wir alle wissen, dass normalerweise nichts anstössiges gesendet wird, weil die Gremlins das verhindern. Also ist Böhmermann erwiesenermaßen nur Kanonenfutter, verantwortlich sind letzendlich die Intendanten. Wir wissen aber weder, was da geplant wurde, noch ob etwas geplant wurde, aber wenn etwas in diesem Zusammenhang bekannt wird, ist es ein weiterer Beweis für die fehlende Staatsferne des örR. Es ist jedenfalls deutlich erkennbar, dass die Regierung den Rundfunk für ihre Zwecke missbraucht.


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