Autor Thema: "Rousfetia" Made in Germany - was haben ARD/ZDF mit Griechenland gemein?  (Gelesen 2957 mal)

Offline Daniel61

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Die Krise in Griechenland hatte einen bemerkenswerten Artikel der FAZ zur Folge, welche den griechischen Klientelismus exzellent erklärt:  "Rousfetia"

FAZ, 06.07.2015
Griechische Schuldenkrise
Gut genährt dank Rousfetia
In nahezu allen Ländern hat der EU-Beitritt dazu beigetragen, Staat und Wirtschaft zu modernisieren. In Griechenland dagegen hat er einem tief in der Geschichte wurzelnden System des Klientelismus neue Kraft gegeben. Eine Chronik des Desasters.
http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/schuldenkrise-in-griechenland-chronik-des-desasters-13686169.html

Interessanterweise gibt es deutliche und überraschende Parallelen zur Rundfunksituation in Deutschland.  Man muss eigentlich nur einmal betrachten, wer da in den Räten und Gremien sitzt, welche Verwandten von wem wo untergebracht wurden...und man stellt fest, dass es sich beim Gebilde ÖRR um eine parteiübergreifende Versorgungseinrichtung mit Voll-Alimentierung in jedwege Richtung handelt.

Da kommt mir ein recht alter Cartoon in den Sinn:  ein Guru sitzt auf einem Felsblock und befindet sich in augenscheinlich tiefer Meditation.  Unter dem Felsblock stehen seine Ess-Schüssel, seine Sandalen und ein Schild.  Auf diesem ist zu lesen:  "Feed them with Crap and make them think its Steak!"...

Ich denke, das grichische Wort "Rousfetia" sollten wir in jedem Fall die deutsche Sprache übernehmen, denn es passt so schön auf die Situation im Lande!

D61 


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« Letzte Änderung: 17. Juli 2015, 23:18 von Bürger »
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
(Jean-Jacques Rousseau)

Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit.   Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.
(Rosa Luxemburg)

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Leider ist der öffentliche-Rundfunk in Deutschland das, was Griechenland für Europa ist.
Ein Virus, der nicht zu stoppen ist..., da der Virus nicht einsieht, dass er der Menschheit schadet.

Es sei denn, der Wirt ist bereit, zu sterben...


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Offline Daniel61

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Sorry, aber dass ist zu einfach und vor allem zu kurz gedacht.  Auch gehst Du dem Meinungsbrei der Mainstream Medien, besonders dem ÖRR, in Bezug auf Griechenland auf den Leim.

Griechenland ist für Deutschland und seine "system-relevanten" Banken genau das, was der Beitragszahler des öffentlich-unrechtlichen Zwangs-Rundfunks für die Bürger ist:  eine melkbare Kuh.

Denn Fakt ist:  Banken in Deutschland leihen sich Geld und verleiht dieses Geld an Griechenland weiter, selbstverständlich zu höheren Zinsen, verdient somit sogar noch an der Krise und dem Leid der Leute dort!  Gleichzeitig werden "Ausfälle" abgeschrieben und somit die Verluste sozialisiert.  Ein Erwerbs-Rezept, dass für diese "Gläubiger-Banken" gar nicht schiefgehen kann!

Anders wäre es natürlich, wenn die Gläubiger selber für ihren Verlust gradestehen müssten - gemäss des Prinzips des "unternehmerischen Risikos" - und OHNE dass die öffentliche Hand hier einspringt.  Wetten, dass sich dieses Banken-Erfolgsmodell ganz schnell erledigen würde?

Auf jeden Fall sind beide Systeme parasitär.  Doch noch schlimmer ist es, dass darüber NICHT korrekt und vollumfänglich berichtet wird.  Hier wird m.M. die unheilige Verquickung zwischen ÖRR und Politik sehr gut sichtbar!  Denn wenn es den Bürgern klar wäre, dass sie zwar bis heute noch keinen einzigen Euro gezahlt haben, jedoch im Falle eines Crashes oder "Grexits" mit ihren Steuergeldern die notleidenden deutschen (sowie andere!) Banken unterstützen "dürfen", na dann wäre der Bock wirklich mal fett!  Und die Politiker und Parteien, welche die "system-relevanz" der Banken vertreten haben, wären beim Wähler unten durch.

Meinst Du nicht auch?


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Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
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Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit.   Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.
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Zitat
Sorry, aber dass ist zu einfach und vor allem zu kurz gedacht.  Auch gehst Du dem Meinungsbrei der Mainstream Medien, besonders dem ÖRR, in Bezug auf Griechenland auf den Leim.
Nein, geh ich nicht, da Dir hier wohl die Zusammenhänge etwas fehlen. Griechenland ist ein Virus. Und dieser muss aber erhalten bleiben.

Zitat
Griechenland ist für Deutschland und seine "system-relevanten" Banken genau das, was der Beitragszahler des öffentlich-unrechtlichen Zwangs-Rundfunks für die Bürger ist:  eine melkbare Kuh.
Sieh mal bitte nicht nur Deutschland, es geht um den Euro. Nicht um Deutschland.

