Autor Thema: Schlankes System  (Gelesen 1824 mal)

Offline usb

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Schlankes System
« am: 21. Mai 2009, 14:46 »
Man stellt sich sicher die Frage, ob diese riesige Vielfalt an öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radioprogramme notwendig ist. Ich behaupte, wenn man sich an die ursprüngliche Idee der Grundversorgung zurückerinnert, dass das heutige System eine maßlose Überversorgung darstellt.

Sicherlich muss der Staat seinen Bürgern einen freien Zugang zu unabhängigen Kultur- und Informationsmedien gewährleisten. Dafür reichen aber, und vergessen wir bitte nicht den Begriff der GRUNDversorgung, zwei bundesweite Fernsehprogramme und pro Bundesland ein Radiosender. Damit wäre die Grundversorgung gewährleistet und alles andere könnte von den privaten Sendern geleistet werden.

Dieses schlanke System ließe sich mit einer halben Milliarde EUR jährlich locker finanzieren. Umgelegt auf alle Einwohner Deutschlands entspräche dies einer monatlichen Abgabe von knapp über 0,50 EUR je Einwohner.

Sicher kann man sich noch unterhalten, ob man pro Kopf, Familie oder wie auch immer zahlen muss, die Akzeptanz dafür wäre von den Bürgern dieses Landes aber sicher. Darüber hinaus bräuchte man keine GEZ mehr, was zu weiteren Einsparungen führte.


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Offline Florian

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Re: Schlankes System
« Antwort #1 am: 23. Mai 2009, 00:45 »
@ usb: Ich hab's schon häufiger erwähnt, nochmal hier:

Zwei TV- und zwei Radiosender wären ja eine richtig extreme Maßnahme. Ich kann nur jedem, der TV und Radio über DVB-S / Astra empfängt mal raten, die Summe der ÖR Sender zu schätzen.

Da werden (bzgl TV, Radio höre ich nicht, wird aber ähnlich sein) nicht nur ARD und ZDF übertragen, sondern ALLE 3. Programme der BRD, mit Regionalprogramm (da wird dann auf 10 Kanälen das selbe gesendet). Dazu kommen Nischensender wie, weiss der Teufel, ein ZDF-Theaterkanal, usw.

Die deutschen ÖR haben (nach meiner groben Schätzung) ca. 10% aller Astra-Transponder belegt, obwohl für die Grundversorgung nach usb's Idee auch ca. 1% reichen würden. Das kostet natürlich Unmengen von Geld.

Der Begriff 'Grundversorgung' ist nur ein schlechter Witz; außer vielleicht, wenn damit die Grundversorgung der ÖR-Funktionäre gemeint sein sollte.

- Flo


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« Letzte Änderung: 23. Mai 2009, 00:48 von Florian »

Offline syna

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Re: Schlankes System
« Antwort #2 am: 08. Juli 2009, 22:43 »
Man stellt sich sicher die Frage, ob diese riesige Vielfalt an öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radioprogramme notwendig ist. Ich behaupte, wenn man sich an die ursprüngliche Idee der Grundversorgung zurückerinnert, dass das heutige System eine maßlose Überversorgung darstellt.

Sicherlich muss der Staat seinen Bürgern einen freien Zugang zu unabhängigen Kultur- und Informationsmedien gewährleisten. Dafür reichen aber, und vergessen wir bitte nicht den Begriff der GRUNDversorgung, zwei bundesweite Fernsehprogramme und pro Bundesland ein Radiosender. Damit wäre die Grundversorgung gewährleistet und alles andere könnte von den privaten Sendern geleistet werden.

Genau das denke ich auch.

Dieses schlanke System ließe sich mit einer halben Milliarde EUR jährlich locker finanzieren. Umgelegt auf alle Einwohner Deutschlands entspräche dies einer monatlichen Abgabe von knapp über 0,50 EUR je Einwohner.

Und die Finanzierung eines schlankeren ÖRR wäre dadruch viel besser - und ohne die bisherigen exorbitanten Kostensteigerungen - möglich. Und: Der ÖRR muss nämlich nicht im Internet mitkonkurrieren.

Sicher kann man sich noch unterhalten, ob man pro Kopf, Familie oder wie auch immer zahlen muss, die Akzeptanz dafür wäre von den Bürgern dieses Landes aber sicher. Darüber hinaus bräuchte man keine GEZ mehr, was zu weiteren Einsparungen führte.

Warum dann nicht über Steuern finanzieren?

Als Begründung dafür höre ich immer wieder: "Der ÖRR soll unahbängig von staatlichem und politischem Einfluss sein. Deshalb nicht vom Staat finanziert (Steuerfinanzierung), sondern über eigene Gebühren."

Aber es gibt doch auch andere Institutionen, die nicht beeinflussbar sein sollen (z.B. die Justiz), die über Steuern finanziert werden. Warum kann das nicht auch für den ÖRR gelten?

Oder umgekehrt: Wenn alle nicht beeinflussbaren und unabhänigen Institutionen und Behörden (als Wunschvorstellung) über Gebühren finanziert werden müssten, dann hätten wir noch eine

GEZJ = Gebühreneinzugszentrale Justiz - 198.- Euro/m
GEZV = Gebühreneinzugszentrale Verbraucherschutz - 198.- Euro/m
GEZU = Gebühreneinzugszentrale Umweltschutz - 37.- Euro/m
GEZS = Gebühreneinzugszentrale Schlichtungsstelle - 11.- Euro/m
...

also da käme einiges zusammen. Und ständig würden Mitarbeiter an der Tür klingeln ...

Grüsse, Syna.


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« Letzte Änderung: 09. Juli 2009, 22:57 von syna »

Offline Seid-Nett

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Re: Schlankes System
« Antwort #3 am: 09. Juli 2009, 08:04 »
Damit wäre die Grundversorgung gewährleistet und alles andere könnte von den privaten Sendern geleistet werden.

Dieses schlanke System ließe sich mit einer halben Milliarde EUR jährlich locker finanzieren. Umgelegt auf alle Einwohner Deutschlands entspräche dies einer monatlichen Abgabe von knapp über 0,50 EUR je Einwohner.

Leider gibt es in Politik und Justiz eine sehr starke Rundfunklobby. Der Vorschlag von usb wird daher wohl nur eine "Wunschvorstellung" bleiben. Meine Befürchtung ist auch, dass eine geplante Reform kostenneutral sein wird. Einzig wird sich ändern, dass man sich durch "Schwarzsehen" nicht mehr wehren kann.


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