Autor Thema: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?  (Gelesen 5243 mal)

Offline pinguin

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Guten Morgen,

wenn jetzt bereits der 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrag in Arbeit ist, aber noch der 15. gilt, was ist mit den dazwischen befinmdlichen Dokumenten? Sind die gar nicht in Kraft getreten, weil sie nicht von allen MP unterzeichnet worden sind? Wenn "Ja"; welche Garantie hat es denn, daß der 19. unterzeichnet werden wird?

Wenn ich mir jetzt mal so die aktuellen Verstimmungen bei der Neugestaltung der Bund-Länder-Finanzen so ansehe, bestehen gute Chancen, daß sich die östlichen Bundesländer bei den Rundfunkänderungsverträgen verweigern.

ciao
Pinguin


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anne-mariechen

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Re: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?
« Antwort #1 am: 13. November 2015, 13:41 »
Jedenfalls soll ja der 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag schon unterzeichnet sein. Bei der Version 17. Rundfunkänderungsstaatsvertrag wurde das Thema Fernsehrat Parteien ZDF, welches das Bundesverfassungsgericht gerückt wurde umgesetzt. Guckst Du hier: http://web.ard.de/ard-chronik/index/11626?year=2015

Schon interessant diese Umsetzungen gehen still und leise über die Bühne, der Bürger kann darauf gar nicht mehr reagieren. Nun wird ja beim 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrag so richtig der Bürger wieder in die Zange genommen. Verkauft wird das mit dem Wort Nachjustierung. Da wird in der Regel sozusagen an einer Schraube gedreht. Nun fehlt diese Schraube bei vielen gänzlich ---> leider.

Taktik dieser BR---> Zack der eine Minister ordnet das so an, der andere weis davon nichts, die BK ist überrasch,t wußte auch nix davon, Sie hat ja selbst gerade in eine PK ganz was anderes den Journalisten erzählt und in den nächsten Talkshows durch das Fernsehen, wird über die Unzuständigkeiten dieser Vorgänge diskutiert und niemand ist verantwortlich. Schöner Sauladen.


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Offline Kurt

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Re: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?
« Antwort #2 am: 13. November 2015, 14:00 »
16. Rundfunkänderungsstaatsvertrag:
Zitat
Kernpunkte der 16. Staatsvertragsnovelle sind die im März beschlossene Senkung des Rundfunkbeitrags auf monatlich 17,50 Euro ab April 2015 und die Neuregelung des ARD-Finanzaugleichs zugunsten von Radio Bremen und SR durch die Anhebung des Finanzausgleichsmasse von 1 % auf 1,6 % zum 1.1.2017 (beides im Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag geregelt).

Die Novelle wurde im Juli 2014 von den Ministerpräsidenten unterezeichnet und bis zum 31.3.2015 von allen 16 Landtagen ratifiziert. Der Staatsvertrag trat planmäßig zum 1.4.2015 in Kraft.
Quelle: http://www.ard.de/home/intern/fakten/abc-der-ard/Rundfunkstaatsvertrag/538802/index.html
abgerufen am 13.11.2015 gegen 13:55 CET


Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag zuletzt geändert durch den Sechzehnten Rundfunkänderungsstaatsvertrag vom 04. – 17. Juli 2014
http://www.ard.de/download/1899692/Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag__geaendert_duch_den_16__Rundfunkaenderungsstaatsvertrag_vom_4__17__Juli_2014.pdf


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Offline Kurt

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Re: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?
« Antwort #3 am: 13. November 2015, 14:05 »
17. Rundfunkänderungsstaatsvertrag
Zitat
18.06.2015
17. Rundfunkänderungsstaatsvertrag unterzeichnet

Die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer unterzeichnen in Berlin den 17. Rundfunkänderungsstaatsvertrag. Zentraler Bestandteil ist die Novelle des ZDF-Staatsvertrags und der darin enthaltenen Regelungen zur künftigen Zusammensetzung der Aufsichtsgremien.

Die Novelle sieht vor, dass der Fernsehrat künftig nur noch 60 statt 77 Sitze hat. Davon gehen 20 statt bisher 34 Sitze an Vertreter der Politik. 24 Mitglieder sollen von Verbänden und Organisationen gestellt werden. Die Länder werden 16 Vertreter aus gesellschaftlichen Gruppen in das Gremium entsenden. Auch im Verwaltungsrat wird der staatliche Einfluss reduziert. Das Gremium wird von 14 auf zwölf Mitglieder verkleinet, vier statt bisher sechs werden von staatlichen bzw. staatsnahen Vertretern besetzt.

