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Allgemeines => Dies und Das! => Thema gestartet von: befreie_dich am 22. März 2021, 13:22

Titel: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: befreie_dich am 22. März 2021, 13:22
Untersuchung der Behauptung:

Zitat
Der 'Rundfunkbeitrag' ist 'seit 2009' 'nicht erhöht' worden.

Vorschlag: Ausarbeitung einzelner Fakten. Argumentation (ggf. Zitieren, Referenzieren, Begründen, Abgrenzen, Bewerten, Fazit). Fokussierte Betrachtung der Fakten. Genau ein Fakt je Beitrag. Eine differenzierte Betrachtung.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: Mork vom Ork am 22. März 2021, 14:32
Hierzu direkt eine Webseite des NDR:
https://www.ndr.de/der_ndr/zahlen_und_daten/Entwicklung-des-Rundfunkbeitrags,ndrdaten121.html (https://www.ndr.de/der_ndr/zahlen_und_daten/Entwicklung-des-Rundfunkbeitrags,ndrdaten121.html)

Hier wird erklärt, dass der Rundfunkbeitrag am 1. April 2015 auf 17,50€ gesenkt wurde und die spätere von der KEF empfohlene Senkung auf 17,20€ zugunsten der Rücklagen nicht durchgeführt wurde. Dies zeigt sehr gut, dass eine Erhöhung gar nicht notwendig war, sondern im Gegenteil eine Senkung aufgrund der Überhebung empfohlen wurde, die bis jetzt als Rücklage abgeschöpft wurde. Diese Rücklage wurde trotzdem aufgebraucht, so dass eine Erhöhung des Beitrags in 2021 auf 18,36€ geplant war, um die zukünftige Finanzierung des ör Rundfunks zu gewährleisten.

Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: Kurt am 22. März 2021, 14:48
Gesamtertrag des ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (bis 2012 der Gebühreneinzugszentrale - GEZ) in den Jahren 2005 bis 2019
Veröffentlichungsdatum Juni 2020
Erhebungszeitraum 2005 bis 2019
Hinweise und Anmerkungen: Die Werte wurden gerundet und teilweise den Vorjahrespublikationen bzw. den Publikationen der GEZ entnommen.
Quelle/Bildquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163022/umfrage/gesamtertrag-der-gez-seit-2005/
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: pjotre am 22. März 2021, 21:48
Quelle der Indexwerte:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/Publikationen/Downloads-Verbraucherpreise/verbraucherpreisindex-lange-reihen-pdf-5611103.html
Spalten 1 und 2 als Indexwerte, Spalte 3 in Mrd.€.

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         Verbracherpreise,    Einzelhandel+Kfz-Handel     Rundfunkabgabe(Mrd €)
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2005                  86                       90                                      7,12
2017                104                     104                                      8,01
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Steigerung %    12,1 %              11,6 %                                11,3 %
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Bewertung:
-----------------------
Interpretiert man die vorstehenden Indiices als "die Geldentwertung", so läge die Steigerung bei ARD, ZDF etc. etwas darunter.
Der Sondereffektl der vorübergehenden Mehreinnahmen bewirkt "etwas darüber".
Aber auf jeden Fall grob gerechnet etwa gleichlaufend mit der Kaufkrafentwicklung.

Die Gehaltsentwicklung der Sender liegt möglicherweise darüber. Hinzu kommt die Sonderlast der hohen nötigen Zusatz-Rückstellungen für die Betriebsrenten (bedingt durch die Nullzinspolitik).

Nicht berücksichtigt wurde:
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- Mehr Berechtigung zu Werbeeinnahmen - wohl gestiegen.
- Weniger Finanzbedarf für Sportrechte - eigentlich hätten die Sender-Finanzbedarf spürbar sinken müssen unterhalb der Geldentwertung.
- Die Zuwanderung seit 2015 führt zu Mehreinnahmen in Größenordnung der Geldentwertung.


Rückbaupflicht versäumt - Statt 8 Milliarden Euro dürften es nur noch 6 Milliarden sein.
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-Um 2005 bedienten die Sender noch geschätzt - bleibt zur verifizieren - rund 25 oder mehr Prozent des audiovisuellen Konsums. 2019 nur noch 19 Prozent, Tendenz fallend.
Ein Unternehmen, das aus dem Markt ausscheidet wegen Rückständigkeit seiner "Ware", ist zurückzubauen oder es wird insolvenzreif. Es ist nicht einzusehen, wieso die Bürger durch die zwangsweise Abgabe den Sendern diese BWL-Prinzipien ersparen sollen.

800 Millionen Euro - monatlich 2 € statt 17,50 - wäre der RICHTIGE Betrag.
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Nimmt man 2005 als Basisjahr, so dürften die Sender nur noch 6 Milliarden Euro erheben.
Nimmt man zutreffender 1975 als Basisjahr, so dürften wegen Benutzungsverfall die Sender nur noch rund 800 Millionen Euro nehmen.
In dieser Zeit haben die Sender von nahezu 100 Prozent auf nun unter 20 % ihnen Anteil am audio-visuellen Konsum reduziert. Ihre Einnahmensumme wurde sei 1975 etwa verdoppelt (kaufkraftbereinigt).


In der Metastudie "Freiheitszukunft - Medienzukunft" wird Verfassungsrichtern
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kurzfristig dies statistisch belegt. Die 800 Seiten sollen zugleich  im Internet verfügbar werden,  so dass jeder mit Auszügen seine Schriftsätze bereichern kann.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: pjotre am 23. März 2021, 14:02
Das ist nun ausformuliert und kann von jedermann in Schriftsätze übernommen werden, mit oder ohne eigene Ändunerung. Ist so voraussichtlich in einigen Wochen auch im Internet verfügbar.
Grafiken von Statistiken werden hier nicht eingefügt, weil hier die Verwendung nicht für ein "Diskussionsforum" ist, sondern für "Publizierung". Darum nur mit Quellenangabe.


Zitat
PAM5.f1)   

Fake News durch "ARD, ZDF etc." und unkundig nachplappernde Politiker:
"Der 'Rundfunkbeitrag' ist 'seit 2009' 'nicht erhöht' worden."
Diese "Fake News" unser angeblichen "Fake News Unterbindungs-Wächter für die reine Wahrheit", dies wird durch die nachfolgende Analyse enttarnt.

Oder um es mit dem beliebten sich anbiedernden Niveau von Standardvokabular der "Jugendsender" von "ARD, ZDF etc." zu formulieren: "Fuck die Facke News!"

Langfristvergleich: Der Preis für Nutzen aus "ARD, ZDF etc.".

Quelle: de.statista.com/statistik/daten/studie/163022/umfrage/gesamtertrag-der-gez-seit-2005/
Dort die Anmerkungen: "Gesamtertrag des ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (bis 2012 der Gebühreneinzugszentrale - GEZ) in den Jahren 2005 bis 2019" - "Veröffentlichungsdatum Juni 2020. Erhebungszeitraum 2005 bis 2019."
"Die Werte wurden gerundet und teilweise den Vorjahrespublikationen bzw. den Publikationen der GEZ entnommen."
(Richtiger gesagt: Entnommen aus der gemeinsamen ARD-Website in Sachen des sogenannten "Beitrags"-"Service")

PAM5.f2)   Demnach: Die Gesamteinnahmen aus der nichtfreihetlichen Zwangs-Rundfunkabgabe entwickelten sich von 2005 bis 2019 in etwa konform zur Geldentwertung.

