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Allgemeines => Archiv => Pressemeldungen Dezember 2019 => Thema gestartet von: befreie_dich am 02. Dezember 2019, 00:22

Titel: Vielfalt in Medien. Das muss man sich leisten (können) [Spiegel-Online]
Beitrag von: befreie_dich am 02. Dezember 2019, 00:22
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Spiegel, 1.12.2019

Vielfalt in Medien
Das muss man sich leisten (können)
Junge Menschen arbeiten oft am Rande des Prekariats. Im Journalismus ist das besonders fatal: Weil fast nur noch Kinder wohlhabender Eltern den Beruf ergreifen können, verfestigt sich ein gesellschaftliches Problem.
Ein Essay von Tobias Hausdorf

Zitat
[...] Zurzeit machen wir Praktika bei öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern. 11 von 16 bekommen momentan kein Geld. [...]

[...] Unter dem Hashtag #unfÖR schildern Hunderte ähnliche Erfahrungen. [...]

Weiterlesen:
https://spiegel.de/karriere/medien-und-vielfalt-das-muss-man-sich-leisten-koennen-a-1299158.html


Unglaublich! Meine soziale Solidarität als Mensch habt ihr. Und der ÖR spricht von Qualitätsjournalismus. Vielleicht sollte dabei in Zukunft moderne Sklaverei erwähnt werden. Ich weiß wie es war, kein Geld zu haben und dann kamen Vermummte vom ÖR und wollten noch Geld unter Androhung von Zwang von mir. Als Mitarbeiter/Praktikanten bleibt euch das evtl. erspart oder ihr beantragt nach der neuen Rechtsprechung (*) einen Härtefall - welche Ironie. Falls Ihr fiktive Fragen habt, meldet Euch im Forum. Wäre ich Spiegelnutzer, wäre das mein Beitrag.

(*) Sammelthread für Erfolgsmeldungen (allgemein)
Erfolgreiche Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht wegen eines besonderen Härtefalls
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,19233.msg199375.html#msg199375 (https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,19233.msg199375.html#msg199375)
Titel: Re: Vielfalt in Medien. Das muss man sich leisten (können) [Spiegel-Online]
Beitrag von: ope23 am 02. Dezember 2019, 20:56
Mir ist aus einer Straße in Bom-Tuhrow-Stadt eine Familie mit kleinen Kindern bekannt, wo beide Elternteile
von zwei Antennenbespeisern fein säuberlich auf Abstand von unbefristeten Stellen gehalten werden. Irre, was es für Vertragskonstruktionen gibt, um sich ja nicht auf eine Stelle einklagen zu können. So z.B. gibt es Schichtarbeitsverträge: Für jede 8-Stunden-Schicht wird ein eigener Arbeitsvertrag unterschrieben, und es gibt maximal 10 solcher Schichten im Monat.

Nun - gestern erst wurde mir von einem Aufstieg(?) bereicht: Monatlich wird nunmehr ein Mantelarbeitsvertrag für 10 Schichten unterzeichnet - aber auch nur, weil die Lohnauszahltante mit dem Abrechnen nicht mehr hinterherkam...

Dank der 9 G€ erzwungenen Einnahmen ist der Stundenlohn mit fiktiven ca. 38 Euros in so einer 8-Stunden-Schicht nicht völlig schlecht, weshalb ein Abspringen zu sichereren Stellen unattraktiv erscheint.