Mit den Änderungen wird die Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt, das in seinem Urteil vom 25.3.2014 (sog. ZDF-Urteil) u.a. mehr Staatsferne in Gremien des ZDF wie auch in den Gremien der übrigen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verlangt hatte. Damit der Staatsvertrag planmäßig zum 1.1.2016 in Kraft treten kann, müssen alle 16 Landtage bis Ende 2015 zustimmen.

Quelle: http://web.ard.de/ard-chronik/index/11626?year=2015&month=6
abgerufen am 13.11.2015 gegen 14:00 CET


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Offline Kurt

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Re: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?
« Antwort #4 am: 13. November 2015, 14:17 »
18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag
Vorblatt zum Entwurf des Achtzehnten Staatsvertrages zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge
(Achtzehnter Rundfunkänderungsstaatsvertrag – 18. RÄStV)

Zitat
Die Regierungschefinnen und die Regierungschefs der Länder haben auf ihrer Konferenz am
18. Juni 2015 in Berlin die im nachfolgenden Staatsvertragsentwurf enthaltene Regelung zur
regionalisierten Werbung in bundesweiten Programmen beschlossen. Sie haben in Aussicht
genommen, den Achtzehnten Staatsvertrag zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge
(18. RÄStV) nach den notwendigen Vorunterrichtungen der Landesparlamente zwischen dem
15. August und dem 15. September 2015 im Umlaufverfahren zu unterzeichnen.

Quelle: http://www.niedersachsen.de/download/98704



Gesetzentwurf zum Achtzehnten Rundfunkänderungsstaatsvertrag
(mit Unterschriftenliste der Ministerpräsidenten/innen)

Zitat
Entwurf
G e s e t z zum Achtzehnten Rundfunkänderungsstaatsvertrag
Artikel 1
(1) Dem in der Zeit vom 9. bis 28. September 2015 unterzeichneten Achtzehnten
Staatsvertrag zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (Achtzehnter
Rundfunkänderungsstaatsvertrag) wird zugestimmt.
(2) Der Staatsvertrag wird als Anlage veröffentlicht.

Quell: http://www.niedersachsen.de/download/101062



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Offline Kurt

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Re: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?
« Antwort #5 am: 13. November 2015, 14:44 »
19. Rundfunkänderungsstaatsvertrag

09.10.2015
Fit für die Zukunft
Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben auf ihrer Jahreskonferenz am 8./9. Oktober 2015 den 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrag beschlossen.
...
Nachdem der 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrag nun politisch verabschiedet ist, werden die notwendigen Vorunterrichtungen der Landesparlamente durchgeführt. Die Unterzeichnung des Staatsvertrages durch die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder ist für den 3. Dezember 2015, das Inkrafttreten für den 1. Oktober 2016 vorgesehen.

Quelle: http://www.rlp.de/de/aktuelles/einzelansicht/news/detail/News/fit-fuer-die-zukunft/
abgerufen am 13.11.2015 gegen 14:30 CET


Neunzehnter Staatsvertrag zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (Neunzehnter Rundfunkänderungsstaatsvertrag)

Quelle: http://www.bremische-buergerschaft.de/drs_abo/2015-10-21_Drs-19-118_f61d6.pdf
abgerufen am 13.11.2015 gegen 14:30 CET

Das ist der (der 19te) in dem still und heimlich ein weiterer Meldedatenabgleich für Januar 2018 durchgesetzt wird  :'(
Zitat
b)
Es wird folgender neuer Absatz 9a eingefügt:
„(9a) Zur Sicherstellung der Aktualität des Datenbestandes wird zum 1. Januar 2018 ein weiterer Abgleich entsprechend Absatz 9 durchgeführt.
Die Meldebehörden übermitteln die Daten bis längstens 31. Dezember 2018.
Im Übrigen gelten Absatz 9 Satz 1 bis 4 und § 11 Absatz 6 Satz 2 und 3 entsprechend.
Der Abgleich wird nach seiner Durchführung evaluiert.
Die Landesrundfunkanstalten stellen den Ländern hierfür die erforderlichen Informationen zur Verfügung.“


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Offline Bürger

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Re: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?
« Antwort #6 am: 13. November 2015, 16:36 »
Vielen Dank @Kurt für die aktive Recherche und Zusammenstellung.

Erkennbar ist die geradezu hektische Betriebsamkeit...
...einhergehend mit Verschlimmbesserungen bzw. allenfalls marginalen "Feinjustierungen".