Spalten 1 und 2 als Indexwerte (Verbraucherpreise --- Einzelhandel+Kfz-Handel)
Spalte 3 in Milliarden .€.
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 --- Jahr --- Verbrauch. --- Einzelh.+Kfz --- Rundfunkabgabe(Mrd €)
---------------------------------------------------------------------------------------------------
2005                  86             90             7,12
2017                104           104             8,01
---------------------------------------------------------------------------------------------------
Steigerung %    12,1 %    11,6 %    11,3 %
---------------------------------------------------------------------------------------------------

PAM5.f3)   Bewertung: Alles in Ordnung? Nur auf den ersten Blick. Keineswegs auf den zweiten. Nämlich:
Interpretiert man die vorstehenden Indiices als ausreichend repräsentativ für "die Geldentwertung", so läge die Steigerung bei "ARD, ZDF etc. etwas darunter. Der Sondereffektl der vorübergehenden Mehreinnahmen bewirkt allerdings "etwas darüber".

PAM5.f3)   Halten wir fest: Auf jeden Fall war es rund 15 Jahre lang grob gerechnet in etwa gleichlaufend mit der Kaufkrafentwicklung.

Die Gehaltsentwicklung der Sender liegt möglicherweise darüber. Hinzu kommt die Sonderlast der hohen nötigen Zusatz-Rückstellungen für die Betriebsrenten (bedingt durch die Nullzinspolitik). Das ist ganz gewaltig - vielleicht insgesamt rund 0,5 Milliarden Euro jedes Jahr seit etwa drei oder mehr Jahren.

PAM5.f4   Nicht berücksichtigt wurde:

(1) Mehr Berechtigung zu Werbeeinnahmen - wohl gestiegen.

(2) Weniger Finanzbedarf für Sportrechte. Eigentlich hätten die Sender-Finanzbedarf spürbar sinken müssen unterhalb der Geldentwertung. Aber das half dann bei der Deckelung der hohen Einstellungen für die Betriebsrenten-Rücklage.

(3) Allein schon die Zuwanderung seit 2015 führt zu Mehreinnahmen in Größenordnung der Geldentwertung. Die vorherrschende Befürwortung seitens der Journalisten von "ARD, ZDF etc." hilft auch den Gehältern der Journalisten. Allerdings dürfte dieser komplexe Rückkopplungs-Effekt für diese inhaltliche Ausrichtung nicht Motivbestandteil sein.

PAM5.f5)   Rückbaupflicht versäumt: Statt 8 Milliarden Euro dürften es nur noch 6 Milliarden sein.
Um 2005 bedienten die Sender noch geschätzt - bleibt zu verifizieren - rund 25 oder mehr Prozent des audiovisuellen Konsums. 2019 nur noch 19 Prozent, Tendenz fallend.
Bis etwa 1975 bedienten die Sender - grob gechätzt - rund 80 Prozent davon. Daneben gab es bis 1975: Kino, Schallplatte, Tonband, schließlich Tonbandkassetten.

Ein Unternehmen, das aus dem Markt ausscheidet wegen Rückständigkeit seiner "Ware", ist zurückzubauen oder es wird insolvenzreif. Es ist nicht einzusehen, wieso die Bürger durch die zwangsweise Abgabe den Sendern diese BWL-Prinzipien ersparen sollen.

PAM5.f6)   800 Millionen Euro Gesamteinnahme - monatlich 2 € statt 17,50 - wäre der an sich ökonomisch richtige Preis im Jahr 2021.

Nimmt man 2005 als Basisjahr, so dürften die Sender nur noch 6 Milliarden Euro erheben: Verfall von rund 25 bis 30 % Nutzenanteil auf nur noch rund 18 Prozent Anteil am audio-visuellen Konsum.    Nimmt man zutreffender 1975 als Basisjahr, so dürften wegen Benutzungsverfall die Sender nur noch rund 800 Millionen Euro nehmen. In dieser Zeit haben die Sender von grob geschätzt rund 80 Prozent auf nun unter 20 % ihnen Anteil am audiovisuellen Konsum reduziert.

Ihre Einnahmensumme wurde von 1975 bis 2020 etwa verdoppelt (kaufkraftbereinigt. Der Preis pro Nutzenstunde (pro Zuschauerstunde) ist demnach gestiegen um die Faktoren 5 und 2, also in etwa verzehnfacht. Der marktwirtschaftliche zwangsfreie Preis wäre demnach nur noch rund ein Zehntel.

PAM5.f7)   Die Bürger zahlen mit der zwangsbasierten Rundfunkabgabe demnach etwa das Zehnfache eines zwangsfreien marktiwirtschaftlichen Preises.
Dies erklärt den Bürgerprotest der Nichtzuschauer. Mit 20 Euro pro Jahr als Beihilfe für einen Senionenservice könnten sich auch die Nichtzuschauer-Generationen von heute abfinden: Man soll (normalerweise) seine Großeltern ehren und ihnen etwas zurückgeben. Man verdankt ihnen ja die eigene Existenz.

Zwangsweise das Zehnfache vom "angemessenen Preis", dies ist nicht in Ordnung.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: art18GG am 23. März 2021, 17:39
Generell muss bei dieser Lüge immer darauf hingewiesen werden, dass die KEF im Jahre 2016 für das Jahr 2017 eine Senkung des Rundfunkbeitrag um 30 Cent gefordert hatte. Diese Senkung wurde von den Ministerpräsidenten jedoch entgegen der Empfehlung der Expertenkommission abgelehnt. Die Nicht-Absenkung des Rundfunkbeitrages im Jahre 2017 kommt damit auch einer Erhöhung gleich. Denn dort, wo eine Abgabe nicht gesenkt wird, wird der Finanzbedarf erhöht, obwohl dies nicht notwendig gewesen ist. 
Hierzu schrieb die Welt am 28.10.2016 beispielsweise:
Zitat
Die Experten waren es aber auch, die eine Senkung um 30 Cent pro Monat vorschlagen hatten. Nur Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt hatten sich für eine erneute Beitragssenkung nach 2015 ausgesprochen.
Rundfunkbeitrag: Senkung des Rundfunkbeitrags abgesagt - WELT
https://www.welt.de/politik/deutschland/article159107805/Senkung-des-Rundfunkbeitragsabgesagt.html

Es hat damals natürlich niemand geklagt, da den betroffenen Bürgern kein direktes Klagerecht zusteht und die Abgeordneten der Landtage offensichtlich schlecht oder gar nicht informiert wurden. Man kann wohl davon ausgehen, dass es sich dabei um eine Entscheidung ohne parlamentarische Diskussion handelt, wenn die SZ am 28.10.2016 schreibt:
Zitat
Der Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio wird nicht gesenkt und bleibt auch im kommenden Jahr bei 17,50 Euro im Monat. Dies haben die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrem Treffen in Rostock beschlossen. Sie verwerfen damit die von der Expertenkommission KEF vorgeschlagene Senkung des Beitrags um 30 Cent.
Ministerpräsidenten: Keine Senkung des Rundfunkbeitrags - Medien - SZ.de
https://www.sueddeutsche.de/medien/rundfunkbeitrag-ministerpraesidenten-lehnen-senkung-desrundfunkbeitrags-ab-1.3226255
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: befreie_dich am 29. März 2021, 01:50
Zusammengefasste Kurzübersicht, was wir hier bis jetzt an Argumenten gefunden haben:

- Nicht-Nennung der Erstquelle, denn die ‘2009 Lüge’ stammt von den Öffentlich-Rechtlichen selbst, z.B. aus 2013

- Im Kontext des Quellenalters nicht betrachteter Entwicklungszeitraum des 'Rundfunkbeitrags'

- ZDF-Intendant nennt sogar 2007 statt 2009 im Haushaltsbericht 2013 als Zeitraum der letzten Erhöhung

- Falscher Bezugszeitpunkt für den Begriff ‘Rundfunkbeitrag’, den es so erst seit 2013 gibt

- Konzeptionell verschiedene Abgabearten ‘Rundfunkbeitrag’ und ‘-gebühr’

- Konzeptionell erhöhen sich die Abgaben aus dem Rundfunkbeitrag’ nach 2013 im Vergleich zur ‘-gebühr’ vor 2013 jedes Jahr mit der Zunahme der Einwohnerzahl bis ausschließlich 2020 (Stand 2021)

- Konzeptionell erhöhen sich die Abgaben aus dem ‘Rundfunkbeitrag’ im Vergleich zur ‘-gebühr’ durch die höhere Anzahl von ‘Beitragszahlern’ im Vergleich zu ‘Gebührenzahlern’

- Konzeptionelle individuelle Erhöhungen des ‘Rundfunkbeitrags’ im Vergleich zur '-gebühr' bei differenzierter Betrachtung belegbar

- Nicht-Senkung des ‘Rundfunkbeitrags’ seit 2013 trotz kontinuierlich höherer Einnahmen im Vergleich zur ‘-gebühr’ entspricht Erhöhung – in der Schweiz findet eine Senkung der dortigen vergleichbaren 'Serafe' in 2019, 2021 statt, in Deutschland nicht

- Nicht-Senkung des ‘Rundfunkbeitrags’ in 2017 nach KEF-Empfehlung entspricht Erhöhung

- Nicht-Senkung trotz höherer sonstiger Einnahmen

- Erhöhung der Abgaben faktisch an höheren Einnahmen und Forderungen aus ‘Rundfunkbeiträgen’ im Vergleich zu ‘-gebühren’ sichtbar, z.B. bestätigt im 22. KEF-Bericht

- Auch Ausgleich der Teuerung, z.B. bestätigt im 22. KEF-Bericht

- Verbreitung von ‘2009 Lügen’ durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk selbst

- Verbreitung von ‘2009 Lügen’ durch Mitarbeiter und Kenner des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems

- Verbreitung der '2009 Lüge' in und durch Kreise der Bundesregierung

- Abschreiber der '2009 Lüge'

- Häufigkeit der ‘2009 Lüge’ nimmt in Debatte um ‘Rundfunkbeitrags’erhöhung zu

...?

Noch ist nicht alles davon hier aufbereitet. Die Übersicht dürfte nützlich dafür sein, dies fortzusetzen oder Kritik zu äußern.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: pjotre am 29. März 2021, 09:04
Dank an @befreie_dich für diese bisher beste Übersicht aller Fehler.
Nun aber kommt die zeitraubende Kernaufgabe:
Für jeden der Einzelpunkte sofort darunter der Quellennachweis.

Würde diese viele Arbeit gemacht werden, so würde es aber lohnen:
Es würde diese Liste 1.1 übernommen werden in die Verfassungsbeschwerden-Serie, die in Vorbereitung ist und wo jeder selber als Einreicher teilnehmen kann.

Eine sehr viel kürzere Fassung der vorstehenden Hauptargumente

 ist bereits integriert. Aber diese Liste von @befreie_dich bringt es ja viel besser auf den Punkt, wie eine Fake News und allgemeine Meinungsmanipulation generiert wird und schließlich von allen ohne Prüfung als Wahrheit interpretiert wird: Der klassische Selbstverstärkungseffekt von kollektiver Meinungsverirrung.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: Spark am 29. März 2021, 09:43
Es gibt da noch zwei Fragen, die auch nicht unbeachtet bleiben sollten.

1) Wie funktioniert die 2009er Behauptung?

2) Warum funktioniert die 2009er Behauptung?

Zu 1
Dieses lässt sich eigentlich nur mit dem Zahlenwert von 17,98 erklären. Es ist quasi ein Blendwerk und nichts weiter, denn rein optisch hatte sich tatsächlich nichts geändert.

Zu 2
Diese Frage gibt mir bis heute Rätsel auf, da ich es einfach nicht verstehen kann.
Ganz besonders wundert es mich, dass diese Behauptung von der Presse praktisch unreflektiert übernommen wurde. Mir ist keine einzige kritische Nachfrage bekannt.
Bei Journalisten*innen wie beispielsweise Frau Pospiech überrascht mich das nicht, aber es gibt doch bestimmt auch noch welche, die von einem etwas anderen Schlag sind.

Den Rundfunkbeitrag ab dem 01.01.2013 mit der Rundfunkgebühr vor 2013 gleichzusetzen ist praktisch nichts anderes, als wenn man sagen würde, dass 17,98 Euro auch 17,98 DM entsprechen. Dass das aber nicht stimmen kann, müßte eigentlich jedem halbwegs selbstständig denkenden Menschen klar sein.

Ich hatte das schon einmal an einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen versucht.
Wenn wir einen Kuchen unter 10 Personen gleichmäßig aufteilen, dann erhält jeder ein Stück mit einer bestimmten Größe.

Teilen wir den gleichen Kuchen aber gleichmäßig unter 20 Personen auf, dann erhält jeder logischerweise ein kleineres Stück.

Mit der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag ab 2013 hatte sich die Anzahl der mit der Abgabe belasteten nicht unbeträchtlich erhöht. Aber die Größe der Teilstücke blieb hingegen unverändert. Das kann nur bedeuten, dass der Kuchen größer geworden sein muß.
Man zahlte also jetzt für einen größeren Kuchen, was einer Erhöhung gleichkommt.

Mittlerweile hat auch die KEF bestätigt, dass es praktisch eine Überfinanzierung gegeben hat, weshalb der Beitrag auch 2015 gesenkt werden mußte.

Die Sender und deren Verantwortliche stellen das aber etwas anders da. Sie sagen praktisch: "Schaut her, der Beitrag wurde ja zwischenzeitlich sogar abgesenkt." Ist das nicht nett, und es klingt doch gleich viel positiver.
Allerdings klingt mir diese Art der sprachlichen Manipulation doch einen Hauch zu sehr nach der Handschrift einer gewissen Dame, welche hier im Forum bestens bekannt sein sollte.

Angefangen hat es damit praktisch Anfang 2018, gleich nachdem Herr Wilhelm den Vorsitz der ARD übernahm, ja sogar schon Ende Dezember 2017. Und wie mittlerweile bekannt sein dürfte, waren die Sender zu dem Zeitpunkt schon voll im Wehlingschen-Framing-Rausch.
Und das hat sich dann immer mehr gesteigert.