Zitat
Denn Fakt ist:  Banken in Deutschland leihen sich Geld und verleiht dieses Geld an Griechenland weiter, selbstverständlich zu höheren Zinsen, verdient somit sogar noch an der Krise und dem Leid der Leute dort!  Gleichzeitig werden "Ausfälle" abgeschrieben und somit die Verluste sozialisiert.  Ein Erwerbs-Rezept, dass für diese "Gläubiger-Banken" gar nicht schiefgehen kann!
Es geht nicht um Geld leihen, sondern um Geld schaffen. Sogenanntes Buchgeld. Diese "Hilfe" wurde in der Krise eingeführt, jedoch nie zurückgenommen.
Somit verleihen die Banken bis heute Geld, was sie nicht haben. Es steht nur in den Büchern.
Geld aus Geld schaffen funktioniert nicht, wenn es keinen Gegenwert gibt.

Zitat
Anders wäre es natürlich, wenn die Gläubiger selber für ihren Verlust gradestehen müssten - gemäss des Prinzips des "unternehmerischen Risikos" - und OHNE dass die öffentliche Hand hier einspringt.  Wetten, dass sich dieses Banken-Erfolgsmodell ganz schnell erledigen würde?
Genau dies hätte man damals machen müssen, als der "Lehmann" pleite ging. Man hätte alle Gläubiger mit in den Sumpf schicken sollen. Leider hat Europa da zu kurz gedacht. Wir hätten vielleicht 2 Wochen wahrlich zu tun gehabt, uns am Leben zu halten, aber dann wäre auch schon Licht am Ende des Tunnels zu sehen und z.B. kein Licht mehr an bei der Deutschen Bank. Die wäre pleite und heute nicht mehr da.

Zitat
Auf jeden Fall sind beide Systeme parasitär.  Doch noch schlimmer ist es, dass darüber NICHT korrekt und vollumfänglich berichtet wird.  Hier wird m.M. die unheilige Verquickung zwischen ÖRR und Politik sehr gut sichtbar!  Denn wenn es den Bürgern klar wäre, dass sie zwar bis heute noch keinen einzigen Euro gezahlt haben, jedoch im Falle eines Crashes oder "Grexits" mit ihren Steuergeldern die notleidenden deutschen (sowie andere!) Banken unterstützen "dürfen", na dann wäre der Bock wirklich mal fett!  Und die Politiker und Parteien, welche die "system-relevanz" der Banken vertreten haben, wären beim Wähler unten durch.

Den Zusammenhang kann keiner schreiben, da sowohl die Politik als auch der öR zu doof ist, dies zu begreifen. Auch vielen Bewohnern dieser Erde wäre der Zusammenhang schlicht weg "unbegreiflich".
Den Grexsit hätte es schon vor Jahren gegeben, nur ein kleines unbedeutendes Volk hatte dagegen etwas und alle spurten.
Denn dem Chinesen ist nichts daran gelegen, dass der Euro abgeschafft wird oder schwächelt. Und komisch ist, dass es kein Parie gibt zwischen dem Euro und dem Dollar.

Darüber solltest Du mal nachdenken.


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Offline Kurt

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OT - oder doch nicht ?

hier die Rede von Gregor Gysi als Text: http://www.linksfraktion.de/reden/herr-schaeuble-sind-dabei-europaeische-idee-zerstoeren/

und hier als Video: https://www.youtube.com/watch?v=HyWnleQnp0U

Egal wie man zu "DIE LINKE" steht - man sollte sich diese Rede mal ganz genau ansehen/hören:

Darin wird eigentlich alles gesagt.

Gruß
Kurt


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"Deutschland, unendlich viele (ok: 16) Bundesländer. Wir schreiben das Jahr 2018. Dies sind die Abenteuer abertausender ÖRR-Nichtnutzer, die sich seit nunmehr 5 Jahren nach Beitragseinführung immer noch gezwungen sehen Gesetzestexte, Urteile usw. zu durchforsten, zu klagen, um die Verfassungswidrigkeit u. die Beitragsungerechtigkeit zu beweisen. Viele Lichtjahre von jeglichem gesunden Menschenverstand entfernt müssen sie sich Urteilen unterwerfen an die nie zuvor je ein Mensch geglaubt hätte."

Offline Daniel61

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Hallo, Kurt!

Danke fürs teilen!  Nun, wo der Mann Recht hat, da hat er Recht.  Vor allem hier:   ".......Bei einem Vizeweltmeister im Export ginge das gar nicht, weil Sie es in den letzten Jahren immer wieder versäumt haben, die Binnenwirtschaft zu stärken. Das ginge nur über höhere Löhne, höhere Gehälter, höhere Renten und höhere Sozialleistungen; denn nur so kann die Kaufkraft gestärkt werden."

Man erinnere sich:  bis vor kurzem war angeblich "keinerlei Spielraum beim Abbau der kalten Progression vorhanden".  Auch die Mehrkosten zu Lasten der Bürger "hielten sich in Grenzen", und würden "durchschnittlich" nur 60 Euro (???) pro Person und Jahr betragen.  Gleichzeitig jedoch stieg die Anzahl der Millionäre und der Milliardäre im Land stark an, wurde ein Export-Rekord nach dem anderen eingefahren - während die Zahl derer, die zwei Jobs "fuhren" und die Zahl derer, die ihren Lebensunterhalt durch Behörden-Hilfen aufstocken mussten, dramatisch zunahm.  Die Altersruhe ist heute für viele Bürgerinnen und Bürger im Land schon zu einem Synonym für Altersarmut geworden und viele haben Angst vor dem Moment, wenn sie in Rente gehen:  weil sie wissen, dass "es" nicht reichen wird und weil sie wissen, dass sie aufstocken müssen.  Ich bin auf die Reaktion der Bundesregierung im sozialen Bereich neugierig, wenn diese feststellt dass die Anzahl der sogenannten "Aufstocker" wieder steil angestiegen ist.

