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Archiv => Archiv => Pressemeldungen Februar 2021 => Thema gestartet von: pinguin am 23. Februar 2021, 16:30
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Tagesspiegel, 23.02.2021
Beitrag über den Anschlag von Hanau
Facebook und Instagram sperren „Monitor“
Verstoß gegen die Gemeinschaftsrichtlinien: Die Tech-Giganten sperren „Monitor“-Film über den rassistischen Anschlag in Hanau.
von Joachim Huber
"Monitor"-Chef Georg Restle ist empört. Der Film seiner Redaktion über den rassistischen Anschlag in Hanau ist von Facebook und Instagram gesperrt worden. Restle twitterte am Dienstagmorgen: " Hallo @instagram, hallo @FacebookDE,, ausgerechnet unser #Monitor-Film über den rassistischen Anschlag von #Hanau soll gegen Eure Richtlinien verstoßen. Ernsthaft jetzt?" [...]
Weiterlesen unter
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/beitrag-ueber-den-anschlag-von-hanau-facebook-und-instagram-sperren-monitor/26942586.html
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Wird ja Zeit, daß auch mal jemand anderes von der Willkür der Techgiganten was merkt, es sind ja schon diverse Journalisten gesperrt oder ihre Beiträge gelöscht worden, wegen angeblicher Haßrede, Coronawahnsinn, Zufall.
Juristische Zur-Wehr-Setzung kostet Anwalts- und Gerichtsgeld und dauert, die, die geklagt haben, haben meist Recht bekommen.
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Inzwischen wohl wieder entsperrt.
Reaktion auf Proteste
Facebook entsperrt „Monitor“-Beitrag
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/reaktion-auf-proteste-facebook-entsperrt-monitor-beitrag/26944312.html
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Der (Edit: erste) Artikel gibt zu den Löschgründen nicht viel her, wohl aber einige Leserkommentare.
- vom Algorithmus gelöscht aufgrund benutzter Reizworte (dass ein Mensch vom Löschteam sich den Film zuvor angeschaut hätte, gilt als völlig unwahrscheinlich)
- Häme wird ausgegossen über Maas und über den nun selbst kalt erwischten deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die sich beide so für das Netzdingsdurchwirkungsgesetzwhatever begeistert hatten
- halbwegs plausible Begründung: der Monitor-Beitrag hat es "in sich" ("explizite Bilder"), und vor so etwas muss der User geschützt werden
(ja schön, aber bei Musikvideos in YT wurde ich schon 2-3mal kalt erwischt von Gewaltszenen, so dass ich kein Musikvideo mehr anklicke...)
- vermutlich haben einfach ein paar N*z*s auf den Melden-Knopf gedrückt, so dass der Algorithmus den Beitrag gesperrt hat
Ein sehr interessanter Kommentar:
Nein. Das Grundproblem liegt darin, dass öffentlich rechtliche Medien glauben, sich konsequenzlos auf Portalen von US-Privatfirmen herumtreiben zu können und dort ihre Vorstellungen durchsetzen zu können. YouTube/Facebook und Co wollen maximal viele Menschen auf ihre Seiten ziehen und werden perspektivisch immer mehr Inhalte entfernen die (insbesondere nach den US-Maßstäben) potentiell anstößig, diskussionswürdig, kritisch, usw. sind. Disney macht das seit Jahrzehnten. Die Kernmarke entfernt Zigaretten, Blut, politisch schwieriges konsequent aus seinem Markenkern. Das ist auch die Agenda von Facebook/YouTube und Co. Da passt so ein Bericht konsequenterweise nicht hinein. Was lustiges mit Baby-Katzen wäre machbar, Tote und Rassismus eben leider nicht.
Quelle: aus der Kommentarspalte des verlinkten Artikels der Kommentar vom 23.02.2021, 13:22 Uhr
Nicht rundfunkrelevant, aber vielleicht von Interesse:
Was Fcbk in Australien derzeit "macht": Es geht um das Leistungsschutzrecht der Presse für ihre Nachrichten. Das war vor Jahren ein heißes Thema in Deutschland, aber offenbar hier so ausgegangen, dass die Verlage Nachrichtenschnipsel in den Asozialen Medien doch wieder akzeptieren, ohne dafür Geld zu bekommen.