Allerdings ist das auch noch keine befriedigende Antwort auf Frage 2.
Eine weitere mögliche Erklärung wäre, dass die Presse kontrolliert wird. Das mag zwar etwas zu abwegig klingen, aber erleben wir nicht gerade ein Beispiel dafür im Fall von Georg Thiel? Und auch schon bei dem sogenannten "Oma-Gate" war dieses Phänomen zu beobachten.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: befreie_dich am 29. März 2021, 11:03
Die '2009 Lüge' ist subtiler konstruiert und mit Framing kombinierbar. Wir sollten sie weiter als eigenen Baustein betrachten. Wörtlich nehmen und analysieren.

Ganz besonders wundert es mich, dass diese Behauptung von der Presse praktisch unreflektiert übernommen wurde. Mir ist keine einzige kritische Nachfrage bekannt.
Siehe z.B. hier: https://www.medienkorrespondenz.de/leitartikel/artikel/im-framing-modus.html (https://www.medienkorrespondenz.de/leitartikel/artikel/im-framing-modus.html), Sicherung: https://archive.is/wip/KpbvY (https://archive.is/wip/KpbvY), letzter Abruf 29.03.2021, 11:23 Uhr.
Zitat
[...] Die Aussagen der Hierarchen betreffen im Kern drei Punkte. Erstens erklären sie regelmäßig, der Rundfunkbeitrag sei seit 2009 nicht mehr gestiegen, weshalb ab 2021 wegen gestiegener Preise eine Erhöhung nötig sei. [...}
Etwas, das wir tun können, ist dort anfragen und um die kritische Recherche / Einarbeitung unserer gefundenen Argumente bitten. Würde evtl. etwas Arbeit abnehmen. Das Forum hier könnte von solchen Aktionen profitieren, da es als Quelle einer mühevollen Recherchearbeit genannt werden dürfte, statt wie oft Üblich als ein Ort der reinen Querulanz dargestellt zu werden. https://www.medienkorrespondenz.de/kontakt.html (https://www.medienkorrespondenz.de/kontakt.html)

Die 'Kombination mit Framing und der Effekt davon' (Hypothese), falls jemand etwas Belegbares dazu findet, wäre ein eigener Punkt. Allerdings wäre das aus meiner Sicht erstmal besser in einem anderen Thread aufgehoben.

Es gibt da noch zwei Fragen [...]

1) Wie funktioniert die 2009er Behauptung?

2) Warum funktioniert die 2009er Behauptung?
Wie durch die '2009 Lüge' manipuliert wird, welche Wirkung sie hat und welche Gründe es dafür gibt, darüber müssen wir diskutieren. Wir müssen das auch klar von den Fakten trennen. Auch das verlagern wir besser nach draußen, um hier die Übersicht zu behalten. Dafür wurde ein separierter Thread angelegt:

Wie funktioniert die Manipulation durch die '2009-Lüge'?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,35068.msg212599.html#msg212599 (https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,35068.msg212599.html#msg212599)


Wenn man es ausarbeitet, sollte der provokante Titel '2009 Lüge' nicht verwendet werden. Das würde das Ergebnis vorweg nehmen und wäre daher unsauber gearbeitet. Stattdessen sollte die Frage gestellt werden, was dafür spricht und was nicht. Mir waren große Teile der Argumente hier schon vorher bekannt. Anfangs habe ich immer nur über die Aussage gestaunt. Nachdem es sich nach Recherchen dann erhärtet hatte, dass da einiges nicht stimmt, sage ich seitdem so dazu. Für den Thread und die Info-Sammlung in die negative Richtung (Ist es eine Lüge?), ist der Titel im 'gez-boykott'-Forum bestens geeignet. Dasselbe müsste auch in die andere, positive Richtung gefragt werden, also warum ist es keine Lüge (Vielleicht nur 2009-Irrtum?), auch dafür kann ggf. ein eigener Thread angelegt werden.

Hier jetzt weiter mit begründetem Dafürhalten zu den genannten oder neuen Punkten.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: drboe am 29. März 2021, 13:52
Die Lüge funktioniert vor allem deshalb, als sie im Kern wahr ist, aber am Thema vorbei geht, den Adressaten manipulieren soll.

Die Aussage "Der Rundfunkbeitrag ist seit 2009 nicht erhöht worden" trifft nämlich zu, wenn man sie so versteht, dass der zu Gebührenzeiten geltende monatliche Höchstbetrag zur Finanzierung des ÖRR 2013 unverändert blieb. Ein Rezipient soll daraus den Schluss ziehen, dass die Einnahmen aus der Rundfunkfinanzierung insgesamt nicht gestiegen sind. Wir hier, die Sender und die Politiker wissen natürlich, dass dies ganz und gar nicht zutrifft. Einmal gibt es seit 2013 sehr viel mehr Zahlungspflichtige, da der Nichtbesitz von Empfangsgeräten keine Rolle mehr spielt. Zum anderen werden diejenigen, die nur an Hörfunk interessiert waren/sind, seit 2013 mit dem dreifachen Betrag belastet. Und schließlich werden Unternehmen geschröpft. Die PC-Gebühr, die man schon zu Gebührenzeiten erfand, hat nie nennenswerte Erträge gebracht und war je Standort auf eine Hörfunkgebühr begrenzt. Mit der Umstellung 2013 wurde postuliert, dass Unternehmen einen zusätzlichen Nutzen aus der Veranstaltung von Rundfunk ziehen. Ich kann nicht sagen, was ein "Unternehmen" von dieser Ansicht hält, nehme aber an, dass "Unternehmen" keine Meinung zu dem Thema haben können, und im Fall, dass aus Informationen des ÖRR einmal etwas für das Unternehmen nützliches im ÖRR gesendet wird, diese Information definitiv von einem Menschen aufgenommen und verarbeitet wird, der für die Finanzierung des ÖRR bereits gezahlt hat. Zudem ist klar, dass jedes Unternehmen diese Kosten auf die Kunden umlegen wird, die Bürger, die den teuren Rundfunk finanzieren, also ein weiteres Mal zur Kasse gebeten werden. Und schließlich werden Steuermittel zur Finanzierung des ÖRR verwendet, da auch Behörden nach den Regeln der Unternehmen zur Finanzierung des ÖR-Rundfunks herangezogen werden.

M. Boettcher
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: Besucher am 29. März 2021, 15:42
Und das vor allem...
Die Lüge funktioniert vor allem deshalb, als sie im Kern wahr ist, aber am Thema vorbei geht, den Adressaten manipulieren soll.
... insbesondere deshalb, weil sich das Grós der Zwangszahler noch immer nicht für das Thema interessiert. Schlichte Unkenntnis / Denkfaulheit (es soll wirklich noch immer Leute geben, die nicht einmal wissen, dass es 2013 eine Umstellung gegeben hat, da sie seit Ewigkeiten abbuchen lassen) ist der beste Humus für Propaganda aller Art.

Mit der Umstellung 2013 wurde postuliert, dass Unternehmen einen zusätzlichen Nutzen aus der Veranstaltung von Rundfunk ziehen. Ich kann nicht sagen, was ein "Unternehmen" von dieser Ansicht hält...
Nun stell' Dich aber nicht zu dumm. Der Nutzen ist doch offenkundig, wenn Du bspw. an das Behandlungszimmer Deines Zahnarztes denkst, mit Musik geht schließlich alles besser :->>>. Der hat ja auch ein »Unternehmen« und darf blechen - obwohl sich seine Kunden vmtl. bedanken würden, wenn bei AC/DC oder Zarathustra in ihren Zähnen herumgebohrt wird . Arztpraxen haben dem Vernehmen nach genügend geklagt, aber immer nur bis zur ersten Instanz...