Daraus sieht man, wie weltfremd diese Politik geworden ist.  Denn zum einen stimmt die Behauptung des Finanzministers i.d.S. nicht, zum anderen sind 60 Euro für Leute die knapp über dem Existenzminmum wirtschaften müssen, doch ein grosser Unterschied.

Anhand dieses Beispiels ist jedoch auch ersichtlich, wie unsachlich und bevölkerungsverachtend der Rundfunkbeitrag ist!  Gab es denn vorher Menschen, die sich das teuere Medium ÖR-Fernsehen nicht leisten konnten und somit auch nicht "mussten", so spielt dass ab 2013 bekanntlich keine Rolle mehr.  Denn nun MÜSSEN sie sich dieses Medium leisten, selbst dann, wenn sie es gar nicht nutzen wollen oder mangels Empfangsgeräte und -peripherie nicht einmal nutzen können!

Fest steht:  diese "Rundfunk-Reform" verdient den Namen nicht.  Fest steht auch, dass sie ein kompletter und grandioser Fehlschlag ist!  Hier erfolgt eine Irrsinns-Alimentierung an parasitäre Privilegierte, erfolgt eine Umverteilung von unten nach oben, werden unbescholtene Bürger gegängelt, werden Abweichler von der Mainstream-Rundfunk-Doktrin als "Schwarzseher" diffamiert und bekommen die geballte Macht des Staates aufgrund eines fehlerhaften und schlecht gemachten Gesetzes zu spüren.  Das ist ein Skandal, der unseres Landes unwürdig ist!

Doch der größte Skandal ist es, dass der ÖR immense Mehreinnahmen generiert und diese Mehreinnahmen als "Erfolg der Reform" und "Erhöhung der Beitragsgerechtigkeit" bezeichnet.  Beide, die verantwortlichen Politiker wie auch der ÖR in Deutschland haben mit diesem "Kraftakt" der Umstellung zweierlei bewirkt:  zum einen ist die Akzeptanz des ÖR endgültig den Bach runter gegangen, da es den Bürgerinnen und Bürgern klar geworden ist, was eine Rundfunk-Lobby mit Hilfe von willfährigen Politikern durchsetzen kann.  Zum anderen kann prognostiziert werden, dass die verantwortlichen Parteien, die federführend bei dieser Reform waren, klar am Willen des Volkes vorbeiregiert haben und ein System an Gängelung, Bevormundung und Unfreiheit errichtet haben, dass einer wahren Demokratie unwürdig ist.  Man sollte sich darauf einstellen dafür bei den nächsten Wahlen die Quittung für diese verfehlte klientelistische Politik zu erhalten.

Nun, ich selbst habe noch knapp zehn Jahre bis zur Rente.  Und sollte ich keinen Erfolg haben mich gegen diese Ungerechtigkeit zu wehren, könnte es mir ein Trost sein, dass ich zu diesem Unterdrückungs- und Unrechtssystem mit maximal 2150 Euro beitragen muss - jedoch nicht, ohne mir dieses Geld durch legale und legitime Handlungen vom "Staat" (Land Rheinland-Pfalz) zu einem großen Teil wieder zu holen.  Danach jedoch - vllt. sogar schon früher - werde ich diesem Land den Rücken kehren und mich dort niederlassen, wo es eine solche Bevormundung nicht gibt, die Lebenskosten geringer sind und wo ich die 210 Euro Zahlsklaven-Beitrag im Jahr sparen kann.

Wer mir leid tut, dass sind die "jungen Leute" im Lande!  Denn wenn diese einmal mit 20 Jahren aus dem Elternhaus gehen und dann (z.B.) bis zum 78,5ten Lebensjahr zahlen müssen, haben sie dem ÖR 12.225.- Euro (der Wert eines Kleinwagens) für dessen Meinungsmanipulation in den nimmersatten Rachen werfen müssen - sofern die Zwangsabgaben nicht wieder steigen, wohlgemerkt.

Leider ist dieser Zwangsbeitrag noch nicht in dem Umfang zum Politikum geworden, wie er es sein sollte - es wird Zeit, dass wir das ändern!  Alleine schon deswegen, weil uns allen die Armutsrente droht und dieser unsägliche "Beitrag" uns das Recht zur freien Entscheidung über unser hart verdientes Geld bzw. unser Erspartes nimmt.

D61


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Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
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Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit.   Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.
(Rosa Luxemburg)

Offline Archimedes

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Hallo, Kurt!