An ein Großwerk einer umfassenden Rundfunkreform wagt sich keiner heran.

Bezeichnend hierbei auch die Präambel zum
Gesetz zum Fünften Staatsvertrag zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge und zur Änderung des Sächsischen Privatrundfunkgesetzes
Vollzitat: Gesetz zum Fünften Staatsvertrag zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge und zur Änderung des Sächsischen Privatrundfunkgesetzes vom 12. Dezember 2000 (SächsGVBl. S. 526)
http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/1953.html#x1
Zitat
[...] Der Sächsische Landtag geht unter Beachtung der Entwicklungen auf dem Gebiet des Rundfunks und der Medien davon aus, dass das nachstehende Regelwerk und sein zugrunde liegendes Verfahren in Zukunft grundsätzlich nicht mehr geeignet sind, einen dieser Entwicklung entsprechenden Rechtsrahmen für die duale Rundfunkordnung sicherzustellen. Der Sächsische Landtag geht daher davon aus, dass es sich bei dem Fünften Rundfunkänderungsstaatsvertrag um den letztmaligen Ordnungsrahmen hergebrachter Art handelt. [...]

Seither sind 15 Jahre verstrichen...
...und entgegen dieser "steilen These" im erst 5.(!) Staatsvertrag fast schon
15(!!!) weitere Staatsverträge "hergebrachter Art" behandelt bzw. verabschiedet worden.

U N F A S S B A R  ! ! ! ! !


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Offline pinguin

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Re: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?
« Antwort #7 am: 13. November 2015, 19:12 »
Im 19. steht nix drin, im 18. auch nicht, und die ARD-Webseiten werd' ich nicht anklicken. -> Es hat einen Vollboykott der dt. ÖRR, was deren Webseiten einschließt.

Insbesondere geht es mir bei meiner Fragestellung darum, herauszufinden, ob in einem nach dem 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag mal die Präambel der Verträge geändert worden ist. Denn was nicht geändert wird, bleibt in der jeweils letzten Fassung bestehen, weil es ja alles nur Änderungsverträge sind. Wenn dier Präambel aber nicht geändert worden ist, gilt die des 15. Änderungsstaatsvertrages und damit der Verweiß auf ungültiges europäisches Recht als europäische Grundlage des nationalen Rundfunksystems.

Zudem werd' ich mich evtl. im Laufe der nächsten Monate so peu a peu mal hinsetzen, und, ausgehend vom 1. Vertrag seit der dt. Wiedervereinigung, alle Änderungen in ein einheitliches Dokument einarbeiten, um einen aktuellen Volltext zu erhalten. Vorausgesetzt freilich, daß sich alle Änderungsverträge über eine außerhalb der ÖRR angesiedelte Stelle erreichen lassen.


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Offline MMichael

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Re: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?
« Antwort #8 am: 21. November 2015, 01:13 »
Im 19. steht nix drin, im 18. auch nicht
Nun: Ich las zum Entwurf des 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag soeben eine Verfassungseinschränkung: "§2 Durch dieses Gesetz wird das Recht auf Berufsfreiheit (Artikel 49 Absatz 1 Satz 1 der Verfassung des Landes Brandenburg) eingeschränkt." Quelle http://www.parldok.brandenburg.de/starweb/LTBB/servlet.starweb?path=LTBB/lisshfl.web&id=LTBBFASTLINK&search=(%28%28FASTW%2cDARTS%2c1DES2%2c1DES2W%2cURHSUP%2cURPSUP%2cDURPSUP%3d%28%28%22RUNDFUNK%C4NDERUNGSSTAATSVERTRAG%22%29%29%29+NOT+TYP%3dPSEUDOVORGANG%29+AND+WP%3d6)+AND+DID%3DK-243113&format=WEBDOKFL
Und im Entwurf zum 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrag hatten wir ja bereits die Datenschutzzertrümmerungskeule entdeckt
Datenschutz stärken: Vorlage Auskunftsersuchen + Widerspruch Datenweitergabe
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,16273.msg109081.html#msg109081 )
Und Dank Kurt kennen wir die Gemeinsame Stellungnahme von BDZV und VDZ
19. Rundfunkänderungsvertrag - "webbasierte Angebote" <> Rundfunkbeiträge
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,16272.msg109117.html#msg109117
der die verfassungswidrige  Ausweitung des Funktionsauftrages durch die Auswucherungen im Internet thematisiert.
Also Nichts mit X find ick ditt nich ... aba... vielleicht verkenne ich die Intention?;-)
Da könnte ich wohl mal noch die Abgeordneten bitten, dem 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag nicht zuzustimmen. Der legt scheinbar noch im Ausschuß und ist noch nicht zugestimmt... Nicht zu vergessen, zu fragen, warum der Entwurf zum 19. in Brandenburg nicht wie in Bremen und Bayern und Berlin öffentlich zugänglich ist, obwohl doch Brandenburg nicht nur ein dickes sondern auch ein einfaches Be im Namen hat. http://www.parldok.brandenburg.de/starweb/LTBB/servlet.starweb?path=LTBB/lisshfl.web&id=LTBBFASTLINK&search=(%28%28FASTW%2cDARTS%2c1DES2%2c1DES2W%2cURHSUP%2cURPSUP%2cDURPSUP%3d%28%28%22RUNDFUNK%C4NDERUNGSSTAATSVERTRAG%22%29%29%29+NOT+TYP%3dPSEUDOVORGANG%29+AND+WP%3d6)+AND+DID%3DK-243171&format=WEBDOKFL
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« Letzte Änderung: 21. November 2015, 03:25 von Bürger »