PS: Und wenn so ein Richter von den Verhältnissen in seinem Puff auf die allgemeine Arbeitswelt schließt - dagegen ist halt wenig auszurichten :->>>.


Edit "Bürger" @alle:
Bitte nicht vom eigentlichen Kern-Thema abschweifen, welches hier lautet
2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Danke für allerseitiges Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: befreie_dich am 29. März 2021, 19:24
Ergänzender Punkt:

- Summierte 'Preise' werden zu 'Statistiken' gemacht – darstellungsbedingte Informationsverluste dienen als Rechtfertigungsgründe. Keine Darstellung von Erhöhungen im Bezug auf den Systemwechsel, weder individuell noch gesamtgesellschaftlich.

Vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der KEF, Statista u.A. werden regelmäßig Darstellungen veröffentlicht, die eine Entwicklung der Rundfunkabgaben in der Höhe ‘statistisch’ zeigen und vergleichen sollen. Diese Darstellungen haben ähnliche Probleme wie bereits angesprochen und verstärken die ‘2009 Lüge’.

Für das menschliche Auge wirken die Balkendiagramme mit den größer werdenden Balken einleuchtend. Verführerisch leichte Kost. Sie steigen an, 2009 hört es dann auf und geht vielleicht in anderer Farbe auf etwa gleichem Niveau weiter. Keine Erhöhung? Sieht schön aus. Was könnte daran falsch sein?

Bei der Betrachtung von Zahlen ist maßgeblich, welche Information dargestellt wird. Bei Statistiken ist maßgeblich, ob der Betrachter dabei alle Informationen erhält. Bei der Interpretation von Statistiken gibt es Verzerrungsfehler und jede Menge Fehlerquellen. Durch übermäßige Vereinheitlichung gehen Informationen verloren. Es gibt das mir unerklärliche Bedürfnis mancher Macher dieser bunten Bildchen, alles in genau ein Bild quetschen zu wollen. Ich kann hier einige Fehler finden, die genau das abbilden, was unsere Argumente sagen.

Verlust von Information durch ungeeignete Darstellung (jeweils ein Beispiel):

Fehler: Darstellung der ‘Rundfunkgebühren’-Preisliste als additive Balkenblöcke in genau einer ‘Statistik’. Informationsverlust: Die aufaddierten ‘Rundfunkgebühren’ sind keine absoluten Zahlen. Es handelt sich um relative Zahlen, abhängig von individualtypischen Gegebenheiten. Die individualtypischen Gegebenheiten, abhängig vom tatsächlich vorhandenen Gerätetyp sind so nicht mehr ohne Weiteres als Erhöhung erkennbar. Ziel der Darstellung liegt in den aufaddierten Summen, nicht den Szenarien. Fehlerkorrektur: Balken nicht stapeln. Darstellung in mehreren Statistiken, je Gegebenheit eine. Nichtnutzer wären z.B. 2009 auf 0. Fakt:
- Konzeptionelle individuelle Erhöhungen des ‘Rundfunkbeitrags’ im Vergleich zur '-gebühr' bei differenzierter Betrachtung belegbar
Beispiel: Quelle: https://kef-online.de/de/service/entwicklung-der-rundfunkfinanzierung/ (https://kef-online.de/de/service/entwicklung-der-rundfunkfinanzierung/), Sicherung: https://archive.is/wip/CQlpd (https://archive.is/wip/CQlpd)

Fehler: Darstellung der ‘Rundfunkgebühren’ und ‘Rundfunkbeiträge’ in derselben Farbe, im selben Liniendiagramm, unter derselben Skalierung. Grundsatz nicht beachtet: Wenn sich Gegebenheiten ändern (z.B. Rechtliche / Konzeptionelle / ...: Rundfunkgebührenstaatsvertrag zu Rundfunkbeitragsstaatsvertrag) ändern, ist dies geeignet umzusetzen und kenntlich zu machen. Informationsverlust: Keine Abbildung der konzeptionellen Änderung der Abgaben. Fehlerkorrektur: Getrennte Darstellung. Textuelle Beschreibung des Dargestellten zur Abgrenzung. Darstellung einer Umrechnungsfunktion, abhängig von den Einnahmen als aussagekräftiger Quotient. Fakt:
- Konzeptionell verschiedene Abgabearten ‘Rundfunkbeitrag’ und ‘-gebühr’
Beispiel: Quelle: nicht mehr verfügbar (Stand dieses Postings), Sicherung: https://web.archive.org/web/20180201185936/https://www.ard.de/home/die-ard/fakten/Entwicklung_des_Rundfunkbeitrags/1015754/index.html (https://web.archive.org/web/20180201185936/https://www.ard.de/home/die-ard/fakten/Entwicklung_des_Rundfunkbeitrags/1015754/index.html)

Statistiken sind in den Medien ein wunderbares Mittel, um Unsinn zu verstärken, für jeden. Natürlich sind Informationen, die nicht dargestellt werden nicht da! Ich kann also irgendwelche Informationen ziemlich beliebig darstellen, sodass abhängig davon was ich darstelle eine beliebige Aussage entsteht (es sei denn ich würde wissenschaftlich arbeiten und ständig hinterfragen und die Statistik dementsprechend korrigieren). Darf in keinem (Hand-)Buch über Manipulation fehlen. In so mancher ‘Statistik’ soll gezeigt werden, dass der ‘Rundfunkbeitrag’ seit 2009 nicht mehr erhöht wurde. Die Aussage ist darstellungsbedingt und entspricht nicht der Wirklichkeit.

Auch eine Nicht-Senkung, ließe sich übrigens als ein ‘Ab und Auf’ darstellen. Bei einer wissenschaftlichen Ausarbeitung müsste das gemacht werden.
- Nicht-Senkung des ‘Rundfunkbeitrags’ seit 2013 trotz kontinuierlich höherer Einnahmen im Vergleich zur ‘-gebühr’ entspricht Erhöhung – in der Schweiz findet eine Senkung der dortigen vergleichbaren 'Serafe' in 2019, 2021 statt, in Deutschland nicht
- Nicht-Senkung des ‘Rundfunkbeitrags’ in 2017 nach KEF-Empfehlung entspricht Erhöhung
- Nicht-Senkung trotz höherer sonstiger Einnahmen
Das hängt in hohem Maß auch von dem ab, was ein Statistiker gesagt bekommt. Hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk und seine unterstützenden ‘Statistiker’ daran kein Interesse? ;)

Es gehört meiner Meinung zu jedem mündigen Bürger dazu, zu wissen, dass es in Statistiken maßgeblich darauf ankommt, was dargestellt wird und was nicht (Bsp.: Ein Anstieg, Stagnieren, Abstieg im Bild muss nicht dasselbe außerhalb sein). Fehlende Darstellung und Darstellungsfehler sind verfälschend, das muss nicht mal mit Absicht sein. Überdies gibt es Fehlerquellen, noch einige mehr als ich hier angesprochen habe. Eine alternative Darstellung, wie sie die Wikipedia zur Zeit wählt, ist eine Darstellung als Tabelle mitsamt zugehöriger Abhandlung.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: Bürger am 30. März 2021, 01:42
Querverweis > Diskussion, wie/ warum die '2009-Lüge' funktioniert, bitte unter
Wie funktioniert die Manipulation durch die '2009-Lüge'?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=35068.0

[...]
Hier soll diskutiert werden, wie die '2009 Lüge' funktioniert. Dabei sind interessante Aspekte z.B. das 'Wie' und das 'Warum'? Welche Wirkung entfaltet sie? In welchen Situationen? Auf welche Personen? Bezug zu den Fakten. Usw.

