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Allgemeines => Archiv => Pressemeldungen Juli 2017 => Thema gestartet von: ChrisLPZ am 27. Juli 2017, 11:52

Titel: „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz
Beitrag von: ChrisLPZ am 27. Juli 2017, 11:52
(http://up.picr.de/27124084fq.png)
Bildquelle: http://up.picr.de/27124084fq.png

Meedia, 27.07.2017

„Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“:
die bittere Bilanz einer WDR-Journalistin nach ihrem umstrittenen Zitat in der Flüchtlingskrise

Von Stefan Winterbauer

Zitat
Vor rund eineinhalb Jahren sorgte die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann für Schlagzeilen. In einer niederländischen Radiosendung erklärte sie mitten während der Flüchtlingskrise, die öffentlich-rechtlichen Medien seien „angewiesen, pro Regierung zu berichten“. Der WDR reagierte entsetzt und dementierte, Frau Zimmermann ruderte zurück. Heute sagt sie: "Bei Sendern und Verlagen ist meine journalistische Karriere in Deutschland nach dieser Äußerung zu Ende." Mit dem WDR verhandelt sie um die Modalitäten der Trennung.

Claudia Zimmermann meldete sich bei MEEDIA, nachdem sie die Berichte über die aktuelle Studie des Medienforschers Michael Haller gelesen hatte. [..]

Weiterlesen auf:
http://meedia.de/2017/07/27/meine-journalistische-karriere-in-deutschland-ist-zu-ende-die-bittere-bilanz-einer-wdr-journalistin-nach-ihrem-umstrittenen-zitat-in-der-fluechtlingskrise/ (http://meedia.de/2017/07/27/meine-journalistische-karriere-in-deutschland-ist-zu-ende-die-bittere-bilanz-einer-wdr-journalistin-nach-ihrem-umstrittenen-zitat-in-der-fluechtlingskrise/)

Titel: Re: „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz
Beitrag von: cook am 27. Juli 2017, 12:31
Was hatte sie denn erwartet, als sie bei einem faschistisch-totalitären System angeheuert hat? Dass sich das System nur gegen die Bürger, nicht aber gegen die Mitarbeiter richtet?

Was sagt einem die Tatsache, dass sich ein System mit Zwangsbeiträgen finanzieren muss? Dass Selbstkritik, offene Meinungskultur und politische Toleranz ganz oben auf der Werteliste stehen? Wie unabhängig vom Staat ist wohl so ein Apparat, der ohne mit der Wimper zu zucken die volle Staatsgewalt losschickt, um seine Politfunktionäre mit stattlichen Pension durchfüttern zu können? Hätte es einem verdächtig vorkommen müssen, dass der oberste Chefposten mit einer Pro-DDR-Juristin besetzt worden ist?

Man kann der Dame zumindest zur späten Einsicht gratulieren und dass sie in den Niederlanden weiter tätig werden kann, wo Freiheit wohl noch ein bisschen was bedeutet (Rundfunkbeiträge gibt es dort seit Jahren nicht mehr -- erkennt man die Korrelation?).
Titel: Re: „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz
Beitrag von: seppl am 27. Juli 2017, 13:28
Meiner Meinung nach kann man der Dame nicht zur (späten) Einsicht gratulieren, denn sie hat noch versucht, ihr Fähnlein in den ÖR Wind zu hängen und ihr Statement dementiert/relativiert. Erst als sie gemerkt hat, dass das nichts mehr wird mit diesem Arbeitgeber, hat sie ihre Originalaussage wieder herausgekramt und geht damit hausieren (wohl auch für Geld).

Und dieses "ins Ausland gehen" stört mich auch allgemein ganz gewaltig. Nur weil man nicht den Arsch in der Hose hat, hier irgendwelche Rechte zu verteidigen, verpieselt man sich woanders hin. Natürlich können dann alle möglichen schlechten Kräfte hier in D handeln wie sie wollen....
Titel: Re: „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz
Beitrag von: faust am 27. Juli 2017, 15:54
... mir fällt da ein gaaanz böööses Wort ein - bitte berichtigt mich, wenn ich danebenliegen sollte:

BERUFSVERBOT ???
Titel: Re: „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz
Beitrag von: cecil am 27. Juli 2017, 16:05
https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Berufsverbot_(Deutschland)
Zitat
Als Berufsverbot wird eine Anordnung eines Staatsorgans bezeichnet, die einer konkreten Person oder Personengruppe bestimmte Tätigkeiten untersagt.

Trifft es nicht ganz. Es handelt sich wohl eher um eine mögliche systemimmanente Dynamik, welche jedoch ebenfalls drastische Folgen für die Betroffene/n hat.

Vergleiche im Text verlinkter Artikel (von Stefan Winterbauer):

http://meedia.de/2017/07/24/die-medien-und-die-fluechtlingskrise-was-die-haller-studie-ueber-den-zustand-des-journalismus-verraet/
Zitat
Haller gelingt es mit der Studie, erstmals faktenbasiert herzuleiten, woher der allgemein diagnostizierte Bruch zwischen Publikum und Medien herrühren könnte: Konformität (Herdentrieb), Orientierung an den (politischen) Eliten, Bevormundung. All dies führt zum Vertrauensverlust. Er lenkt den Blick damit auf ein ganz grundlegendes, strukturelles Problem der Medienbranche.
Titel: Re: „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz
Beitrag von: cleverle2009 am 27. Juli 2017, 16:10
... mir fällt da ein gaaanz böööses Wort ein - bitte berichtigt mich, wenn ich danebenliegen sollte:

BERUFSVERBOT ???

Zitat
Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wollten die Alliierten Millionen Deutsche entnazifizieren. Niklas Frank, der Sohn des "Schlächters von Polen", hat sich vergessene Akten angeschaut und urteilt: Die Entnazifizierung ist komplett gescheitert. Das habe Nachwirkungen bis heute.

gefunden unter:
http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/entnazifierung-niemand-hat-bedauert-was-er-getan-hat_id_6084421.html

Und München war die Hauptstadt der Kunst und der Bewegung

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/anfaenge-des-ns-regimes-wie-muenchen-zur-brutstaette-fuer-den-nazi-terror-wurde-1.2455050