Danke fürs teilen!  Nun, wo der Mann Recht hat, da hat er Recht.  Vor allem hier:   ".......Bei einem Vizeweltmeister im Export ginge das gar nicht, weil Sie es in den letzten Jahren immer wieder versäumt haben, die Binnenwirtschaft zu stärken. Das ginge nur über höhere Löhne, höhere Gehälter, höhere Renten und höhere Sozialleistungen; denn nur so kann die Kaufkraft gestärkt werden."
Das ist doch grosser Kokolores, da werden alle Unternehmer über einen Kamm geschert.
Dabei gibt es den Friseur- oder Handwerksmeister um die Ecke, der gerade mal so über die Runden kommt und die grossen Konzerne, die Milliardengewinne machen.
Es gibt Unternehmer die wenig verdienen ebenso wie mancher Arbeitnehmer wenig verdient. Auf der anderen Seite der Skala gibt es Unternehmer, die gut verdienen, ebenso wie es Arbeitnehmer mit einem satten Monatsgehalt von fünf oder sechs Mille gibt. Nicht wenige Arbeitnehmer verdienen weitaus mehr als viele Kleinunternehmer.
Zitat
Man erinnere sich:  bis vor kurzem war angeblich "keinerlei Spielraum beim Abbau der kalten Progression vorhanden".  Auch die Mehrkosten zu Lasten der Bürger "hielten sich in Grenzen", und würden "durchschnittlich" nur 60 Euro (???) pro Person und Jahr betragen.  Gleichzeitig jedoch stieg die Anzahl der Millionäre und der Milliardäre im Land stark an, wurde ein Export-Rekord nach dem anderen eingefahren - während die Zahl derer, die zwei Jobs "fuhren" und die Zahl derer, die ihren Lebensunterhalt durch Behörden-Hilfen aufstocken mussten, dramatisch zunahm. 

Wenn Bill Gates Milliardär geworden ist, hat er da irgendwelchen *Armen* was weggenommen?
Er ist reich geworden, weil er eben etwas angeboten hat, was beim Kunden gut angekommen ist. Was ist denn daran unanstängig?


Zitat
Leider ist dieser Zwangsbeitrag noch nicht in dem Umfang zum Politikum geworden, wie er es sein sollte - es wird Zeit, dass wir das ändern!  Alleine schon deswegen, weil uns allen die Armutsrente droht und dieser unsägliche "Beitrag" uns das Recht zur freien Entscheidung über unser hart verdientes Geld bzw. unser Erspartes nimmt.
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Da gebe ich dir Recht. Es zeigt auch, wie allmächtig der Staat und wie ohnmächtig der gemeine Bürger ist. Die Macht des Staates muss an die Bürger delegiert werden.
Das Machtmonopol des Staates führt zwangsläufig zu Machtmissbrauch!


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Danke fürs teilen!  Nun, wo der Mann Recht hat, da hat er Recht.  Vor allem hier:   ".......Bei einem Vizeweltmeister im Export ginge das gar nicht, weil Sie es in den letzten Jahren immer wieder versäumt haben, die Binnenwirtschaft zu stärken. Das ginge nur über höhere Löhne, höhere Gehälter, höhere Renten und höhere Sozialleistungen; denn nur so kann die Kaufkraft gestärkt werden."
Das ist doch grosser Kokolores, da werden alle Unternehmer über einen Kamm geschert.
Dabei gibt es den Friseur- oder Handwerksmeister um die Ecke, der gerade mal so über die Runden kommt und die grossen Konzerne, die Milliardengewinne machen.
Es gibt Unternehmer die wenig verdienen ebenso wie mancher Arbeitnehmer wenig verdient. Auf der anderen Seite der Skala gibt es Unternehmer, die gut verdienen, ebenso wie es Arbeitnehmer mit einem satten Monatsgehalt von fünf oder sechs Mille gibt. Nicht wenige Arbeitnehmer verdienen weitaus mehr als viele Kleinunternehmer.
Zitat
Man erinnere sich:  bis vor kurzem war angeblich "keinerlei Spielraum beim Abbau der kalten Progression vorhanden".  Auch die Mehrkosten zu Lasten der Bürger "hielten sich in Grenzen", und würden "durchschnittlich" nur 60 Euro (???) pro Person und Jahr betragen.  Gleichzeitig jedoch stieg die Anzahl der Millionäre und der Milliardäre im Land stark an, wurde ein Export-Rekord nach dem anderen eingefahren - während die Zahl derer, die zwei Jobs "fuhren" und die Zahl derer, die ihren Lebensunterhalt durch Behörden-Hilfen aufstocken mussten, dramatisch zunahm.

Wenn Bill Gates Milliardär geworden ist, hat er da irgendwelchen *Armen* was weggenommen?
Er ist reich geworden, weil er eben etwas angeboten hat, was beim Kunden gut angekommen ist. Was ist denn daran unanstängig?


Zitat
Leider ist dieser Zwangsbeitrag noch nicht in dem Umfang zum Politikum geworden, wie er es sein sollte - es wird Zeit, dass wir das ändern!  Alleine schon deswegen, weil uns allen die Armutsrente droht und dieser unsägliche "Beitrag" uns das Recht zur freien Entscheidung über unser hart verdientes Geld bzw. unser Erspartes nimmt.
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Da gebe ich dir Recht. Es zeigt auch, wie allmächtig der Staat und wie ohnmächtig der gemeine Bürger ist. Die Macht des Staates muss an die Bürger delegiert werden.
Das Machtmonopol des Staates führt zwangsläufig zu Machtmissbrauch!