Es geht hier um Bewertungen und Gründe, nicht um Belege der '2009-Lüge' selbst. Inhaltliches dazu bitte in den dafür vorgesehenen Thread (s.o.).
[...]

Hier im Thread bitte weiter nur Fakten-/ Beleg-Sammlung. Danke.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: befreie_dich am 30. März 2021, 14:15
Präzisierung: Wie werden Statistiken zur ‘2009-Lügen’?

Im Folgenden mache ich die ‘2009 Lüge’ in der statistischen Darstellung kenntlich und zeige auf, welche Darstellungsfehler es gibt. Schwerpunktmäßig werde ich die Darstellungsfehler verdeutlichen. Ss handelt sich hierbei um eine grafische Veranschaulichung dieser.

1.
(https://gez-boykott.de/Forum/index.php?action=dlattach;topic=35046.0;attach=27020;image)

2.
(https://gez-boykott.de/Forum/index.php?action=dlattach;topic=35046.0;attach=27021;image)

3.
(https://gez-boykott.de/Forum/index.php?action=dlattach;topic=35046.0;attach=27022;image)


Das erste Bild zeigt die Aufmachung, bei der nur die Blöcke gestapelt werden. Diese repräsentiert aus Sicht der Öffentlich-Rechtlichen ihren typischen Nutzer (vor 2013), der das typische Geräte dafür besitzt (Hörfunkgerät, Fernsehgerät, vor 2013, grün, purpur). Dementsprechend addieren sich die Summen auf und der Unterschied zwischen den Balken fällt dem Betrachter nur im Bereich 2008/2009 auf. Nach dieser Darstellung gab es die letzte Erhöhung in 2009. Im Bereich 2012/2013 werden keine Unterschiede dargestellt und sind somit nicht ersichtlich.

Anders ist es in den beiden Bildern danach. Bei Besitzern/Nutzern eines Hörfunkgerätes (grün, vor 2013) ist es unsinnig, die additive Darstellung heranzuziehen. Die Unterschiede in 2012/2013 werden für das Auge erst deutlich erkennbar, wenn wahrheits- und realitätsgetreu dargestellt wird, wie die individualtypischen Gegebenheiten aussehen. Bei Personen ohne ‘Rundfunkgeräte’ wird das natürlich besonders deutlich. Das Weglassen dieser Gegebenheiten im Gesamtkontext entspricht durch den einseitigen visuellen Eindruck der ‘2009 Lüge’. Es ist eben nicht möglich, immer alles korrekt auf einer kleinen Bildfläche darzustellen (eigentlich logisch). Wenn über die letzte Erhöhung mit Bezug auf vor 2013 gesprochen wird, müssten ehrlicherweise mindestens diese drei Darstellungen für die individuellen Gegebenheiten angegeben werden. Fakt:
- Konzeptionelle individuelle Erhöhungen des ‘Rundfunkbeitrags’ im Vergleich zur '-gebühr' bei differenzierter Betrachtung belegbar
Ebenfalls als stupider Balkenvergleich kann grafisch aufbereitet werden dass sich gesamtgesellschaftlich die Abgaben für die Rundfunkabgaben mit Einführung des 'Rundfunkbeitrags' erhöht haben. Somit hat man dann auf zwei Ebenen Vergleiche geliefert, die darauf hindeuten, dass es auch individuell insgesamt zu eher höheren Ausgaben gekommen ist, da diese auch gesamtgesellschaftlich gestiegen sind. Das nimmt dann den Wind aus dem mit Sicherheit kommenden Behauptungssegel der Öffentlich-Rechtlichen: "Aber es gäbe doch auch Personen, die davon profitiert haben", ja bestimmt, nur insgesamt eben nicht!

Die Suggestivwirkung und einseitige Verwendung des ersten Bildes kann gezielt als Rechtfertigung für die '2009 Lüge' eingesetzt werden.

Ich gestatte jedem, die Bilder frei zu verwenden. Sie wurden mit dem Programm “LibreOffice Calc” im Zeitraum dieses Postings erstellt.

Es ist nicht meine Aufgabe, die Öffentlich-Rechtlichen ‘Statistiken’ zu korrigieren. Das habe ich hiermit definitiv nicht getan. Solche Arbeiten werden teuer bezahlt. Ich habe die Zahlen, die von den Öffentlich-Rechtlichen stammen gedankenlos übernommen, unter der Annahme (!), sie wären korrekt (welche ebenfalls fehlerbehaftet sein können, was hier allerdings nicht zur Diskussion steht). Vgl. https://kef-online.de/de/service/entwicklung-der-rundfunkfinanzierung/ (https://kef-online.de/de/service/entwicklung-der-rundfunkfinanzierung/), https://archive.is/CQlpd (https://archive.is/CQlpd)

Abgrenzung: Wir reden hier über die Erhöhung des ‘Rundfunkbeitrags’ im Vergleich zur ‘Rundfunkgebühr’ im Zeitraum von ca. 2008 bis ca. 2016 bzw. jetzt. Probleme, die sich aus der Darstellung zweier unterschiedlich konzipierter Abgaben unter derselben Skalierung ergeben können, behandele ich hier nicht. Der gesamtgesellschaftliche Anteil je individualtypischer Gegebenheit kann der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk gerne noch selbst ausrechnen und mit angeben. Zur Einfachheit habe ich auf Beschriftungen verzichtet.

Der Fakt ist die ‘statistische Darstellung’, dass es sie gibt, was darin dargestellt wird und was nicht, wie es darin dargestellt wird und wie nicht.
Über die Wirkung dieser Darstellungen auf Betrachter und deren Anwendung bitte ggf. unter
Wie funktioniert die Manipulation durch die '2009-Lüge'?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=35068.0
diskutieren.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: befreie_dich am 28. Mai 2021, 12:23
Mir sind noch weitere statistische Unregelmäßigkeiten aufgefallen bzw. möchte ich diese hier näher ausführen. Achtet darauf, dass ihr euch nicht in die Irre führen lasst: Die Erhöhung wird in den Einnahmen nicht korrekt abgebildet! Die nachfolgenden Ausführungen sind zu der Frage:

Wie werden Statistiken zur 2009-Lüge?

Die Quelle der Daten, aus denen 'Statista' die Statistiken gemacht hat, basieren mit größter Sicherheit nur auf Zahlen vom Beitragsservice, also von den Öffentlich-Rechtlichen. In anderen Worten: Statista hat die Statistik geliefert bekommen. Eine Prüfung auf gängige statistische Darstellungs-/Verzerrungs-/Interpretationsfehler ist nicht gemacht worden. Das führt dazu, dass einige aus der Statistik rauslesen, was sie gerne hätten, was aber gar nicht so ist.

