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Aktuelles => Aktuelles => Thema gestartet von: volkuhl am 08. September 2016, 08:30

Titel: Alle Angaben ohne Gewähr - Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kennen
Beitrag von: volkuhl am 08. September 2016, 08:30
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Zitat
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Die "Tagesschau" hat etwas Beruhigendes, um nicht zu sagen Einschläferndes. Sie vermittelt die Botschaft, das Gefühl: Wie gestern und vorgestern lief auch der heutige Tag im Wesentlichen normal ab. Hier und da gibt es Probleme, aber: Nach den uns vorliegenden Informationen sieht es nicht so aus, als gerate die Welt aus den Fugen. Jedermann kann die nachfolgenden Sendungen guten Gewissens und entspannt genießen.
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Oft werden Meinungsäußerungen als Nachrichten verkauft, und auch hier beobachten wir Rituale, oder besser: Hierarchien. Alle Bundespolitiker geben Presseerklärungen heraus, twittern, posten etwas auf Facebook, gewähren Interviews. Aber Frau Merkel oder Herr Gabriel haben bessere Chancen auf Verbreitung ihrer Meinungen als die notorischen Hinterbänkler. Dabei spielt es keine besondere Rolle, ob sie etwas wirklich Neues, etwas mit Nachrichtenwert verkünden. Frau Merkel kann sagen, was sie schon x-mal gesagt hat: Im Nachrichtenjargon "bekräftigt" sie ihre Überzeugung. Auch Gabriel findet Aufmerksamkeit, wenn er etwas "fordert", was er schon hundertmal gefordert hat. Für viele andere, weniger bekannte Politiker ist es schwieriger durchzudringen, selbst dann, wenn ihre Mitteilungen Substanz haben. Einige von ihnen - und ich denke da nicht nur an "Rechtspopulisten" - wissen sich zu helfen. Um sich Gehör zu verschaffen, greifen sie zur Provokation.
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Vollständiger Artikel: http://www.heise.de/tp/artikel/49/49354/1.html