Offline pinguin

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Re: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?
« Antwort #9 am: 21. November 2015, 19:25 »
@MMichael
Danke für die Links, doch hast Du meine Intention nicht verstanden, was bei der Komplexität des Materials ja auch nicht so schlimm ist.

Maßgebend für alles ist der aktuelle Wortlaut im

Zitat
Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien
(Rundfunkstaatsvertrag - RStV)
vom 31. August 1991 (GVBl S. 636)
in der Fassung des Fünfzehnten Staatsvertrages zur Änderung
rundfunkrechtlicher Staatsverträge vom 15./21. Dezember 2010
(GVBl. 11/2011, S. 479),
in Kraft getreten am 01. Januar 2013

Dann schauen wir in jenen Teil, der sich auf europäisches Recht stützt:
Zitat
[...]
I. Abschnitt
Allgemeine Vorschriften
§ 1
Anwendungsbereich
[...]
(3) Für Fernsehveranstalter, sofern sie nicht bereits aufgrund der Niederlassung
deutscher Rechtshoheit unterliegen, gelten dieser Staatsvertrag und die landesrechtlichen Vorschriften auch, wenn eine in Deutschland gelegene Satelliten- Bodenstation für die Aufwärtsstrecke genutzt wird. Ohne eine Satelliten- Bodenstation für die Aufwärtsstrecke in einem Staat innerhalb des Geltungsbereichs der Richtlinie 89/552/EWG des Rates vom 3. Oktober 1989 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit (ABl. L 298 vom 17. Oktober 1989, S. 23), zuletzt geändert durch Richtlinie 2007/65/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2007 zur Änderung der Richtlinie 89/552/EWG des Rates zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit (ABl. L 332 vom 18. Dezember 2007, S. 27) – Richtlinie 89/552/EWG – ist deutsches Recht auch anwendbar bei der Nutzung einer Deutschland zugewiesenen SatellitenÜbertragungskapazität.[...]

Was erkennen wir, wenn wir wissen, daß es Richtlinie 2010/13/EU hat?
1.) Richtlinie 89/552/EWG ist außer Kraft gesetzt; es wird sich hier also auf ungültiges europäisches Recht berufen;

2.) dieses zuletzt geändert durch Richtlinie 2007/65/EG ist eine glatte Unwahrheit, da die letzte Änderung im März 2010 mit Umsetzung ab April 2010 durch Richtlinie 2010/13/EU erfolgte;

3.) das aktuell gültige europäische Recht wurde nicht verarbeitet; siehe auch Thema "Bruch der EU-Verträge".

Wenn also in keinem der nach dem 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag publizierten Änderungsverträge diese Abschnitte geändert worden sind bzw. werden, in dem man sie auf den derzeit gültigen Stand aktualisiert, bleiben diese Passagen gültig, da es ja "nur" Änderungsverträge sind. Was nicht geändert wird, bleibt im Wortlaut aber bestehen.