Großer Kokolores?  Das denke ich nicht.  Man kann zu Gysi stehen wie man will, doch hier hat er durchaus recht:  Die Gewinne für manche Unternehmer und vor allem für die Banken sind während der letzten Dekade exorbitant gestiegen.  Und dass sogar noch TROTZ der Krise.  Der Begriff des "unternehmerischen Risikos" ist aus den Köpfen der meisten Unternehmer weitgehend verschwunden, denn es ist ja viel "einfacher" und bequemer das ganze System so umzubauen, dass Gewinne immer personalisiert, Verluste jedoch sozialisiert werden können.

Früher beruhte das System auf schierer Ausbeutung UND steuerlicher Absetzungen.  An der Ausbeutung hat sich nichts geändert, an den steuerlichen Absetzungen auch nicht - nur zahlen heute immer weniger Groß-Unternehmer tatsächlich noch Steuern!  Gleichzeitig hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden:  Leiharbeit, Zeitverträge, Leute, die zwei Jobs brauchen um ihr Auskommen zu bestreiten, die Daumenschrauben sind enger gezogen worden.  Da brauchen wir kein TTIP mehr welches die Situation für die Bürger letztendlich noch schlimmer macht, die meisten schlimmen Zustände aus Ami-Land haben wir bereits heute schon im Land.

Haben Armut und Altersarmut nicht bereits eklatant zugenommen?  Was denkst Du, wird geschehen, wenn die Baby-Boom Generation der 60er in Rente geht?  Man soll, laut Tenor der Politiker, "privat" vorsorgen - die Frage ist nur:  Von WAS, wenn einem auch noch die letzten finanziellen Mittel z.B. für die Alimentierung fürstlicher Gehälter und opulenter Altersversorgungen beim ÖRR entwunden werden?

Stichwort:  Schere zwischen "Arm und Reich".  Man schaue sich einmal die "Forbes"-Liste von 1990 und heute an und vergleiche, wieviele neuen Millionäre und Milliardäre es heute in Deutschland gibt.  Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander, und dass wird noch üble Folgen haben, war doch die Zahl der "Aufstocker" noch nie höher als heute.  Man betrachte auch den Anstieg der Lebenserhaltungskosten, den Mieten, die Energiepreise (vor allem die für Elektrizität seit Beginn der Energiewende), sowie die Einführung von Blödsinnsabgaben wie den "Wasser-Cent" oder auch den Rundfunkbeitrag.  Spätestens dann wird deutlich, dass die Umverteilung von unten nach oben noch immer im Gange ist, ja sogar an Geschwindigkeit zugenommen hat.  Die Gruppe der Rezipienten mag sich verändern, an der weiteren finanziellen Aublutung der Bürger ändert sich nichts.  Der Gipfel politischer Arroganz und Ignoranz ist jedoch, dass man dann noch daran geht und den ÖRR umfänglich unreformiert läßt und die Irrsinns-Kosten für diesen von falscher Medien-Politik verursachten Medien-Moloch auch noch den Menschen aufbürdet.  Man erinnere sich:  lt. Ableitung des BVerfG aus Art. 5 GG ist der STAAT für die Garantie von Rundfunk- und Zensurfreiheit verantwortlich und aus dieser Garantie leitet sich die Existenz des ÖRR in Deutschland ab.  Somit ist er jedoch eigentlich auch für die Finanzierung des ÖRR nach Maßgaben der Sorgfalt, Wirtschaftlichkeit und abgabenrechtlicher Gleichbehandlung verantwortlich.  Und genau aus dieser Verantwortung haben sich die Länder gestohlen.

Wo steht eigentlich in Art. 5, GG, dass die abgeleitete Rundfunk- und Zensurfreiheit ÜBER dem Recht der Bürger nach freier Information, Bildung und Kultur stehen soll - einschliesslich dem Recht an diesem ÖRR NICHT zu partizipieren?  Sollte es nicht gerade hier gelten:  WER BESTELLT, BEZAHLT!

Übrigens, wenn Du die Suchfunktion des Forums einmal bemühen möchtest und die Stellungnahme und Meinung der Gewerkschaft "Verdi" betreffend des Verdienstes und der Altersversorgung liest - tja, dann fällt Dir wahrscheinlich auch nichts mehr ein!  Frei zitiert steht dort, dass NICHT die Mitarbeiter und Angehörigen des ÖRR zu VIEL erhalten, sondern "alle anderen" ZU WENIG.  Na ja, so kann man dass natürlich auch sehen!  "Dagegen" tut natürlich niemand was, am wenigsten die Volkszertretungs- und Verräter-Parteien.

Bill Gates?  Denskt Du wirklich, dass man da Vergleiche ziehen kann oder soll?  Und willst Du allen Ernstes Deutschland mit Amistan vergleichen?  Wo die Leute angeblich "frei" sind, doch tatsächlich noch weniger Rechte haben, als wir hier?  Wo, wenn Du Deine Miete nicht zahlen kannst eines Abends nach Hause kommst um Deine Sachen eventuell von Regen durchnässt auf dem Gras vor dem Haus findest, weil Dein Vermieter das Recht zur umgehenden Zwangsräumung auf seiner Seite hat?  Vor 20 Jahren sagte mir einmal meine Vermieterin:  "Wir bekommen einmal amerikanische Zustände!"  Damals konnte ich mir das nicht vorstellen, heute jedoch schon.  Denkst Du wirklich, dass Bill Gates so reich geworden ist OHNE dass er die Arbeitskraft irgendeines armen Teufels massiv ausgebeutet hat?
 