Die Statistik trennt nicht sauber zwischen den Rundfunkabgaben Rundfunkgebühr u. -beitrag. Ich hatte ja bereits gesagt, dass das so ein handwerkliches Problem ist. Auch Erläuterungen dazu fehlen - jemand der sich nicht mit der Materie auseinandersetzt wird bei der Interpretation hinsichtlich der Erhöhung erstmal schlicht in die Irre geführt. Nachfolgend eine korrektere Interpretation u. Begründung, warum das so ist. In den Statistiken von u.a. Statista / den Öffentlich-Rechtlichen ist 2013 nur ein schwacher Anstieg von Gebühr auf Beitrag dargestellt. Das ist Falsch. Denn der Systemwechsel führt zu einer Verzerrung. Der tatsächliche Anstieg um 2013 ist sehr viel steiler (der Balken ist deutlich höher, wenn die Verzerrung ausgerechnet  und aufgerechnet wird) - etwa eher vergleichbar mit dem Mittel der größeren Balken, die wir wenige Jahre später sehen (bei korrekter Erfassung wahrscheinlich sogar der höchste, weil dann wegen des Überschusses sofort eine Senkung des Rundfunkbeitrags gefolgt wäre / hätte müssen - aber hier nicht Thema). Denn dann sieht das 2013 nicht mehr so harmlos aus. Das wird mit dem Wissen und der Erklärung klar: das neue System läuft erst an. Zudem gab es Millionen Konten, die erst nachträglich von den Öffentlich-Rechtlichen ermittelt und (zwangs-)angemeldet wurden, Nachmeldungen in zurückliegende Jahre die erst später abgebildet werden, einen Bearbeitungsrückstau (siehe Referenzen). Die Statistiken täuschen somit einen Übergang vor, den es so im realitätsgetreuen Vergleich der Systeme gar nicht gibt (auch wenn die Einnahmen das auf den ersten Blick so aussehen lassen!). Es ist nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten unter Berücksichtigung der Fakten absolut falsch, diese gemeinsame Darstellungen ungeachtet derer kritischen Analyse zu wählen. Wenn man Achtung vor sich selbst und seiner Arbeit hat, reflektiert man diese kritisch. Besonders bei Statista ist die Enttäuschung groß, da dort ja jährlich die Zahlen ergänzt werden, hätte das auffallen müssen - gerade weil dort eigtl. 'Experten' arbeiten. Unter "Hinweise und Anmerkungen", steht nichts zu der verzerrten Darstellung (siehe angehängter Screenshot oder unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3959/umfrage/einnahmen-durch-gez-gebuehren-seit-2003/ (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3959/umfrage/einnahmen-durch-gez-gebuehren-seit-2003/), Abruf 28.05.2021, 11:40 Uhr). Das ändert jedoch nichts daran, dass der Hauptfehler bereits in der gemeinsamen Darstellung liegt. In diesen Darstellungen wird die tatsächliche Chronologie des systematischen Anstiegs nicht abgebildet. Zwischen den Zahlen vor und ab 2013 gibt es keine Vergleichbarkeit, sie werden jedoch in den Darstellungen in gleicher Farbe unter gleicher Skalierung verzerrt dargestellt.

Fazit: Die öffentlich-rechtlichen Statistiken bilden die Erhöhung um 2013 nicht korrekt ab. Um die Modelle vergleichbar zu halten, ist eine Analyse der Verzerrung nach wissenschaftlichen Standards unausweichlich. Der Verzerrungsfehler wird von Statistik-Experten / Qualitätssicherung unerkannt aus der Datenbasis der Öffentlich-Rechtlichen übernommen und auch zwischenzeitlich nicht angemerkt. Der Kontext der Daten wird fahrlässig außer Acht gelassen. Die Einnahmen sind durch den Systemwechsel ab 2013 deutlich höher, aber verzerrt, sodass die tatsächliche Erhöhung in der Fehldarstellung erst Jahre später ersichtlich wird.

Meine Meinung: Aus statistischer Erfahrung sollte sowas eigtl. jedem, der in dem Fach tätig ist, bekannt sein. Wenn mit solchen Datenaufbereitungen Politik gegen Menschen gemacht wird, kann man als Wissenschaftler nur kotzen und daran sind auch diejenigen mit Schuld, die nicht sauber arbeiten! Statistik ist eben nicht nur eine Datenbank befüllen, sondern auch mal draufschauen, welche Qualität die Daten haben und wie der Gesamtkontext ist. Fehler sind normal und man sollte sich nicht scheuen, darüber zu reden - Fehler gehören zu jeder Statistik dazu und deren Ursache und Wirkung müssen besprochen werden! In Zukunft: Danke!

Referenzen: Belege für Datenbasis des Beitragsservice, verzerrte Darstellung: https://www.ndr.de/der_ndr/zahlen_und_daten/Entwicklung-des-Rundfunkbeitrags,ndrdaten121.html (https://www.ndr.de/der_ndr/zahlen_und_daten/Entwicklung-des-Rundfunkbeitrags,ndrdaten121.html), https://archive.is/Lz8Z1 (https://archive.is/Lz8Z1), https://winfuture.de/infografik/14760/So-viel-zahlen-die-Deutschen-fuer-Rundfunk-1458291588.html (https://winfuture.de/infografik/14760/So-viel-zahlen-die-Deutschen-fuer-Rundfunk-1458291588.html), https://archive.is/QBrjF (https://archive.is/QBrjF), https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3959/umfrage/einnahmen-durch-gez-gebuehren-seit-2003/ (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3959/umfrage/einnahmen-durch-gez-gebuehren-seit-2003/), https://archive.is/xUtYC (https://archive.is/xUtYC)

Rückstau, Neuaufnahme in den Bestand:
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/korruptionsvorwuerfe-gegen-beitragsservice-von-ard-zdf-und-deutschlandradio-13502006.html (https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/korruptionsvorwuerfe-gegen-beitragsservice-von-ard-zdf-und-deutschlandradio-13502006.html), https://archive.is/uUYKa (https://archive.is/uUYKa)
Zitat
3,6 Millionen Wohnungen neu in den Bestand aufgenommen
Zitat
In der Behörde gebe es einen Berg von zwei Millionen Vorgängen, die dringend bearbeitet werden müssten
Zitat
„Normalerweise gibt es einen Rückstau von 100.000 bis 200.000 Anfragen von Beitragszahlern, einen so hohen Rückstand hatten wir noch nie“, sagte eine Mitarbeiterin des Beitragsservice

Was man daraus lernen kann: Bei Quellen genau hinschauen u. schauen, ob man unabhängig zum selben statistischen Ergebnis kommt - entweder selber prüfen oder prüfen lassen.

Übrigens: Das was in den Statistiken hier als Einnahmen dargestellt ist, sind die gesamtgesellschaftlichen Ausgaben für den Rundfunkbeitrag ab 2013. Daraus folgt sofort, dass sich die gesamtgesellschaftlichen Rundfunkabgaben um 2013 mit dem Rundfunkbeitrag erhöht haben.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: befreie_dich am 29. Mai 2021, 00:24
Hier ein Beispiel der vielfach verbreiteten Fehldarstellungen im Anhang (einmal mit rotem Rechteck umrandet, um anzudeuten wo der Verzerrungsfehler wie im Vorpost beschrieben beinhaltet ist). Wegen der Verzerrung durch den Systemwechsel wirkt der Anstieg von 2012 auf 2013 (weiter auch 2014, 2015) wesentlich moderater, als er tatsächlich ist. Gleiche Farben, ebenso Skalierung für verschiedene Systeme (im Volksmund ausgedrückt: bis 2012 'Äpfel', danach 'Birnen'). Zur zusätzlichen Sicherung bezogen über eine Drittwebseite, welche die Daten von 'Statista' verwendet, die Quelle für den Screenshot ist: https://travelernews.org/schufaeintrag-wegen-nichtzahlung-von-ard-zdf-deutschlandradio-beitragsservice-4578.html (https://travelernews.org/schufaeintrag-wegen-nichtzahlung-von-ard-zdf-deutschlandradio-beitragsservice-4578.html), https://archive.is/wip/J1ptn (https://archive.is/wip/J1ptn)

Hinweis: Um die Statistik auf 'Statista' einzusehen ist ein Pro-Zugang nötig. An manchen Tagen ist sie auch eine gewisse Anzahl an Aufrufen frei.

