Autor Thema: NRW-Regierung will öffentlich-rechtlichen Radios ans Werbe-Geld  (Gelesen 1021 mal)

Offline ChrisLPZ

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meedia.de, 27.01.2016

Neues WDR-Gesetz zugunsten der Privaten:
NRW-Regierung will öffentlich-rechtlichen Radios ans Werbe-Geld

von Robert Campe

Zitat
Der nordrhein-westfälische Landtag wird heute über die Novellierung des WDR-Gesetzes entscheiden. Die rot-grüne Landesregierung plant, die Werbezeiten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk massiv zu kürzen – davon profitieren soll die private Konkurrenz. Das Vorhaben stößt beim WDR auf harsche Kritik. WDR-Intendant Tom Buhrow droht mit weiteren Sparmaßnahmen.

Geht es nach Vorstellungen der Regierung, soll die Werbezeit im öffentlich-rechtlichen Radio in zwei Etappen gesenkt werden. Der Gesetzentwurf, dem die Fraktionen von SPD und Grünen bereits zugestimmt haben, sieht vor, im Jahr 2017 die Werbezeiten von derzeit 90 Minuten bei drei Sendern zunächst auf 75 Minuten und maximal zwei Wellen zu reduzieren, bevor ab 2019 täglich nur noch 60 Minuten auf nur noch einer Welle erlaubt sein sollen. Bisher dürfen im Rundfunk des WDR die Sender 1Live, WDR2 und WDR4 Werbefenster zur Vermarktung anbieten.

Von der Novellierung erwarten die Regierungsparteien eine Umverteilung der Werbegelder in den privaten Mediensektor. Norbert Römer, Fraktionsvorsitzender der SPD: „Viele Lokalradios, die auf Werbefinanzierung angewiesen sind, befinden sich in einer wirtschaftlich angespannten Situation.“ Die Werbe-Verschärfungen für den WDR sollen nach Angaben der Politiker auch „zum Erhalt der medialen Vielfalt“ beitragen. Die Neuerungen führten laut Römer dazu, dass die 45 Lokalradios sowie ihre Veranstaltergemeinschaften und die dahinterstehenden NRW-Verlage „zuverlässig planen“ können….

Weiterlesen auf:
http://meedia.de/2016/01/27/neues-wdr-gesetz-zugunsten-der-privaten-nrw-regierung-will-oeffentlich-rechtlichen-radios-ans-werbe-geld/



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Offline Roggi

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Re: NRW-Regierung will öffentlich-rechtlichen Radios ans Werbe-Geld
« Antwort #1 am: 27. Januar 2016, 18:49 »
Meiner Meinung nach kann das bedeuten, dass die Werbezeiten des WDR gekürzt werden, damit die Privatradios keine Klage gegen örR anstrengen oder aber um deren Machenschaften nicht zu veröffentlichen, quasi ein Stillhalteabkommen. Die Privatsender haben sicherlich enorme Druckmittel in der Hand.
Es könnte auch bedeuten, dass einige wenige Politiker das mafiöse System nicht weiter unterstützen wollen und so langsam versuchen, den örR auf den Boden der Tatsachen zu holen.
Dass die Empörung Buhrows nur gespielt ist, dürfte jedem klar sein, der das System durchschaut hat. Es gäbe vermutlich nichts, worüber er sich empören müsste, wenn er seine dunklen Mächte einsetzen würde. Seine Justiziare schreiben bekanntermaßen die Gesetze zum Rundfunk selbst und er will nur einen Scheinbeweis liefern, dass die Gesetze auch gegen örR sein können. WDR wird schon eine Möglichkeit gefunden haben, die Beitragsgelder in ihre private Taschen zu lenken, dafür brauchen die sicherlich nicht mehr so viel Werbezeit wie bisher.
Wie erwähnt, nur Vermutungen, aber solche Nachrichten sind mit Vorsicht zu genießen und man muss sie gründlich hinterfragen. Durch die enormen Beitragsmehreinnahmen könnte örR locker auf die gesamten Werbeeinnahmen verzichten, aber das bedeutet Machtverlust, das wollen die ja nicht. Geld ist genug da, Macht kann schwinden.
Die Privaten haben sicherlich lange in Hinterzimmern verhandelt, um diesen Kompromiss auszuhandeln. Auf so etwas kommt kein Politiker von allein. Wenn WDR freiwillig etwas abgibt, muss da mächtig was am brodeln sein.


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Offline LeckGEZ

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Re: NRW-Regierung will öffentlich-rechtlichen Radios ans Werbe-Geld
« Antwort #2 am: 27. Januar 2016, 19:19 »
Dass die Empörung Buhrows nur gespielt ist, dürfte jedem klar sein, der das System durchschaut hat.

korrekt..

und schließlich wird durch Verkürzung der Sendezeit für Werbung das Produkt "begehrter", sprich teurer gemacht. Die Werbebranche wird sich darum prügeln die knappe Zeit belegen zu dürfen. Wie soll der arme Buhrow da eine Lösung finden?


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Offline ellifh

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Re: NRW-Regierung will öffentlich-rechtlichen Radios ans Werbe-Geld
« Antwort #3 am: 27. Januar 2016, 19:57 »
Das T. B.  die Frechheit hat, zu drohen, ist ein starkes Stück. Er nimmt den Mund (noch) ganz schön voll.
Soll er doch sparen von mir aus. Der ganze Moloch könnte Sparmaßnahmen zum Opfer fallen, ich wäre begeistert, ohne auszukommen.
Vielleicht setzt er mal bei den Ex-Funkern an und kürzt deren unverschämte Rentenzahlungen, die aus unserer Tasche bezahlt werden, und bei seinen eigenen Einkünften. Da würden ihm solche Drohungen sicher vergehen...
Back to the Roots,  der Blick für die Realitäten des Lebens ist ihm doch völlig abhanden gekommen.


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