BTT!  "Rousfetia" gibt es auch bei uns, nur nennt es niemand so.  Tatsache ist, dass wir heute keine Demokratie mehr haben, sondern eine Demokratur mit Medien-Diktatur.  Beweis:  die Bürger hatten noch nie viel zu sagen, vor 2013 KONNTE man sich den Rundfunk und das Volks-Manipulationsinstrument "Fernsehen" leisten, wenn man das unbedingt WOLLTE und finanziell KONNTE.  Ab 2013 MUSS man es sich leisten - völlig gleich ob man das will oder nicht, völlig egal, ob man sich diese zweifelhafte Dienstleistung leisten kann oder nicht.  Soweit ist es bei uns schon gekommen!  Und die Parteien, die froh sind, dass nicht die Länder den Medien-Moloch finanzieren müssen, reiben sich angesichts dieser "Win-Win-Situation" parteiübergreifend die Hände.  Die Blöden sind - wieder einmal - die Bürger. 

Leicht vom Thema abweichend, doch durchaus Paralelen bietend:  da stellt der Verfassungsschutz-Präsident eine Anzeige gegen Netzpolitik.org und der Generalbundesanwalt leitet Ermittlungen ein, wofür er von seinem Dienstherrn, dem Bundesjustizminister, erst zurückgepfiffen und nachfolgend gefeuert wird.  Dem Verfassungsschutzpräsident passiert "nichts", wahrscheinlich hat er sich besser bedeckt gehalten.  Mutet es nicht sehr seltsam an, dass die Anzeige wegen (angeblichem) Landesverrat auf Eis gelegt wird?  Doch was ist mit der Beihilfe zum Landes- und Hochverrat aufgrund der Beihilfe des BND am millionenfachen Ausspähen der Bürger?    Und was ist mit der Vorratsdatenspeicherung oder der Rechtsbeugung und teilweiser Ausserkraftsetzung des Grundgesetzes beim Rundfunkbeitrag?  Und ist es nicht seltsam, dass hier KEINE Ermittlungen eingeleitet werden, wenn dem Souverän auch noch die letzten Rechte genommen werden?  Auch darüber sollte man einmal nachdenken.

Abschliessend muss man erkennen:  die "Rundfunk-Reform" war keine wirkliche Reform, sondern eine reine Alimentierungskampagne deren Mehreinnahmen sich bereits 2010 erkennen liessen.  Die behauptete "Aufkommensneutralität" war von vorneherein eine Lüge.  Somit ist der Rundfunkbeitrag KEIN Erfolgsmodell, er ist - als Reform - gescheitert!  "Beitragsgerechtigkeit und Akzeptanz" waren bei den Bürgern noch nie so niedrig, die Begriffe "Rundfunkbeitrag" und "Beitrags-Service" wurden am 01.01.2013 zu neuen Synonymen für Entrechtung und Unterdrückung!

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« Letzte Änderung: 07. August 2015, 22:10 von Bürger »
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
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Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit.   Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.
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Großer Kokolores?  Das denke ich nicht.  Man kann zu Gysi stehen wie man will, doch hier hat er durchaus recht:  Die Gewinne für manche Unternehmer und vor allem für die Banken sind während der letzten Dekade exorbitant gestiegen.  Und dass sogar noch TROTZ der Krise.
Das ist doch nur die *eine* Seite der Medaille. Auf der anderen Seite gibt es Hundertausende von Kleinunternnehmern , die gerade mal so über die Runden kommen oder mangels Kundschaft dicht machen müssen. Deine pauschalisierende, undifferenzierte Betrachtungsweise ist da nicht zielführend.

Der Begriff des "unternehmerischen Risikos" ist aus den Köpfen der meisten Unternehmer weitgehend verschwunden, denn es ist ja viel "einfacher" und bequemer das ganze System so umzubauen, dass Gewinne immer personalisiert, Verluste jedoch sozialisiert werden können.
Da hast Du aber übersehen, dass es *Politiker* sind, die die diesbezüglichen Entscheidungen treffen.

Früher beruhte das System auf schierer Ausbeutung UND steuerlicher Absetzungen.  An der Ausbeutung hat sich nichts geändert, an den steuerlichen Absetzungen auch nicht - nur zahlen heute immer weniger Groß-Unternehmer tatsächlich noch Steuern!  Gleichzeitig hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden:  Leiharbeit, Zeitverträge, Leute, die zwei Jobs brauchen um ihr Auskommen zu bestreiten, die Daumenschrauben sind enger gezogen worden.
Wenn ein Unternehmer jemanden für ein halbes Jahr braucht, dann wäre es unsinnig, ihn unbefristet einzustellen.
Würdest DU denn als Unternehmer jemanden unbefristet einstellen und ihm dann den vollen Lohn fürs Däumchendrehen bezahlen?

Haben Armut und Altersarmut nicht bereits eklatant zugenommen?  Was denkst Du, wird geschehen, wenn die Baby-Boom Generation der 60er in Rente geht?  Man soll, laut Tenor der Politiker, "privat" vorsorgen - die Frage ist nur:  Von WAS, wenn einem auch noch die letzten finanziellen Mittel z.B. für die Alimentierung fürstlicher Gehälter und opulenter Altersversorgungen beim ÖRR entwunden werden?
Damit wären wir beim eigentlichen Thema. Das Problem ist eben, dass immer noch viel zu viele Leute glauben, dass der Staat solche Dinge regeln *muss*.
Und die Politiker bringen natürlich erstmal die eigenen Schäfchen ins Trockene.