So weit es aber nicht geändert, also aktualisiert wird, wird sich auf eine ungültige europäische Grundlage gestützt, was insbesondere durch die Nichteinarbeitung der Richtlinie 2010/13/EU zu einem Bruch der EU-Verträge führt; wennschon Richtlinie 2007/65/EG, außer dem außer Kraft gesetzten Artikel 1, weiterhin gültig, entspricht es nicht dem gültigen Recht, wenn Richtlinie 2010/13/EU unbeachtet bleibt, da explizit Richtlinie 2010/13/EU mit Erwägungsgrund 83 als Ziel setzt, daß die Bestimmungen über unlautere Geschäftspraktiken zwischen Unternehmen und Verbrauchern zur Anwendung kommen sollen. ("Sollen", heißt hier: "müssen", da es um die Schaffung für alle Unternehmen/Verbraucher einheitlicher Wettbewerbskriterien im europäischen Binnenmarkt geht).


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Offline MMichael

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Re: 16., 17. und 18. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, was ist mit denen?
« Antwort #10 am: 21. November 2015, 19:43 »
OK. Jetzt hab ich Deine Intension erkannt. (glaube ich;-)
Meine Intention bleibt ja, die Mipräs und Parlis auf das Unrecht hinzuweisen, mit der Bitte um Nichtzeichnung des 19. RÄndStV.

Und Danke, pinguin für die kluge Arbeit und Aufklärung zum Europäischen Recht.
Ich veruche, es zu verstehen... weiterhin ...


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Offline MMichael

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Der Brandenburger Landtag hat das "Gesetz zum Achtzehnten Rundfunkänderungsstaatsvertrag" beschlossen in dem es u.a. heißt:
"... § 2 Durch dieses Gesetz wird das Recht auf Berufsfreiheit (Artikel 49 Absatz 1 Satz 1der Verfassung des Landes Brandenburg) eingeschränkt. ..." (https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/starweb/LBB/ELVIS/parladoku/w6/drs/ab_2900/2925.pdf)

Also wird für den Rundfunk unsere Verfassung gebeugt. (Schade eigentlich. War das nötig? Nein.)

Und der "Entwurf des Neunzehnten Staatsvertrages zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (Neunzehnter Rundfunkänderungsstaatsvertrag) mit dem Urheber/in: Chef der Staatskanzlei (Unterrichtung Art. 94) mit der Dokumentart-Nr.   6/110 vom 09.11.2015 (Neunzehnter Rundfunkänderungsstaatsvertrag) (28 Seite/n) ist: nichtöffentlich (Warum eigentlich?)

Dies zur Dokumentation für das Volk.

s.a. NRW: Dort wurden in der 100. Jubiläumssitzung am 16.12.2015 zwischen 10:00 - 18:40 Uhr (mittagspause?) Neunzehn (19) Tagesordnungspunkte abgearbeitet.  (https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMPT16-100.html). Um ca. 17:00 Uhr wurde nach der Beratung zu "Grundwasser und Natur in NRW schützen – Neue Düngeverordnung umweltgerecht und praxisnah gestalten" der 17. RÄndStV "... mit den Stimmen der Fraktionen der SPD, der CDU und BÜND-NIS 90/ DIE GRÜNEN gegen die Stimmen der Fraktion der FDP bei Enthaltung der Fraktion der PIRATEN angenommen.", um danach um ca. 17:30 Uhr den 18. RÄndStV abzuhandeln mit dem Ergebnis "Auf eine inhaltliche Debatte wurde verzichtet. Dem Antrag der Landesregierung auf Zustimmung wurde mit den Stimmen der Fraktionen der SPD, CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP bei Enthaltung der Fraktion der PIRATEN entsprochen.". So dann ging es weiter mit dem Thema "Gesetz über die Sicherheit in Häfen und Hafenanlagen im Land Nordrhein-Westfalen (Hafensicherheitsgesetz – HaSiG)"

Und noch der Hinweis: Wer die Unterschriften unter dem Vertrag sehen will, kann hier sehen: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?typ=P&Id=MMD16/9758&quelle=alle&wm=1&action=anzeigen


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Offline linkER

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Und noch der Hinweis: Wer die Unterschriften unter dem Vertrag sehen will, kann hier sehen: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?typ=P&Id=MMD16/9758&quelle=alle&wm=1&action=anzeigen

Aber zwei Unterschriften fehlen.
Für das Land Niedersachsen fehlt die Unterschrift.
Für das Land Schleswig-Holstein fehlt die Unterschrift.


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Offline ellifh

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...sind die weggepennt...? 8)


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                                                Curt Goetz

Offline ellifh

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Mal drauf hinweisen, das die Zwangszahler in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bzw. die Nichtnutzer unter den Zwangszahlern vom Zahlzwang befreit sind, weil die Unterschrift unter dem grandiosen Vertrag fehlt >:D


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Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln

Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
                                                Curt Goetz

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