Zwischenfazit zu den Öffentlich-Rechtlichen Statistiken zu Einnahmen aus Rundfunkbeiträgen, bzw. Ausgaben der Gesellschaft an Rundfunkbeiträgen: Die Statistiken sind Ursprung der Öffentlich-Rechtlichen, darstellungs- u. verzerrungsfehlerbehaftet. Die Statistiken bilden die 2009-Lüge ab.

Darstellungsfehler: https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,35046.msg212622.html#msg212622 (https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,35046.msg212622.html#msg212622)
Verzerrungsfehler: https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,35046.msg213772.html#msg213772 (https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,35046.msg213772.html#msg213772)
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: befreie_dich am 29. Mai 2021, 02:26
Was auch nicht angemerkt oder statistisch abgebildet wird (weder von 'Statista‘ noch den ÖR), ist die Sache mit den Zweitwohnsitzen und dem Rundfunkurteil dazu aus 2018 (siehe https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2018/07/rs20180718_1bvr167516.html (https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2018/07/rs20180718_1bvr167516.html)). Danach wurden Zweitwohnungen nicht länger beitragspflichtig. Eigentlich sollte das ja die Einnahmen um mehr als eine halbe Million Rundfunkbeiträge jährlich absenken (korrigiert mich gerne, falls hier jemand die genaue Zahl hat - die Morgenpost schreibt z.B. "In Deutschland haben 1,039 Millionen Haushalte einen Zweitwohnsitz", siehe Google-SERP https://archive.is/a2Cgp (https://archive.is/a2Cgp) oder im Premium-Artikel https://www.morgenpost.de/vermischtes/article228986761/Corona-Flucht-Wie-Zweitwohnungs-Besitzer-die-Regeln-umgehen.html (https://www.morgenpost.de/vermischtes/article228986761/Corona-Flucht-Wie-Zweitwohnungs-Besitzer-die-Regeln-umgehen.html)). Seltsamerweise geht es aber in den Statistiken nicht nach unten (kein Einnahmeeinbruch), sondern nach oben! Hier haben wir also auch den Effekt, dass es Mehreinnahmen gibt, die nur nicht auffallen, weil sie von einer rechtlichen Entscheidung verdeckt werden. Mehr Befreiungen, müssten die Einnahmen senken. Auch das passiert statistisch nicht, sondern es wird mehr mehr mehr - (Achtung Ironie:) woher kommen diese Einnahmen nur? Sog. Nachmeldungen durch Meldedatenabgleiche (alleine dafür könnte eine Statistik geführt werden), jede Menge Verzerrung durch die Umstellung, ...

Es soll von meiner Seite damit genug zu dem Fakt zu Statistiken betreffend der 2009-Lüge sein. Die Ausführungen sind mehr als deutlich und präzise genug, um ein Fazit festzuhalten:

Fazit: Die Aussage der 2009-Lüge kommt von den ÖR u. die passenden Daten gleich mit dazu. Die Statistiken bilden die 2009-Lüge ab und unterstützen deren Verbreitung.

Es dürfte klar sein, dass die Statistik aus der Hand der Öffentlich-Rechtlichen für Politiker und Entscheider eine Handlungs- und Entscheidungsgrundlage ist. Die Diskussion dazu gern unter
Wie funktioniert die Manipulation durch die '2009-Lüge'?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=35068.0


Hier soll es weiter gehen mit harten Fakten zur 2009-Lüge.
Titel: Re: 2009-Lüge: "Rundfunkbeitrag - seit 2009 nicht erhöht worden"?
Beitrag von: befreie_dich am 29. Mai 2021, 03:16
Zusammengefasste Kurzübersicht, was wir hier bis jetzt an Argumenten gefunden haben: [...]
- Konzeptionell erhöhen sich die Abgaben aus dem ‘Rundfunkbeitrag’ im Vergleich zur ‘-gebühr’ durch die höhere Anzahl von ‘Beitragszahlern’ im Vergleich zu ‘Gebührenzahlern’
Den Beleg für diesen Fakt findet man im 'Gesetz', dem sog. Rundfunkgebührenstaatsvertrag und Rundfunkbeitragsstaatsvertrag.
Während vor 2013 die Rundfunkgebühr geräteabhängig war
https://bravors.brandenburg.de/vertraege/rgebstv#2 (https://bravors.brandenburg.de/vertraege/rgebstv#2), https://archive.is/wip/F29r6 (https://archive.is/wip/F29r6)
Zitat
§ 2 Rundfunkgebühr

(1) Die Rundfunkgebühr besteht aus der Grundgebühr und der Fernsehgebühr. Ihre Höhe wird durch den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag festgesetzt.

(2) Jeder Rundfunkteilnehmer hat vorbehaltlich der Regelung der §§ 5 und 6für jedes von ihm zum Empfang bereitgehaltene Rundfunkempfangsgerät eine Grundgebühr und für das Bereithalten jedes Fernsehgerätes jeweils zusätzlich eine Fernsehgebühr zu entrichten. Wenn hiernach Grundgebühren für Hörfunkgeräte zu entrichten sind, sind weitere Grundgebühren für Fernsehgeräte nur zu entrichten, soweit die Zahl der von einem Rundfunkteilnehmer bereitgehaltenen Fernsehgeräte die Zahl der Hörfunkgeräte übersteigt. [...]
gilt seit 2013
https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/RBeitrStV-2 (https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/RBeitrStV-2), https://archive.is/wip/Ja8ub (https://archive.is/wip/Ja8ub)
Zitat
§ 2 Rundfunkbeitrag im privaten Bereich

(1) Im privaten Bereich ist für jede Wohnung von deren Inhaber (Beitragsschuldner) ein Rundfunkbeitrag zu entrichten. [...]
Während früher, bis einschließlich 2012, i.d.R. eben nur diejenigen die Geräte vorhielten gesetzlich gebührenpflichtig wurden, ist der Adressatenkreis ab 2013 deutlich gestiegen mit Anknüpfungspunkt Wohnung. Es liegt auf der Hand, dass durch die Anknüpfung an ein Grundbedürfnis (Wohnen) statt an die etwas freiere Entscheidung, konzeptionell ein höherer Adressatenkreis betroffen ist, der zahlungspflichtig gemacht wird, was auch konzeptionell schon zu einer Erhöhung des zu erwartenden und inzwischen auch belegten, tatsächlichen gesamtgesellschaftlichen Abgabenvolumens für den Rundfunkbeitrag führte.

Siehe auch:
Statistischer Darstellungsfehler, Nichtdarstellung, fehlende Differenzierung Nicht-/Abgabepflichtiger
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,35046.msg212622.html#msg212622