Stichwort:  Schere zwischen "Arm und Reich".  Man schaue sich einmal die "Forbes"-Liste von 1990 und heute an und vergleiche, wieviele neuen Millionäre und Milliardäre es heute in Deutschland gibt.
Wenn jemand sein Geld auf anständige Weise verdient, dann ist das doch Ok.
Nicht ok ist es, wenn Talkshow-Laberer wie Thomas Gottschalk Millionensummen in die Tasche stecken, mit Hilfe der GEZ-Zwangsgebühren.

Bill Gates?  Denskt Du wirklich, dass man da Vergleiche ziehen kann oder soll?  Und willst Du allen Ernstes Deutschland mit Amistan vergleichen?  Wo die Leute angeblich "frei" sind, doch tatsächlich noch weniger Rechte haben, als wir hier?  Wo, wenn Du Deine Miete nicht zahlen kannst eines Abends nach Hause kommst um Deine Sachen eventuell von Regen durchnässt auf dem Gras vor dem Haus findest, weil Dein Vermieter das Recht zur umgehenden Zwangsräumung auf seiner Seite hat?  Vor 20 Jahren sagte mir einmal meine Vermieterin:  "Wir bekommen einmal amerikanische Zustände!"  Damals konnte ich mir das nicht vorstellen, heute jedoch schon.  Denkst Du wirklich, dass Bill Gates so reich geworden ist OHNE dass er die Arbeitskraft irgendeines armen Teufels massiv ausgebeutet hat?
Da bist Du anscheinend sehr schlecht informiert. Microsoft rangiert unter den Top Ten der besten Arbeitgeber:
http://www.greatplacetowork.ch/beste-arbeitgeber

Microsoft hat Tausende von gut bezahlten Arbeitsplätzen geschaffen, dass sollen die Gewerkschaftsfritzen mit ihren lauten Parolen doch erst mal nachmachen.


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  • liberté, égalité, fraternité!
Das ist doch nur die *eine* Seite der Medaille. Auf der anderen Seite gibt es Hundertausende von Kleinunternnehmern , die gerade mal so über die Runden kommen oder mangels Kundschaft dicht machen müssen. Deine pauschalisierende, undifferenzierte Betrachtungsweise ist da nicht zielführend.
Dass es die Klein-Unternehmer gibt, denen es zum Teil sehr schlecht geht, bestreite ich gar nicht.  Ich sprach auch nicht von Klein- oder Mittelständischen Betrieben, deren Lage mir durchaus bekannt ist, sondern meinte eher die Chefs großer Unternehmer (Konzerne), Manager großer Banken, doch vor allem all diejenigen, die ihre Umsätze hier im Land machen, doch aus steuerlichen Gründen in Luxembourg, auf Guernsey oder in Irland gemeldet sind.  Mir eine pauschalisierende und undifferenzierte Betrachtungsweise vorzuwerfen, nun ja.

Da hast Du aber übersehen, dass es *Politiker* sind, die die diesbezüglichen Entscheidungen treffen.
Nein, habe ich nicht.  Und ich habe auch nicht übersehen, wie sehr diese Politiker durch die Lobby-Gruppen beeinflusst und "bearbeitet" werden.

Wenn ein Unternehmer jemanden für ein halbes Jahr braucht, dann wäre es unsinnig, ihn unbefristet einzustellen. Würdest DU denn als Unternehmer jemanden unbefristet einstellen und ihm dann den vollen Lohn fürs Däumchendrehen bezahlen?
Dass kommt darauf an, wieviele Mitarbeiter ich hätte.  In erster Linie greifen Unternehmer immer auf ihr vorhandenes Personal als Resource zurück, da verkennst Du anscheinend die reale Situation in den Betrieben.  Und die meisten kompensieren das vorrübergehende Performance Peak durchaus sachgerecht, zum Teil auch recht anständig ihren Mitarbeitern gegenüber.  Was jedoch nicht in Ordnung ist, sind Zeitverträge, die drei Mal verlängert werden und man den Mitarbeiter dennoch nicht unbefristet einstellt.  Zeitverträge sind Aushebelungen des sozialen und bürgerlichen Standards:  sie verhindern eine sozial unbefristet planpare Perspektive, sie spielen mit den Ängsten der Leute vor Arbeitsplatzverlust, sie schaffen eine Erhöhung des betrieblichen Machtmonopols und sie sind das perfekte Tool um die Belegschaft zu drücken.

Damit wären wir beim eigentlichen Thema. Das Problem ist eben, dass immer noch viel zu viele Leute glauben, dass der Staat solche Dinge regeln *muss*.
Und die Politiker bringen natürlich erstmal die eigenen Schäfchen ins Trockene.
Zum Teil richtig, zum Teil falsch.  Die Rente war einmal sicher.  Doch das staatliche System wurde zu Gunsten von nicht-staatlichen und "privaten Anbietern" aufgeweicht, die mit ihren Tarifen auf den Renten-Markt traten und denen es einzig ums Geldverdienen geht.  Es geht nicht darum, dass der Staat "alle Dinge regeln muss", in diesem Fall geht es um die verordnete staatliche Fürsorge- und um die staatliche Sorgfaltspflicht.  Das gilt vor allem für die jungen Leute, diejenigen, die ihre Lebensarbeitszeiten gerade erst begonnen haben.  Wenn hier nicht beizeiten vorgesorgt werden kann, werden sie rentenmässig - falls es dann überhaupt noch eine staatliche Rente geben sollte! - massive Einbußen erleiden.  Umgekehrt haben diejenigen, welche 10 Jahre und weniger von der Rente entfernt sind überhaupt keinen Vorteil mehr aus den "Vorsorge-Verträgen", da ist es wohl am besten soviel wie möglich anzusparen, einfach weil sich die kurze Laufzeit nicht mehr rechnet.

Wenn jemand sein Geld auf anständige Weise verdient, dann ist das doch Ok.
Nicht ok ist es, wenn Talkshow-Laberer wie Thomas Gottschalk Millionensummen in die Tasche stecken, mit Hilfe der GEZ-Zwangsgebühren.
Habe ich, was das Geldverdienen auf anständige Weise betrifft, je etwas anderes gesagt?

Da bist Du anscheinend sehr schlecht informiert. Microsoft rangiert unter den Top Ten der besten Arbeitgeber:
http://www.greatplacetowork.ch/beste-arbeitgeber
Microsoft hat Tausende von gut bezahlten Arbeitsplätzen geschaffen, dass sollen die Gewerkschaftsfritzen mit ihren lauten Parolen doch erst mal nachmachen.
Nein, ich denke nicht, dass ich schlecht informiert bin.  "Microsoft" ist auch nicht dass beste Beispiel, denn es stellt auch nicht alle Komponenten oder Leistungen im Land und schon gar nicht innerhalb des Unternehmens her, sondern verlagert große Teile vor allem nach China und Indien.  Dorthin, wo es eben am günstigsten ist, dorthin, wo man Personal beschäftigen kann dass NICHT Teil von Microsoft ist und dass somit auch NICHT unter die "Microsoft Corporate Culture" fallen.  Denkst Du ernsthaft, dass diese "Mitarbeiter" an der Wahl zum "besten Arbeitgeber" teilgenommen haben?  Oder waren dass vllt. nur "die amerikansichen Beschäftigten"?  Und was Dein Seitenhieb auf "die Gewerkschafts-Fritzen" soll, ist mir nicht klar.  Schliesslich ist es nicht die unmittelbare Aufgabe der Gewerkschaften Arbeitsplätze zu schaffen, sondern die der Unternehmer UND der Politiker.

Das waren - für mich nun abschliessend - meine Gedanken hierzu.  @ die Mods:  bitte die Abschweifungen zu entschuldigen!

BTT:  Der ÖRR in Deutschland ist das Equivalent der Vetternwirtschaft wie die "Rousfetia" in Griechenland.

D61


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« Letzte Änderung: 07. August 2015, 22:27 von Bürger »
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
(Jean-Jacques Rousseau)

Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit.   Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.
(Rosa Luxemburg)

Offline Archimedes

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Nein, ich denke nicht, dass ich schlecht informiert bin.  "Microsoft" ist auch nicht dass beste Beispiel, denn es stellt auch nicht alle Komponenten oder Leistungen im Land und schon gar nicht innerhalb des Unternehmens her, sondern verlagert große Teile vor allem nach China und Indien.  Dorthin, wo es eben am günstigsten ist, dorthin, wo man Personal beschäftigen kann dass NICHT Teil von Microsoft ist und dass somit auch NICHT unter die "Microsoft Corporate Culture" fallen.

Na und? Jeder wirtschaftlich Handelnde handelt eben so, wie es für ihn am vorteilhaftesten ist. Das machen doch Hinz und Kunz ganz genauso.
Und den Leuten in Indien und China ist es doch schnurzpiepegal, ob ihr Arbeitgeber Microsoft oder sonstwie heisst. Tatsache ist, dass sie einen Arbeitsplatz haben, durch den sie ihre soziale und finanzielle Position verbessern können.
Durch die Globalisierung konnten Millionen von Menschen in der dritten Welt ihre Lage deutlich verbessern, auch wenn das viele Gutmenschen hierzulande nicht wahrhaben wollen.


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« Letzte Änderung: 07. August 2015, 22:20 von Bürger »

Offline Daniel61

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Ja, die Gutmenschen!

"Gutmensch" ist auch so ein Schlagwort dass immer dann herhalten muss, wenn eigene Argumente versagen.

D61


Edit "Bürger":
Bitte alle mit der Zitier-Funktion vertraut machen.
Hier ist einiges, was noch "entflochten" werden muss bzw. wo auch die Zitat-Quelle vorheriger Kommentare verloren ging und insofern die Diskussion schwer nachvollziehbar wird.
Da die Kapazitäten und die Übersicht im Forum ohnehin schon grenzwertig sind und dieser Thread vom Kern der Frage, was "ARD/ ZDF" mit "Griechenland zu tun haben", zwischenzeitlich deutlich abgedriftet ist, bleibt dieser Thread mindestens vorübergehend geschlossen.
Danke für das Verständnis und die zukünftige Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 07. August 2015, 22:19 von Bürger »
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(Jean-Jacques Rousseau)

Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit.   Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.
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